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#pittothefuture: So reich waren wir noch nie auf dem Papier – dank Google!

#pittothefuture: So reich waren wir noch nie auf dem Papier – dank Google!

Zynischer hätte ein Tag in unserer Situation kaum beginnen können: Am Mittwoch war unser Kollege Christian ganz aufgeregt. Er prüfte, so wie jeden Tag, unsere Bannerumsätze des Vortags im dafür vorgesehen Adwords-Tool – und traute seinen Augen kaum. Denn was da stand, überstieg die alle Umsätze der letzten Jahre zusammengenommen: 22.727.277,18 Euro! Sind wir jetzt gerettet?

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So sieht viel Umsatz auf dem Papier aus. Aber Papier ist leider geduldig. / © AndroidPIT

Was genau passiert ist, können wir aktuell noch nicht nachvollziehen. Fakt ist aber, dass dies ein real gebuchter Umsatz ist, der auch noch immer in unseren Listen auftaucht. Solche Umsätze überweist Google natürlich nicht sofort, sondern immer am Ende einer Abrechnungsperiode, die bei uns immer Anfang eines neuen Monats ist. Der gesunde Menschenverstand legt wohl nahe, dass es sich hier um irgendeinen Fehler handeln muss und Google diesen dann wieder korrigiert. Für überschwängliche Freude hat es also hier bei uns nicht gereicht, wohl aber für ein Schmunzeln und schöne „was-wäre-wenn“-Träume.

Und das ist auch das Zynische an all dem. Es ist gerade mal eine Woche her, da war für viele Kollegen klar, dass sie das Unternehmen verlassen müssen – eben nur deswegen, weil es immer schwieriger wird für uns Publisher, Geld mit unserer Arbeit zu verdienen. Wäre es also kein Fehler, sondern echte Realität – dann, ja dann wären die menschlichen Verluste vielleicht gar nicht notwendig, wir könnten zusammen bleiben und weiter an Ideen und Konzepten arbeiten, unabhängig von Bannerumsätzen zu werden.

Man wird ja wohl nochmal träumen dürfen. Oder?

Träumen ist erlaubt. Aber leider ist Realismus das Gebot der Stunde. Für mich fühlt sich die aktuelle Situation ein wenig wie "The Living Dead" an. Auf der einen Seite bereiten wir Übergaben, Abgänge und einen Umzug vor. Und auf der anderen Seite arbeiten wir an der Zukunft und versuchen in einem kleinen Team, langsam und zögerlich Optimismus aufzubauen. Gerade das fühlt sich aber für mich noch falsch an, wenn man überlegt, dass so viele Kollegen gerade ein ganz anderes Gefühl im Bauch haben.

Ich bin wirklich erstaunt und dankbar, wie sich hier jeder und jede von diesen schlägt. Wir haben quasi keine Krankmeldungen, die Leute strahlen keinen Ärger aus und geben nach wie vor Ihr Bestes. Das ist wirklich beeindruckend. Nicht selten habe ich deshalb auch einen Kloß im Hals. Es klingt vielleicht komisch, aber es hinterlässt bei mir eine Art schlechtes Gewissen. Man selbst ist noch hier, während Andere gehen müssen.

Vielleicht darf man ja dann doch träumen und darauf hoffen, dass Google zwar einen Fehler gemacht hat, aber dazu steht und uns das Geld überlässt. Wir kaufen uns dann keine Insel in der Südsee, machen keinen ausgedehnten Urlaub oder kaufen verrückte Sachen. Nein, behalten unsere Leute, nutzen das Geldpolster und setzen unsere Ideen um, die wir hier so haben. Versprochen!

Denn träumen wird man ja wohl nochmal dürfen, oder?

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Top-Kommentare der Community

  • Michael B. vor 2 Wochen

    @ BulletMonkey:

    Was (wahrscheinlich nicht nur) ich nicht verstehe - warum schließt Du nicht einfach Deinen Zugang hier und verpisst Dich von der Seite?

    Ehrlich - so ein dauerhaft negatives Geschreibsel braucht hier keiner. Weil hier auch keinen Deine Meinung interessiert.

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    vor 2 Wochen

    Man merkt eher, dass Du immer nur stänkern willst. Hab von Dir wirklich noch nie etwas Positives gelesen.

    Diese Geschichte ist übrigens wirklich passiert und habe ich mir nicht etwa ausgedacht.

  • C. F.
    • Blogger
    vor 2 Wochen

    BulletMonkey: in manchen Situationen solltest Du einfach mal nur die Fresse halten. Sorry, aber das musste jetzt mal ohne Blumen so sein.

  • Tim vor 2 Wochen

    Mal ganz salopp gefragt: was ist eigentlich dein Problem (mit APit)?

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    vor 2 Wochen

    @Tim Es gibt Menschen, die freuen sich, wenn es Anderen eben schlechter geht.

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