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Lenovo Moto G5: Lenovos 2017er Midrange-Phone im Hands-on-Test

Update: Moto G5 ab 25. März erhältlich

Lenovo hat seine Mittelklasse runderneuert. Und so präsentierte der Konzern das Moto G5, mit dem ein finaler Bruch mit dem Motorola-Zeitalter ansteht. Wir haben es vor Ort ausprobiert. Update: Schon ab dem 25. März ist das Moto G5 erhältlich.

Aktuelle Änderungen hervorheben

Moto G5: Preis und Verfügbarkeit

Lenovo hat den Marktstart des Moto G5 bekannt gegeben. Ab dem 25. März soll das Smartphone in Deutschland für 199 Euro erhältlich sein. Dafür erhalten Käufer das Moto G5 mit 16 GByte internem Speicher sowie 2 GByte RAM. Kaufen könnt Ihr es zum Beispiel bei Amazon, Media Markt, Saturn und einigen weiteren Händlern. Zur Wahl stehen die Gehäusefarben Gold und Silber (Fine Gold bzw. Lunar Gray, um in der Lenovo-Sprache zu bleiben).

Das besser ausgestattete Moto G5 Plus wird voraussichtlich Anfang April im Handel verfügbar sein.

Moto G5: Design und Verarbeitung

Sofort fällt beim Moto G5 auf, dass Lenovo die Designsprache des Smartphones an die Oberklasse von Lenovo angepasst hat. Die Metall-Rückseite zeigt nun auch die prägnante Kameraöffnung, die schon vom Moto Z (Play) bekannt ist. Das verkleinerte 5-Zoll-Display macht sich für das Handling positiv bemerkbar. Lenovo hat in Marktstudien festgestellt, dass die Riesen-Displays gar nicht so gut ankommen wie gedacht. Das Moto G5 wirkt gut verarbeitet, allerdings stört der etwas billige Look der Hörmuschel. Diese wirkt mit ihrer nicht abgedeckten Vertiefung einigermaßen empfindlich. Eine kleine Plastikabdeckung hätte hier Wunder gewirkt.

In der Mittelklasse verzichtet Lenovo auf den modernen USB-C-Anschluss, stattdessen bleibt es bei MicroUSB. Ein Kopfhöreranschluss ist ebenfalls vorhanden. 

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Ein schöner Rücken kann auch entzücken. / © AndroidPIT

Moto G5: Display

Das Moto G5 hat ein 5-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung. Das ist eine sehr gute Nachricht, denn somit stimmt die Darstellung schon einmal. Auf dem Event macht das Display darüber hinaus eine gute Figur. 

Moto G5: Software

Die Benutzeroberfläche des Moto G5 ist auf dem Stand von Stock-Android - viele Unterschiede oder Anpassungen gibt es nicht. Beim Versionsstand belässt es Lenovo bei Android 7.0 und verzichtet damit auf die aktuellste Version. Neben zusätzlicher Software, die Lenovo als Moto Experience bezeichnet, ist das G5 für den Google Assistant vorbereitet.

Im Moto G5 lässt sich die sogenannte One Button Nav nutzen. Diese blendet die virtuelle Navigationsleiste aus und stattdessen werden Wischgesten auf dem Fingerabdrucksensor verwendet. Der etwas breitere Scanner macht dies besonders komfortabel.

Eine weitere Neuigkeit gibt es aber: Beide neuen Smartphones, das Moto G5 und G5 Plus werden zukünftig mit Amazons Alexa Software ausgestattet sein - allerdings wird dieser Support erst später hinzugefügt. Google öffnet aktuell seinen Assistenten für andere Hersteller und auch ältere Smartphones, daher kommt diese Nachricht doch etwas unerwartet. Ihr könnt Googles Version des persönlichen Assistenten aber trotzdem nutzen. 

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Der App-Drawer des Moto G5. / © AndroidPIT

Moto G5: Performance

Beim Prozessor setzt Lenovo auf den Snapdragon 430. Was auf den ersten Blick wie ein Rückschritt gegenüber dem Moto G4 klingt, ist in Wahrheit ein Treten auf der Stelle: Die technischen Daten des 430ers weichen kaum vom Snapdragon 617 ab. Die Performance dürfte also in etwa auf dem Niveau des Vorgängers liegen, der im Smartphone-Alltag durchaus zu überzeugen wusste.

Moto G5: Kamera

Kein Smartphone kommt ohne Kamera aus, und so hat auch das Moto G5 eine Hauptkamera, die mit 13 Megapixeln auflöst. Auf einen Dual-Pixel-Sensor verzichtet Lenovo beim kleineren G5 und so muss ein klassischer Phase-Detection-Autofokus genügen. Die Kamera-App ist recht minimalistisch gestaltet und verfügt über nur wenige Optionen. Wie gut die Bilder letztlich sind, lässt sich auf der Messe kaum einschätzen - hier sind die Lichtverhältnisse sehr unübersichtlich, sodass die Fotos kaum auswertbar sind.

AndroidPIT lenovo moto g5 7119
Die Kamera fällt auf. / © AndroidPIT

Moto G5: Akku

Während der Präsentation verspricht Lenovo eine lange Akkulaufzeit, wie lang diese allerdings ausfallen soll, bleibt letztlich unklar. Die Kapazität gibt Lenovo mit 2.800 mAh an, was typischerweise für ein bis zwei Tage ausreichen sollte. Der Akku ist immerhin wechselbar, wie uns Lenovo auf Nachfrage bestätigt hat.

Moto G5: Technische Daten

    • Typ:
    • Smartphone
    • Hersteller:
    • Lenovo
    • Abmessungen:
    • 144,3 x 73 x 9,5 mm
    • Gewicht:
    • 144 g
    • Akkukapazität:
    • 2800 mAh
    • Display-Größe:
    • 5 Zoll
    • Bildschirm:
    • 1920 x 1080 Pixel (441 ppi)
    • Kamera vorne:
    • 13 Megapixel
    • Kamera hinten:
    • 5 Megapixel
    • Blitz:
    • LED
    • Android-Version:
    • 7.0 - Nougat
    • RAM:
    • 2 GB
    • Interner Speicher:
    • 16 GB
      32 GB
    • Wechselspeicher:
    • microSD
    • Chipsatz:
    • Qualcomm Snapdragon 430
    • Anzahl Kerne:
    • 8
    • Max. Taktung:
    • 1,4 GHz
    • Konnektivität:
    • HSPA, LTE, NFC, Bluetooth 4.2

Vorläufiges Urteil

Für das Moto G5 gilt, dass es eher wie ein Refresh des Vorgängers wirkt. Beim Design hat Lenovo große Änderungen vorgenommen und die Verarbeitung wirkt hochwertiger. Das verkleinerte Display dürfte in diesem Marktsegment eher hilfreich sein. Die technische Ausstattung ist sonst auf dem Niveau des Vorgängers. Damit aber hat Lenovo ein gutes Angebot in der Klasse der 200-Euro-Smartphones, direkte Hardware-Upgrades vom Vorgänger wird Lenovo hiermit aber nicht anpeilen.

Das ist auch keine ganz falsche Entscheidung von Lenovo, immerhin hat das Moto G4 im vergangenen Jahr ein recht ordentliches Smartphone abgegeben. Mit dem Moto G5 bessert Lenovo sinnvoll nach.

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18 Kommentare

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  • aboubakr vor 46 Minuten Link zum Kommentar

    Mein altes moto g der ersten Generation läuft deutlich Performanter als das S7 was ich vor kurzem wieder verkauft habe. Was ich damit sagen will diese moto Dinger brauchen gar nicht viel Power um performant zu arbeiten,dank vanilla Android.

  • wichtig ist eigentlich nur ob man den Alexa-Dreck deinstallieren kann ;-) Vermutlich eher nicht aber wenigstens deaktivieren kann man ja hoffentlich.

    H G

  • Kein Wechselakku und Amazon Alexa. Dazu Android 7 statt 7.1.1
    Das verstehe ich nicht. Dazu die abgespeckte Motivation für Updates zu den "echten" moto's damals. Gut es kostet unter 200 Euro. Aber es ist deutlich dass Lenovo im Finger im Spiel hat. Lenovo ist eben nicht Google Motorola.
    Ansonsten ganz OK soweit.

  • Das normale Moto G5 wäre für 160 EUR ein guter Smartphone-Deal wenn auch nicht kompakt in der Bauhöhe aber 199€ ist zu viel für die bisher gebotene Leistung Lenovo!!!

  • Ähm, was ist das denn? Schade, stand Moto eigentlich für Stock und "unabhängig", kommt jetzt also Amazon mit Alexa auf die Kiste! Frage wäre also, ist das zu entfernen? Für ein 5 Zoll ist eine Bauhöhe von 144mm auch nicht wirklich schlank (heutzutage), dass kann das hauseigene Lenovo K6 besser... Und wie viele Smartphones mit Metalrücken soll es denn noch geben? Ich hatte mich bewusst damals für die Motoreihe entschieden (1. 2. 3. und x play), aber das ist jetzt echt nichts....

  • Schade, 73 mm sind mir einfach zu breit, aber sonst ein schönes Moto.

  • Ist 16 GB intern / 2 GB RAM noch zeitgemäß für die Mittelklasse??

    • Natürlich ist es zeitgemäß, dass reicht locker aus. Man muss nicht unbedingt immer Spiele spielen, auf dem Smartphone.

      • Th K vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        An 16 GB ist nichts mehr zeitgemäß.

        H G

      • @Th k: Wer sagt das, dass 16GB nicht mehr Zeitgemäß ist? Das würde voll und ganz ausreichen.

      • Sue H
        • Blogger
        vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        Theoretisch würde alles - im Sinne von nichts ausreichen können.
        Aber heutzutage ist der Speicher nicht mehr (so?) teuer, da könnte man langsam auch für die Unter-/Mittelklasse mehr Speicher verbauen.
        Deswegen hätten es ruhig 32 GB Speicher sein können.
        Aber ja, auch so kann man mit dem Phone leben.. genauso, wie man auch jetzt noch mit einem Samsung Galaxy S1 oder auch ohne smartes Phone leben könnte .. etc.

      • Was die Speicherkosten angeht, hast Du recht. Bedenkt man aber, dass selbst aktuelle High-End-Geräte wie das S7 oder LG G6 mit nur 32 GB ausgestattet sind, dann sind 16 GB in einem Gerät der unteren Mittelklasse (die gehobene Mittelklasse würde ich bei 350 bis 500 € ansiedeln, das hängt natürlich auch von der Ausstattung ab) angemessen. Wenn die bislang bei Motorola gut unterstützte Speicherverschmelzung mit diesem Gerät wieder über das UI möglich ist, kann man den internen Speicher ja auch leicht mit Hilfe der SD-Karte vergrössern.
        Aber ich stimme zu: Die Speicherverschmelzung ist ein Kunstgriff, auf den man verzichten könnte und auch sollte. Dann hätte dieses Gerät 32 GB und aktuelle High-End-Geräte 128 GB, und sie müssten nur wenige Euro teurer sein.

        Laut diesem Atikel:

        http://www.wiwo.de/technologie/gadgets/handymarkt-wie-smartphone-hersteller-ihre-preise-gestalten/10303440.html

        kosten 16 GB Flash für Mobilgeräte 19,40 $, dagegen 32 GB 20,80 $. Der Artikel ist aber schon von 2014. Durch Verkleinerung der Strukturen (14 nm oder sogar schon 10 nm) und die 3D-Technik fallen aber mehr Chips pro Waver an. Ausserdem dürften die Stückzahlen inzwischen viel höher sein, so dass der Kostenunterschied inzwischen wohl eher bei 5 $ liegen dürfte. Eine 32 GB Micro-SD bekommt man immerhin schon für 10 bis 12 €, was in etwa auch dem Dollarpreis entspricht.

        http://www.anandtech.com/show/11100/micron-2017-analyst-conference-roadmap-updates-forecasts-and-ceo-retiring


        Quelle: Wirtschaftswoche, www.anandtech.com

    • Ludy
      • Mod
      • Blogger
      vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Soll es auch als 3GB geben, wenn ich es richtig gelesen habe.

    • DiDaDo vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Solange es eine MicroSD für Mediendaten gibt, reichen 16GB für Appinstallationen dick aus.

      • nun ja von den 16 GB bleiben ja in der Regel nur so ca 10 GB für den User übrig, der Rest ist ja schon mit vorinstalliertem Zeug belegt. Wenn ich dann z.B. meine TomTom Go Navi App mit Europakarte drauf mache sind schon mal gut 6,5 GB weg. Dann hab ich ich noch 3,5 GB für Apps. Das reicht nicht.

  • Tenten vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Ich kann mich einfach nicht an dieses riesige Bullauge hinten gewöhnen.

    • Ludy
      • Mod
      • Blogger
      vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Wenn es gleich wie beim Z ist - was es sein sollte - dann ist es nicht sooo groß :-)

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Alles klar!