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Kommentar 3 Min Lesezeit 11 Kommentare

Engel links, Teufel rechts: Die zwei Seiten der Künstlichen Intelligenz

Künstliche Intelligenz ist für die Menschheit wichtiger als die Erfindung von Elektrizität oder die Beherrschung des Feuers - das sage nicht ich, sondern Sundar Pichai von Google und viele Experten auf der ganzen Welt. Aber wo liegen die Chancen und wo die Risiken der Technologie? Wir beleuchten die beiden Seiten der Künstlichen Intelligenz.

Die Künstliche Intelligenz kann Leben retten

Maschinen nehmen uns die Arbeit weg - endlich! Den Spruch habe ich vor Jahren mal auf einem Plakat gelesen, und je schlauer die Maschinen werden, desto mehr Arbeit können sie uns tatsächlich abnehmen. Das kann man als bedrohlich empfinden, weil der eigene Job dann von einer Maschine übernommen werden könnte, klar. Gleichzeitig tun sich aber so unheimlich viele neue Möglichkeiten dadurch auf, dass nahezu alle namhaften Experten der Meinung sind, dass gesamtgesellschaftlich hierdurch merkliche Vorteile entstehen werden.

Doch KI kann mehr. Sie kann sogar Leben retten, wie Microsoft mit dem neuen, auf fünf Jahre angelegten und 40 Millionen Dollar schweren Projekt AI for Humanitarian Action zeigt. Mit Hilfe von KI-Methoden sollen die Vorhersage von Katastrophen und Gefahrenlagen präzisiert, die Bildung und medizinische Versorgung von Kindern auf ein neues Level gehoben und die Lebenssituation von Geflüchteten verbessert werden. Sogar die Menschenrechte kann die KI schützen und uns vor Wahlmanipulationen und Fake News bewahren und bei komplizierten Operationen helfen, für die ein Arzt jahrzehntelange Erfahrung braucht.

Aber auch im Kleinen und Unwichtigen ist die Künstliche Intelligenz etwas Tolles. Sie sorgt dafür, dass unsere Smartphones schöne Fotos von unseren Liebsten machen. Sie bringt uns Spaß durch neue Multimedia-Erlebnisse. Sie verbindet die Menschen durch schnellere und passendere Simultan-Übersetzungen in die unterschiedlichsten Sprachen. Sie kann die Energieeffizienz unserer Geräte verbessern. Das sind viele kleine und große Argumente dafür, dass die KI tatsächlich die bahnbrechende Entwicklung werden kann, die unser Leben besser macht.

Behält der Mensch die Kontrolle?

Doch wo es Chancen und viel Potenzial für gute Taten gibt, da sind stets die Gefahren nicht weit. Vor allem die Möglichkeit, dass Künstliche Intelligenz in militärischer Technologie zum Einsatz kommt, ist in vielen Köpfen präsent - und zwar zurecht. Blickt man auf die Menschheitsgeschichte, wäre es ein Novum, wenn eine wichtige Technologie nicht auch für Kriegszwecke genutzt wird. Tatsächlich könnten sich autonome, auf KI und Big Data basierende Waffen als katastrophal erweisen, wie eine Initiative gegen diese Entwicklung in einem dystopischen Video zeigt.

Doch so weit muss man gar nicht gehen, um negative Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz zu beobachten. Schon jetzt können repressive staatliche Institutionen diese Methoden nutzen, um ihre Bevölkerung zu überwachen und zu drangsalieren. Dass sich privat geführte Konzerne wie Google dazu aufschwingen, die Rahmenbedingungen für die KI-Entwicklung selbst festzulegen, ist ebenfalls zumindest fragwürdig.

Aber die Integration von KI in andere Bereiche kann auch vielleicht nicht tödlich sein, sondern einfach nur nervig. Noch genaueres Abstimmen von Werbung auf den Nutzer, noch feineres Marketing, noch weniger Schlupflöcher für alltägliche Dinge durch automatisierte Verarbeitung und Gesichtserkennung - das ist alles für sich genommen nicht so schlimm, aber schränkt die eigene Freiheit doch merklich ein. Dabei soll die Künstliche Intelligenz uns doch freier machen, nicht unfreier.

Was denkt Ihr, überwiegen bei der Künstlichen Intelligenz die Chancen oder die Risiken? Hilft uns die KI mehr, als sie uns schadet, oder doch eher umgekehrt?

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11 Kommentare

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  • Peter vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Ohne Elektrizität würde es auch keine künstliche Intelligenz geben. Von daher ist der Storm hier schon mal wichtiger.
    Künstliche Intelligenz muss erst mal so weit sein, das man sie überhaupt so nennen kann/darf/soll. Bisher ist künstliche Intelligenz nicht viel weiter entwickelt als wie man sie in handelsüblichen Taschenrechner findet. Vieles was der Mensch erfunden hat bisher ist Fluch und Segen zugleich. Sei es das Auto oder Waffen. Bei künstlicher Intelligenz wird es nicht anders sein. Sollte irgendwann mal die KI so weit fortgeschritten sein und eine Gefahr für den Menschen darstellen, dann muss die Intelligenz des Menschen soweit sein um rechtzeitig den Stecker zu ziehen.


  • KI wird der Menschheit helfen in die Tiefen des Alls vorzudringen oder aber in der Medizin Krankheiten zu heilen aber wie sagte eins Jean Luc Picard „....der Computer kann nicht die Menschlichkeit ersetzen.Den Willen der Selbsterhaltung,den Drang das unbekannte zu erforschen,aus Fehlern lernen,er hat kein Mitgefühl,kann keine Trauer empfinden,keine Liebe,keine Freude....“.


  • Tim vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Na ob KI wichtigER als die Entdeckung des Feuers und der Elektrizität ist, würde ich persönlich mal stark anzweifeln ^^

    Sie wird sicherlich in einigen Jahren bis wenigen Jahrzehnten eine sehr wichtige Rolle spielen, aber ich würde der KI jetzt nicht gerade den Wert eines Allheilmittels oder einer alles zerstörenden Erfindung zusprechen ^^

    Ich bin jedenfalls mal gespannt (aber natürlich auch skeptisch), was mit KI irgendwann so alles möglich sein wird. Bzw. mit "echter" KI und nicht diesem Werbe-Quatsch, mit dem bspw. Huawei immer wirbt...


  • die bezeichnung künstlich sagt doch alles.


  • Schwer vorherzusagen. Ich denke schon, dass uns die KI vieles abnehmen kann, aber natürlich geben wir dann auch immer etwas mehr von uns preis, Stichwort "der gläserne Mensch".

    In Bezug auf Verbrechensbekämpfung macht sich ein KI-unterstützter Kontrollstaat sicher gut, aber das kostet Freiheit und Individualität.


  • Wenn die Entwicklung mit der KI so weitergeht ist Skynet aus dem Film Terminator in 50 - 100 Jahren keine Utopie mehr.


  • pandoras box, wenn sie mal auf ist . . .

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