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Ist es ein Vogel? Ist es ein Bot? Mit dieser KI wird es wild!

Ist es ein Vogel? Ist es ein Bot? Mit dieser KI wird es wild!

Die Künstliche Intelligenz entwickelt sich rasant, und ein häufiges Science-Fiction-Szenario, das viele Menschen fasziniert, ist die Möglichkeit, dass eine KI intelligenter wird als der Mensch. Künstliche Intelligenz ist sehr unterschiedlich zu einem menschlichen Gehirn, aber der Traum ist immer noch, eine KI mit einer hohen allgemeinen, problemlösenden Intelligenz zu erschaffen. Bevor wir das erreichen, muss sich die KI mit der Tierwelt auseinandersetzen.

Können unsere innovativsten KI-Systeme einen Vogel überlisten? Eine Ratte? Oder einen Schimpanse? Das ist die Frage, die die Animal-AI-Olympiade, ein neuer Wettbewerb, der im Juni dieses Jahres beginnen wird, beantworten will. Dieser Wettbewerb, eine Kooperation zwischen dem Leverhulme Centre for the Future of Intelligence der University of Cambridge und dem in Prag ansässigen Forschungsinstitut GoodAI, zielt darauf ab, "den aktuellen Stand verschiedener KI mit verschiedenen Tierarten anhand einer Reihe etablierter Aufgaben der Tierkognition zu vergleichen". 10.000 Dollar an Preisgeld werden an die Gewinner ausgeschüttet.

Das ist kein Spiel

Die Künstliche Intelligenz hatte ein gutes Jahr 2018, wenn es darum geht, gegen Menschen anzutreten. Meilensteine wie DeepMind's Triumph in StarCraft 2 und sogar komplexe physische Spiele wie Jenga wurden erreicht. Videospiele sind großartig für das Training von KIs und haben beeindruckende Ergebnisse gebracht. Doch selbst komplexe Spiele wie StarCraft haben im Grunde genommen eine Form der Künstlichen Intelligenz hervorgebracht, die sich dadurch auszeichnet, dass sie innerhalb der geschlossenen Box der Spielregeln handelt.

Wenn man die KI in eine ungewohnte Situation oder Umgebung bringt, kann sie normalerweise keiner der Fähigkeiten anwenden, die sie gelernt hat, um bei einer bestimmten Aufgabe gut zu werden. Aus diesem Grund verwenden neuere KI-Trainingskurse zufällig generierte Umgebungen, um der KI zu helfen, sich besser an neue Situationen anzupassen. Um die natürliche Welt zu erobern, müssten KIs eine viel flexiblere Art der allgemeinen Intelligenz nachweisen, die für den Menschen und auch für viele Tierarten charakteristisch ist.

Ist der Vogel schlauer als der Computer?

Während wir Menschen uns für unsere eigenen Intelligenz gerne selber loben und unsere fortschrittliche Technologie zu Recht schätzen, ist es wichtig, die Tiere nicht zu unterschätzen. Das folgende Video zeigt eine Krähe, die ein Problem löst, bei dem sie herausfindet, dass sie auf Lebensmittel in einem Wasserbehälter zugreifen kann, indem sie Steine in den Behälter legt, das Wasser verdrängt und die Lebensmittel nach oben steigen lässt. Auf der anderen Seite sind Tiere nicht immer so gut darin, Probleme zu lösen und bleiben an Dingen hängen, wie etwa der Hund, der nicht mit einem großen Stock durch die Tür gehen kann.

Wie klug sind Krähen? Überzeugt Euch selbst in diesem Video von der BBC:

Krähen haben einen verdienten Ruf für ihre Intelligenz, da sie gute Problemlöser und Werkzeuganwender sind. Sie können auch Gesichter erkennen, ein weiterer Bereich, in dem die KI große Fortschritte gemacht hat.

Dann gibt es noch Schimpansen und höhere Primaten, quasi unsere Cousins, deren Intelligenz unserer eigenen am ähnlichsten ist, dank genetischer Nähe und der Fähigkeit, Objekte mit den Händen zu manipulieren (etwas, wofür wir auch KIs trainieren, daher das Jenga-Training). Aber auch Tiere mit sehr unterschiedlichen Gehirnen und Körpern, wie beispielsweise Kraken, haben eine Form der allgemeinen Intelligenz und ausgeklügelte Problemlösungsfähigkeiten bewiesen, die die fortschrittlichsten KI in den Schatten stellen. Sogar wirbellose Tiere wie Ameisen und Bienen sind interessant, deren "Schwarmintelligenz" wird untersucht, um selbstfahrende Autos zu entwickeln.

In diesem Video aus dem Smithsonian könnt Ihr sehen, wie ein Tintenfisch Werkzeuge verwendet:

Würdest du auf einen Vogel oder einen Bot setzen?

Im Juni geht die Animal-AI-Olympiade an den Start, und das Projekt wird Trainingsumgebungen und Objekte, die auf tierischen Fähigkeiten basieren, für die KI freigeben, um damit zu üben und zu lernen. Aber um die allgemeine Intelligenz darzustellen, werden sich die Tests für die eigentlichen Wettbewerbe von den Trainingsumgebungen unterscheiden, so dass die Künstliche Intelligenz nicht nur das Gelernte wiederholen kann, sondern ihr Training auf eine neue Situation anwenden muss.

Die endgültigen Ergebnisse sollen im Dezember vorliegen, so dass wir bis dahin eine gute Vorstellung davon haben werden, ob die moderne KI tatsächlich intelligenter ist als eine Krähe, ein Hund oder ein Schimpanse.

Was denkt Ihr, wer wird bei dem Wettkampf gewinnen, die Tiere oder der Computer?

AI

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11 Kommentare

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  • Ich setze auf den Vogel, ich wette eine KI kann nicht vom Baum auf ein Mercedesdach scheissen...


  • Intelligenz ist die Anpassung an seinen Lebensraum mit Ausnutzung all seiner Möglichkeiten. Deswegen halten wir auch viele Tiere für intelligent, weil sie ihren Lebensraum und dessen Möglichkeiten besser nutzen als andere. Der Mensch wird einer KI niemals Intelligenz beibringen können, da deren Lebensräume und somit deren Erfahrungen grundlegend verschieden sind. Eine KI muss sich das selbst erarbeiten. Dieses ganze Anlernen mit Fotos oder Aktionen ist nur Spielerei von Nerds und wird, ebenso wie bereits die Versuche in den Achtzigern, keine Intelligenz hervorbringen.


    • Ist es ein Vogel?😳 Ist es ein Bot🤔? Nein es ist Suuuuuperman🤩!!!!!!


    • Ahoi vor 8 Monaten Link zum Kommentar

      @Tenten

      Was Menschen unter Intelligenz verstehen möchten, haben sie nicht eindeutig und nicht abschließend festgelegt. Man hat sich aber beispielsweise darauf geeinigt, den Begriff Intelligenz nicht nur auf ein einzelnes Individuum anzuwenden, sondern auch das sinnvoll erscheinende, von der Intelligenz Einzelner unabhängige Vorgehen einer Gruppe als intelligent zu bezeichnen.

      *Künstliche Intelligenz* ist eine Form der Automatisierung, ein Werkzeug der Datenverarbeitung. Künstliche Intelligenz benötigt nicht zwangsläufig kognitive Fähigkeiten, wird sich aber sicher dahingehend entwickeln. Das Gleichsetzen von KI mit menschlicher Intelligenz geht für mich derzeit am Thema vorbei.

      Eine Intelligenz in deinem Sinne, sich seinen Lebensraum selbst erfolgreich zu erarbeiteten, wurde erstmals von Google Ende 2017 mit dem AlphaGo Zero und AlphaZero geschaffen.


    • Tiere, die Probleme, insbesondere mehrstufige Probleme, wie in dem Krähenvideo, lösen können, obwohl sie solchen Problemkonstellationen unmöglich in der Natur begegnet sein können, die Problemlösung also unmöglich einfach gelernt haben können, würde ich schon als intelligent bezeichnen.
      Ich würde das als Universalanpassung an den Lebensraum verstehen, im Unterschied zu Spezialisierungen, wie besonders gute Seh- Hör- oder Geruchssinne. So gelten z.B. Raubvögel mit hervoragendem Sehvermögen und sehr gutem Flugvermögen als ausgesprochen dumm, gerade so, als stünde der für die Spezialisierungen nötige "festverdrahtete" Neuronenanteil nicht mehr für die freie Programmierung (Lernen und Schlussfolgern, sowie abstraktes Denken) zur Verfügung. Dafür spricht auch, dass die Spezialisierungen nicht gelernt werden müssen, sondern angeboren sind.
      Um das Problem in mehreren Stufen lösen zu können, muss die Krähe abstrakt denken können, also eine Vorstellung von etwas haben, was sich ihr nicht unmittelbar erschließt. Sie muss Schlussfolgerungen ziehen können, also in der Lage sein, bisheriges Wissen anzupassen und weiter zu entwickeln, und sie muss gescheiterte Versuche als ungeeignet für die gegebene Problemstellungen erkennen und verwerfen können.
      Das können die schlauen Vögel, und was unterscheidet sie damit prinzipiell (natürlich nicht graduell) vom Menschen mit seinen intellektuellen Fähigkeiten?
      Solche Versuche sind im Übrigen nicht antrainiert, das haben unabhängige Forschergruppen bestätigt, das gezeigte Verhalten lässt sich auch bei wildlebenden Tieren beobachten.
      Setzen würde ich auf die Krähen, wenn der Versuch einiger Maßen fair bliebe. Einen Großrechner mit 20 MW Leistungsverbrauch mit einem kleinen Krähenhirn zu vergleichen, das vielleicht 200 mW verbraucht, wäre dann nicht mehr fair, aber der Vogel könnte dann immer noch den Effizienzbenchmark gewinnen.
      Dem guten Artikel ist höchstens noch hinzuzufügen, dass Wale und die Kleinwalgattung Delphine nach dem Menschen als intelligenteste Gattung gelten. Ähnlich wie Krähen gelten auch Papageien und insbesondere die Gattung der Keas als hochintelligente Tierspezies.


  • Die Intelligenz der Tiere ist nicht zu unterschätzen zu mal viele von den denen schlauer sind als wir Menschen. Die Intelligenz eines Hundes ist sehr hoch und nur weil der mit einem langen Stock im Maul nicht durch die Tür kommt heißt das nicht das der dumm ist. Jedes Tier ist auf seine Art schlau. Zumal auch Tiere meist bessere Sinne haben als ein Mensch. Werden Hunde ja nicht umsonst als Spürhunde eingesetzt. Auch Katzen haben eine sehr hohe Intelligenz. Beide Arten merken vor allem wenn des dem Halter nicht so gut geht und zeigen es mit Zuneigung.


  • Solange eine KI von Menschen programmiert und trainiert wird kann sie m.E. unmöglich intelligenter als der Mensch werden. Und sollte eine KI intelligenter werden wird sie vielleicht auch gefährlicher. Intelligenter kann sie m.E. nur werden wenn sie auch Gefühle hat, und diese Gefühle besser im Griff hat als der Mensch, sonst gibt es ganz schnell keine intelligenten Menschen mehr.

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