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Huawei Mate X vs. Samsung Galaxy Fold: Die ersten Falt-Smartphones im Vergleich
Huawei Mate X Samsung Samsung Galaxy Fold 4 Min Lesezeit 21 Kommentare

Huawei Mate X vs. Samsung Galaxy Fold: Die ersten Falt-Smartphones im Vergleich

Wo klappt's besser? Das ist die große Frage, nachdem mit Huawei und Samsung die beiden Schwergewichte der Branche ihre ersten Smartphones zum Zusammenklappen präsentiert haben. Die unterscheiden sich nämlich stark. Wir haben das Huawei Mate X und das Samsug Galaxy Fold im Vergleich betrachtet.

Faltbare Smartphones haben endlich einmal wieder echte Unterschiede beim Design, und die spiegeln sich beim Vergleich zwischen dem Huawei Mate X und dem Samsung Galaxy Fold auch in der Bedienung wieder. Während Samsung das Falt-Smartphone aufklappt wie ein Buch, klappt bei Huawei das Display von hinten nach vorne. Das wirkt weniger natürlich, hat aber den Vorteil, dass Huawei auf ein zweites, kleines Display für die Außenseite verzichten kann - das Falt-Display umschließt das Huawei Mate X komplett. Wie sich das auf die Haltbarkeit auswirkt, dürfte eine der spannendsten Fragen beim Mate X sein.

Samsung wiederum platziert vorne einen zweiten, 4,6 Zoll großen Bildschirm, der sich automatisch abschaltet, wenn das Galaxy Fold aufgeklappt wird, um das große 7,3-Zoll-Display zu enthüllen. Im geschlossenen Zustand liegt das Display innen und ist so besser geschützt als beim Mate X. Das bringt aber dann wieder den Nachteil mit sich, dass das Galaxy Fold ein Scharnier besitzt, das 6 Millimeter dicker ist als das Huawei und nicht komplett schließt. Beide Lösungen haben also ihre Vor- und Nachteile.

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Huawei faltet beim Mate X das Display nach außen. / © AndroidPIT

Die Idee von Huawei, dem Mate X eine Art Griff zu spendieren - wo die Kameras unterkommen, ist mehr als sinnvoll. So ein großes Falt-Smartphone will schließlich auch festgehalten werden, und angesichts des dünnen Gehäuses ist dafür ein Handgriff nahezu unvermeidlich. Außerdem sitzen in dem etwas dickeren Teil des Gehäuses die Knöpfe, der SIM-Slot, Lautsprecher, USB-C-Port und einige andere Dinge, für die man sonst - so wie bei Samsung - das Gerät insgesamt dicker hätte machen müssen.

Eine Kamera kann ausreichen

Bei den Kameras gibt es ebenfalls Unterschiede, und das schon bei der Anzahl. Während Samsung Kameras an Außen und Innenseite des Galaxy Fold platziert, verbaut Huawei nur eine Kamera im angesprochenen Griff. Je nachdem, wie herum man das Mate X hält, lässt die sich in beide Richtungen verwenden. Erneut hat sich Huawei Hilfe von Leica geholt. Die technischen Daten der Kameras in den beiden Smartphones von Huawei und Samsung sind noch nicht bekannt.

Bei der Konnektivität gibt es einen klaren Sieger, und das ist das Huawei Mate X - zumindest auf dem Papier. Das Falt-Smartphone von Huawei unterstützt 5G, Samsungs Galaxy Fold kann das nicht. Dass der Vorteil nur auf dem Papier existiert, liegt alleine daran, dass es derzeit noch keine 5G-Netze und -Tarife für Privatkunden gibt, mit denen man das Balong-5000-Modem im Huawei Mate X überhaupt fordern könnte - und das wird auch noch eine ganze Weile lang so bleiben. 5G-Unterstützung am Huawei Mate X ist demnach nur ein theoretischer Vorteil.

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Das Samsung Galaxy Fold öffnet sich wie ein Buch - oder ein Schmetterling. / © Samsung

Falt-Smartphones brauchen gute Software

Ein wichtiger Teil bei so einem Falt-Smartphone ist die Software, und das bedeutet nicht Android alleine. Samsungs neue One UI und die EMUI von Huawei verändern Android stark, und für solche Smartphones muss das auch sein. Hier scheint Samsung bereits weiter zu sein als Huawei, denn das dreigeteilte Multitasking, das die Koreaner auf dem Galaxy Fold demonstrierten, machte bereits einen durchdachten und fortgeschrittenen Eindruck.

Auf dem Mate X läuft - von kleinen Änderungen wie der Kamera-Vorschau auf dem zweiten Display abgesehen - die normale EMUI, die dann eben auf quadratische Ansicht umgeschaltet wird, wenn man das Smartphone aufklappt.

Beim Preis liegen beide Falt-Smartphones recht eng beieinander. Samsung lässt sich das Galaxy Fold glatte 2.000 Euro kosten, Huawei verlangt für das Mate X einen Preis von 2.299 Euro. Das ist ein ganzer Batzen Geld für ein Gerät der ersten Generation, bei dem man in vielerlei Hinsicht noch gar nicht sicher sein kann, ob es wirklich alltagstauglich ist. Ob man so eine Investition tätigt oder nicht, muss man selbst entscheiden.

Wer brauch ein Falt-Smartphone?

Brauche ich im Jahr 2019 ein Falt-Smartphone? Nein. Aber will ich im Jahr 2019 ein Falt-Smartphone? Ich kann nur für mich sprechen, aber ja, her damit, und zwar lieber heute als morgen! Welches der beiden dann am Ende das bessere Gerät ist, das Samsung Galaxy Fold oder das Huawei Mate X, wird sich zeigen. Beide haben ihren Charme.

 

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21 Kommentare

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  • Der Preis sollte in den nächsten Jahren auch angenehm werden, damit man sich diese auch leisten kann.


  • Ich weiß nicht was die Zukunft bringt, aber flexible Displays werden aus meiner Sicht ganz sicher an vielen Stellen eine (große) Rolle spielen. Rolle könnte man sogar wörtlich nehmen, denn wenn man die Dinger mal aus einem Gerät/Kasten rausrollen kann, dann ergeben sich viele schöne Anwendungen, die man erst mal als "Smartphone" usw. erkennen können will.
    LG hat es mir dem ersten Fernseher vorgemacht. Klappbare Tablets, dei zusammengeklappt ein normales Smartphone sind, eine gute Idee für mich, ein Gerät weniger was ich rumschleppe. Aber es wird noch ein wenig Sand in der Sahara verwehen müssen, bis die Dinger alltagstauglich und günstig sein werden.
    Die Geräte von Samsung und Huawei haben potential und ich bin gespannt wie sich das zukünftig "entfaltet" aber ich weiß genauso gut, dass nicht für jeden und nicht immer ein Faltgerät notwendig sein muss. Also jeder wie er mag. Ich mag :) Aber erst wenn die Dinger das halten, was sie heute schon gerne versprechen.


  • Für mich wir´s erst dann wirklich interessant, wenn ich mein Smartphone als Armreif tragen kann...


    • jep, wenn dieser Formfaktor tatsächlich irgendwann kommt wäre das auch meun Favorit: ein Armreif und wenn ich ihn vom Handgelenk nehme kann ich den "glattziehen" und habe ein Flaches gerät auf dem ich mir z.B. eine Website ansehen kann oder zum Telefonieren ans Ohr halten kann damit nicht jeder in meiner Umgebung mithören kann was mein Gesprächspartner sagt.
      Sowas gab es ja mal in einem Konzeptvideo von Microsoft.


  • 2-L vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Ich persönlich glaube nicht, dass solche Konzepte einmal massentaugliche Verkaufsschlager werden. Wenn wir unterm Strich mal ehrlich sind, wird es für die allermeisten User als Handy zu groß & too much bzw. als wirkliches Tablet schlichtweg zu klein sein.

    Schon allein das Format beim Aufklappen widerspricht doch jedem etablierten Widescreenformat (schon allein bei Filmen und das setzt sich auch bei Spielen etc. fort).

    Sicher wird es für faltbare Displays auch diverse spezielle Anwendungsgebiete geben, aber die sehe ich eher nicht unbedingt auf dem privaten Smartphonesektor.

    Beides sind aus meiner Sicht öffentliche beachtenswerte technologische Achtungszeichen von zwei Erzrivalen auf dem Smartphonemarkt. Nicht mehr und auch nicht weniger...


  • Eine frage an die die das schon in der hand halten konnte wie genau funktioniert das dehnt sich das Display an der stelle oder ist da einfach im aufgeklappten zustand Luft unter dem Display. Konnte kein Video finden wo das genau gezeigt wird. Beim samsung kann ich mir das mit dem Scharnier schon denken sind einfach zwei displays direkt nebeneinander aber wie geht es beim Mate und Oppo


    • Beim Samsung Fold wird das eine, es ist nur ein großes, Display gebogen, da falten (noch) nicht geht und durch die Bauform in Verbindung mit dem Scharnier gespannt. Beim MateX wird es auch gebogen aber beim auseinander klappen durch eine Vorrichtung gespannt.


  • Ich warte lieber noch bis die Preise ein gutes Niveau erreicht haben. 2000€ sind mehr als ein Nettolohn im Monat. Die Konkurrenz schläft nicht und am Ende drückt das den Preis. Natürlich soll kein billiges Einwegprodukt erscheinen aber man muss auch bedenken das nicht jeder sich das leisten kann.


  • Ich muss sagen dass ich das Konzept des Mate x besser finde ,aber ich glaube , dass das Plastik beim Display einfach zu schnell verkratzt , da es ungeschützt ist . Von daher würde ich das Galaxy fold dem Mate X vorziehen


    • genau deshalb finde ich das Konzept des Galaxy Fold besser. Ein großes Display haben ja beide. Auch sind Beide derzeit recht dick. Daher frage ich mich was an dem Konzept des Mate X besser sein soll?


      • Naja ich persönlich finde es besser wenn das Display außen ist ,damit man nicht auf so ein Mini Display wie beim fold zurückgreifen muss


      • nun ich würde es auch besser finden, wenn das Äussere Display die Front besser ausfüllt, finde das Konzept eines 2. kleineren, dafür aber per Gorilla-Glas geschützten Displays für außen aber besser.


  • Auch eine schöne Idee von Huawei und wird definitiv in Zukunft auch den Tablet-Markt übernehmen.

    Wozu braucht man dann auf Reisen oder Zuhause 2x Geräte, wenn man beide Welten vereinen kann 😁

    Wie immer bei Oled Technik erstmals mit Early-Adopter Preisen, aber irgendwann kosten diese Geräte auch 800€ und dann wäre dies ein fairer Startpreis.

    Interessant wäre es den Produktionspreis zu erfahren?! Gibt es dazu Infos bei der Apit Gemeinde bzw. Redaktion 💶

    Ich vermute die reinen Kosten für diese Technik werden dann bei 800-1000€ liegen und dann der übliche Aufschlag für die Margen.


    • Ich denke mal nicht das sich der Preis in den nächsten 5 Jahren nach unten bewegen wird. Die ganzen Kosten von der Entwicklung müssen ja irgend wie wieder eingespielt werden. Und da hofft man auf den ... User der das jetzt mal ganz schnell kauft, und damit das auch klappt wieder Werbung Werbung Werbung und den Versuch ein Hype anzukurbeln nach den Geräten so das man über den Preis hinweg sieht.


  • Ich halte es für eine interessante Idee. Immerhin habe ich dann Handy und Tablet in einem und erspare mir das Zweitgerät. Abzuwarten ist auf jeden Fall die Haltbarkeit, Alltagstauglichkeit und den Preis. Sollte sich das bewehren und günstiger werden, werde ich mir auch mal eines der eventuell nachfolgenden Generationen kaufen.


  • Ein Vorteil des Fold gegenüber dem MateX ist auch die Kamera innen, damit kann man nämlich im geöffneten Zustand auf dem großen Display Videotelefonie betreiben, das Mate muss dafür erst geschlossen werden.
    Das kleine Display beim Fold würde ich auch nicht als Nachteil sehen, wenn man kurz etwas checkt oder z. B. den Musikplayer bedient langt das vollkommen und stromsparend wird es auch sein.
    Es sind aber beide Geräte sehr Interessant und eine Super Kombi aus Smartphone und Tablet.

    AD1


  • Interessante Idee genauso wie das damals mit den 3D oder Curved TV Geräten, wie man aber jetzt sieht sind beide so gut wie nicht mehr am Markt existent. Also wieder hypen was das Zeug hält dem Konsumenten Geld aus der Tasche ziehen mehr ist es derzeit leider noch nicht. Ob es sich überhaupt einmal Massen tauglich durchsetzen kann, o.k. diese Frage ehrlich kann heute keiner genau beantworten. Aber solange es keine nativen Content dafür gibt sehe ich es persönlich wie auch andere ehr als reine Geld Verschwendung an.


  • Das Prinzip wird sich erst dann durchsetzen, wenn Apple ein alltagstaugliches Modell herausbringt. Vorher bleibt das reine Spielerei und Geldverschwendung aus Anwendersicht. Ich würde die Finger davon lassen.


  • Diese Falt-Smartphones braucht kein Mensch. Es wird der größte ***FLOP*** von den Herstellern werden.

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