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Huawei Mate S im Test: Das edel verpackte Honor 7 zum Luxuspreis

Update: Nun mit Schnellaustausch bei Garantiefällen

Huawei hat auf der IFA 2015 sein Mate S vorgestellt. Lange wussten wir nicht, was sich dahinter verbirgt, nun ist es klar: eine echte Design-Offensive und das neue Gesicht eines chinesischen Herstellers, der es mit Samsung, Apple und dem Rest aufnehmen will. Ob es das auch kann, soll unser Mate-S-Test beantworten. Neu: Der Hersteller bietet Kunden innerhalb der Garantiezeit nun einen Premium Swap Service an, mehr dazu im Abschnitt Preis und Verfügbarkeit.

Ich würde bestimmt auch super ins AndroidPIT-Team passen!
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Bewertung

Pro

  • Sehr hochwertige Verarbeitung
  • Gute Leistung
  • Gute Kamera
  • Exzellenter Fingerabdrucksensor

Contra

  • Relativ hoher Preis
  • Geringe Akkukapazität
  • Vermutlich späte Software-Updates

Huawei Mate S: Preis und Verfügbarkeit

Das Huawei Mate S mit 32 GB und ohne Force Touch kann zu einem Preis von 649 Euro im Huawei VMALL-Onlineshop bestellt werden. Dabei habt Ihr die die Wahl zwischen den Farbvarianten Mystic Champagne und Titanium Grey. Andere Händler bieten das Mate S mittlerweile schon für deutlich weniger an.

Fraglich ist, ob es die Version mit 64 GB überhaupt nach Europa schaffen wird, denn in der Vergangenheit hat Huawei immer nur eine Speichervariante seiner Smartphones nach Europa gebracht. Anders als erwartet hat es die Force-Touch-Variante mit satten 128 GB des Mate S nicht mehr bis zum Ende 2015 nach Deutschland geschafft. Der Preis für diese Variante wird mindestens 799 Euro betragen, wenn nicht sogar dadrüber liegen. Vermutlich wird sie nun im Laufe des ersten Quartals 2016 ausgeliefert. 

Für Kunden praktisch: Ab dem 13. Januar 2016 bietet Huaweis Kundendienst während der Garantiezeit einen kostenlosen Schnellaustausch für das Mate S an. Bei einem Garantieschaden sollen Kunden das neue Gerät mittels Premium Swap Service binnen ein bis zwei Tagen erhalten. Möglich ist die Lieferung Werktags vor oder nach 12:00 Uhr sowie Samstags vor 12:00 Uhr. Das defekte Gerät nimmt der Paketdienst dann gleich mit.

Huawei Mate S: Design und Verarbeitung

Edel geht die Welt zugrunde! Man muss es ganz klar sagen: Das Mate S gehört zum Edelsten, was ich je gesehen oder gefühlt habe. Wie man es dreht oder hält, schreit das Mate S Premium. An allen Ecken und Kanten glänzt es. Überall lächeln den Nutzer geschliffene Aluminiumkanten an, sei es am Rahmen, rund um die Kamera oder um den Fingerabdrucksensor herum.

Solltet Ihr Begeisterung heraushören, ist das kein Zufall, das Mate S hat mich in Sachen Design seit dem ersten Blick begeistert. Es liegt trotz des Metalls gut in der Hand, die geschliffenen Kanten stören nicht, die Buttons sind gut zu erreichen und der rückseitig angebrachte Fingerabdrucksensor ist sinnvoll platziert.

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Immer noch sehr sinnvoll: der Fingerabdrucksensor auf der Gehäuserückseite. / © ANROIDPIT

Vom Design her ist das Mate S eine Mischung aus Huaweis Phablet-Reihe, konkret dem Mate 7, und der Design-Reihe, genauer gesagt, dem Huawei P8 (zum Test). Es vereint die ästhetischen Vorzüge beider Modelle in sich, wirkt dabei jedoch noch hochwertiger und ästhetisch ansprechender. Und die Verarbeitung lässt sich nur als tadellos beschreiben.

Die Rückseite des Mate S ist minimal gebogen, was man erkennt, wenn man sich die Ober- und Unterseite des Gerätes ansieht. Die beiden Lautsprecher am Geräteboden werden ob ihrer Platzierung nicht jeden glücklich machen, doch die Bohrungen im unteren Gehäuse gehören mittlerweile fast schon zum guten Ton (siehe Galaxy S6, iPhone 6 und Co.).

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Das leicht geschwungene Unibody-Gehäuse schmiegt sich gut in die Hand.  / © ANROIDPIT

Die Mate-S-Kamera steht leicht hervor - auch das wird nicht allen gefallen. Dabei fällt sie aber nicht so stark auf wie die Kamera des Galaxy S6 und stört nicht, wenn man das Gerät auf dem Rücken ablegt. Übrigens: Trotz der leichten Kurve liegt das Mate S ziemlich stabil auf seinem vertikalen Schwerpunkt und kann auch auf dem Tisch liegend ohne Probleme bedient werden.

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Der doppelte Diamantkantenschliff verleiht dem Huawei Mate S einen edlen Look. / © ANROIDPIT

Also, wer edel sucht, kommt nicht umhin, das Huawei Mate S wenigstens in Erwägung zu ziehen, denn aktuell gibt es kein Smartphone auf dem Markt, das den Edel-Chinesen in den Schatten stellen könnte.

Huawei Mate S: Display

Das Mate-S-Display kommt in Full-HD daher, was bei 5,5 Zoll Diagonale auf ausreichende aber im Kontext ihrer Zeit moderate 401 ppi hinausläuft. Wer meint, mehr zu brauchen, dem sei gesagt, dass der helle und blickwinkelstabile Bildschirm des Mate S keinerlei Pixel vernehmen lässt und buchstäblich brilliert. Selbst bei sehr naher Betrachtung bleiben Pixel unsichtbar. 

Was aber entscheidender ist, ist der eigentliche Darstellungscharakter. Entscheidet selber per Schieberegler, ob Euch die Farbtemperatur zu warm oder zu kalt ist (ich empfehle jedoch den Standardwert).

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Das Huawei Mate S kommt Netzteil, Kopfhörer und einem Schutzhülle in den Handel.  / © ANROIDPIT

Die Displaykanten sind zum Rand hin leicht abgerundet, was seit dem iPhone 6 als 2.5D-Glas bezeichnet wird. Nur ein kleines Detail, doch es wirkt, wenn auch nur rein ästhetisch.

5,5 Zoll mögen heute Standard sein, doch für kleine Hände stellen sie ein Problem dar, zumindest, wenn man das Gerät mit einer Hand bedient. Ich bin einer dieser Nutzer, die auf Einhandbedienung bestehen, weshalb ich auf dieses Kriterium achte. In meinem ersten Mate-S-Test fiel mir sofort positiv auf, dass 5,5 Zoll in diesem Modell nicht unangenehm groß wirken. Tatsächlich hätte ich mir auch vorstellen können, dass es sich “nur” um 5,2 Zoll handelt.

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Leider hat Huawei aus unerfindlichen Gründen die Dual-SIM-Funktionalität beim Mate S gestrichen. Eine microSD-Karte nimmt es aber trotzdem auf. / © ANDROIDPIT

Huawei Mate S: Besonderheiten

Ein Feature, das meinem Testgerät zwar fehlt, das wir jedoch auf der IFA bestaunen konnten, ist Force Touch, also ein drucksensibles Display. Alle Welt dachte, dass Apple dieses clevere Bedienungselement in seinem iPhone 6s der Smartphone-Welt vorstellen würde, doch Huawei kam ihm zuvor.

Force Touch bedeutet, dass Ihr beispielsweise alleine über einen stärkeren Druck des Fingers in Bilder hineinzoomen könnt oder dass Ihr die Bildschirmtasten verschwinden lassen könnt und stattdessen einfach dort, wo die Buttons normalerweise wären, kurz stärker drückt. Andere Features wie die “Magic Corners” erlauben den Schnellstart von Apps über ein stärkeres Drücken auf die Displayecken.

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Das Zoomen via Force Touch ist eines der brandneuen und wirklich innovativen Features des Huawei Mate S. / © ANDROIDPIT

Ein weiteres Feature, das man heutzutage womöglich nicht mehr als “besonders” bezeichnen kann, das aber besonders gut funktioniert, ist der Fingerabdrucksensor. Die Einrichtung gelang beim ersten Anlauf innerhalb von Sekunden und der Entsperrvorgang geht derart schnell und unproblematisch vonstatten, dass ich es ernsthaft nicht geschafft habe, dass der Sensor meinen Finger nicht erkannte, egal wie sauber oder unsauber ich den Finger auflegte. Aktuell ist mir kein Smartphone bekannt, dessen Fingerabdrucksensor schneller arbeitet.

Aus meiner Sicht ist die Platzierung am Rücken ideal, auch wenn Sonys Lösung an der Geräteseite ebenfalls viel Sinn ergibt. Doch der Finger wandert automatisch in die Gegend, in der der Sensor angebracht ist, und so braucht es mehr oder weniger null Übung, um sich an seine Nutzung zu gewöhnen.

Und das lohnt sich, denn der Fingerabdrucksensor ist vielseitig einsetzbar, sei es zum Entsperren, zum Bezahlen, zum Entgegennehmen von Anrufen, zum Auslösen der Kamera, zum Öffnen der Benachrichtigungsleiste und - ganz besonders - zum Navigieren, etwa zum Wischen durch Bildergalerien.

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Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite des Mate S reagierte in unserem Test schnell und präzise. / © ANROIDPIT

Huawei Mate S: Software

Auf dem Mate S läuft Android 5.1.1 Lollipop samt Herstelleraufsatz EMUI 3.1. Das entspricht genau der Software des Honor 7, der Zweitmarke von Huawei. Einzige Unterscheidung zwischen der Honor- und Huawei-Version sind die vorinstallierten Apps und die Themes. Beim Huawei Mate S sind die Themes der Farbe des Huawei Mate S angepasst. In unserem Fall erstrahlte die ganze Software mit güldenen Akzenten und Icons, passend zum äußeren Erscheinungsbild des champagnerfarbenen Mate S. 

Alle Besonderheiten von Huaweis EMUI-Herstelleraufsatz könnt Ihr Euch im Test des Huawei P8 noch einmal zu Gemüte führen, sodass ich sie Euch hier erspare. Einen Tipp will ich Euch aber nicht vorenthalten: Wenn Ihr einen alternativen Launcher installieren wollt, wie zum Beispiel den Google Now Launcher, dann reicht leider nicht das reine Downloaden und Installieren des Launchers, sondern Ihr müsst in Einstellungen > Apps verwalten auf App-Standardeinstellungen klicken und dann dort in Übersicht reingehen. Erst hier kann man einen alternativen Launcher aktivieren. Das ist nicht weiter tragisch, aber durchaus ein wenig komplizierter als auf anderen Geräten.

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Huaweis Emotion UI ist stark an Apples iOS angelehnt und muss ohne App Drawer auskommen.  / © ANDROIDPIT

EMUI hat leider ein kleines Problem und das liegt im Update-Zyklus. Huaweis EMUI zählt wohl zu den am stärksten angepassten Herstelleraufsätzen und in der Vergangenheit liefen die Smartphones des chinesischen Herstellers in Sachen Android-Version mehrere Monate hinter Google her. In einem Gespräch mit Huawei während der IFA 2015 in Berlin hat der Hersteller aber Besserung gelobt. Wir hoffen stark, dass Huawei somit Android 6.0 Marshmallow zügig nach Release auf den eigenen Smartphones ausrollt.

Huawei Mate S EMUI 2
Knuckle Sense ist keine eigene Entwicklung von Huawei, sondern eine zugekaufte Technologie. / © ANDROIDPIT

Huawei Mate S: Performance

Das Mate S ist mit der nahezu identischen Hardware ausgestattet wie das günstigere Honor 7. Im Inneren sorgt ein HiSilicon Kirin 935 für mehr als ausreichend Leistung in nahezu allen Umständen. Vier der acht Kerne des hauseigenen Prozessors takten mit maximal 2,2 GHz während die restlichen vier mit maximal 1,5 GHz getaktet werden.

Huawei Mate S Benchmark
Der HiSilicon Kirin 935 ist gut, aber er kommt nicht an die Leistung eines Snapdragon 810 oder Exynos 7420 heran. / © ANDROIDPIT

Der interne Speicher von 32 GB kann beim Huawei Mate S per microSD-Karten um bis zu 128 GB erweitert werden. Leider hat Huawei beim Mate S die Dual-SIM-Fähigkeit weggelassen, so dass man nicht wie beim Honor 7 einen Kombi-Slot für microSD und Nano-SIM hat. Schade, denn dieses Feature hätte weder mehr Platz benötigt, noch den Preis des gesamten Smartphones hochgetrieben.

Die Prozessoren von Huawei zählen nicht zur absoluten Spitzenklasse in Sachen Leistung, hier haben Smartphones mit Qualcomm Snapdragon 810 oder Samsungs Exynos 7420 eindeutig die Nase vorne. Im AnTuTu-Benchmark schafft das Mate S gute 52.000 Punkte. Zum Vergleich: das OnePlus 2 mit einem Snapdragon 810 schafft etwas mehr als 62.000 und Samsungs Galaxy S6 Edge mit einem Exynos 7420 ist mit 67.000 Punkten der absolute Leistungs-König.

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Anders als beim Honor 7 nimmt das Mate S keine zwei SIM-Karten auf sondern nur eine SIM- und eine microSD-Karte. / © ANDROIDPIT

Benchmark-Werte sind das eine, viel wichtiger ist aber das allgemeine Gefühl im Alltag eines Smartphone-Nutzers. Nerven einen vielleicht eine ruckelige Darstellung der Homescreens? Ist die Ladezeit von Apps unerträglich lang und heizt sich vielleicht das Smartphone unter Last auf, z.B. bei grafikintensiven Spielen? Fast alles kann man beim Mate S verneinen, bis auf den Punkt der Wärmeentwicklung. Die ist deutlich bei intensiver Nutzung spürbar, aber man verbrennt sich noch lange nicht die Finger am Mate S. Auch Abstürze, bedingt durch einen Wärmestau im Inneren des Smartphones, konnten wir während des ganzen Testzeitraums nicht bemerken. 

Huawei Mate S: Audio

Wie auch schon beim P8 ist das Mate S ein kleiner Blender in Sachen Lautsprecher, denn hinter den unteren Gehäusebohrungen verstecken sich nicht etwas zwei Lautsprecher sondern nur einer. Trotzdem ist der eine Mono-Lautsprecher an der linken Geräte-Unterseite laut und kann von der Qualität her für ein Smartphone durchaus als gut bezeichnet werden.

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Von wegen Stereo: Es gibt nur einen Lautsprecher im Huawei Mate S. / © ANROIDPIT

Positiv fällt auch die Sprachqualität auf, diese ist nämlich kristallklar, auch in schwierigen Geräuschumgebungen wie der U-Bahn. Egal, ob in einer ruhigen oder lauten Umgebung, wie zum Beispiel in einem überfüllten Lokal, die Gesprächspartner haben sich niemals über unverständliche Gesprächsqualität beschwert.

Huawei Mate S: Kamera

Huawei ist nicht für herausragende Kameras bekannt, aber seit dem P8 hat Huawei einen Schritt nach vorne gemacht. Einen erneuten Schritt in Sachen Bildqualität hat Huawei mit dem Mate S aber nicht folgen lassen, denn die Chinesen haben ganz einfach die 13-MP-Kamera (IMX278) mit einer Blende von f/2.0 des Huawei P8 ins Mate S transplantiert. Als Unterstützung bei schlechten Lichtverhältnissen sind zwei LEDs mit unterschiedlichen Farbtemperaturen verbaut worden.

Es ist auch nicht verwunderlich, dass das Mate S ähnlich gute Bilder wie das P8 abliefert. Wohl gemerkt: Die Bilder sind gut, aber nicht sehr gut. Ein Samsung Galaxy S6 oder ein LG G4 bieten für den ambitionierten Smartphone-Fotografen mehr.

Selfie-Besessene werden sich über die statten 8 MP der Frontkamera und den nicht zuletzt durch Huawei popularisierten Beauty-Shot-Modus freuen, der selbst aus vom Leben gezeichneten Senioren aalglatte, blutjunge Anime-Charaktere macht. Anfangs werden Euch die Ergebnisse Alpträume bescheren, doch nach ein paar Versuchen werdet Ihr Eure Selfies nicht mehr in Natura sehen wollen.

Praktisch für den Selfie-Fan ist auch der Frontblitz, der auf eine kurze Distanz sehr gut das Bild aufhellen kann. So kann man während einer Party in der dunklen Diskothek praktischerweise noch gut Selfies knipsen, auf denen tatsächlich auch etwas zu erkennen ist. 

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Die Front-LED hellt sehr gut die Person auf. Dieses Bild entstand in einem komplett dunkeln Raum. / © ANDROIDPIT

Huawei Mate S: Akku

Der fest verbaute Akku ist zumindest auf dem Papier betrachtet die wohl größte Schwäche des Mate S. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Huawei selber sein neues Flaggschiff als auf dem Mate 7 basierend beschreibt, welches für seinen monströsen Akku von 4.100 mAh bekannt ist. Mit 2,700 mAh Kapazität ist der Mate-S-Akku hingegen unterdurchschnittlich groß oder, wie heutzutage passender scheint, überdurchschnittlich klein.

Dass das nicht zu schlechten Laufzeiten führen muss, beweisen Geräte wie das Galaxy S6, die mit noch kleineren Akkus auskommen, und schon das Huawei P8 mit seinen 2.680 mAh hat uns ins Sachen Laufzeit überrascht. Im Test des Huawei Mate S enttäuschte das Gerät jedenfalls nicht: Nach einem 12-Stunden-Tag normaler Nutzung betrug der Akku immer noch über 45 Prozent. Unter "normaler Nutzung" verstehe ich mehrere geschossene Fotos, ungefähr eine Stunde Telefonieren, das Abrufen von E-Mails, Internet-Surfen, Nachrichten Versenden, Fotos Bearbeiten und natürlich das ein und andere Spiel wie Real Racing 3. 

Geht einem doch mal die Puste aus, dann kann das Huawei Mate S dank Quick Charge binnen 10 Minuten Ladezeit wieder mit Saft für 2 Stunden versorgt werden. Leider verfügt das Mate S aber nicht über kabelloses Laden, wie es zum Beispiel das Galaxy S6 hat. Aber das ist dem Umstand geschuldet, dass der Hersteller ein Metall-Unibody-Gehäuse verbaut hat. 

Huawei Mate S: Technische Daten

Abmessungen: 149,9 x 75,3 x 7,2 mm
Gewicht: 156 g
Akkukapazität: 2700 mAh
Display-Größe: 5,5 Zoll
Display-Technologie: AMOLED
Bildschirm: 1920 x 1080 Pixel (401 ppi)
Kamera vorne: 8 Megapixel
Kamera hinten: 13 Megapixel
Blitz: LED
Android-Version: 5.1.1 - Lollipop
Benutzeroberfläche: Emotion UI
RAM: 3 GB
Interner Speicher: 32 GB
Wechselspeicher: microSD
Chipsatz: HiSilicon Kirin 935
Anzahl Kerne: 8
Max. Taktung: 2,2 GHz
Konnektivität: HSPA, LTE, Bluetooth 4.0

Abschließendes Urteil

Aus ästhetischer und haptischer Sicht spricht alles für das Huawei Mate S. Es ist fast perfekt verarbeitet und auch die Haptik entspricht absolut der Preisklasse. In Sachen Performance gibt es nichts zu beanstanden, auch die allgemeine Ausstattung in Hard- und Software, genau wie die Fotoqualität, geht in Ordnung. 

Leider schwirrte während des Huawei-Mate-S-Tests ständig das Honor 7 in meinem Kopf herum. Das Flaggschiff der Zweitmarke Honor kostet mit 349 Euro fast nur die Hälfte, wartet mit einem Metallgehäuse auf und bietet eine deutlich bessere Kamera. Zusätzlich verpasste Honor dem 7er Modell auch noch einen sehr nützlichen Shortcut-Button (Schnellzugriff per Knopfdruck) an der linke Gehäuseseite, der sich im Alltag durchaus als nützlich erweist. Sicher, die Verarbeitung ist hier nicht ganz so edel, doch unterm Strich schlägt es das Mate S in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis um Längen.

Doch um das Honor 7 geht es hier nicht: Für sich betrachtet, ist das Mate S ein sehr attraktives Smartphone, das einen völlig vergessen lässt, dass es Samsung, HTC und Sony überhaupt gibt. Weiter so, Huawei!

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Top-Kommentare der Community

  •   11
    Thomas Wolters 02.09.2015

    Tja,villeicht werde ich harsche Kritik einstecken weil ich immer wieder auf der Rpeistreiberei der Hersteller herumreite.Es tut mir leid aber es wiederstrebt mir einfach zutiefst Deratiges unkommentiert zu lassen.Nachdem ich mich ja bereits wegen mangelndem Preis / Leistungsverhältnis von Samsung und Co abgewandt hatte glaubte ich bei Huawei und den Anderen chinesischen Händlern in dieser Hinsicht deutlich glücklicher zu werden.Scheinbar habe ich mich da aber furchtbar geirrt.Sorry,was Huawei mit dem Mate S da abliefert empfinde ich wieder als bodenlose Frechheit.Die Hardwarespecs kriege ich mit dem Honor 7 deutlich günstiger.( Auch Huawei ich weiss)Trotzdem,Honor will als Marke für sich betrachtet sein.Auch ist der Kirin 935 absolut kein Prozessor der im Zusammenspiel mit der Mali T &28 Flagschiffwürdig wäre.Schaut bei GFX Bench und Futuremark vorbei.Wirklich schlechte Benchmarkergebnisse.Mir reicht es nicht nur eine gute Haptik zu haben.Auch die Hardware muss stimmen.Da ist das Preis / Leistungsverhältnis des Mate S mangelhaft.Dies scheint sich allerdings anzudeuten als generelles Motto bei der IFA.Sony?Auch wieder völlig überteuert.Die Smartwatches,wer braucht die schon.Gerade zu den Preisen.Ausnahme ASUS.Eine Smartwatch für 149 bzw 169 Euro.Das ist ein Wort.Es geht eben auch günstiger.Ohne uns auszuziehen.Sicherlich werden hier viele Kommentare kommen wie : Qualität hat halt ihren Preis.Dazu sage ich : Schau mal bei Xiaomi vorbei oder : Dann kaufs doch nicht.Dazu sage ich : Weniger Gier ist die Lösung seitens der Hersteller denn dann wäre dieser Kommentar gar nicht nötig.Kurz und gut.Lasst uns wach werden und einfach günstigere Alternativen wie z.B. auch ältere Flagschiffe wie aus dem letzten Jahr kaufen.Immer noch mehr wie gut genug.Schluss mit der Preistreiberei.Vielleicht sind ja wenigstens ein paar meiner Meinung.Das ist immerhin ein Anfang.Schönen Abend noch und hoffentlich noch erfreuliche Nes von der IFA für uns alle :-)

  • Matthias 02.09.2015

    Bei HTC ärgert ihr euch über das gleichbleibende Design und wenn es kopiert wird, ist es das edelste was ihr je gesehen habt. :D

  • Uwe 02.09.2015

    Vielleicht nach dem Punkt mal ein Leerzeichen machen.

  • DiDaDo 02.09.2015

    Absätze sind auch ne tolle Erfindung.

  • Matthias 07.09.2015

    Ja aber nur weil der Euro 10-20% Wertverlust hat, krieg ich nicht mehr Gehalt. Das müssten die Hersteller auch berücksichtigen.

186 Kommentare

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  • warum um gottesnamen verbauen die in high-end smartphones immer so mickrigen Akkus??? die akkulaufzeit ist DAS ausschlaggebende Argument so ein teil zu kaufen. das bringt mich so zur weißglut!!! hätte mir sogar vielleicht das mate s geholt aber nur wenn es ein fetten akku gehabt hätte.aber so.... NIEMALS!


    • Man bekommt mit fast jedem High-End Smartphone über den Tag. Mehr braucht man nicht. Und falls man mal länger als eine Tag ohne Steckdosen verbringt, gibt es immer noch Powerbanks.


  • @AndroidPit
    Komisch, dass der Artikel aktualisiert wurde, aber keine Erwähnung des Mate S Press Touch. Dieses ist mittlerweile im Shop gelistet und ab 20.1 verfügbar für 799€ (128GB Speicher)


  • Der Test ist schon älter


    • Es geht auch ums Update. Diesmal ist dieses ja sogar tatsächlich interessant.

      Allerdings muss man kritisieren, das man nach dem Inhalt des Updates im text regelrecht mit der Suchfunktion fahnden musste um etwas zu entdecken...


  • Also habe das Mate S nun nach 2 Wochen doch wieder beurlaubt. Was den Akku angeht ist es wahrlich schwer über den Tag zu bringen wenn man es auch aktiv nutzen will. Der fingerprint sensor ist absolut super umgesetzt und auch sonst ist es ja ganz edel. Aber es scheiterte bei mir an den Hürden des Alltags. Da zeigt sich mein S6 einfach konstitutionell stärker. Ein Pluspunkt für Wear ist da, dass der Huawei Watch das genutzte Phone relativ Schnuppe ist.


  • Wer es sich kaufen will und den Preis zahlt ist doch völlig i.O
    Finde sieht wirklich edel aus.
    Verstehe nur nicht das bei jedem neuen Phones was rauskommt immer gemotzt werden muß. Freut euch über die Vielfalt somit ist für jeden Geschmack und Geldbeutel was dabei.


  • Im VMall Shop ist bereits das Mate S Press Touch gelistet mit 128 GB Speicher für 799€
    Ab 20.01.16 erhältlich


  • Sieht gut aus und hört sich auch gut an. Bei der Preisklasse muss ein Smartphone aber für mich das absolut Beste bieten, was auf dem Smartphone-Markt zu haben ist. Ich will dann ein Gerät welches nicht nach einem Monat schon nur noch Mittelklasse ist. Mit einem Smartphone dieser Preisklasse will ich mindestens zwei Jahre zufrieden sein können.
    Wie frustrierend ist es, wenn so viel Mittelklasse verbaut ist, dass nach zwei Monaten schon zehn andere gleich teure aber schon viel bessere Geräte auf dem Markt sind? Entweder richtig gut, oder super preiwert- oder halt das was für den Geldbeutel gerade maximal zu haben ist...


  • Irgendwie haben die Hersteller gerade alle ein Rad am laufen. Bald gibt es keine Smartphone mehr unter 600.00 Euro. Hallo die Dinger kosten mehr als ein handelsüblicher pc. Ich finde das reine abzocke. Da entwickelt sich ja das Iphone zu einem wahren Schnäppchen


    • Ein Mittelklasse-PC mit einem Oberklasse-Smartphone zu vergleichen ist nicht so sinnvoll.


      • Ich habe mir ein Gaming PC, für 250€ gekauft. Auf dem läuft Battelfield 4, absolut Flüssig, mit hoch gedrehter Grafik ... ist das noch Mittelklasse ?


      • Allein eine einigermaßen nutzbare Grafikkarte kostet mehr als dein angeblicher 250€ Gaming PC. Ich glaube du verwechselst hier Konsole und PC.


      • Das sehe ich auch so. Eine XBOX 360 kostet ja so viel. Eine PS4 noch mal 50 Euro mehr im Mittel.


  • Ein unglaublich schickes Teil,wenn es einen App Drawer und einen größeren wechselbaren Akku hätte wär es wohl mein Favorit. Da dieses Features aber leider nicht enthalten sind,kommt es leider für mich nicht infrage.

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