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Google Pixel 2 im Test: Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar

Anfang Oktober stellte Google seine beiden neuen High-End-Smartphones vor: das Pixel 2 und das Pixel 2 XL. Wir hatten die Möglichkeit, es einem kompletten Test zu unterziehen und zeigen Euch hier unsere Erfahrungen mit dem neuen Smartphone. Kann es erfüllen, was es auf den ersten Blick verspricht?

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Bewertung

Pro

  • Geschützt gegen Wasser
  • Aktuellste Android-Version
  • Kontinuierliche Updates
  • Herausragende Kamera
  • Tolle Features (Google Lense, Motion Photos, etc.)

Contra

  • In die Jahre gekommenes Design
  • Ein paar Software-Bugs

Google Pixel 2: Preis und Verfügbarkeit

Das Google Pixel 2 ist auf mehreren Wegen zu kaufen: Bei Google selbst im Online-Shop, im freien Handel und bei der Deutschen Telekom sowie Vodafone. Mit einem Preis von 799 Euro mit 64 GByte Speicher und 909 Euro mit dem doppelten Speicher ist das Google Pixel 2 alles andere als ein Schnäppchen und führt den Trend zu immer teureren Luxus-Smartphones weiter fort. Seit dem 17. Oktober wird das Smartphone ausgeliefert.

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Google Pixel 2 / © AndroidPIT

Google Pixel 2: Design und Verarbeitung

Das erste Pixel-Smartphone hatte mit seiner Rückseite eine Überraschung parat, weil es Glas und Metall mischte. Das Pixel 2 setzt diese Dynamik fort, wirkt in der Realität aber etwas eigenartig: Wir haben den Eindruck, als ob wir ein Plastik-Smartphone in der Hand halten. Was die Haptik betrifft, ist es eine echte Reise zurück in die Vergangenheit, weil wir schon lange kein so leichtes High-End-Smartphone mehr in den Händen hatten.

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Das Design des Pixel 2 hat einen nicht direkt von den Socken. / © AndroidPIT

Der Trend geht derzeit dahin, Smartphones mit einem 18:9-Bildschirmformat (oder 2:1, wie die Hersteller gerne sagen) anzubieten. Das Pixel 2 XL folgt dieser Mode, aber das kleine Pixel 2 bleibt bei 16:9 mit großen Rändern oben und unten, genau wie der Vorgänger. Ausdrücklicher Wille der Designer, die Symmetrie, der Stereosound – es sind mehrere Erklärungen für diese Entscheidung möglich, aber das Ergebnis ist optisch auf jeden Fall etwas enttäuschend. Auch an den Seiten gibt es keine randlosen Kanten.

Natürlich behält Google die saubere Trennung auf der Rückseite des Geräts bei. Optisch und haptisch können wir einen deutlichen Unterschied zwischen dem Rumpf und dem oberen Teil mit der Kamera spüren. Das weiße Modell besitzt ein leicht graues Oberteil, das schwarze einen tiefschwarzen Glaseinsatz und das hellblaue ist im oberen Teil etwas dunkler.

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Die Kamera auf der Rückseite ragt beim Google Pixel 2 etwas hervor. / © AndroidPIT

Bei den Anschlüssen hat sich Google vom Mini-Klinkenstecker getrennt, wie es z. B. Apple auf seinem iPhone 8 und Huawei auf seinem Mate 10 auch getan hat. Wenn Ihr unbedingt einen Kopfhörer mit Klinkenstecker verwenden möchtet, könnt Ihr den von Google mitgelieferten Adapter in der Box gut gebrauchen.

Eine leise und eher subjektive Kritik betrifft die Position des Lautstärkereglers: Wenn man es gewohnt ist, die Lautstärke oben (rechts oder links, d. h. mit dem Zeigefinger oder Daumen) zu regeln, muss man sich daran gewöhnen, die Taste am Pixel 2 in der Mitte des Smartphones zu finden. Deshalb ist es notwendig, entweder den Daumen zu drehen oder das Smartphone tiefer in der Hand zu halten.

Durch seine geringe Größe, Dicke (7,8 mm) und Gewicht (143 Gramm) ist das kleine Pixel sehr angenehm zu handhaben. Die Rückseite des Geräts bietet eine angenehme Haptik und ist resistent gegen Fingerabdrücke. Das geringe Gewicht vermittelt allerdings auch den Eindruck von Zerbrechlichkeit.

Der Fingerabdruckleser bleibt an der gleichen Stelle wie beim Vorgänger, ebenso der USB-C-Port. Der Nano-SIM-Karten-Steckplatz befindet sich auf der rechten Seite, es gibt aber keinen Platz für eine microSD-Karte oder eine zweite SIM. Das Pixel 2 ist gegen Wasser und Staub geschützt und mit einer IP67-Zertifizierung ausgestattet.

Google Pixel 2: Display

Auch in diesem Punkt gibt es keine große Revolution. Das Google Pixel 2 hat eine Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel) und kein Quad-HD, wie wir es uns für das Flaggschiff in 16:9 wünschen würden. Der Bildschirminhalt nimmt 67,9 Prozent der Gesamtfläche ein – das ist nicht sehr viel, aber nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass ein Teil des Bildschirms, der schon nicht sehr groß ist, auch noch für die Navigationsleiste verwendet wird.

In der Praxis macht der Bildschirm jedoch einen guten Eindruck. Es handelt sich dabei um ein OLED-Display von Samsung, im Gegensatz zu dem LG-Panel in seinem großen Bruder, und es gibt einen sehr sichtbaren Unterschied zwischen den beiden Geräten in Bezug auf die Farbdarstellung. Beim großen Modell sind sie recht fad, auch wenn das nicht jedem Kunden auffallen wird.

Wie so oft auf OLED-Bildschirmen ist das Display in manchen Winkeln leicht bläulich, aber insgesamt ist der Bildschirm des Pixel 2 vollkommen zufriedenstellend. Beim Pixel 2 XL sieht das anders aus. Das Pixel 2 hat ein Always-On-Display, das auf Wunsch deaktiviert werden kann.

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Das Pixel 2 hat ein Always-On-Display. / © AndroidPIT

Google Pixel 2: Besonderheiten

Active Edge

Wer die aktuellen Smartphones verfolgt hat, wird wahrscheinlich schon von der Edge-Sense-Funktion von HTC gehört haben. Ähnliches bietet Google auf seinen beiden Pixel-Smartphones: Active Edge. Das ist eine Squeeze-Funktion, mit der sich der Google Assistant einfach starten lässt, indem man das Smartphone in der Hand etwas drückt. Der Druckpegel kann in den Einstellungen konfiguriert werden. Active Edge funktioniert nicht mit Google Now on Tap.

eSIM

Google bietet dem Nutzer zwei Arten von SIM-Karten an: zum einen die Nano-SIM-Karte, die jeder wahrscheinlich kennt, zum anderen die eSIM-Karte.

Zunächst bietet Google die eSIM nur in den USA und zusammen mit dem Project Fi an. Die Industrie entwickelt sich jedoch in die Richtung, diese Embedded SIM weiter zu fördern. In Deutschland ist das Pixel 2 nur mit normaler SIM erhältlich.
 

Google Pixel 2: Software

Die beiden neuen Pixels verwenden Android 8.0 Oreo. Alles andere wäre überraschend gewesen, da die Besonderheit der Pixels (und Nexus vor ihnen) ist, die neuesten Android-Updates vor allen anderen zu bekommen. In der Praxis haben wir kürzlich festgestellt, dass dies nicht unbedingt der Fall ist, da einige Smartphones (Sony Xperia XZ1 und XZ1 Compact, Samsung Galaxy A5 etc.) den Oktober-Sicherheitspatch vor dem Google Pixel 2 erhalten haben. Der Sicherheitspatch auf dem Pixel 2 ist der vom September.

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Google Pixel 2: Der neue Homescreen / © AndroidPIT

Wir können mehrere Neuheiten im Vergleich zum vorherigen Pixel feststellen. Die Google-Suchleiste wurde an den unteren Bildschirmrand verschoben, so dass oben Platz für ein Widget mit Datum, Temperatur und einem Wettersymbol ist. Die Google-App (früher Google Now genannt) auf der rechten Seite kann einfach über die Einstellungen des Startbildschirms deaktiviert werden. Die animierten Hintergrundbilder sehen hübsch aus.

Natürlich finden wir in dem Google-Smartphones den Google Assistant. Wie oben beschrieben, könnt Ihr ihn starten, indem Ihr das Gerät drückt, die Home-Taste gedrückt haltet oder "OK Google" sagt. Die Mikrofontaste neben dem Suchfeld funktioniert auch. Der Google-Assistent funktioniert offline, solange er nicht im Internet nach einer Antwort suchen muss.

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Ihr könnt die Google-App deaktivieren. Die animierten Hintergründe seht Ihr rechts "Living Universe". / © AndroidPIT

Google Pixel 2: Performance

Wie die meisten High-End-Smartphones verwendet auch das Pixel 2 den Qualcomm Snapdragon 835. Dieser Octacore-Prozessor hat vier Kryo-Kerne mit 2,35 GHz und vier weitere Kerne mit 1,9 GHz. Der Grafikchip ist natürlich der Adreno 540. Im Gegensatz zu den Wettbewerbern hat Google ein perfektes Soft- und Hardware-Management, und das bedeutet eine exzellente Leistung.

Auf der RAM-Seite finden wir "nur" 4 GByte, was in der Praxis für ein besonders flüssiges Multitasking aber locker ausreicht. Der interne Speicher beträgt je nach Modell 64 oder 128 GByte.

Der Eindruck ist ein wenig getrübt durch die Unreife der Software. Es ist mir mehrmals passiert, dass Anwendungen abgestürzt sind, aber nicht häufig genug, um wirklich ein Problem darzustellen. Android-Updates werden dieses Problem höchstwahrscheinlich schnell lösen.

Wir haben das Pixel 2 den typischen Benchmark-Tests unterzogen, um theoretische Ergebnisse zu erhalten, die es uns ermöglichen, es mit anderen Flaggschiffen des Augenblicks zu vergleichen. Bedenkt aber, dass diese Ergebnisse nie die ganze Geschichte erzählen.

Google Pixel 2 : Benchmark-Ergebnisse

 
  Samsung Galaxy S8 Google Pixel 2
3DMark SlingShot ES 3.1 3174 3681
3DMark SlingShot ES 3.0 3217 4922
3DMark Ice Storm Unlimited 27330 38271
Geekbench Single Core 1983 1916
Geekbench Multi Core 6402 6372
PCMark Work Performance 6135 7385
PCMark Storage 4644 4535

Google Pixel 2: Audio

Das Pixel 2 bietet Stereosound. Die Lautsprecher befinden sich oben und unten an der Front in den breiten Rändern, die das Design so charakteristisch machen. Im Test ist die Qualität gut, und selbst bei maximaler Lautstärke stimmt das Ergebnis. Auf dieses Thema werden wir im Abschlusstest näher eingehen.

Der Klinkenstecker ist verschwunden, also müssen wir eine Alternative finden. Entweder durch den beiliegenden Adapter oder über ein Bluetooth-Headset. Die Codecs im Pixel 2 ermöglichen hier eine hohe Qualität: LDAC, AptX HD etc. Beim Telefonieren ist der Klang sehr korrekt, meine Gesprächspartner und ich konnten uns problemlos verstehen.

Wie schon weiter oben erwähnt, das Google Pixel 2 lauscht dauerhaft nach Musik, um Euch die entsprechenden Titel und Interpreten anzuzeigen. Das Feature ist nicht von Haus aus aktiviert und kann nicht alle Songs erkennen. Die dazu genutzte Datenbank befindet sich lokal auf dem Smartphone und beinhaltet aktuell ca. 10.000 Lieder. Wenn das Smartphone einen Song erkennt, wird er direkt auf dem Lockscreen angezeigt.

Telefonate sind mit dem Pixel 2 kein Problem. Mein Gegenüber war immer gut zu verstehen und auch meine Stimme wurde klar und deutlich übertragen.

Google Pixel 2: Kamera

Die Kameras der neuen Pixel-Phones wurden mit Höchstspannung erwartet – und wie die ersten Tests zeigen, zu Recht. Das Pixel 2 schießt unter allen Lichtverhältnissen mindestens brauchbare bis in der Regel eher großartige Fotos. Wenn ich mich durch die Bildergalerie klicke, dann wirken die Fotos auf mich eher wie die einer ausgewachsenen Kamera und weniger wie die eines Smartphones.

Hardware und Resultate

Die Hardware-Voraussetzungen sind dabei gar nicht so außergewöhnlich. Unter der Haube steckt mit dem Sony IMX362 der gleiche Chip wie im HTC U11 mit 12,2 Megapixel, 1,4 Micron Pixelgröße und 1/2,55 Zoll – Standardkost für ein Oberklasse-Smartphone. Im Gegensatz zum alten Pixel ist damit nun auch ein optischer Bildstabilisator an Bord.

Wo Google wirklich Wunder bewirkt, ist bei der Software. Das Pixel 2 schießt bei jeder Betätigung des Auslösers zehn unterbelichtete Fotos und kombiniert die besten davon dann zu einer korrekt belichteten Aufnahme. Dieses von Google HDR+ getaufte Feature erweitert den Dynamikumfang des notorisch kleinen Smartphone-Sensors gewaltig und sorgt dafür, dass auch bei extrem kontrastreichen Motiven noch in hellen wie dunklen Bildbereichen Details zu sehen sind.

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Nächte und Farben bereiten dem Pixel weniger Probleme als der Konkurrenz. © ANDROIDPIT

Wenn Google den Achtkern-Coprozessor namens Visual Core in den nächsten Wochen aktiviert, dürfte es bei der Kamera-Performance noch einmal einen Boost geben. Zumindest in der bisherigen Android-8.1-Preview (Stand: 30.10.2017) ist der Visual Core in den Entwickleroptionen noch nicht aktivierbar.

Auch abseits der Dynamik leistet die Kamera großartige Dienste. Mit wenigen Ausnahmen gelingt der Weißabgleich auch unter schwierigen Voraussetzungen zuverlässig, und die Farben sind sehr realitätsnah. Bei der Belichtung schlägt sich die Kamera ebenfalls ausgezeichnet. Mir gefallen die Ergebnisse hier noch ein Stück besser als bei der letzten Pixel-Generation, wo die Schwärzen gerne einmal etwas abgesoffen wirkten.

Sogar bei schlechten Lichtverhältnissen schlägt sich das Pixel 2 ausgezeichnet. Durch die Kombination mehrerer Fotos schießt das Smartphone mit vergleichsweise kurzen Verschlusszeiten und niedrigen ISO-Empfindlichkeiten, was für scharfe und rauschfreie Fotos sorgt – mit Googles Algorithmus-Magie kommt am Ende auch noch eine korrekte Belichtung dabei heraus. Die Nachtaufnahmen sind jedenfalls beeindruckend gut und bieten im Gegensatz zu den allermeisten Konkurrenten noch stabile Farben. Wir werden die Pixel-2-Kamera auf jeden Fall noch in einem systematischen Test gegen die aktuelle Flaggschiff-Riege antreten lassen und dazu gesondert berichten.

Portrait-Modus

Reden wir über den Portrait-Modus. Es geht hier darum, eine Person zu fotografieren, und die künstliche Intelligenz sorgt dann dafür, dass der Hintergrund verschwimmt. Unten findet Ihr ein Beispiel, unser Model Pierre erscheint in der Mitte einer großen Unschärfe. Zu beachten ist, dass der Portraitmodus auch auf der Frontkamera vorhanden ist. Die Technik dahinter ist durchaus komplex.

Um das Schematisieren zu ermöglichen, funktioniert der Portrait-Modus so: Wir müssen ein möglichst präzises Bild schaffen, das mit HDR+-Technologie aufgenommen wird. Sobald dieses Bild gemacht ist, haben wir ein qualitativ hochwertiges Foto, reich an Details, das nur noch unscharf werden muss. Hier kommt die künstliche Intelligenz ins Spiel: Ein neuronales Netz betrachtet das Bild und versteht, was es verändern muss und wo, basierend auf den vielen Bildern, mit denen es Erfahrungen gesammelt hat. Das geht mit Hilfe von Maschinellem Lernen. In der Praxis, für den Benutzer, wird einfach der Portrait-Modus aktiviert, ein Foto geknipst, und am Ende kommen zwei verschiedene Bilder heraus.

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Der Portrait-Modus liefert einen verschwommenen Hintergrund. © ANDROIDPIT

Motion-Pictures

Auch auf der Software-Seite gibt es viel zu entdecken. Zunächst einmal eine Funktion namens "Motion Photos": Die Kamera erfasst nicht nur ein einfaches Bild, sondern zusätzlich ein Mini-Video, das bis zu 4 Sekunden lang ist. Der Mehrwert ist fraglich, die Option lässt sich deaktivieren.

Google Lens

Ebenfalls interessant: Google Lens. Wenn Ihr ein Bild mit der Kamera aufnehmt, könnt Ihr mit Google Lens erkennen, was Ihr seht. Theoretisch geht es darum, das, was fotografiert wird, möglichst detailliert identifizieren zu können. Wenn man zum Beispiel ein Bild des berühmten Berliner Fernsehturms macht, würde Google Lens erkennen, dass es sich um den Fernsehturm handelt.

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Google Lens kann erkennen, was im Bild zu sehen ist. / © ANDROIDPIT

Google Pixel 2: Akku

Das Google Pixel 2 hat einen 2.700-mAh-Akku. Da der Prozessor sehr leistungsfähig und die Batterie nicht groß ist, ist es legitim, sich zu fragen, ob das Smartphone durchhält, wenn man es viel nutzt. Die Antwort lautet "ja". Ohne jegliche Schwierigkeiten schafft es der Akku im Pixel 2, den Tag problemlos zu überstehen. Hängt Ihr nicht so oft am Smartphone, sind 1,5 Tage auch durchaus möglich. Hier zeigt sich, wie gut Google Hard- und Software aufeinander abgestimmt hat. Die Ladegeschwindigkeit ist ordentlich, von 39 auf 100 Prozent dauert es 1:15 Stunde.

Auf der Software-Seite finden wir im Menü die Änderungen von Android Oreo, insbesondere die Nutzungszeit des Bildschirms seit der letzten vollen Ladung. Im Test werden wir den Akku weiter beobachten.

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Die Akkulaufzeit des Pixel 2 ist gut. © AndroidPIT

Google Pixel 2: Technische Daten

Abmessungen: 145,7 x 69,7 x 7,8 mm
Gewicht: 143 g
Akkukapazität: 2700 mAh
Display-Größe: 5 Zoll
Display-Technologie: AMOLED
Bildschirm: 1920 x 1080 Pixel (441 ppi)
Kamera vorne: 8 Megapixel
Kamera hinten: 12,3 Megapixel
Blitz: Dual-LED
Android-Version: 8.0 - Oreo
Benutzeroberfläche: Stock Android
RAM: 4 GB
Interner Speicher: 64 GB
Chipsatz: Qualcomm Snapdragon 835
Anzahl Kerne: 8
Max. Taktung: 2,45 GHz
Konnektivität: HSPA, LTE, NFC, Bluetooth 5.0

Abschließendes Urteil

Probiert man das Pixel 2 erst einmal aus, ist es schwer, nicht in Begeisterungsstürme zu verfallen. Die Software ist trotz einiger kleiner Bugs ein echtes Vergnügen und die Kamera ist wirklich exzellent. Auch die Performance ist sehr gut.

Antoine de Saint-Exupéry pflegte zu sagen: "Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar", und wenn wir den Kleinen Prinzen nicht kennen würden, könnten wir fast glauben, dass es das Pixel 2 war. Was die Schafe betrifft, weiß das Pixel 2 vielleicht nicht, wie man sie zeichnet, aber mit Google Lens wird es sie bald erkennen können.


Dieser Artikel wurde am 07. November 2017 komplett überarbeitet, die Kommentare wurden nicht gelöscht und können sich daher auf nicht mehr vorhandene Passagen beziehen.

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Top-Kommentare der Community

  • Fritz F. vor 1 Monat

    Womöglich das schlechteste Flaggschiff 2017. Kein Klinkenanschluss, extrem hässliches und billig wirkendes Design, viel zu fette Displayränder, kein QHD-Display, kein Micro-SD-Slot, kein Wireless Charging und trotzdem recht teuer.

    Es ist wie bei den iPhones - der einzige Kaufgrund ist die Software: performant und viele Updates. Das alleine rechtfertigt aber nicht den Preis...

  • Tobias R. vor 1 Monat

    Du hast den Akku vergessen, für den Preis könnte man doch wenigstens eine potente Ladezelle erwarten.

  • Dirk T. vor 1 Monat

    Und es ist hässlich.

  • Thomas Haseneder vor 1 Monat

    Großer Gott sind denn wirklich alle verrückt geworden ? Ein durchschnittliches Smartphone für diesen Preis ? Es ist ja nicht so das ich hier für 800-900 Euro eine Design-Ikone oder etwas geboten bekomme, was die Welt noch nicht gesehen hat !

    Dennoch sage ich Danke an Google, Samsung und Konsorten, denn diese Preise führen mir vor Augen das man eben nicht jedes Jahr ein neues Phone kaufen muss. Eine Weile war ich vom "Alles Habbe Wolle"-Virus infiziert und Preise bis 600 Euro liesen die Vernunft oft nachgeben. Mittlerweile ist es aber immer mehr so, das es die Welt weniger interessiert wie Overpowered die Geräte sind und hinsichtlich der Tatsache das z.B. unter Lineage OS ein Oneplus One, also nach heutiger Zeitrechnung ein alter Hobel immer noch rennt, macht es mir und vielen Menschen die ich kenne zunehmend leichter einfach mal "Nein" zu sagen. Vor allem wenn einem jedes Nein mal eben um die 1000 Euro spart.

    Das es die Hardware am neuen Pixel nicht ist welche diese Mondpreise verschuldet, darüber müssen wir wohl nicht streiten. Wäre das so, dann müßte man das Galaxy Note 8 für 999,00 Euro ja als den Schnapp 2017 anpreisen.

    So toll ich das pure Android der Pixel Geräte finde, auch wenn die Nexen mir aufgrund der Preise sympathischer waren, aber selbst als Erster die aktuellste Android Version zu haben rechtfertigt den Preis in meinen Augen nicht.

    Das Google sich als Marke auf Gehäuse etwas verdienen möchte o.k. aber müssen es gleich hunderte von Euro´s werden ?

    Es bleibt zu hoffen das die Käufer irgendwann zur Vernunft kommen und den Herstellern mit ihren Fabelpreisen mal richtig die kalte Schulter zeigen.

  • Michael B. vor 1 Monat

    Die Ausstattung ist ein Witz und die Preise sind 'ne Frechheit.

    Glückwunsch zu den Smartphones mit dem schlechtesten Preis-/Leistungsverhältnis 2017.

113 Kommentare

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  • sehr gutes smartphone, leider zu teuer


  • Jockel vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Es ist das einzige Android Smartphone mit 3 Jahren Support und man muß nicht auf die Updates teilweise monatelang warten.
    Das Pixel wird somit bis Android R kommen, das Note 8 z.B. bekommt irgendwann mal die derzeit aktuelle Android Version nachgeliefert und bekommt nächstes Jahr verspätet noch Android P und danach ist Feierabend. (immer 2 große Android Updates und Samsung startet beim Note 8 schon mit einer nicht aktuellen Version)

    Weitere Vorteile für mich wären die Kamera und auch das Design.
    Ich habe bisher fast nur positives über die Kamera gehört, bin aber auch für Testberichte, die das Gegenteil behaupten, offen.

    Ich würde es mir sofort kaufen, wenn es nicht so unverschämt teuer wäre. Dafür müsste das Gerät perfekt sein und davon ist es mMn weit entfernt.


    • Find ich auch.
      3 Jahre Versorgung sind super!
      Dass Stock Android is hervorragend für mich.
      Beim Akku hätten Sie beim kleineren 3000 mMn verwenden können!
      Bei der Kamera hört man ja nur gutes.
      Naja, bis auf die Video s oder so!


    • Takeda vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      Das einzige? falsch, mein Note 4 und das S5 haben auch 3 Jahre sicherheits update bekommen das S5 sogar länger.


      • Ja das stimmt. Das Note 4 habe ich ja selbst. Im dritten Jahr kamen die Sicherheitsupdates sogar sehr regelmäßig, davor allerdings nicht. Und pünktlich nach 3 Jahren ist auch scheinbar Schluß mit der Regelmäßigkeit. (Release September 2014) Ich denke aber, daß da vereinzelt noch was kommen wird.
        Bei den Android Versionen waren es allerdings nur 2 große Updates (von 4.4 auf 6) und das wäre mir für ein hochpreisiges Gerät wie das Note 8 einfach zu wenig. Außerdem dauerts teilweise noch ein halbes Jahr bis die dann mal kommen.
        Das Pixel 2 wird 2 Versionen weiter kommen als das Note 8.

        Was mich persönlich auch stört, ist daß man diverse Samsung Software (Health, Billing, Music,..) nicht deinstallieren kann, dazu Facebook, Evernote, Flipboard, Hangouts, Instagramm.
        Samsung ist sicher besser, was Software Support angeht als z.B. LG aber mir reicht das insgesamt nicht mehr.


      • Gerade heute kam wieder eins rein für das Note 4. Man kan die apps abstellen, alle die du genannt hast. Ich bin der Meinung, dass es wichtiger ist Sicherheit Patches kommen und bugs abgestellt werden. Mit jedem update läuft das Note 4 besser.


      • Tim vor 1 Woche Link zum Kommentar

        @Jockel
        Hangouts ist von Google. Dass man das nicht deinstallieren kann, ist eher deren Schuld ^^
        Flipboard gibt es glaube auch nicht mehr, zumindest heirzulande wurde das durch Upday ersetzt. Evernote habe ich auch seit dem Note4 nicht mehr gesehen
        Die Musik-App ist zudem nicht mehr vorinstalliert (warum auch immer, ist die beste App überhaupt in meinen Augen...) und lässt sich somit nach dem Installieren auch wieder deinstallieren.

        Aber ja, einiges, wie Instagramm und Facebook muss echt nicht sein und dass man die nciht deinstallieren kann, geht gar nicht.

        Mich stören hingegen die Google-Apps viel mehr :D Bis auf YouTube und den Store wird bei mir sofort alles deaktiviert... Allein bei Googles Musik-App würde ich bei der Benutzung das Kotzen kriegen...

        Man darf aber auch generell den Aspekt von TouchWiz nicht vergessen. Was du bspw. an neuen Funktionen mit Android R kriegst, hat das Note8 höchstwahrscheinlich jetzt schon... Funktions-Updates in Form von Android x.0 sind somit eher uninteressant und Sicherheits-Patches liefert Samsung 3 Jahre lang und liegt damit unter den Herstellern ja sogar ziemlich weit vorn. Sony liefert auch nciht länger (soweit mir bekannt ist) und von LG und Co. muss man gar nicht erst anfangen


    • Xiaomi bietet 4 - 5 Jahre Update-Support.


  • Für diesen Preis ist es lieber iPhone oder Note 8 kaufen.


    • Oder n Gallaxy S8 o. HTC U11Plus.
      Weiß jedoch net, wie es da mit den Update s aussieht!
      Is mir auch klar, dass diese nicht auf Stock Android setzen.


  • Pixels Software ist toll, das Design ist einfach Scheiße...


  • C. F.
    • Blogger
    vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    "Die animierten Hintergründe seht Ihr rechts "Living Universe". / © AndroidPIT"...........Moon shot....planet comes to you.....was für ein Zufall - habe ich mit iOS 11 schon längst auf dem iPhone. Da will Google Apple aber in fast allen Bereichen kopieren. Schade.


  • 689 € wären grad noch akzeptabel!


  • Mike H vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Kann jemand was zum Sound via UBS-C Adapter sagen? Wie ist die Qualität?

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