Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. OK
190 mal geteilt 22 Kommentare

Alle Highlights der Google I/O 2017: AI First, Android O & VR mit HTC (mit Videos)

Auf der Entwicklerkonferenz I/O enthüllt Internet-Gigant Google jedes Jahr neue Möglichkeiten, mehr aus Smartphones, Apps, dem Web und künstlicher Intelligenz herauszuholen. Ob Android O oder Google Fotos oder viele andere Themen. Hier findet Ihr die Highlights der Keynote der Google I/O 2017 - mit kurzen Videoausschnitten der einzelnen Teile.

Springt zu den Google I/O 2017 Highlights:

Virtual Reality & Augmented Reality

Rund um Daydream gibt es einige Neuigkeiten. LG beispielsweise wird sein nächstes Top-Smartphone Daydream-fähig auf den Markt bringen - gemeint ist offenbar das LG V30. Im Sommer sollen Galaxy S8 und S8+ via Update Daydream-Support erhalten.

Smartphone-VR reicht Google aber nicht. Und so entwickelt Google ein Standalone-VR-Headset. Diese neue Produktklasse kommt ohne Kabel und leistungsstarken PC aus. Stattdessen ist die komplette Hardware im Headset integriert. Das sorgt außerdem dafür, dass der Start einer VR-Session schneller und leichter vonstatten geht. Dafür arbeitet Google mit HTC und Lenovo zusammen, die beide jeweils ein solches Standalone-Headset in petto haben werden. Weitere Details gibt es zu den Headsets noch nicht. Erst im Herbst 2017 ist mit den Standalone-Headsets für Daydream zu rechnen.

google io 2017 214
Neue Geräte in zusammenarbeit mit HTC und Lenovo. / © Screenshots: ANDROIDPIT

WorldSense wiederum ist die neue Technologie, die für präzises Tracking im Raum sorgt. Dabei bleibt diese Technik zunächst den Standalone-Headsets vorbehalten. Kernpunkt ist dabei, dass das VR-Headset die genaue Positionierung im Raum erkennt und damit präzises Tracking vornehmen kann.

Im Bereich Augmented Reality kündigte Google das zweite Tango-fähige Smartphone an: Das Asus ZenFone AR. Dieses soll noch im Laufe des Jahres erscheinen. Der Trend gehe dabei zu kleineren Smartphones, was auch mit kleineren Modulen möglich ist. Google zeigt sich optimistisch, dass schon bald weitere Tango-Smartphones erscheinen werden.

Die Teams von Tango und Google Maps haben sich für den Google Visual Positioning Service (VPS) zusammengefunden. Dieses erkennt den Raum um den User herum und analysiert wichtige optische Merkmale. Somit kann das Smartphone den Nutzer mittels VPS durch Innenräume navigieren, weil VPS zentimetergenaue Ortsangaben liefern kann.

google io 2017 216
Die Tango-Geräte werden endlich kleiner. / © Screenshots: ANDROIDPIT

Android O

Den Part über Android eröffnet Dave Burke. Am Anfang wie gewohnt starke Zahlen: Google hat die Grenze von 2 Milliarden aktiven Android-Smartphones und -Tablets durchbrochen, dazu kommen Android-Wear-Geräte von 24 Marken und 300 Auto-Modelle mit Android Auto. Android TV wird von rund einhundert Anbietern und Herstellern genutzt. Alle zwei Monate kommen eine Million weitere Android-Geräte hinzu. Mit dem Einzug des Google Assistant auf dem TV, Android Things in bald 60 Ländern und den erfolgreichen Chromebooks baut Google seine Stellung aus. Aus dem Playstore wurden mittlerweile über 82 Milliarden Anwendungen herunter geladen - das sind im Schnitt 11 Apps pro Erdbewohner.

Vitals

Unter dem Thema Vitals packt Google drei wichtige Vorhaben, die Android auf Systemebene verbessern sollen. Ziel sind verbesserte Sicherheit, Optimierungen des Betriebssystems und bessere Entwickler-Tools.

Google Play Protect ist ein in Google Play integrierter Virenscanner. Schon heute scanne Google 50 Milliarden Apps am Tag. Google Play Protect bringt nun diese Sicherheitsfeatures ans Tageslicht, denn zuvor waren sie in den Einstellungen versteckt und es gab kein sichtbares Feedback für den User.

Android Os Optimierungen auf Systemebene sorgen dafür, dass Apps bis zu zweimal schneller ausgeführt werden. Das beste: Die Optimierungen brauchen keine Änderungen an der App. Auch die Bootzeit soll sich halbieren. Hintergrund-Apps haben künftig schlaue Grenzwerte, die den Speicher- und Akkuverbrauch eindämmen sollen.

google io 2017 184
Sogar ein Google Pixel soll doppelt so schnell starten wie bisher. / © Screenshots: ANDROIDPIT

Für App-Entwickler hat Google neue Debugging-Funktionen in Android Studio integriert. Außerdem ergänzt Google den Support für die Programmiersprache Kotlin, mit der künftig ART-kompatible Apps entwickelt werden können.

Fluid Experience

Picture in Picture wird gezeigt: YouTube-Videos können mit dem neuen Modus in einem kleinen schwebenden Fenster weiter laufen. Apps wie Netflix, Allo oder Maps sollen das Feature sofort unterstützen. Aktiviert wird es durch einen Tipp auf den Home-Button, also ziemlich bequem.

Notification Dots: App Icons zeigen bereits auf dem Startbildschirm, dass eine Benachrichtigung innerhalb der App vorliegt. Dies ergänzt das herkömmliche Benachrichtigungssystem, holt aber ein Feature in den Android-Kern, das bereits von etlichen Smartphone-Herstellern und auch Launchern implementiert wurde.

Autofill with Google: Formulare in Apps lassen sich endlich mit gespeicherten Daten ausfüllen, genau wie wir es von Websites kennen. Die Daten für die Formulare werden aus Chrome gezogen, wenn Ihr ihn mit Google verknüpft habt. Das besondere am Autofill-API: Drittanbieter-Apps wie LastPass können die Autofill-Informationen für Euch verwalten. Bisher übliche Umwege über die Eingabehilfen sind damit obsolet.

google io 2017 175 autofill
Autofill wird noch nützlicher als jemals zuvor. / © Screenshots: ANDROIDPIT

Smart Selection: Double Tap für Selektion des ganzen Wortes kannten wir schon. Jetzt wird der Double Tap intelligenter und erkennt Phrasen oder Adressen und selektiert die komplette logische Einheit, so wie “ABC-Straße 1, 12445 Hamburg”. Anschließend zeigt Android O eine intelligente App-Empfehlung; die Telefon-App für Nummern, die Maps-App für Adressen. Die Information dahinter wird komplett auf dem Gerät und offline errechnet, dank neuraler Netze. Eigens für diese ruft Google TensorFlow für Entwickler ins Leben. Das API erlaubt effiziente, intelligente On-Device-Lösungen für Spracherkennung, AR, Bilderkennung und weitere, sich optimierende Muster-Erkennung.

Android Go: Google kümmert sich um neue Märkte

Mit Android Go möchte Google ihr Betriebssystem auch in Ländern mit schlechter Infrastruktur und auf leistungsschwachen Smartphones deutlich besser nutzbar machen. Wir zeigen Euch die Details von Android Go in einem separaten Artikel:

YouTube erobert den Fernseher mit 360-Grad-Inhalten

Man hätte fast vermuten können, Google würde einen neuen Videodienst ankündigen. Eine längere Einführung von YouTube-Chefin Susan Wojcicki legte dies nahe. Aber sie sprach von dem großen Einfluss, den YouTube auf die Gesellschaft hatte. So sei beispielsweise über YouTube die Idee von e-Enable entstanden, günstige Prothesen für Kinder zu erstellen. Viele Kinder weltweit könnten deswegen wieder greifen oder gehen.

YouTube werde mittlerweile zu 60 Prozent über das Smartphone gestreamt, aber großes Wachstum habe YouTube auf dem klassischen Fernseher. Hier gibt es Neues zu berichten: Denn nun unterstützt YouTube 360-Grad-Inhalte auf dem TV. Für Creator gibt es den Super Chat, mit dem User in Livestreams den Erstellern Geld spenden können. Entwickler können über eine API via Super Chat neue Features erstellen.

google io 2017 150
Der sogenannte Super Chat erlaubt Twitch-ähnliche Spenden an den Streamer. / © Screenshots: ANDROIDPIT

Google Fotos: Neue Wege, Bilder zu teilen

Google Fotos hat mittlerweile rund 500 Millionen aktive Nutzer, die pro Tag 1,2 Milliarden Bilder und Videos hochladen. Grund genug für Google, der Fotos-App drei neue Funktionen zu spendieren, die vor allem das Teilen von Bildern erleichtern sollen:

  • Suggested Sharing: Oft genug macht man spannende Fotos, vergisst aber das Teilen mit den Personen, die man fotografiert hat. Mit der neuen Sharing-Funktion macht Google Fotos automatische Vorschläge nach Kontakten und auf den Bildern erkannten Menschen, um Bilder mit einem Klick teilen zu können. Auch hier wieder im Einsatz: intensives Machine Learning. Nutzen die eigenen Kontakte Google Fotos selbst nicht, werden sie per SMS oder Mail informiert. Das Teilen funktioniert in beide Richtungen, es können also beide Partner ihre Fotos miteinander austauschen.
  • Shared Libraries: Google Fotos ermöglicht es, die eigene Foto-Bibliothek mit anderen zu teilen. Dabei kann die komplette Bibliothek gemeinsam genutzt werden, aber auch nur Bilder einzelner erkannter Personen geteilt werden. So bleiben die Familienfotos immer überall verfügbar. Die geteilte Bibliothek steht für Android, iOS und die Web-Ansicht zur Verfügung.
  • Photo Books: Google Fotos hilft dabei, Fotobücher zu erstellen und direkt aus der App drucken zu lassen. Google erstellt das Design nach der Auswahl der Bilder selbstständig und wählt die besten Bilder aus. Auch hier gibt es automatische Vorschläge für möglicherweise spannende Bilder. Der Haken: Photo Books startet zunächst nur in den USA, weitere Länder sollen allerdings folgen.

Auch die neue Google Lens wird in die Fotos-App integriert. Spannend wird sein, wann die neuen Features von Google Fotos auch in Deutschland funktionieren.

google io 2017 106
Google Fotos wird weitaus schlauer und vereinfacht das Teilen von Fotos. / © Screenshots: ANDROIDPIT

Google Home kommt endlich nach Deutschland

Der Home Speaker kommt also doch noch nach Deutschland. Der Release soll im Sommer 2017 folgen. Wenn er endlich mit so viel Verspätung zu uns kommt, enthält er bereits spannende neue Features.

  • Proactive Assistance: Fragt Ihr den Assistant im Google Home nur “Was gibt’s”, informierter Euch über kommende Ereignisse, abhängig von den Einträgen in Eurem Kalender. Die Ausgabe erfolgt dabei personalisiert: Fragt ein anderer registrierter Nutzer, etwa der Ehepartner, wird ihr Terminkalender als Quelle herangezogen.
  • Hands-free Calling: Zumindest in den USA und in Kanada sind Festnetz- und Mobilfunk-Anrufe kostenlos möglich. Diese Funktion werde Google in den kommenden Monaten stufenweise ausrollen.
  • Die Auswahl an Streaming-Diensten wird größer: Spotify free kommt auf den smarten Lautsprecher. SoundCloud, Deezer und andere Anbieter gesellen sich ebenfalls zum Assistant-Portfolio hinzu. Ihr hört lieber lokale Tracks? Dann werdet Ihr Euch über den Bluetooth-Support freuen, der per Software-Update endlich aktiviert wird. Weitere Video-Streaming-Dienste kommen ebenfalls hinzu; genannt wurden auf der I/O nur amerikanische.
google io 2017 083
Noch mehr Partner für Google Home. / © Screenshots: ANDROIDPIT
  • Visuelle Antworten: Fragt Ihr Google Home nach einem Termin, könnt Ihr Euch die Route dorthin an Euer Smartphone senden lassen. Wollt Ihr einen visuellen Überblick über Eure kommenden Termine, könnt Ihr den Kalender auf dem Fernseher anzeigen lassen, dort auch das Wetter checken und mehr.

Aus dem dumpfen Sprachassistenten Google Home wird endlich ein echtes Smart-Home-Hilfsmittel.

Google Assistant: Mehr Sprachen, mehr Funktionen und iOS-Verfügbarkeit

Vergangenes Jahr war der Google Assistant das beherrschende Thema. Der Assistant soll jetzt noch stärker gesprächsbasiert werden. Dafür braucht Google einerseits die Verbesserungen im Bereich AI, aber auch bei der Spracherkennung. Zuletzt konnte Google die Spracherkennung soweit verbessern, dass sie unterschiedliche Stimmen unterscheiden kann. Jeder User bekommt dann auch individuelle Antworten.

Der Google Assistant soll den Alltag erleichtern. Außerdem soll der Assistant für möglichst viele User verfügbar sein. Deswegen hat Google - wie erwartet - den Assistant für iOS angekündigt. Weil Spracheingaben nicht immer ideal sind, soll der Assistant nun auch Texteingaben unterstützen.

google io 2017 060
Der Google Assistant wird schlauer, kann endlich mehr Sprachen und ist endlich auch für iOS verfügbar. / © Screenshots: ANDROIDPIT

Google Lens ist im Assistant verfügbar und kann damit Dinge erkennen. Zum Beispiel kann man ein Foto einer Konzertankündigung aufnehmen und den Termin in den Kalender eintragen. Alles nur mit einem Sprachkommando.

Über das Google Assistant SDK können andere Hersteller den Assistant in ihre Geräte einbauen. Außerdem werden ab Sommer weitere Sprachen unterstützt. Deutsch, Italienisch und Französisch sind darunter.

Google Actions sind die Apps für den Assistant, die bislang nur für Google Home verfügbar waren. Jetzt werden sie auch auf anderen Plattformen verfügbar sein. Damit können Drittanbieter dem Assistant neue Fähigkeiten beibringen.

Google.ai: Künstliche Intelligenz erweitert sich selbst

Google verstärkt seine Ambitionen bei der künstlichen Intelligenz und bündelt entsprechende Dienste unter Google.ai. Die für Google.ai wichtigen Themengebiete sind Forschung, Werkzeuge und Infrastruktur sowie Angewandte AI. Mit neuen Rechenzentren sollen aufwändige Machine-Learning-Prozesse dazu führen, dass neuronale Netze entstehen, die selbst weitere Netze bilden. Google nennt das AutoML, also automatisches Machine Learning. Sunder Pichai vergleicht die immer komplexer werdenden neuronalen Netze mit der Fiktion im Film Inception: “We have to go deeper”, müssen also immer tiefer gehen. Die künstliche Intelligenz soll sowohl der Medizin und Wissenschaft, aber auch dem Endkunden dienen, etwa für den Zeichen-Assistenten AutoDraw, der untalentiertes Gekritzel zu ansehnlichen Grafiken macht.

Google Lens: Machine Learning und Augmented Reality vereint 

Google Lens erweitert die Suche um eine visuelle Komponente. User können damit unterwegs beispielsweise ein Restaurant fotografieren und Google erkennt dieses Lokal und gibt zusätzliche Informationen. Für Lens verwendet Google die verschiedenen Datensätze, die Google Maps und Fotos zur Verfügung stehen. Aus Fotos verwendet Google offenbar die Erfahrungen beim Erkennen von Objekten. Lens ermöglicht es, Blumen oder andere Gegenstände zu erkennen. Google Lens bringt Augmented Reality und Machine-Learning zusammen.

google io 2017 031
Google Lens / © Screenshots: ANDROIDPIT
190 mal geteilt

Top-Kommentare der Community

22 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Zeige alle Kommentare

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. Mehr dazu

Alles klar!