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Kommentar 3 Min Lesezeit 27 Kommentare

Google I/O 2018: Drei Volltreffer mit Überraschungseffekt

In den vergangenen Jahren waren die Eröffnungskeynotes zur Google I/O zwar häufig länger als diesmal, aber nicht unbedingt spannender. Zur diesjährigen Entwicklerkonferenz haben Sundar Pichai und seine Kollegen mächtig aufgefahren und dabei teils kräftig überraschen können. Vor allem drei Dinge lassen aufhorchen.

Entwicklerkonferenzen liegen voll im Trend, und die I/O von Google ist eine der größten. Wenn Google die Entwickler, Fans und Presse einlädt, um zu zeigen, was es so alles Neues gibt beim Internet-Giganten, ist die Spannung groß. Zuletzt war das nicht immer gerechtfertigt, dieses Jahr aber schon.

Echte Neuheiten suchte man bei Android Oreo zuletzt mit der Lupe. Bei Android P, das heute in die öffentliche Beta-Phase startet, ist das anders. Es gibt eine ganze Reihe spannender neuer Features, etwa automatisches Abschalten von stromfressenden Apps, neue adaptive Helligkeit, die Möglichkeit für Apps, mit der Google-Suche zu interagieren und sogar ein ganz neues Navigations-Konzept. Dazu kommen noch massenhaft kleinere Neuheiten. Endlich tut sich mal wieder was bei Android, die bleierne Schwere, die sich in den Augen mancher Fans über das System gelegt hatte, scheint wie weggeblasen.

AndroidPIT android p 1089
Mit Android P geht es wieder voran. / © AndroidPIT by Irina Efremova

Es menschelt bei Google

Der zweite Eckpfeiler von Google ist der Assistant und die Künstliche Intelligenz, die dahinter steht. Der Google Assistant wagt nun den Schritt in die Welt der Menschen, denn das digitale Helferlein kann nun tatsächlich mit echten Menschen telefonieren und beispielsweise einen Tisch im Restaurant für Euch reservieren. Klar, dass man zu so einem Assistenten dann auch freundlich sein muss. Deshalb hat Google das Feature “Pretty please” ins Leben gerufen. Es soll Eure Kinder - und Euch selbst - dazu erziehen, freundlicher mit dem Assistant zu reden und immer fein “Bitte bitte” zu sagen. Das wird dann mit ebenso freundlichen Antworten quittiert. So weit ist es also schon gekommen, ich muss “Bitte” zu einer Maschine sagen, die ich selbst gekauft habe, damit sie macht, was ich will.

Die dritte Ankündigung, die aufhorchen lässt, ist, dass sich Google dazu berufen fühlt, für unser “Digitales Wohlbefinden” zu sorgen. Mit mehreren Tools sollen die Nutzer dazu gebracht werden, ab und an das Smartphone einmal beiseite zu legen und selbst dafür zu sorgen, dass sie vom modernen Stress nicht übermannt werden. Es mutet ziemlich seltsam an, dass uns die Technologie dabei helfen soll, sie selbst nicht zu sehr zu nutzen, doch es scheint, als wäre genau das notwendig. Hier findet Ihr noch weitergehende Gedanken zum Thema “Digitales Wohlbefinden”.

Nicht nur, aber auch an diesen drei Aspekten wird klar, dass die Google /IO 2018 mehr zu bieten hat als in den Vorjahren. Google hat sich auf gewissen Gebieten, nicht zuletzt bei Android, lange eine Pause gegönnt, nun geht es wieder voran. Gut so!

Wie fandet Ihr die Eröffnungskeynote zur Google I/O 2018? Was war Euer spannendstes Detail?

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Top-Kommentare der Community

  • Thomas H. vor 2 Monaten

    Das klingt alles auf den ersten Blick lustig, aber sicher lasse ich Google keine Telefonate für mich machen !

    Nein, ich habe keinen Aluhut auf, aber ich hätte dann das Bedürfnis selbst im Restaurant anzurufen und zu fragen was Google da bestellt hat.
    Mir fällt auch auf, das direkte Interaktion mit anderen Menschen immer schwieriger wird. Anrufen ? Schick mir eine WhatsApp oder Mail. Die Fähigkeit frei am Telefon zu sprechen verkümmert zusehens ( Das fällt mir als Vertriebler immer wieder auf , auch im privaten Bereich ) und ich empfinde es als nicht hilfreich jetzt eine Maschine für sich kommunizieren zu lassen.

    Das Google "Bitte" und "Danke" in seinen Assistenten einbinden will um Altvater Knigge nicht komplett der Vergessenheit preiszugeben finde ich jetzt mehr gewollt als gekonnt. Paralell zu unseren Kommunikationsformen sterben leider auch die Umgangsformen. Alles soll schnell und easy gehen, kurz und schmerzlos, da bleiben gute Formen leider allzuoft auf der Strecke. Das Google daran etwas ändert bezweifle ich jedoch stark.

    Bitte und Danke will und werde ich nicht zum Assistenten sagen, nicht weil ich ein unhöflicher Mensch bin, sondern weil ich mir heute schon bescheuert vorkomme mit meinem Assistenten zu sprechen. Im Gegensatz zum Umgang mit anderen Menschen, möchte ich die verbale Kommunikation mit meinem Smartphone gerne auf das nötigste beschränken und sehe wenig Grund darin die Maschine zu vermenschlichen.

  • Th K vor 2 Monaten

    Unerwünschte Anrufer blockiere ich, geh nicht dran oder leg einfach auf. Man kann natürlich aus allem ein riesen Problem machen.

  • Tenten vor 2 Monaten

    Dass zunehmend auch im privaten Bereich immer weniger Leute telefonisch erreichbar sind, kann ich ein Stück weit gut nachvollziehen. Im Geschäftsbereich ist das ja schon seit Jahren so üblich, wer mal versucht hat, noch einen telefonischen Ansprechpartner auf einer Firmenwebseite zu finden, weiß, wovon ich spreche. Gäbe es nicht das vorgeschriebene Impressum mit einer Telefonnummer, könnte man manche Firmen nur noch über Kontaktformulare erreichen. "Rufen Sie uns nicht an, wir melden uns bei Ihnen" ist das Motto und dieses hält nun auch im Privaten Einzug. Heutzutage soll man überall erreichbar sein, manche Firmen verlangen von ihren Mitarbeitern sogar am Wochenende und im Urlaub eine telefonische Erreichbarkeit für den Chef. Emails, die nicht innerhalb von 30 Minuten beantwortet werden, wird hinterhertelefoniert. Mitarbeiter werden schon früh morgens auf dem Weg zur Arbeit im Zug angerufen, um Termine abzustimmen oder sonstiges Wichtige schon mal vorab zu besprechen. Kein Wunder, dass die Leute sich dieses kleine Stück Freiheit der Nichterreichbarkeit zumindest dort einrichten, wo sie es noch können, nämlich im Privatleben.

  • woerli vor 2 Monaten

    Die Bitte zu Freundlichkeit ist also quasi die Maßnahme, mit der Google verhindern will, das die K.I. früher oder später die Menscheit auslöschen will...

  • Tenten vor 2 Monaten

    Nein, Google hilft dir, dich rechtzeitig an Unterwürfigkeit zu gewöhnen.

27 Kommentare

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  • Es wird in den Kommentaren besonders bei Duplex so getan als wäre das eine Technologie, die morgen die Welt übernehmen würde. Dabei handelt es sich noch nicht einmal um ein fertiges Produkt.
    Jeder hetzt, dass man sowas doch nicht braucht. Dem stimme ich auch weitestgehend zu, kann mir dennoch einige Situationen vorstellen, in denen das praktisch wäre. Klar ginge dadurch ein gutes Stück menschlicher Interaktion verloren. Wenn sich die eigene interaktion mit anderen Menschen nur auf telefonische Reservierungen und Terminabsprachen beschränkt, dann macht man so oder so etwas grundlegend falsch. Es ist auch extrem praktisch, wenn Google an Feiertagen bei Geschäften nach den Öffnungszeiten fragt und diese dann in die Suchergebnisse einträgt (das haben sie auch angekündigt, ist aber oft etwas untergegangen).
    Wer es nutzen will, der kann es nutzen. Wer nicht, der soll es einfach lassen und aufhören zu meckern. Man kann nicht die eigene Situation auf die ganze Welt übertragen, daher gibt es bestimmt einige Menschen, die sich auf so etwas freuen.


  • ... Restaurantbesuche ... Was solls. Wie mach ich das wenn ich net in D oder der EU lebe?
    Den ganzen Beispielmüll brauch ich net un viele Andere auch.
    Nur ist es den Meisten nicht bewusst, weil sie nicht nachdenken.


  • Na klasse: da bekommt es Google nicht hin mit Windows 10 die Bilder von Google Fotos zu synchronisieren, und macht so eine Aufriss. Da ist doch fast "fremd schämen" angesagt.
    Sonnenmorgengedankengrüße
    Gerhard


  • Kann man das Ganze auch auf deutsch machen? Unterstützt Google Assistent V2.0 auch alles auf deutsch?


  • von dem Assistenten bin ich nach kurzem ausprobieren noch nicht so überzeugt. ich habe das Gefühl, das der meinen Akku leerlutscht. nach deaktivieren selbigen hält der Akku wie gewohnt lange. der Assistent sprang immer wieder ungewollt an. und ohne Spracherkennung empfinde ich eine solches Feature sinnlos


  • Das klingt alles auf den ersten Blick lustig, aber sicher lasse ich Google keine Telefonate für mich machen !

    Nein, ich habe keinen Aluhut auf, aber ich hätte dann das Bedürfnis selbst im Restaurant anzurufen und zu fragen was Google da bestellt hat.
    Mir fällt auch auf, das direkte Interaktion mit anderen Menschen immer schwieriger wird. Anrufen ? Schick mir eine WhatsApp oder Mail. Die Fähigkeit frei am Telefon zu sprechen verkümmert zusehens ( Das fällt mir als Vertriebler immer wieder auf , auch im privaten Bereich ) und ich empfinde es als nicht hilfreich jetzt eine Maschine für sich kommunizieren zu lassen.

    Das Google "Bitte" und "Danke" in seinen Assistenten einbinden will um Altvater Knigge nicht komplett der Vergessenheit preiszugeben finde ich jetzt mehr gewollt als gekonnt. Paralell zu unseren Kommunikationsformen sterben leider auch die Umgangsformen. Alles soll schnell und easy gehen, kurz und schmerzlos, da bleiben gute Formen leider allzuoft auf der Strecke. Das Google daran etwas ändert bezweifle ich jedoch stark.

    Bitte und Danke will und werde ich nicht zum Assistenten sagen, nicht weil ich ein unhöflicher Mensch bin, sondern weil ich mir heute schon bescheuert vorkomme mit meinem Assistenten zu sprechen. Im Gegensatz zum Umgang mit anderen Menschen, möchte ich die verbale Kommunikation mit meinem Smartphone gerne auf das nötigste beschränken und sehe wenig Grund darin die Maschine zu vermenschlichen.


    • Dass zunehmend auch im privaten Bereich immer weniger Leute telefonisch erreichbar sind, kann ich ein Stück weit gut nachvollziehen. Im Geschäftsbereich ist das ja schon seit Jahren so üblich, wer mal versucht hat, noch einen telefonischen Ansprechpartner auf einer Firmenwebseite zu finden, weiß, wovon ich spreche. Gäbe es nicht das vorgeschriebene Impressum mit einer Telefonnummer, könnte man manche Firmen nur noch über Kontaktformulare erreichen. "Rufen Sie uns nicht an, wir melden uns bei Ihnen" ist das Motto und dieses hält nun auch im Privaten Einzug. Heutzutage soll man überall erreichbar sein, manche Firmen verlangen von ihren Mitarbeitern sogar am Wochenende und im Urlaub eine telefonische Erreichbarkeit für den Chef. Emails, die nicht innerhalb von 30 Minuten beantwortet werden, wird hinterhertelefoniert. Mitarbeiter werden schon früh morgens auf dem Weg zur Arbeit im Zug angerufen, um Termine abzustimmen oder sonstiges Wichtige schon mal vorab zu besprechen. Kein Wunder, dass die Leute sich dieses kleine Stück Freiheit der Nichterreichbarkeit zumindest dort einrichten, wo sie es noch können, nämlich im Privatleben.


    • Ich freu mich schon darauf, unerwünschte Anrufe an meinen Assistant abzudrücken. Der kann dann mit dem Anrufer plaudern und mir später sagen: Hab Anrufer XY abgewimmelt...


  • Hm, wenn das im Umkehrschluss bedeutet, dass der Assistent auch mal schlechte Laune hat oder sogar zurückschnauzt, wenn man nicht freundlich genug ist, dann fände ich das ganz unterhaltsam. Ansonsten nutze ich keine Assistenten, da ich deren bisherige Intelligenz mehr als erbärmlich finde.

    Sarah


  • Die Bitte zu Freundlichkeit ist also quasi die Maßnahme, mit der Google verhindern will, das die K.I. früher oder später die Menscheit auslöschen will...


  •   27
    Gelöschter Account vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Bisher war die Google I/O echt spannend! Bin gespannt, was noch so kommt! :)


  • Spætestens wenn ich "Bitte" oder "Danke" zu meinem Smartphone sagen muss, hol ich mein altes Nokia aus der Schublade.

    Die haben doch n Knall. Mit ner Maschine reden und wohlmøglich diskutieren. Nix.


    •   27
      Gelöschter Account vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Man muss es ja nicht nutzen...

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