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Kommentar 3 Min Lesezeit 23 Kommentare

Flexible Smartphones: "Die Technik ist da!"

Wie viele Nachrichten über flexible - wahlweise faltbare - Smartphones liefen in den vergangenen Monaten durch die Ticker? Unzählige. Meist im Zentrum: LG und Samsung. Auf der IFA hat die eher unbekannte Firma Royole einen Prototypen eines flexiblen Smartphones präsentiert.

Nun, zumindest unter Glas und es gab auch keinen funktionsfähigen Prototypen zu sehen. Ein funktionierendes Exemplar trage der CEO aber stets bei sich. Ich durfte zumindest das Handling aber einmal ausprobieren - für die meisten anderen Besucher war der Prototyp nur unter einer Glashaube zu bestaunen.

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Royole hat ein flexibles Smartphone gezeigt. / © AndroidPIT

Hürden bei flexiblen Smartphones

Dieses flexible Smartphone ist gewissermaßen ein Hybrid aus Smartwatch und Smartphone, denn es kann um das Handgelenk getragen werden oder alternativ ausgeklappt als längliches Smartphone verwendet werden. Es zu biegen ist vielleicht ein bisschen zu schwer, als Lohn wiederum gibt es keine weitere Notwendigkeit, das Smartphone am Arm zu befestigen.

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Redakteur und Smartphone lächeln. / © AndroidPIT

Ein flexibles Smartphone zu konstruieren, ist dabei keine triviale Sache: Es braucht nicht nur ein biegbares Display, sondern auch die dazugehörige Touchscreen-Sensorik muss flexibel sein. Und natürlich auch das Innere, also zum Beispiel der Prozessor oder die Batterie müssen so gestaltet sein, dass sie in einem veränderlichen Gehäuse unterkommen. All diese Hürden hat Royole genommen, zumal sowohl die Sensoren als auch das Display schon im Haus entwickelt wurden. Der Prototyp des flexiblen Smartphones ist also auch eine Demonstration der eigenen Technologie.

„Die Technik ist da!“

Völlig offen ist, ob Royole den Prototypen zu einem marktreifen Produkt weiterentwickeln wird. Dass das grundsätzlich möglich ist, bestätigte mir Marketing-Manager William Strand: „Es ist eher eine wirtschaftliche und strategische Entscheidung, die Technik ist da.“

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William Strand spricht über den Protoypen des flexiblen Smartphones. / © AndroidPIT

Der Clou sind aber die Sensoren und das Display. Denn natürlich können diese beiden Bestandteile nicht nur in Smartphones verwendet werden. Vielmehr sind Bedienoberflächen in völlig neuen Bauformen möglich. Interaktive und geschwungene Konsolen sind ebenso möglich wie neuartige Schalter.

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Eine Konsole für Autos (nicht funktionsfähiger Showcase) / © AndroidPIT
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Flexible Sensoren für Folientastaturen (vollständig funktionstüchtig) / © AndroidPIT

Smart-Home ist hier ein wichtiges Tätigkeitsfeld, zumal hier die Interaktion von Mensch und den leistungsfähigen Maschinen neue Konzepte erfordert. Man denke nur an die Möglichkeiten moderner Smart-Home-Lampen, die Helligkeit als auch Lichtfarbe verändern können - der klassische Ein-Aus-Schalter ist damit überfordert.

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Royoles flexibles Smartphone schmiegt sich um meinen Arm. / © AndroidPIT

Im Smartphone-Bereich sind neue Bauformen ohnehin ein interessantes Betätigungsfeld. Der auf der IFA gezeigte Hybrid aus Smartwatch und Smartphone ist dafür ein Beispiel. Klappbare Smartphones sind aber auch in Reichweite.

Würdet Ihr ein flexibles Smartphone kaufen? Diskutiert mit mir in den Kommentaren! 

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23 Kommentare

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  •   27
    Gelöschter Account 07.09.2017 Link zum Kommentar

    Die Technik ist bestimmt schon lange da, aber ich sehe da niemanden, der ein "gekrümmtes" oder "verbogenes" Smartphone kauft... Zumindest macht das für mich 0 Sinn. ;)


    • Stell dir Mahl vor du hast irgend ein XL Phone das kaum in die Hosentasche passt.
      Und nun versuchst du dich hinzusetzen.
      Das aber kannst du vergessen denn dein
      XL Phone schneidet so sehr in den Oberschenkel rein das du glaubst es bricht gleich.
      Und mit einem biegsamen XL Phone passiert das nicht.


  • Sicher ein guter Ansatz und gut das es Bewegung in die Richtung gibt. Ich warte aber bis es ein z.B. Smartphone mit so 5,5" gibt welches man dann zu einem Tablet auseinander falten kann oder auch die Lösung die es mal in einem Samsung Video gab wo man das Display aus einem Zylinder ausrollen kann. Alles Zukunftsmusik und noch weit weg ich weiß aber so Geräte würden einen extremen Habenwillvirus in mir entfachen.😉


  •   15
    Gelöschter Account 05.09.2017 Link zum Kommentar

    SCHADE DASS SICH LG FLEX REIHE NICHT DURCH GESETZT HAT


  • lol, ein Display in der Größe am Handgelenk? Wäre mir viel zu gefährlich, so oft wie ich gegen Kanten und Türrahmen "knalle". Wäre bei mir wahrscheinlich schnell gebrochen. Hört sich jetzt vielleicht etwas tollpatchig an aber ich beobachte das auch bei anderen. Zwei gehen annähernd gleichzeitig durch ne Tür... Zack streift der Arm den Rahmen. Gedränge in der Bahn... Zack wird der Sitz gestreift...


    • Doch das kann ich nur zu gut nachvollziehen. Als ich noch überzeugt die dicken Casio G Shock´s getragen habe, dachte ich auch 10x am Tag nach dem Aufschlag "Wie gut das die Dinger Gummirahmen haben". An diesen Punkt hatte ich noch gar nicht mal gedacht.


  • Erinnert mich etwas an die ganzen Designspinnereien von Nokia & Co. damals. Die Faltgeräte die zum Tablet werden, so wie Samsungs Ansatz leuchten mir ein, aber so einen Kommunikationsarmreif könnte höchstens Apple zum Erfolg machen. Ich fürchte das ganze kann schon durch die ungünstige Displaygröße nicht funktionieren. Man soll ja bekanntlich niemals Nie sagen, meine Smartwatch will ich auch nicht mehr missen, aber das Ding an meinem Handgelenk wird egal was es kann kein Smartphone ersetzen, es ist und bleibt lediglich ein Gadget, eine Erweiterung. Die heutige Nutzung müsste auf ein solches Gerät so extrem adaptiert werden, das sich das Gros der Kunden nicht darauf einlassen wird.
    Zudem kommt, das die Steuerung am Handgelenk alles andere als komfortabel ist. Zum Chatten oder Mails beantworten ist es eine unnatürliche und ermüdende Haltung. Ich glaube zwar durchaus das die Möglichkeiten der Wearables bei weitem nicht ausgelotet sind, das sich aber hier auch klare Grenzen auftun.
    Wer kein 5" Display am Handgelenk haben möchte, kann von dieser Position nicht vernünftig arbeiten. Für mich ist das Wearable Smartwatch nicht mehr als eine beleuchtete schicke Uhr die mich über Maileingänge und Nachrichten auf dem laufenden hält und meine Fitnessdaten immer parat hat. Ich habe nicht mehr erwartet und deshalb genau das bekommen was ich wollte. Eine komplette Umstellung meiner Kommunikationsgewohnheiten würde ich z.B. nicht wollen.


  • Nein, bisher hab ich hierfür auch absolut kein Interesse. Ein Smartphone sollte die feste Form beibehalten wie es sein soll. Ein Autoreifen wird ja auch nicht plötzlich viereckig, nur weil rund einfache schon zu langweilig ist. Ich bin grundsätzlich schon offen für was neues, aber wenns ins Kuriose geht dann bestimmt nicht mehr.


  • Ich Teile die Begeisterung nicht. Ist das Smartphone flexibel verschlechtert sich das halten des Gerätes.
    Ich brauche auch kein Display am Arm und im Auto lassen sich solche Formen längst ohne flexible Displays darstellen.

    Am ende muss man nach dem Mehrwert Fragen. Diese ganzen Wearables verkaufen sich trotz großer Werbeetats und kostenloser Werbung in jedem zweiten Blog mehr als schlecht.


    • Woher hast die die Infos über die Verkaufsstatistiken? Ich denke, dass das deine subjektive Einschätzung ist und die ist falsch. Ich selbst, bin auch kein Freund von Wearables und Konsorten, aber ich weiß, dass der Markt förmlich danach kreischt. Und auch hier sei wieder gesagt, dass man nicht alles gleich ständig so negativ hinstellen muss, nur weil einem selbst noch kein Interesse an solchen Bereichen obliegen. So richtige Möglichkeiten und Serienreife on Mass muss sich erst noch einstellen und beweisen, aber trotzdem mag ich diese ständige "Das braucht kein Mensch - sinnloser Mist" Mentalität nicht. Würden alle so denken, säßen wir heute noch ums Feuer in Höhlen und würden unsre Frauen verspeisen. Seid doch mal offener und wenn euch etwas nicht interessiert oder so, dann erspart euch doch die Kommentare. Denn offensichtlich interessiert es euch ja doch, wenns ein Kommi wert ist. Wenn mich etwas nicht interessiert, kommentier ich da nicht, weils mir ja egal ist.


      • Man sollte ruhig kritisch mit so kuriosen Neuigkeiten umgehen. Nur weil etwas neu ist heißt es deshalb auch nicht das es gut sein muss. Leute die hier angemeldet sind sollen sogar Kommentare abgeben über ihre persönliche Meinung und Erfahrungen. Und die kann und muss nicht immer positiv sein, auch wenn manche gern nur positives lesen wollen.


      • @Ole, bis auf den letzten Satz, sehe ich es auch so. Dieses "braucht doch kein Mensch - Gequatsche ist wirklich kontraproduktiv. Ansonsten sollte man schon sagen dürfen, wenn einen etwas nicht interessiert oder noch besser warum nicht.


  • Finde solche Oled Panels passen klasse zum Auto aber es wird noch sehr lange dauern bis dies in die Seriefahrzeuge kommt...

    Irgendwann dann auch in der Golf Klasse 🚘

    Schade dass es bei Samung und LG etwas zu ruhig wurde mit flexiblen Oled Panels?! 😞


  • Na da kann sich dann auch ein Golffahrer endlich wie ein Jetpilot fühlen, ich finde das genauso wie die "Wichtiguhren" einfach nur albern.


    • Was bitte sind Wichtiguhren ? Ist das sowas wie in den 90ern der Pager und später das Non Plus Ultra für Wichtigtuer "Das Handy" ? Für einen fairen Preis sind solche "Wichtiguhren" nicht unnützlich. Was es dem einzelnen Wert ist oder ob es einen Sinn erfüllt ist wohl eher individuell. Ich kenne immer noch Menschen ohne Smartphone und deren Haltung hat eines Gemein : Sie halten Smartphones für sinnlosen Tinnef ! Seltsam nur wenn 1 Jahr später Menschen dieser Gruppe dann doch plötzlich ein Gerät besitzen und dieses nicht mehr aus der Hand legen, nein sie "Whats App´n" plötzlich und wollen von ihrem Geschwätz von Gestern nichts mehr wissen. ;)


    • @Ludwig, nun, dann kauf dir ein 70er Jahre Auto mit großem Tacho, Ziffern und 'ner Nadel und sei glücklich! Aber lass die anderen, die nicht nicht so engstirnig sind und wie du denken einfach derweil schauen, dass die Welt nicht plötzlich aufhört sich zu drehen, nur weil du alles neue als "Wichtigtuerei" verspottest


    • Was der Bauer net kennt frisst er net!


  • Das wäre endlich eine Möglichkeit, den Smartwatches ihr unsinniges Bestreben abzugewöhnen, wie eine Armbanduhr aussehen zu wollen und somit nur stark eingeschränkt nutzbar zu sein. Ein Display am Arm in vernünftiger Größe, ausreichend Platz zum Bedienen und ein größerer Akku für hoffentlich längere Laufzeiten. Hört sich gut an.

    Edit: Ein Messeauftritt ohne funktionierendes Ausstellungsstück? Stattdessen ein biegsames, leeres Plastikgehäuse, obwohl der CEO dem Hörensagen nach angeblich immer ein funktionsfähiges Gerät bei sich trägt? Kann sein, klingt aber schräg... Da gab es doch mal ein selbstschwimmendes Smartphone mit Surfbrettfinnen.


  • Das es so kommen wird ist klar, im Auto sieht es schon mal gut aus, was man da alles anzeigen kann ist schon super, man kann dann auch Sensoren und Display in Sachen einbauen.


  • Sicherlich bald in Teslas zu sehen ;)
    Am Smartphonemarkt werden sie sich aber trotz der Innovation nicht gegen Samsung und Co. durchsetzten können.

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