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Hört mir bloß auf mit dem "Ich hab nichts zu verbergen"!

Hört mir bloß auf mit dem "Ich hab nichts zu verbergen"!

Heute ist europäischer Datenschutztag und damit an der Zeit zu erinnern, dass auch Nutzer, die "nichts zu verbergen haben", ihre Privatsphäre schützen sollten!

Es ist ein Spruch, den man immer wieder hört, wenn es um Privatsphäre und Datenschutz geht: "Ich habe nichts zu verbergen". Erst einmal Glückwunsch an jeden, der das von sich sagen kann, aber das ist trotzdem etwas völlig anderes, als seine Privatsphäre aufzugeben oder dieser keine wichtige Bedeutung beizumessen.

Man nehme das Szenario, in dem man zum Beispiel ins Restaurant geht, das Kino besucht oder sich unterwegs etwas Fastfood schnappt und man dort nach seiner Telefonnummer, E-Mail, Namen der Freunde und dem Beziehungsstatus gefragt wird. Würde man diese Fragen einfach so beantworten? Mit großer Sicherheit nicht, denn man will solche Informationen nicht einfach so weiter geben.

Auch wer "nichts zu verbergen" hat, sollte was verbergen

Und das hat dann nichts damit zu tun, dass man etwas zu verbergen hat, sondern seine Privatsphäre schützen will. Warum ist manch einer dann bei Online-Diensten so unvorsichtig? Klar sind einige der Informationen für einige Plattformen nützlich oder einfach notwendig. Aber muss das Forum, in dem man über die neueste Entwicklung in der Herstellung von PET-Flaschen heiß diskutiert, wirklich diese Informationen haben? Wahrscheinlich nicht!

Mark zuckerberg camera webcam
Selbst Marc Zuckerberg klebt Kamera und Mikro seines Laptops ab und er weiß, wie wichtig Datenschutz und Privatsphäre sind. ;) / © Instagram

Wer also nicht bereit ist, Unbekannten im echten Leben persönliche Informationen zu übergeben, sollte das auch nicht unbedacht bei Online-Diensten machen. Denn hier wird schnell ein ausführliches Bild des Nutzers gezeichnet.

Man nehme nur das wohl größte Negativ-Beispiel Facebook. Nicht nur poppte bei dem sozialen Netzwerk im vergangenen Jahr ein Datenleck nach dem anderen auf. Auch wurde bekannt, dass das Unternehmen Nutzer auf Herz und Nieren geprüft hat - dank der Daten, die von Apps über das Liebesleben, die Religionszugehörigkeit, Gesundheit und Fruchtbarkeit gesammelt wurden.

Klar tauschen sich wohl die wenigsten per WhatsApp, Facebook Messenger, Instagram oder irgend einen anderen Messenger über Staatsgeheimnisse aus. Aber was ist, wenn man doch dem besten Freund von dieser unangenehmen Pilzinfektion erzählt und dann beim nächsten Facebook-Besuch in seiner Timeline Werbung für Fungizid-Salbe findet, während drei weniger innige Freunde hinter einem stehen? Irgendwie doof!

Deshalb: Hört mir bloß auf mit dem "Ich hab nichts zu verbergen"! Nur weil man der Meinung ist, nichts zu verbergen zu haben, sollte man mit seinen Daten trotzdem mehr als umsichtig umgehen. Einfach ein paar Infos weniger einstellen, da mal ein Name ausgedacht und hier mal völlig andere Angaben als woanders gemacht, um das erstellte Profil zu verwaschen, können auch schon helfen. Abseits dessen heißt es natürlich weiterhin, sich Dienste vorher genau anzusehen, bevor man seine Daten übergibt.

Wie steht Ihr dazu? Habt auch Ihr "nichts zu verbergen" und seid daher offenherzig mit Euren Daten oder passt Ihr ganz genau auf, wo Ihr welche Infos hinterlasst? Wie schützt Ihr Eure Privatsphäre?

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Top-Kommentare der Community

  • K. Lauer vor 10 Monaten

    Ich finde es interessant, dass beim Thema Privatsphäre immer nur die großen Onlinedienste in der Diskussion stehen.
    Wenn ich sehe, wieviele Leute in Supermarkt, Drogerie, Baumarkt, etc. mit ihrer Deutschlandcard (oder ähnliche) rumwedeln und damit dem Betreiber Auskunft über ihren Konsum legaler Drogen, ihre vermeintlichen Wehwehchen, vermutete Schwangerschaften, Einkommenssituation und weiß der Geier was sonst noch geben, wird mir jedesmal etwas übel.

    Ich glaube durch das Profil unserer Einkäufe lässt sich mehr über uns sagen, als wir je selbst über Facebook und Co preisgeben könnten.

  • Aries vor 10 Monaten

    Ich kenne Payback von innen und werde mir nie eine solche Karte zulegen. Auch nicht Deutschlandcard usw. Der Unterschied zu Facebook ist jedoch, dass Nutzer solcher Loyalty-Systeme nur ihre Daten preisgeben. Facebook macht seine Nutzer zu Handlangern, auch von Unbeteiligten Daten zu sammeln.

  • Aries vor 10 Monaten

    > Glaube mehr kann man nicht machen in der heutigen Zeit, sofern man Technik trotzdem nutzen will.

    Doch, es geht noch mehr!

    Kein GMail nutzen (weder den Dienst, noch die App).
    Anstatt GMail eine E-Mail-Adresse bei Posteo oder Mailbox.org einrichten (kosten ab 1 Euro/Monat)

    Als E-Mail-App numme man weder GMail oder Inbox, noch das andere vom Hersteller installiere Programm her, sondern K-9 Mail.

    Die Google-Konnektoren zur Synchronisation von Kontakten und Kalender in den Konto-Einstellungen deaktivieren.
    Stattdessen DAVx5 installieren und CardDAV (für Kontakte) bzw. CalDAV (für Termine und Aufgaben) im Konto von Posteo oder Mailbx.org nutzen.

    Kein Drive nutzen.
    Mailbox.org bietet für 4,50 zusätzlich 25 GB Cloud-Speicher an. Die Telekom bietet für jeden mit ihrer MagentaCloud 10 GB kostenlos, Kunden bekommen 25 GB kostenlos. Die Technik zur Verbindung nennt sich WebDAV und wird von vielen Datei Managern unterstützt.

    Keine Maps-App nutzen.
    Mit Magic Earth gibt es eine Datenschutzfreundliche Navigation auf Basis von OpenStreetMap. Google Maps kann man bei Bedarf auch mal im Web Browser aufrufen.

    Keine YouTube-App nutzen.
    Auch hier reicht oft der Web Browser. Es gibt aber bei F-Droid NewPipe, eine datenschutzfreundliche Alternative zur YouTube-App von Google.

    Apropos F-Droid:
    Anstatt den Play Store kann man diesen nutzen. In den mitgelieferten Paketquellen sind ausschließlich Open Source Anwendungen und den Quellcode muss der Entwickler bereitstellen, weil daraus die App gebaut wird.

    Kein Chrome nutzen.
    Chrome wurde die letzten jahre hochgelobt, dabei telefoniert der unglaublich zu Google und in der Android-Version kann man keine AddOns installieren. Firefox ist besser. Noch besser ist der Firefoc-Clone Fennec auf F-Droid.

    Messenger:
    Als halbwegs akzeptable Alternative zu WhatsApp, Duo, Hangouts etc. sehe ich Signal. Das ist kostenlos und wird von einem der WhatsApp-Gründern mittlerweile finanziell unterstützt, weil es ihm bei Facebook auch zu bunt wurde. Noch besser wäre Conversations, weil das auch einem offenen Verfahren (XMPP) aufsetzt. Damit muss nicht jeder beim gleichen Prvider sein. Auch andere Apps sind möglich, aber Conversations ist unter Android der unangefochtene Spitzenreiter für XMPP.

    Tracker erkennen:
    Die Apps im Play Store sind mit Trackern verseucht. Wenn man eine App installiert hat, lässt man sie VOR DEM ERSTEN START von Addons Detector von denper untersuchen. Enthält die Werbemodeule, deinstalleir man sie . Enthält sie Analyse-Module, schaut man ob man sie deaktivieren kann. Wenn nicht, tschüß!

    Blokada dienst als Werbeblocker, damit das, was zuvor nicht erwischt wurde möglichst gefiltert wird.

    Wer den Netwerkverkehr überwachen will, nutzt Net Monitor von SECUSO dafür oder richtet sich gleich ein PiHole im heimischen LAN ein.

    Es geht also noch viel mehr als Du denkst.

    Viel Aufwand?
    Nicht wirklich! Einrichten musst Du Deine Geräte immer. Der Mehraufwand ist tragbar. Wer nicht täglich alle möglichen Apps installiert und ausprobiert, der nutzt anschließend sein Smart Device genauso wie bisher. Und es büßt keine Smart-Funktionalität damit ein!

  • Aries vor 10 Monaten

    Alle Deine Freunde, die WhatsApp haben, erlauben WhatsApp Deine Daten aus ihrem Kontaktespeicher an Facebook zu übermitteln.

    Wer weniger Spam gegen WhatsApp ins Feld führt, hat noch nicht verstanden, wo der hase im Pfeffer liegt.

73 Kommentare

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  • Wer "nichts zu verbergen" hat, denkt analog, in der Vergangenheit, nur für sich selbst. Die sozialen Medien "denken" digital und mit KI, für Zukunft und Vergangenheit, nicht nur auf eine Person bezogen, sondern auf alle Kontakte dieser Person. Typisches Beispiel: WhatsApp kann bei jeder Sitzung alle Infos aller gespeicherten Kontakte abgreifen, auch die von Nicht-WhatsAppern.

    Was mit Werbung passiert, ist lästig, aber ungefährlich. Wenn persönliche Daten für Kriminalität (z.B. Vorbereitung für Enkeltrick) oder Manipulation (z.B. von Wahlen) verwendet werden, ist das eine ganz andere Qualität.

    Wer vermeintlich nichts zu verbergen hat, kann ja mit seiner eigenen Zukunft umgehen, wie es seinem Verständnis entspricht, Wenn er andere Menschen (auch ohne böse Absicht) outet, handelt verantwortungslos und deliktisch.

    Wer nichts zu verbergen hat, ist wie eine Zeitbombe für die Privatsphäre.


  • Ich weiß noch nicht wirklich, wie ich mit dem Datenschutz umgehen soll. Einerseits denke ich mir auch manchmal: "Oh man, ich habe doch nichts zu verbergen" Aber andernseits ist es ja auch unglaublich naiv von vielen Leuten, auch mir, sowas zu sagen, obwohl sie keine Ahnung haben, was hinter den Türen der großen Konzerne wie Facebook & co abläuft. Man weiß es ja schlicht weg nicht. Man kann es vielleicht erahnen, es gibt ein paar Informationen, aber das war es ja auch schon. Und genau das ist es, was mir Sorge bereitet. Vielleicht unterschätzen selbst die lautesten Kämpfer für den Datenschutz noch das Ausmaß der Situation? Vielleicht liegen sie genau richtig? Vielleicht machen sie sich zu viele Sorgen? Man weiß es einfach nicht.

    Aber ich kann dich voll verstehen Christopher. Dieses getue um "Ich habe doch nichts zu verbergen" ist lächerlich. Wir sind längst raus aus der Zeit, in der nur Kriminielle ihre Identität so gut schützen müssen. Es geht ja nicht nur darum, kriminalität oder sowas zu verbergen, sondern viel mehr darum, die Privatsphäre zu schützen. Dazu zählt ja viel mehr.


    • C. F.
      • Blogger
      vor 10 Monaten Link zum Kommentar

      Vielleicht sollte das AndroidPit-Team im Forum eine eigene Rubrik für den Datenschutz anlegen? Da können Sich dann Interessierte oder Betroffene Tipps, Anregungen und Lösungen holen?

      Gelöschter Account


  • Ich hasse diesen Satz auch, höre ihn auch ständig von Kollegen. Das Problem ist, dass die Daten aber vielleicht doch irgendwann mal gegen einen verwendet werden. Wenn sie erst einmal "dort draußen" sind, kann man sie schwer wieder zurück holen. Vielleicht lässt sich bald anhand deines Profils bei Lieferando feststellen, wie gesund du dich ernährst und eines Tages wird daraus dein Krankenkassenbeitrag errechnet. Technisch möglich wäre so vieles, und einiges davon wird bestimmt auch kommen, nur weil jeder denkt, er hätte nichts zu verbergen und das auch noch laut heraus posaunt.


  • „....dass auch Nutzer, die "nichts zu verbergen haben", ihre Privatsphäre schützen sollten!“😅 das sag mal beim Jobcenter oder Arbeitsamt. Die kommen trotzdem in deine Bude um zu gucken wie du lebst sonst gibt es keine Kohle von Vater Staat.

    m7934


  • Soll doch jeder selber entscheiden was er von sich Preis gibt. Ich habe nur WA sonst nichts. Habe kein Windows Rechner mache kein Online Banking habe keine Smart Home Produkte. Aber hätte auch kein Problem damit mich gläserner zu machen wüßte nicht was man bei mir verwenden könnte.


    • Und genau diese Einstellung ist ein Problem. Wer Dir schaden möchte kann alles an Informationen von Dir brauchen.


      •   11
        Gelöschter Account vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        @Rene H.
        Wer dir unbedingt schaden möchte bekommt deine Infos auch ohne Online Dienste.
        Es ist naiv zu glauben das eure Daten nur durch Online Dienste auf reisen gehen.
        Theoretisch dürftest du auf der Straße nicht einmal mit Freunden reden wenn ein Fremder in der Nähe ist, oder niemand dürfte sehen was du im Supermarkt kaufst, oder wann du das Haus verlässt und wann du wieder kommst.
        Am besten meldet man seinen Wohnort auch nicht mehr, meldet das Auto nicht an, kündigt das Girokonto und lässt sich den Lohn bar auszahlen, kündigt der Krankenkasse und zahlt alle Arztrechnungen in bar, denn da werden wesentlich mehr private und intime Daten gesammelt als bei Online Diensten.
        Natürlich sollte jeder genau überlegen welche Daten er wo preis gibt, aber man sollte auch nicht so naiv sein zu glauben das man seine Daten wirklich schützen kann.


    • Online Banking mache ich auch nicht genauso nicht mit dem Handy was bezahlen.


  • Ein Tip um sein Datenprofil bei Google zu verwaschen:
    Installiert euch die Google Umfrage App und gebt bei jeder Umfrage immer wieder andere oder widersprüchliche/falsche Informationen an. So kann man nebenbei auch noch Geld bzw. Google Guthaben verdienen.


  • und ich texte keine privaten Sachen ins web - auch keine Fotos


  • Also sorry aber, ganz ehrlich ne.

    Ich habe nichts zu verbergen.
    Just sayin'.


  • Sorry, aber dieser Kommentar ist doch Heuchelei hoch drei. Schaltet mal als erstes die Profile von Apit bei Facebook, Insta, YouTube & Co. ab, bevor ihr hier über Datenschutz predigt. Dann wäre es zumindest glaubwürdiger.


    • Es geht auch um das sorgfältige Umgehen mit persönlichen Daten.
      Nicht um die flächendeckende Abschottung a la Aluhut.

      Ich würde vielleicht mal den Artikel lesen.

      Grüße =)


      • Keine Sorge, ich habe den Artikel gelesen - und mir dabei auch direkt verlinkte Artikel des selben Autors angeschaut. Und das Gesamtbild lässt nunmal klar erkennen, dass man hier scharf in Richtung FB etc. schießt, gleichzeitig aber gerne überall Likes und Follower hat. Und das passt nicht zusammen.

        Giga TomGelöschter Account


      • Ich bin persönlich kein Fan von Facebook, da die Plattform nicht dem entspricht, wie ich Informationen konsumieren und mit Freunden kommunizieren möchte.

        Allerdings empfehle ich nur Leuten, der Plattform den Rücken zu kehren, die reflektiert sind und selber von sich sagen können, dass sie eigentlich nur noch genervt davon sind, dort wenig Informationen bekommen oder sich Sorgen um Ihre Daten machen. Alle anderen sollen ihren Spaß haben, aber nicht, dass am Ende jemand meint, ich hätte nichts gesagt.


      • Na klar. Der Hinweis, dass man wie eine Schabe endet, wenn man mit Facebook nicht Schluss macht, ist natürlich nur eine liebgemeinte Empfehlung unter Freunden... die aber - so würde es dein Chef sicherlich am besten finden - vorher noch mal gefälligst den Link irgendwo teilen sollen, bevor sie sich vom Netzwerk verabschieden.

        Nicht falsch verstehen: Ich finde es gut, dass mit Artikeln auf die negativen Seiten von Facebook & Co. hingewiesen wird, denn viele Leute wissen nicht, auf was für einen Deal sie sich da einlassen. Aber das System einerseits verteufeln und andererseits von Klicks und Likes profitieren wollen, passt nicht ganz zusammen.

        Wie wäre mal eine Empfehlung an die Leserschaft, euch nur mit Ad-Blocker zu besuchen? Die ganzen Tracking-Cookies sollte man ja auch unterbinden, wenn man als Besucher Datenschutz ernst nimmt und nicht mit einem Werbeprofil versehen werden will?

        Giga TomGelöschter Account


    • Wie Maximilian HE bereits geschrieben hat: Warum sollten wir uns von den genannten Plattformen verabschieden, wenn es zahlreiche Nutzer gibt, die diese nutzen. Wir bieten darüber einfach nur jedem auf den verschiedensten Plattformen Zugang zu unseren Inhalten.

      Wir sind es nicht, die mit unserer Präsenz in diesen Netzwerken an deinen Daten knabbern. Jeder Nutzer muss für sich selbst entscheiden, wie viele Informationen er auf Facebook und Co. Preis gibt. Wer das nicht möchte: Man unsere Seite auch einfach direkt im Browser aufrufen (Trick 17).


      • Ihr verurteilt die Plattformen und fordert in anderen Artikeln die Leute sogar auf, ihnen den Rücken zu kehren, andererseits wollt ihr mit denen aber eure Reichweite schön erhöhen. Das ist einfach widersprüchlich. Klingt so, wie den Autodieb verurteilen, dann aber per Anhalter mitfahren, weil ihr in die gleiche Richtung wollt...

        Giga TomGelöschter Account


      • Natürlich nutzen wir Facebook als Tool, um unsere Reichweite zu erhöhen und Leute zu erreichen, die die Plattform gerne nutzen. Uns wäre es auch lieb, wenn die Leute jede Stunde bei uns vorbei schauen und nach neuen Artikeln gucken, aber viele scrollen in dem Rhythmus lieber durch die Facebook-Timeline.

        Dein Vergleich hinkt im übrigen. Vergleichbar wäre, wenn wir den Autodieb verurteilen, aber Leuten sagen würden, sie sollen einsteigen. Stattdessen verurteilen wir den Autodieb und sagen denen, die schon im Auto sitzen lieber, sie sollen aussteigen und mit uns den Weg laufen. Aber wer trotzdem unbedingt beim Autodieb sitzen bleiben will, dem drücken wir nen Magazin in die Hand, damit es nicht langweilig wird. 😉


      • Vor allem geht es im Artikel immer noch um die sorgfältige reflektierte Handhabung sensibler Daten.
        Jemand der ein Profil bei Facebook hat, hat erst mal ein Profil bei Facebook. Davon lebt Facebook nicht.
        Es lebt von den genauen Infos, den Standortdaten, den Fotos, den Videos, den Statusmitteilungen
        und so weiter und so weiter.

        Wenn AndroidPit über Facebook für die Website wirbt sagen sie ja nicht: Ey lad bitte mal Bilder Deines letzten Urlaubs noch, sondern: like meine Seite.
        Fertig.


      • Ja klar, Maximilian HE, ein Like ist nicht das Problem. Das Problem ist aber, dass viele Likes eben doch ein Profil ermöglichen. Und wenn man als Seitenbetreiber bei FB unterwegs ist, unterstützt man das System. Nicht mehr, nicht weniger. Dass jeder User für sich selber entscheiden muss, wo er wie mitmacht, ist klar. Aber etwas mehr Konsequenz würde APit hier schon ganz gut zu Gesicht stehen.

        Giga TomGelöschter Account


      • Selbstverständlich ist das für uns auch nicht ganz so einfach. Ich persönlich würde liebend gerne Facebook den Rücken kehren. Nur seien wir doch bitte auch mal ehrlich: Wenn man ein Unternehmen betreibt, muss man eben auch Dinge tun, die einem selber nicht immer wirklich gefallen. Wir haben nicht die schiere Reichweite, um dem größten sozialen Netzwerk einfach mal kurz den Rücken zu kehren. Das ist leider so, ob uns das nun gefällt oder nicht, spielt dabei leider gar keine Rolle.


      • Ja, Bastian, das ist richtig und kann ich nachvollziehen. Dann sollte man aber auf der anderen Seite fast schon populistische Meinungsbeiträge wie "Macht Schluss mit Facebook, bevor Ihr wie diese Schabe endet" mal zumindest überdenken und sich fragen, ob solche Click-Baits wirklich sein müssen, wenn es anscheinend ja auch Dinge an Facebook gibt, die von Nutzen sind - für euch, für die Anwender.

        Giga TomGelöschter Account


      • Natürlich provoziert man bei Meinungsartikeln auch mal mitunter. Ich persönlich halte das für vollkommen legitim :)


  • Ich habe zwar wirklich nichts zu verbergen aber auch damit macht man sich schon verdächtig.

    Gestern musste ich meinen ESTA Antrag neu beantragen, die zwei Jahren waren schon wieder rum. Es wird wirklich jedes Mal verrückter. Es waren glaube ich 8 Seiten auszufüllen. Mittlerweile werden auch die Eltern mit vollem Namen abgefragt. Wer Länder wie Syrien in den letzten Monaten besucht hat kann den Antrag gleich abhaken. Zusätzlich werden Social Media Accounts (freiwillig :)) geprüft. Ich hatte mir schon beim letzten Antrag einen Twitter Account zugelegt der Donald Trump folgt. Wenn sie das Spiel wollen sollen sie es bekommen.

    Bei der Einreise kann es passieren dass man das Handy entsperren muss. Wir haben die Anweisung es zu tun, ansonsten kann die sofortige Rückreise drohen.

    Mal sehen was denen in zwei Jahren einfällt.


  • Ich finde es interessant, dass beim Thema Privatsphäre immer nur die großen Onlinedienste in der Diskussion stehen.
    Wenn ich sehe, wieviele Leute in Supermarkt, Drogerie, Baumarkt, etc. mit ihrer Deutschlandcard (oder ähnliche) rumwedeln und damit dem Betreiber Auskunft über ihren Konsum legaler Drogen, ihre vermeintlichen Wehwehchen, vermutete Schwangerschaften, Einkommenssituation und weiß der Geier was sonst noch geben, wird mir jedesmal etwas übel.

    Ich glaube durch das Profil unserer Einkäufe lässt sich mehr über uns sagen, als wir je selbst über Facebook und Co preisgeben könnten.


    • C. F.
      • Blogger
      vor 10 Monaten Link zum Kommentar

      Es mangelt einfach an Aufklärung. Die zieht jetzt ob der ganzen Skandale langsam nach. Der eine versteht's sofort, der andere ist ob der tollen Möglichkeiten noch eine Weile (oder für immer) total verpeilt. Ist doch wie mit dem Umweltschutz...


      • <<< Es mangelt einfach an Aufklärung >>>
        Es wird aufgeklärt. Nur interessiert das niemanden.

        Und die Medien klären zwar auf, verzichten aber selber nicht auf Facebook & Co, also alles scheinheiliges Mediengewäsch (damit man auch ja alle Sendungen anschaut). Und auch diese Medienverarsche zeigt doch den Bürgern dass Facebook kein Problem sein kann, wo die allwissenden Medien doch auch bei Facebook sind.


    • Aries vor 10 Monaten Link zum Kommentar

      Ich kenne Payback von innen und werde mir nie eine solche Karte zulegen. Auch nicht Deutschlandcard usw. Der Unterschied zu Facebook ist jedoch, dass Nutzer solcher Loyalty-Systeme nur ihre Daten preisgeben. Facebook macht seine Nutzer zu Handlangern, auch von Unbeteiligten Daten zu sammeln.


    • ja da ist auch was dran


  • Es würde kaum einer auf die Idee kommen, ständig Haus- und Wohnungstür offen zu lassen, nur weil er nichts zu verbergen hat. Diebstahl von Sachwerten und die Verwüstung der Wohnung sind schließlich schnell sichtbar. Beim Schutz der Daten jedoch herrscht erschreckende Sorglosigkeit und teilweise Unkenntnis.


  • Ganz Simpel:

    - Keine Nacktfotos in der Cloud oder auf dem Smartphone

    - Facebook, Instagram usw. löschen
    (WhatsApp)

    - Nicht auf unbekannten Seiten information preisgeben

    - Kameras abkleben sofern möglich

    Glaube mehr kann man nicht machen in der heutigen Zeit, sofern man Technik trotzdem nutzen will.
    Ich fahre mit den oben genannten Punkten gut denke ich ...

    Wenn's darauf ankommt und ein Hacker oder Staat auf dich abgesehen hat, dann gibt's sowieso keine Chance.Die Zukunft ist Segen und Fluch gleichzeitig


    • Keine Nacktfotos? Och...


    • Aries vor 10 Monaten Link zum Kommentar

      > Glaube mehr kann man nicht machen in der heutigen Zeit, sofern man Technik trotzdem nutzen will.

      Doch, es geht noch mehr!

      Kein GMail nutzen (weder den Dienst, noch die App).
      Anstatt GMail eine E-Mail-Adresse bei Posteo oder Mailbox.org einrichten (kosten ab 1 Euro/Monat)

      Als E-Mail-App numme man weder GMail oder Inbox, noch das andere vom Hersteller installiere Programm her, sondern K-9 Mail.

      Die Google-Konnektoren zur Synchronisation von Kontakten und Kalender in den Konto-Einstellungen deaktivieren.
      Stattdessen DAVx5 installieren und CardDAV (für Kontakte) bzw. CalDAV (für Termine und Aufgaben) im Konto von Posteo oder Mailbx.org nutzen.

      Kein Drive nutzen.
      Mailbox.org bietet für 4,50 zusätzlich 25 GB Cloud-Speicher an. Die Telekom bietet für jeden mit ihrer MagentaCloud 10 GB kostenlos, Kunden bekommen 25 GB kostenlos. Die Technik zur Verbindung nennt sich WebDAV und wird von vielen Datei Managern unterstützt.

      Keine Maps-App nutzen.
      Mit Magic Earth gibt es eine Datenschutzfreundliche Navigation auf Basis von OpenStreetMap. Google Maps kann man bei Bedarf auch mal im Web Browser aufrufen.

      Keine YouTube-App nutzen.
      Auch hier reicht oft der Web Browser. Es gibt aber bei F-Droid NewPipe, eine datenschutzfreundliche Alternative zur YouTube-App von Google.

      Apropos F-Droid:
      Anstatt den Play Store kann man diesen nutzen. In den mitgelieferten Paketquellen sind ausschließlich Open Source Anwendungen und den Quellcode muss der Entwickler bereitstellen, weil daraus die App gebaut wird.

      Kein Chrome nutzen.
      Chrome wurde die letzten jahre hochgelobt, dabei telefoniert der unglaublich zu Google und in der Android-Version kann man keine AddOns installieren. Firefox ist besser. Noch besser ist der Firefoc-Clone Fennec auf F-Droid.

      Messenger:
      Als halbwegs akzeptable Alternative zu WhatsApp, Duo, Hangouts etc. sehe ich Signal. Das ist kostenlos und wird von einem der WhatsApp-Gründern mittlerweile finanziell unterstützt, weil es ihm bei Facebook auch zu bunt wurde. Noch besser wäre Conversations, weil das auch einem offenen Verfahren (XMPP) aufsetzt. Damit muss nicht jeder beim gleichen Prvider sein. Auch andere Apps sind möglich, aber Conversations ist unter Android der unangefochtene Spitzenreiter für XMPP.

      Tracker erkennen:
      Die Apps im Play Store sind mit Trackern verseucht. Wenn man eine App installiert hat, lässt man sie VOR DEM ERSTEN START von Addons Detector von denper untersuchen. Enthält die Werbemodeule, deinstalleir man sie . Enthält sie Analyse-Module, schaut man ob man sie deaktivieren kann. Wenn nicht, tschüß!

      Blokada dienst als Werbeblocker, damit das, was zuvor nicht erwischt wurde möglichst gefiltert wird.

      Wer den Netwerkverkehr überwachen will, nutzt Net Monitor von SECUSO dafür oder richtet sich gleich ein PiHole im heimischen LAN ein.

      Es geht also noch viel mehr als Du denkst.

      Viel Aufwand?
      Nicht wirklich! Einrichten musst Du Deine Geräte immer. Der Mehraufwand ist tragbar. Wer nicht täglich alle möglichen Apps installiert und ausprobiert, der nutzt anschließend sein Smart Device genauso wie bisher. Und es büßt keine Smart-Funktionalität damit ein!


      • Alles, was Du schreibst macht Sinn, aber das das kein erheblicher Aufwand sein soll... Ich versuche mein Leben möglichst unkompliziert zu gestalten. Ich glaube, wenn man Digital unterwegs ist, hat man eigentlich keine Chance mehr, sich wirklich umfassend gegen Missbrauch zu schützen.


      • Man muss nicht unbedingt Posteo nutzen. Ich nutze Emails über meine Homepage. Die Wolkenwelt lehne ich generell ab. Was Navigation betrifft nutze ich ein Navigationsgerät (Livetime-Update und Livetime-Staumeldungsabo inklusive). Was ich ablehne sind Apps bei denen man gezwungen wird ein Konto anzulegen.


      • Woher weißt Du, dass der Cloudspeicher von Mailbox.org oder die Magenta Cloud (den Telekomikern traue ich erst recht nicht!) oder irgendein anderer Cloudspeicher sooooo viel sicherer ist als Google Drive? Dann lieber gleich ein NAS kaufen, mit Dynamic DNS im Internet bekannt machen und alles selbst hosten. WebDAV und Co. funktionieren da auch, und dank Lets Encrypt ist auch der Transport verschlüsselt. Das ist allerdings erheblicher Mehraufwand, aber ich finde, das er sich für mich lohnt. Mein privates Wölkchen besteht beispielsweise aus jeweils einem NAS an Haupt- und Nebenwohnung, die sich gegenseitig synchronisieren, und ganz wichtige Sachen speichere ich verschlüsselt in einem (meinem) Amazon S3 Bucket. Und weißt Du was, ich nutze trotzdem Google Photos, und lasse sogar die Koordinaten drin, allerdings nur für Fotos, die ich wirklich herausgeben will...


      • Der Telekom-Server muss schon Kraft Gesetzes sicher sein. Die Server stehen in München, m.W. bei T-Systems, nach deutschen Datenschutzbestimmungen (die schon immer recht streng waren).


      •   11
        Gelöschter Account vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        @Rene H.
        Muss sicher sein und IST sicher ist ein großer Unterschied.
        Und wie wir in den letzten Tagen überall lesen konnten ist Sicherheit im Internet kaum vorhanden. Es ist eigentlich immer nur die Frage wann das nächste mal bekannt wird das nichts wirklich sicher ist. ;-).


    •   11
      Gelöschter Account vor 10 Monaten Link zum Kommentar

      @Kingsize83
      "- Facebook, Instagram usw. löschen
      (WhatsApp)"
      Genau damit zeigst du aber schon das es eben doch nicht so einfach ist.
      Wenn du dort angemeldet warst sind deine Daten schon dort und verschwinden auch nicht einfach nur weil du deine Accounts löscht.
      Der Witz an dieser ganzen Diskussion ist doch der das wir alle unsere Daten schon seit Beginn des Internetzeitalter preis gegeben haben. Erst heute wird ein riesen Fass aufgemacht obwohl eh alles schon zu spät ist.


  • Ich warte schon auf die ersten Kommentare hier die sagen das dass alles übertrieben ist und man sich nicht so anstellen soll 😑


    • Der Autor übertreibt total und hat offensichtlich etwas zu verbergen :-O


      • 🤫


      • H.E. vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Ich denke mal er übertreibt nicht, ich persönlich habe z.B. keine Dienste vom FB Konzern auf meinem Smartphone. Viele fragen immer wieder warum ich kein WA habe, aber ich bin froh darüber nicht mit jedem Müll zu gespamt zu werden. Und im ernst ich denke mal das ich außer mein Privat Leben nicht unbedingt etwas zu verbergen habe, aber das ist mir halt heilig und so halte ich es auch mit den Daten von meinen Bekannten und Freunden.


      • Aries vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Alle Deine Freunde, die WhatsApp haben, erlauben WhatsApp Deine Daten aus ihrem Kontaktespeicher an Facebook zu übermitteln.

        Wer weniger Spam gegen WhatsApp ins Feld führt, hat noch nicht verstanden, wo der hase im Pfeffer liegt.


      • H.E. vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Ich weiß worauf es ankommt, doch leider nicht alle meine Kontakte. Aber wenn ich sehe was andere ständig für Mist gesendet bekommen "Video und Katzenbilder oder was ähnliches" bin ich froh das ich nicht das selbe erleiden muss.


      •   26
        Gelöschter Account vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        @oliver: Der Gabbert! War mir eh schon immer suspekt 😀😀😀


      • Aber sowas von! Und er sitzt mir auch noch jeden Tag gegenüber! 😯😎


      • Fies! Mir fällt das auch nicht leicht!


    • Das ist alles übertrieben und man sollte sich nicht so haben!


  • Aries vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Was ich von mir erzählen oder verbergen möchte, ich meine Sache. Ich verbreite aber auch Daten meiner Kontakte und diesbezüglich sollte sich jeder fragen, warum auf WhatsApp und Instagram in den AGB verlangt wird, dass man ein Einverständnis aller Kontakte haben muss.

    Wenn die Konsequenz ist, dass man Facebook, WhatsApp und Instagram trotzdem weiternutzt, weil die anderen ja mit meinen Daten auch urschen, können wir die DSGVO und das BDSG ganz abschaffen.

    Dann kann niemand mehr etwas verbergen. Nicht die Überraschung für eine Geburtstagsfeier, nicht die peinliche Infektion und nicht das Einkommen oder die unaufgeräumte Wohnung. Auch nicht, dass man das Finanzamt betuppt hat. Einfach NICHTS!

    Wollen wir das?
    Wer das nicht will, muss sich mindestens von allen Facebook-Diensten trennen. Aber auch hinterfragen, ob die Nutzung aller Google-Dienste eine so gute Idee ist.

    P.S.: Das Fazit gilt auch für Organisationen, die meinen, dort für ihre Kunden präsent sein zu müssen.


    • Den möchte ich sehen, der alle Kontakte nach Einverständnis fragt. Danach müsste WhatsApp sofort verboten werden. Wäre vielleicht gar nicht verkehrt.


      • Aries vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        > Den möchte ich sehen, der alle Kontakte nach Einverständnis fragt.

        Deshalb schreibe ich ja an anderer Stelle, Facebook macht seine Nutzer zu Handlangern. Die AGB kennt kaum jemand. Und wenn, dann wird der Verzicht als schlimmer angesehen, als die Datenübertragung. Denn "die macht ja doch jeder".

        > Danach müsste WhatsApp sofort verboten werden.

        Dazu sieht unser Rechtssstem eben bestimmte Wege vor. Der Datnschutzbeauftragte hatte gerichtlich erwirken lassen, dass Facebook die Daten deutscher Nutzer bis zur gerichtlichen Klärung nicht verwenden darf. Mit Einführung der DSGVO hat WhatsApp einen Sitz in Irland gegründet und sieht Deutschland als nicht mehr zuständig und somit die Entscheidung für hinfällig. Die irischen Datenschützer brauchen Zeit und erden vom deutshcen Datenschutz angehaltten, sich darum zu kümmern. Aber Irland will die Cash Cow auch nicht verärgern.

        Das Grundproblem sehe ich darin, dass neue AGB vier Wochen vorher angekündigt werden müssen. Selbst wenn die ungesetzliche Passagen enthalten, muss das ein Gericht entscheiden. Dazu wird das ganze SPielchen voll ausgeschöpft. Zuständigkeit des Gerichtes hinterfragen, Richter vielleicht als befangen erklären, Revision, Berschwerde usw. Bis ein Urteil steht, sind locker fünf Jahre vergangen. Bis dahin hat man Fakten geschaffen oder die nächste Gemeinheit erarbeitet, so dass ein Verbot nur noch finanziell ein bisschen weh tut.


    • H.E. vor 10 Monaten Link zum Kommentar

      Da ich kein IPhone habe und dies mir nicht ins Haus kommt (einfach weil ich diese Firma nicht mag) habe ich Android und halt die Dienste von Google. Aber auch dort nur die notwendigsten Daten nicht mehr nicht weniger. Und es ist ganz toll zu sehen wenn ich nach meinen Namen allgemein im Internet suche das ich keine Informationen dazu finde.


      • Aries vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Da Du ein Android-Smartphone hast, könntest Du komplett auf Google-Dienste verzichten. Saubere Apps bekommst Du bei F-Droid. Aber nicht alles. Wenn Du den Play Store brauchst, sind nur das Google-Dienste-Framework, die Google-Play Dienste und die Play Store-App nötig. Eventuell noch Play Books, Play Musik, Play Videos & Filme. Schließlich die Dienste für die Sprachausgabe. Alles andere kann deaktiviert werden.

        Es ist nicht einmal nötig, das Google-Konto mit einer GMail-Adressse anzulegen. Jede andere Adresse geht auch.

        Was die notwendigsten Daten angeht, übersiehst Du, dass die Daten von Deinen Kontakten kommen. Angenommen, Du hast Fake-Daten in Deinem Konto hinterlegt. Wenn unter der gleichen Telefonnummer von 20 Freunden Deine richtigen Daten kommen, weil sie Dich in Google-Kontakte eingetragen haben, was glaubst Du, wie Dich Google intern führt? Du hast keine Telefonnummer hinterlegt? Die Apps fragen aber die Nummer der eingelegten SIM ab!

        Wenn Du über Suchmaschinen auch nicht gefunden wirst, bist Du dennoch in den Datenbanken im Backend von Google und Facebook. Selbst wenn Du gar nicht ihr Kunde bist! Apropos "Kunde", eigentlich sind wir bei kostenlosen Angebten die Ware!

        Warum Ware? Weil unsere Daten für Werbung weitergegeben werden. Früher mussten dazu zeitaufwendig Telefonbücher manuell verarbeitet und mit irgendwelchen Gewinnspielen sowie öffentlichen Daten kombiniert werden. Heute machen das Datenbanken in Sekunden. Damit ist auch gleich umgangen, dass viele sich gar nicht mehr ins Telefonbücher eintragen lassen. Über die Smart Devices kommt jeder zu den Big Playern.

        Das ist das Problem! Wer weiß schon, ob jemand von uns bei einem der Datenskandale von Facebook im vergangenen Kalenderjahr dabei war?

        Google ist diesbezüglich problematisch, Facebook ist noch zwei Stufen schlimmer!


  • C. F.
    • Blogger
    vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Und trotzdem ist AndroidPit bei facebook und Instagram, und animiert zum Mitmachen. Bravo! Nutzt endlich mal datenfreundliche Alternativen.


    • H.E. vor 10 Monaten Link zum Kommentar

      Das würde ich persönlich begrüßen. Ich lese aber nur hier auf der Webseite mit. Habe mich bei bestimmten Gewinnspielen schon öfters darüber aufgeregt warum diese über FB oder Instagram laufen müssen.


  •   23
    Gelöschter Account vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Datenschutz geht uns alle an und ist extrem wichtig. Leider dürfen die Internetgiganten, sprich global-player bis heute nach Lust und Laune so ziemlich alles machen (sammeln, schnüffeln, auswerten) was sie wollen.

    Das Thema gehört endlich weltweit politisch mit einheitlichen und scharfen Regeln ausgestattet und mit empfindlichen Konsequenzen sanktioniert (Strafe, Sperre, Entfernen von Betrugsseiten etc). Es darf nicht sein, dass niemand weiß, was im Hintergrund alles von einem gesammelt und weiterverkauft wird. Das stinkt einfach zum Himmel.

    Die Politik schläft noch immer in der Pendeluhr. Ach ja die haben ja nichts besseres zu tun als sich monatelang zu beraten ob Marmelade nun Konfitüre heißen muss, soll oder nur darf.

    Giga TomGelöschter Account

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