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Einen Tesla stehlen? Eine dumme Idee!

Einen Tesla stehlen? Eine dumme Idee!

Ein Auto zu stehlen, ist natürlich generell keine gute Idee. Wenn Ihr Euch aber dennoch zur Familie der Autodiebe gesellt, solltet Ihr besser wissen, mit wem Ihr Euch anlegt. Wollt Ihr einen der begehrten und teuren Tesla Model S stehlen? Das könnte sich als die dümmste Idee herausstellen, die Ihr je gehabt haben werdet.

Einen Tesla zu knacken ist leicht; zu entkommen schon schwieriger

Der Einstieg in einen Tesla ist für einen Dieb mit den richtigen Werkzeugen ein Kinderspiel. Der dafür nötige Trick hat sich in der Szene bereits herumgesprochen und funktioniert nicht nur bei Tesla. In der Praxis horcht der Angreifer mit einem Spezialgerät das Signal der Fernbedienung ab. Damit kann er später die Fahrzeugtüren entriegeln.

Genau das haben die beiden netten Individuen im unten aufgezeichneten Tesla-Diebstahl getan. Die beiden Diebe hatten vermutlich nicht mit der Nachtsichtkamera des Besitzers gerechnet, die sie zu einem viralen Hit machen würde.

Denn nachdem die Diebe siegessicher den Tesla geöffnet hatten, scheiterten sie am Netzstecker des Elektroautos. Ohne den originalen Schlüssel zerrt einer der beiden Diebe am Kabel, bis er nach mehreren Versuchen sein Ziel erreicht. In diesem speziellen Fall hatte der Tesla-Besitzer zwei Sicherheitsvorkehrungen des Fahrzeugs nicht aktiviert, womit sein Model S tatsächlich verschwunden ist. Doch ist das keinesfalls die Regel.

Denn alle Teslas sind mit einem GPS-System ausgestattet, das ständig Daten über ihren Standort an die Server des Unternehmens sendet. Dies soll die autonome Fahrsoftware verbessern und das Auto per App lokalisierbar machen. Kurz gesagt, selbst wenn ein Dieb also mit dem Auto entkommen könnte, würde er nicht weit kommen, bevor er von der Polizei erwischt wird.

Nur drei Teslas sind bisher verschwunden

Von den 115 Teslas, die zwischen 2011 (dem Jahr des ersten Diebstahls) bis zum 31. Mai 2018 gestohlen wurden, sind nur drei tatsächlich verschwunden. Die übrigen Teslas wurden gefunden beziehungsweise geborgen.

In einem Markt, in dem die Bergungsquote gestohlener Autos bei rund 60 Prozent liegt, positioniert sich Tesla erstaunlich nah an 100 Prozent. Das macht die Autos der Marke zu den am schwersten zu stehlenden Autos am Markt.

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Tesla hatte einige Jahre, in denen sämtliche gestohlenen Fahrzeuge zurückgeholt wurden. / © MarketWatch

Ein Smartphone auf Rädern

War das Knacken von Autos schon kompliziert, wird es zunehmend schwieriger, sie verschwinden zu lassen. Die stärkere Verbreitung vernetzter Autos und die Etablierung von Fahrassistenten und langfristig Autopiloten stellen eine immer größere Hürde für die Diebe dar.

Einen Tesla zu stehlen ist schon heute vergleichbar damit, ein Smartphone zu stehlen. Beide Geräte können auch im ausgeschalteten Zustand gut lokalisiert werden. Es ist wirklich kompliziert, sie ohne komplette Demontage unauffindbar zu machen. Kollege Pierre von AndroidPIT France sagte zu mir einmal:

Der Tesla ist wie ein Computer zu begreifen, um den herum ein Auto gebaut wurde. Der Ansatz ist ganz anders als bei anderen Autos, bei denen der Computer nachträglich hinzugefügt wurde.

Quelle: MarketWatch

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22 Kommentare

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  • Halt Stop. Ihr schreibt: "In der Praxis horcht der Angreifer mit einem Spezialgerät das Signal der Fernbedienung ab. Damit kann er später die Fahrzeugtüren entriegeln." Das ist zur Hälfte falsch! Habt ihr hier überhaupt Leute mit Praxisbewandnis im Bereich Technik?

    Das Signal wird nicht ausschließlich abgehorcht. Der Tesla kommuniziert mit dem Schlüssel in beide Richtungen. Deswegen ist es beim Entsperren des Wagens wichtig, dass der Schlüssel in der Nähe ist. Die Diebe nehmen zwei Geräte, die miteinander über beispielsweise WLAN verbunden sind und funktionieren für die Fernbedienung wie ein Repeater, d.h. das Signal geht einmal vom Auto über den Repeater zum Schlüssel und dieser meldet sich über den Repeater mit einer Antwort zurück, den nur der Schlüssel kennen kann. Ist ein bisschen so wie bei Transaktionen im Geschäft, wo man mit der Karte zahlt.

    Wie wollt ihr euren Lesern wissen vermitteln, wenn ihr selber nicht genug recherchiert?


  • Die Diebe werden auch immer dümmer, ich wollte aber keine Karre die mich noch mehr überwacht als mein Smartphone bereits tut📱😶

    Dann lieber ein Mild-Hybrid um 2-3 KM in der Stadt und im Stau ohne Benzin elektrisch zu fahren, kostet auch nur 1/3 von manchen "hust" akkufreundlichen Teslas aus den sauberen Fragging Land USA.


    • Habe mal ein Video von einem US Amerikanischen Channel gesehen (finde das genaue Video leider nicht mehr), in dem hochgerechnet wurde, wie lang bei einem typischen Strommix im jeweiligen Bundesstaat das Auto mindestens fahren muss, damit ein Tesla Model S 100D wirklich emissionsarmer als ein Diesel ist. Je nach Strommix kann das in einigen Bundesstaaten 2,5 Jahre, in anderen bis du 18 Jahren dauern! Bei E-Autos die auch wirklich Sinn machen, das Vergleichsfahrzeug war glaube ich ein Nissan Leaf, dauert es natürlich nicht einmal halb so lange.
      Ein Elektroauto macht mit bisherigen Batterien nur auf Kurzsstrecken Sinn. In der Stadt stelle ich es mir aber zB. schwer vor das Auto am Hausstrom zu tanken, wenn man beispielsweise nur einen Anwohnerparkplatz am Straßenrand hat.


      • Also, ich steh definitiv lieber hinter einem eAuto im Stau, als hinter nem Verbrenner.
        ;-)

        Und wer das nicht kapiert oder irgendwelche Rechenversuche anstellen muss, ob ein eAuto "emissionsarmer" ist, der war definitiv wohl schon zu lange in Abgaswolken gestanden...


  • Naja wenn man danach kein Updates mehr machen kann und nicht mehr an superchargern Tanken kann reduziert sich der Preis für so ein Auto ganz schnell. Sprich es gibt sicher einfacheres zum Klauen was man besser verkaufen kann. Z.B. alles von den deutschen Premiumherstellern


  • Stimmt, möchte niemand klauen ?! Die Teiler gehen immer in Flammen auf, wennde mal richtig Stoff gibst hahahaha


  • Roman vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Geklaut wird natürlich alles was einen hohen Wert hat... in diesem Fall sollte es eigentlich fast logisch sein das eine vollelektronische Karre voll elektronischem Zeug ist.
    Das dabei auch Ortungstechnik und alle möglichen Sperrfunktionen sind sollte auch fast einleuchten.
    Trotzdem erschrecken das zwei so dermaßen kompetente Individuen schaffen die Schüssel in Gang zu bringen...


  • Mia vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    <<<Es ist wirklich kompliziert, sie ohne komplette Demontage unauffindbar zu machen>>>

    Ich denke mal einen xxxxBehälter und einen LKW dann hat man alle Zeit der Welt zu suchen, was man eben suchen muss ...

    Soll ich euch mal eine Anleitung schreiben ??


    • UbIx vor 8 Monaten Link zum Kommentar

      Ist noch einfacher, schau mal beim CCC nach Vorträgen zu GNSS und GSM jamming und spoofing. Ist ganz einfach zu basteln (nur doofe kaufen es im Internet).
      Materialwert jamming unter 10€, GNSS spoofing bzw. man in the middel bei GSM etwa 1000€. Wo Problemo wenn viele denken security by obscurity ist billig und reicht.


  • Mia vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Ich weiß ja nicht, mein Auto würde spätestes nach 200 Meter in den Notlauf gehen und weitere 500 Meter später dann ausgehen. Andsers sieht es aus, wenn sie meinen Key mitnehmen.

    Übrigens kann man solche GPS Tracker auch ganz leicht stören.


  • Kurz gesagt, selbst wenn ein Dieb also mit dem Auto entkommen könnte, würde er nicht weit kommen, bevor er von der Polizei erwischt wird. - Luca das stimmt nicht. Jeder Autodieb hat heutzutage einen GPS Jammer dabei, was das Ding macht dürfte klar sein. Dann noch Tablet und gefälschtes Kennzeichen dabei und er kommt sehr weit damit.


  • Nachzutragen wäre noch, dass seit 2 Monaten eine PIN Funktion per OTA in alle Fahrzeuge übertragen wurde. So kann man mit einer selbst festgelegten 4 stelligen PIN das Wegfahren des Wagens durch Unbefugte verhindern. Wer dann noch die schon vorhandene Alarmanlage aktiviert macht es den Dieben schon recht schwer. Der Einbruch ins Fahrzeug funzt natürlich trotzdem noch, also nix Teures drin liegen lassen.


  • gafu vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Das Video (eines erfolgreich geklärten Teslas) passt irgendwie nicht zur Überschrift...

    Solange alle Hersteller als interne PIN 0000 für jedes einzelne Fahrzeug verwenden, braucht ihr nicht euch um die Schlüssel keine Sorgen machen;)


  • Das Video sieht eher aus wie gespielt und nicht echt. Aber sonst Schöner Bericht Luca. Hast wohl schon Erfahrung weil der Bericht so professional beschrieben ist? Wurde dir schon ein Tesla gestohlen? Auch wenn der Bericht es so hinstellen will das ein Tesla es schwer zu lässt nach dem Klau zu verschwinden gibt es immer Möglichkeiten.Nichts ist unmöglich,Toyota.
    🙈🙉🙊


  • Aries vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Wer will schon eine Ami-Karre klauen?


  • Jens vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Das ist seit lange bekannt,gleiche Praxis bei Fahrzeugen mit Keyless Go alle Hersteller.
    Hier haben Sie allein von Sonntag zu Montag. In einer Nacht 3 Audis, und einen BMW geklaut. Beim 4 Audi ist es beim Versuch geblieben. Ein Tag drauf ein A6 3 Monate alt.
    Das nur innerhalb weniger Tage.


    Ortung der Fahrzeug per Stör sender kein Problem. Werden gestört, oder wenn gefunden rausgerissen.

    Haben derzeit wieder ein Fahrzeug, in der Werkstatt was geklaut wurde. Auf der Flucht gestoppt wurde, das Ergebnis die Werks GPS rausgerissen. Und per OBD gestartet.


    Tipp, an jeden. Wenn Keyless Go, packt den Schlüssel weit weg. Zuhause in eine abschirmdose, kostet 20 Euro.

    Generell schützt eure OBD Dose, hierfür gibt es für 160 Euro Schlösser.

    Dann bleibt die WFS zumindest aktiv.


  • Mit den nötigen Programmierfähigkeiten, sollte es eigentlich kein Problem sein, das Ortungssystem zu deaktivieren.

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