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E-Bike Jump: Uber startet mit den Leih-Rädern durch
Hardware Apps Mobilität 3 Min Lesezeit 9 Kommentare

E-Bike Jump: Uber startet mit den Leih-Rädern durch

Die knallroten E-Bikes mit dem Jump-Schriftzug stammen von Uber und rollen ab heute tausendfach durch Berlin und weitere Städte in Europa. Nach der fünfmonatigen Pilotphase geht es nun richtig los mit dem E-Bike-Sharing von Uber.

Neben Berlin sind die Jump-Sharing-Bikes von Uber auch in Brüssel, Lissabon und Paris verfügbar, weitere Städte wie London sollen bald folgen. Darüber hinaus gehende Pläne für andere deutsche Städte neben Berlin hat Uber noch nicht verkündet.

"Mit Jump wollen wir noch mehr Menschen für das Fahrrad begeistern und motivieren, ihr Auto stehen zu lassen", so Christian Freese, Regional General Manager von Jump in EMEA. "E-Bike-Sharing bringt den Stadtverkehr nachhaltig voran. Es eröffnet den Menschen eine neue Leichtigkeit der Fortbewegung, auch über längere Strecken. Außerdem helfen unsere signalroten Jump-Bikes, die Verkehrswende hin zu einer lebenswerten Fahrradstadt zu beschleunigen."

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Code scannen und losradeln, so einfach geht's. / © AndroidPIT

Die Jump-Räder werden in Europa montiert

Rund 1.000 Leihfahrräder verteilt Uber zum Start in Berlin. Die Jump-Bikes aus der Pilotphase sind ältere Modelle und werden wieder entfernt. Beim Ausbau des Angebots arbeitet Uber mit der Stadt und den Bezirken zusammen, um das Angebot bedarfsgerecht zu erweitern. Das Buchen der Räder läuft über die Uber-App, Ihr könnt zwischen Auto und E-Bike wechseln und bekommt dann die entsprechenden Fahrzeuge angezeigt.

Die Leih-E-Bikes werden in Europa montiert, wurden jedoch in den USA entwickelt. Sie machen einen hochwertigen und äußerst stabilen Eindruck. Der 250-Watt-Motor von Bafang sitzt wartungsfreundlich im Vorderrad und beschleunigt das Drei-Gang-Rad flott auf bis zu 25 km/h. Die Scheibenbremsen dürften ruhig etwas fester zupacken. Entsperrt wird über einen Qr-Code. Nach der Fahrt müsst Ihr einfach nur das Schloss wieder verriegeln und die Fahrt wird automatisch beendet. Eine Klemm-Halterung nimmt auf Wunsch das Smartphone auf, damit Ihr die Navi-App im Blick behaltet.

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Am Lenker lässt sich das Handy in eine Halterung einklemmen. / © AndroidPIT

Was kostet das Leih-Rad von Uber?

Wer mit dem Jump-Pedelec eine Runde drehen will, muss für jede Fahrt eine Reservierungsgebühr von 1 Euro zahlen. Hinzu kommen 10 Cent pro Fahrminute. Der Maximalpreis pro Tag beträgt 15 Euro. Für einen ganzen Tag ist der Preis damit ziemlich erschwinglich, dann sollte man aber bei der Buchung auf einen vollen Akku achten. Wer sein Rad außerhalb des Geltungsbereichs abstellen muss, wird mit einer Rückführungsgebühr von 25 Euro zur Kasse gebeten, das ist auch bei anderen Anbietern üblich. Anders als bei den Uber-Autos lassen sich die Leihfahrräder nicht per PayPal sondern nur mit Kreditkarte bezahlen.

Jump setzt auch bei der Infrastruktur hinter den Sharing-E-Bikes auf Fahrräder mit Elektroantrieb. Die rund 40 Mitarbeiter, die in Berlin für Jump tätig sind, tauschen leere Akkus regelmäßig gegen volle aus, und zwar mit dreirädrigen Lastenrädern. Bei E-Scooter-Anbieter Coup kommen hierbei noch gewöhnliche Diesel-Transporter zum Einsatz, was den Grundgedanken der E-Mobilität ein wenig ad absurdum führt.

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Mit diesen Lastenrädern werden die Akkus herum gefahren. / © AndroidPIT

Apropos E-Scooter: Die werden demnächst in Deutschland gesetzlich legitimiert und damit wohl auch zu einem Teil des alltäglichen Mobilitäts-Mixes in den Städten. Christian Freese sagt auf Nachfrage bei der Pressekonferenz zum Start der Jump-Räder in Berlin, dass Uber derzeit keine Pläne habe, solche E-Tretroller in Deutschland anzubieten.

Nutzt Ihr bereits Leih-Fahrräder? Wenn ja, welcher Anbieter ist Euer Favorit?

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9 Kommentare

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  • Absolut richtige Entscheidung und ein gutes Projekt.
    Da 90% der Städte von Autos zugemüllt, durch Abgase verschmutzt und durch parkenden Autos zugestellt wird, muss man sich nicht wundern wenn auch mal E Bikes irgendwo blöd abgestellt wurden.
    Die Kommentarsektion hier brilliert mal wieder.

    Es ist ein guter Schritt, er ist weit gedacht und natürlich wie alles andere trotzdem ausbaufähig.
    Was die Kapazität der Akkus betrifft, bin ich auf erste Tests gespannt, der Preis wäre bei ausreichender Reichweite eine Ansage.

    Weiter so!


    • Das ist ja mal wieder ein Typischer Greta Fanboy Kommentar.

      Vorraussichtlich mit einem Gerät geschrieben das in einem Land Hergestellt wurde, dass den meisten Dreck ungefiltert in die Luft pustet...hust...China/Asien...räusper Smog Bilder jedes Jahr... Von den vergifteten Flüssen will ich gar nicht reden.

      Die Materialien für den Akku der tollen E-Bikes wurden natürlich auch unter voller Einhaltung aller EU-Umwelt und Arbeitnehmer Richtlinien abgebaut....

      Hauptsache vor der Haustür soll es sauber sein. Auf keine Annehmlichkeiten der modernen Welt verzichten wollen, aber gleichzeitig soll alles grün, sauber und ökologisch sein.

      Gäbe es die böse Industrie und die Mobilität des Bösen Diesels und Benziners nicht, würden wir heut noch irgendwo im dunklen Mittelalter hängen. Aber selbst da würdet ihr euch beschweren, weil alle Wälder zum Bauen und Heizen abgeholt werden, wenn ihr vor lauter Hunger nicht so geschwächt wärt.

      Diese E-Bikes wird das gleiche Schicksal ereilen wie den Großteil ihrer Muskelbetriebenen Brüdern. Gibt ja schon so schöne Bilder von 1000ten Fahrrädern auf Schrottplätzen. Das wird max. eine Ergänzung sein/werden, aber ein Auto nie ersetzen.


  • welches E-Bike hält einen ganzen Tag?


  • Noch mehr Werbemüll auf der Straße.
    Ich begrüße die erweiterten Möglichkeiten der Mobilität sehr. Doch wir, also die Gesellschaft, erkaufen uns diese Mobilität mit zunehmender Vermüllung. Schon jetzt stolpert man an vielen über die Räder. Mal stehen sie mitten auf dem Fußweg, mal völlig leicht chaotisch an Kreuzungen oder gar an Ecken, an denen sie in den nächsten Wochen kein zweites Mal ausgeliehen werden.
    Und auch der ökologische Aspekt dürfte eher nachteilig ausfallen. Jeder Anbieter kämpft darum, die Vorherrschaft zu gewinnen. Und den Namen möglichst plakativ zu präsentieren. Die Nutzungsquote pro einzelnem Rad dürfte sehr gering ausfallen. Für die Umwelt kein großer Gewinn. Nur für die Anbieter, irgendwann einmal, vielleicht.


    • Ich finde die "Vermüllung" durch PKW's weitaus "heftiger". Wie man sich da über ein paar Bikes ärgert ... total unverständlich!


      • Das sieht jeder aus seinem eigenen Standpunkt aus. Aber als Fußgänger falle ich seltener über ein Auto was auf den Gehweg geworfen (ist ja nicht meins) wurde als über solche blöden Leihräder. Daher sollte man dieses schon langsam etwas kritischer betrachten und nicht jeder sollte auf den anderen meckern sondern an erster Stelle einmal bei sich selbst anfangen.

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