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Die besten VR-Brillen für Android

Update: Überarbeitet und Daydream View ergänzt

Android-User mit Interesse an einer VR-Brille haben nun endlich mehr Auswahl. Welches die aktuell besten VR-Brillen sind und was sie auszeichnet, erfahrt Ihr hier bei uns. 

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Die besten VR-Brillen für Android: Die Qual der Wahl

Die meisten Smartphone-VR-Brillen sind für Brillenträger eher ungeeignet. Die Augenpartie des Gesichts soll sich hier möglichst direkt an die VR-Brille schmiegen, um den Linsen möglichst nahe zu kommen. Ein zufriedenstellendes und vor allem angenehmes Seherlebnis ist so fast nicht möglich, auch können mitunter Brillengestelle verbogen oder Fettabdrücke auf den ans Gesicht gedrückten Brillengläsern den Blick in die virtuellen Welten trüben. Wer nur schwach kurzsichtig ist und keine Hornhautverkrümmung hat, wird vielleicht auch ohne Brille klarkommen. Insbesondere dann, wenn noch ein Dioptrien-Ausgleich per Drehrad unterstützt wird. Aber das ist eben nicht für jeden Brillenträger eine Lösung.

Aktuell gibt es drei VR-Plattformen für Android, die jeweils unterschiedliche VR-Brillen benötigen. Google Cardboard ist nicht nur der Name von Googles Papp-Brille, sondern auch der Name der Plattform, für die es viele Spiele im Play Store gibt. Daydream ist eine aufwändigere Neuerscheinung, die technische Details auch beim Smartphone reguliert. Samsung wiederum hat mit der Gear VR ein eigenes Eisen im Feuer. Cardboard-Brillen funktionieren grundsätzlich mit den meisten Smartphones, Daydream erfordert eine Zertifizierung des Smartphones und Samsung beschränkt seine Plattform auf die aktuellen Highend-Smartphones seit dem Galaxy S6.

VR Brillen android
Von links nach rechts: Gear VR, Cardboard, Homido (oben) und Zeiss VR One. / © ANDROIDPIT

Die besten VR-Brillen für Cardboard

Zeiss VR One (Plus)

Der Linsenspezialist Zeiss verkauft mit der VR One Plus eine Google-Cardboard-kompatible VR-Brille. Diese unterstützt Smartphones in der Größe von 4,7 bis 5,5, Zoll. Explizit ausgeschlossen sind das LG G4 und das Sony Xperia Z5 Premium. 

zeiss vr one plus side
Zeiss VR One Plus / © ZEISS

Laut Hersteller können auch Brillenträger die VR One Plus aufsetzen. Eine Justierung des Augenabstands sei ebenfalls überflüssig. Wir hatten den Vorgänger, die VR Zeiss One, hier in der Redaktion und empfanden den Tragekomfort als sehr gut. Die Zeiss VR One Plus somit gehört zu den besten Cardboard-Brillen, dafür ist sie aber auch nicht gerade günstig.

Die besten VR-Brillen für Android: Cardboard

Wer nicht so richtig weiß, ob VR überhaupt was für ihn ist, sollte die Papp-Brille Cardboard ausprobieren. Zahlreiche Versionen dieser VR-Brille werden von unterschiedlichen Herstellern angeboten, das Prinzip ist aber immer gleich: Das Gestell der Brille besteht aus Karton, das VR-fähige Smartphone wird einfach vor den zwei Linsen eingeklemmt.

Ein Haltegurt wird nicht für alle Cardboards angeboten, weshalb man diese Cardboards mit der Hand halten muss. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes unhandlich und somit eher für VR-Demos geeignet als für Spiele. Immerhin ist das VR-Erlebnis trotz der spartanischen Ausstattung insgesamt zufriedenstellend. Längere Sessions sind mit einer Cardboard-Lösung vom Schlage der Zeiss VR One Plus erheblich komfortabler.

Cardboard
Cardboard: Der Uhu unter den VR-Brillen. / © ANDROIDPIT

Die besten VR-Brillen: Daydream View

Daydream ist Googles aufwändigere Plattform für VR: Hier definiert Google nicht nur die VR-Brille, sondern auch Anforderungen an das Smartphone und außerdem erfordert Daydream einen Controller. Die Plattform ist noch sehr jung und wird vor allem von Googles Pixel-Smartphones unterstützt.

Die aktuell einzige VR-Brille für Daydream stammt aus dem Hause Google und hört auf den Namen Daydream View. Im Test konnte Daydream View alles in allem überzeugen, der Tragekomfort und die Qualität der Plattform sind sehr gut. Noch fehlt es an Inhalten, weil Cardboard-Apps nicht funktionieren. Für mehr Details schaut in unseren Test:

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Daydream View mit Pixel XL / © AndroidPIT

Die besten VR-Brillen für Android: Gear VR

Samsung hat mit der Gear VR zusammen mit Oculus eine eigene VR-Brille entwickelt, die über zwei Besonderheiten verfügt: Es gibt den exklusiven Oculus Store, in dem VR-Spiele und -Apps verfügbar sind. Außerdem unterstützt die Gear VR lediglich Highend-Smartphones von Samsung.

Die aktuelle Version der Gear VR unterstützt Samsung-Smartphones mit MicroUSB und USB Typ-C, wobei letzteres nur vom Note 7 unterstützt wurde, dass aus Sicherheitsgründen vom Markt genommen wurde und somit erst recht nicht in eine VR-Brille eingesetzt werden sollte. Unklar ist im Augenblick, ob das kommende Galaxy S8 in die Gear VR passt.

Cardboard-Apps unterstützt die Gear VR lediglich via Workaround, denn dafür muss der Zugang zum Oculus-Store manuell unterbunden werden. Dafür gibt es Apps, die kein Root erfordern.

GearVR
An der Entwicklung der Gear VR war VR-Spezialist Oculus Rift beteiligt / © ANDROIDPIT

So fühlt sich die Gear VR einfach gut an und liegt angenehm auf der Nase. Im Vergleich zur Zeiss VR ist sie auch etwas leichter. Wem sie dennoch zu schwer ist, kann ebenfalls einen zusätzlichen Gurt über den Kopf ziehen, wodurch sich das Gewicht verlagert.

Worin sich die Gear VR vom Konkurrenten aus dem Hause Zeiss unterscheidet, sind ein integrierter Bewegungssensor sowie zwei zusätzliche Buttons an der rechten Seite der VR-Brille. Hier kann die Lautstärke geregelt werden, auch gibt es einen "Zurück"-Knopf. Das erleichtert die Navigation bei Spielen und VR-Anwendungen ungemein, da bei vielen Spielen noch manuell Eingaben getätigt werden müssen.

VR-Brillen: Das spielt sich außerhalb der Android-Welt ab

Nicht nur Videogames spielen, sondern mittendrin sein: VR-Games und die passenden Brillen machen es möglich. Der VR-Hype wurde vor allem durch den von Facebook gekauften VR-Brillen-Entwickler Oculus und seiner Rift-Brille ausgelöst. Dem Thema haben sich mittlerweile auch Sony (PlayStation VR) und HTC (HTC Vive) angenommen.

Die Oculus-Rift-Brille wurde mittlerweile an Vorbesteller ausgeliefert und kostet rund 700 Euro. Mit der Brille werden ein Xbox-One-Gamepad, die Spiele Lucky’s Tale und EVE: Valkyrie, eine Tracking-Kamera sowie eine kabellose Fernbedienung und ein Tragekoffer mitgeliefert. Ein guter Spiele-PC sollte auch bereitstehen, damit die VR-Spiele ohne Verzögerungen dargestellt werden können.

Den leistungsfähigen PC benötigt auch die VR-Brille von HTC, die Ende April 2016 ausgeliefert wird. Sie ist mit rund 900 Euro deutlich teurer als die Oculus Rift, bietet dafür aber mehr Bewegungsfreiheit und mit Entwickler Valve und dem Steam-Angebot steht außerdem ein starker Partner an der Seite von HTC.

Deutlich günstiger ist Sonys VR-Brille PlayStation VR. Diese kostet nur 399 Euro, jedoch benötigt Ihr dazu auch eine PlayStation 4. Die Konsole kostet aktuell rund 300 Euro. VR-Fans benötigen außerdem eine passende Kamera und je nach Spiel einen PlayStation-Move-Controller. Im Vergleich zum Kauf eines Spiele-PCs ist die PlayStation-Version aber immer noch günstiger. Was für die PlayStation-Lösung außerdem spricht, ist das große Spieleangebot. So werden für die PlayStation VR bereits über 100 Spiele entwickelt.

Seid Ihr dem VR-Fieber verfallen oder bleibt Ihr lieber in der realen Welt? Welche VR-Brille verwendet Ihr? Schreibt es in den Kommentaren!

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