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Cyanogen OS macht Smartphone-Importe aus China und Indien attraktiver

Immer mehr chinesische und indische Hersteller liefern Smartphones mit der CyanogenMod-basierten Android-Variante Cyanogen OS. Der Clou dabei ist, dass die Smartphones damit erheblich attraktiver für Kunden im Westen werden. Denn Cyanogen OS ist in Sachen Features und Sicherheit zum Teil besser ausgestattet als Original-Firmwares von Sony, LG, Samsung und anderen.

Cyanogen OS: Allgemeines

Cyanogen OS wird von der Firma Cyanogen Inc. verwaltet. Diese wurde unter andrem von Steve Kondik gegründet, der im Jahr 2009 das Projekt CyanogenMod ins Leben gerufen hatte. Letzteres bezeichnet eine Community um eine Drittanbieter-Firmware, die dank zahlreicher freiwilliger Helfer auf etlichen Smartphones installiert werden kann. Auf diese Art können auch ältere Smartphones noch mit Android-Updates versorgt werden, lange nachdem sie von ihren Herstellern ausgemustert wurden.

Im Herbst 2013 wurde angekündigt, dass man aus dieser Sache Profit schlagen wolle. Cyanogen Inc. wurde gegründet und Cyanogen OS als ihr Produkt vorgestellt. Und das landet jetzt auf mehr und mehr Smartphones, die vorher nur dürftig mit Android-Software versorgt wurden und daher wenig empfehlenswert waren. Außerdem entstand eine ganze Reihe neuer Marken, die sofort auf den Cyanogen-OS-Zug aufsprangen. Eine Auswahl an Cyanogen-OS-Geräten:

Cyanogen OS: Vorteile

Hersteller, die Cyanogen Inc. als Partner engagieren, räumen einen kompletten Block Arbeit aus dem Weg, den sie sich früher oft gar nicht gemacht haben. Zum Leidwesen der Kunden blieben Software-Updates auf der Strecke. Doch das hat nun ein Ende.

Denn Android-Updates werden komplett auf die US-Firma und die CyanogenMod-Community ausgelagert. Jene Hersteller sind glücklich, weil sie sich nicht mehr drum kümmern müssen. Und Kunden sind glücklich, weil sie endlich Updates bekommen.

Cyanogen OS macht Geräte langlebiger

Diese Updates schließen Sicherheitslücken, beheben Fehler und erhalten die Kompatibilität mit neueren Apps. Auf diese Weise sind die Geräte langlebiger und werden erst dann uninteressant, wenn der Akku schlappmacht oder die Leistung der Hardware nicht mehr den gestiegenen Anforderungen der Software gerecht wird.

Cyanogen OS als Importmotor?

Etliche der Cyanogen-OS-Geräte lassen sich bereits jetzt in Deutschland kaufen. Manche von ihnen haben sogar Produktseiten in deutscher Sprache, wie Ihr oben seht. Mit Cyanogen OS haben zahlreiche chinesische und indische Entwickler nun auch die Software in den Griff bekommen. Doch eine Baustelle bleibt noch.

Denn nicht alle China-Smartphones werden inzwischen auch mit dem hierzulande verwendeten LTE-Band 20 ausgerüstet (das Aquaris und die Wileyfox-Geräte sind positive Beispiele). Dieses Frequenzband wird von allen deutschen Providern für Langstrecken-LTE genutzt. Wenn es fehlt, fällt man mit inkompatiblen Geräten auf 3G-Tempo zurück oder bleibt komplett offline.

Da die Lücke aber tendenziell bei derzeitigen und künftigen Cyanogen-Phones gestopft wurde und wird, steht einer freundlichen Invasion nichts mehr im Wege. Dann wird sich unsere Liste günstiger Smartphones verstärkt mit Importgeräten füllen, die wir in Zukunft fleißig für Euch testen werden.

Wie steht Ihr zu Import-Smartphones? Sind sie Euer Ding oder vertraut Ihr eher den etablierten Marken?

Top-Kommentare der Community

84 Kommentare

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  •   44

    falsch plazierte kommentare können immer noch nicht gelöscht werden.

  • Ich muss echt schmunzeln. Na ja - Borgwart, ein altes Deutsches Traditionsunternehmen in Sachen Automobilbau baut jetzt auch wieder Autos...made in China. In der EU hergestellt könnten sich das wohl nur das 1% der absoluten Oberschicht leisten. Ebenso verhält sich das mit Smartphones, Fernseher etc....Deutscher Firmenname, hergestellt in Fernost.

  • ich persönlich finde CM Klasse auf Grund der nähe zum Stock Android und die Möglichkeit das UI nach jedem Geschmack umgestalten zu können.
    Das nächste mal werde ich mir eine chinesische Marke gönnen mit guter Akkulaufzeit und Cyanogen Mod

  • @L3o, markus riedberger:
    Wenn man den Begriff "herstellen" sehr eng fasst, stimmt das, dann ist herstellen identisch mit fertigen. Fasst man den Begriff weiter, im Sinn von "Erschaffen",
    "Erstellen", dann ist die Entwicklung und das Design im Herstellungsprozess inbegriffen.
    Würde man den Begriff "herstellen" aber immer eng fassen, dann wären z.B. Apple und HTC (außer High-End) gar keine Smartphonehersteller, da sie sie nicht selber fertigen, sondern nur Foxconn und wie sie sonst noch heißen, deshalb halte ich eine so eng gefasste Auslegung des Begriffs nicht für sinnvoll.

    http://www.duden.de/rechtschreibung/Herstellung

    Aber die diesbezüglichen Kommentare von Karl Mayer habe ich eigentlich als ironisch gemeint aufgefasst. Ich denke, ihm war auch schon beim ersten Kommentar klar, dass es keine in Deutschland hergestellten (im Sinn von "gefertigten") Geräte gibt, aber durch seinen Kommentar wollte er ein wenig provozieren, was ihm offensichtlich auch gelungen ist.

  •   44

    d.

  • Seit dem auf meinem Mi4 Cyanogenmod installiert ist, bin ich wieder voll und ganz zufrieden. Ein günstiges Smartphone mit dem richtigen Android, so muss das sein! Zudem läuft es besser als das Decuro-Rom.

  • Damit die Smartphone Hersteller, die Cyanogen OS nutzen, die Google Dienste wie Play Store mitausliefern dürfen, müssen Sie diese lizenzieren lassen, oder? Bei Cyanogen OS sind ja normalerweise keine dabei, richtig?

    • Cyanogen os hat die Google Dienste vorinstalliert

      • Wegen Irrtum gelöscht.

      • Doch bei CyanogenOS sind Gapps dabei, nur bei CyanogenMOD müssen sie nachinstalliert werden.

      • Ja aber wie darf Cyanogen OS diese vorinstallieren? Sie verkaufen ein System an andere Hersteller weiter und noch dazu sind die Google Dienste vorinstalliert... Google kann doch dagegen klagen

      • Vielleicht haben die Gerätehersteller ja auch ganz einfach einen Vertrag mit Google und zahlen dafür, dass sie die Gapps vorinstallieren dürfen?

      • Sorry, bei OS natürlich dabei, habe gepennt.

      • Und hat Google an Cyanogen Inc. lizensiert oder an die Gerätehersteller?

      • @Michael K.

        Habe auf die schnelle erstmal nur folgendes gefunden:

        Custom-ROMs wie CyanogenMod oder Paranoid Android sind aus lizenzrechtlichen Gründen ohne die altbekannten Google-Apps, wie beispielsweise den Play Store oder den Google Kalender, ausgestattet. Auch einige Smartphones und Tablets weniger bekannter Hersteller – meist aus Fernost – verfügen unter Umständen nicht über die Anwendungen aus dem Hause Google. Gerade Hersteller aus Festlandchina müssen oftmals auf eine Google-Zertifizierung verzichten, da der Suchmaschinenriese dort nicht operiert und dementsprechend auch keine Lizenzen für Play Store und Co. erteilt.

        Grund für die Custom-ROM-Abstinenz der Google-Apps ist der US-Konzern aus Mountain View selbst, der seine Anwendungen nur zertifizierten Geräten mit offizieller Android-Version und nicht für inoffizielle Aftermarket-Firmwares zur Verfügung stellen möchte. Wer dennoch zu einer Custom-ROM greift, der kann sich die Google-Apps in Form der GApps nachträglich auf sein Gerät installieren. Dabei handelt es sich um von der Android- und Custom-ROM-Community geschnürte App-Pakete. Da diese nicht von Google selbst stammen und lediglich toleriert werden, backt selbstredend jede Custom-ROM-Community ihre eigenen Brötchen, weshalb sich die GApps-Pakete oftmals in ihrem Umfang unterscheiden. Die GApps können per Custom-Recovery auf den Smartphone oder Tablet geflasht werden. Dafür sind in der Regel Root-Rechte vonnöten.

        Quelle: GIGA Android 22.02.2015

      • Danke für die Recherche und die umfangreiche Antwort!

      • Naja die Antwort hat eigentlich nichts mit der Frage zu tun. Ich glaube kaum das die Hersteller einfach ein Gapps Pocket flashen...

      • @Benny Alex:

        Hersteller statten ihre Geräte mit z.B. Cyanogen OS aus, dafür müssen sie Cyanogen Inc. natürlich bezahlen.
        Die GApps müssen die Hersteller bei Google berappen.

        Nur wenn ein User selbst z.B. CyanogenMod flasht, muss er danach auch selbst ein Gapps Paket flashen, um Google Apps nutzen zu können.

        Die Gapps und das CyanogenMod-ROM werden aber im Gegensatz zu Cyanogen OS von einer Community erstellt, sind gratis zum Download freigegeben.

        Die Gapps-Pakete sind in dem Fall also nicht von Google selbst, werden aber toleriert.

        CyanogenMod kommt von Haus aus mit Root-Rechten, die nach dem flashen über die Entwickler-Optionen freigeschaltet werden können.

      • @Benny Alex, Frank A.

        "Außerdem lassen die Hersteller ihre Cyanogen-OS-Handys von Google zertifizieren, damit sie mit den Google-Apps ausgeliefert werden können."

        Dieser Satz in diesem Artikel (etwa Mitte) von heise.de:

        http://m.heise.de/ct/ausgabe/2015-15-Der-Aufstieg-des-Android-Ablegers-CyanogenMod-2723323.html

        lässt aber genau den Schluss zu, dass es letztlich die einzelnen Hersteller sind, die gegen Gebühr die Gapps drauf flaschen, vermutlich in einem Rutsch mit dem Cyanogen OS. Der Artikel sagt auch, dass die Gapps nicht zusammen mit Cyanogen Mod ausgeliefert werden dürfen. Er sagt dies zwar nicht ausdrücklich auch für Cyanogen OS, aber der zitierte Satz und der andere Inhalt des Artikels legen den Schluss doch sehr nahe, dass Cyanogen Inc. keine Genehmigung hat, die Gapps mit Cyanogen OS auszuliefern.
        Zudem hat Cyanogen Inc. ein Alternativpaket zu den Gapps entwickelt, das jedoch noch keine echte Alternative zum Playstore bietet.

        Nachtrag: hier steht war zu den Cyanogen-Apps (C-Apps):

        http://www.android-user.de/cyanogen-apps-macht-aus-cyanogenmod-cyanogen-os-noch-keine-alternative-zu-google-apps/

        Quelle: www.heise.de, 1. Link oben

      • @Michael K.:
        Und was habe ich jetzt falsches geschrieben? :-p

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Alles klar!