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Mobiles Bezahlen mit dem Smartphone: Dienste im Überblick

Mobiles Bezahlen mit dem Smartphone: Dienste im Überblick

Mobiles Bezahlen mit dem Smartphone ist ein uralter Trend, der lange keinen durchschlagenden Erfolg hatte. Mit dem Start von Google Pay gibt es einen neuen Versuch. Kann Google seine installierte Basis an Android-Smartphones für ein erfolgreiches Bezahlsystem einsetzen? Noch gibt es aber einige andere Systeme, mit denen Ihr Euer Smartphone zum Bezahlen einsetzen könnt.

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Google Pay

Lange Zeit war es still geworden um das mobile Bezahlen mit dem Smartphone, bis man sich bei Google Mitte 2018 endlich dafür entschieden hat, den Dienst Google Pay in Deutschland zu starten. Damit weckt der Suchmaschinenriese das Thema kontaktloses Bezahlen aus dem Dornröschenschlaf. Waren beim Start von Google Pay (ehemals: Android Pay) nur vorerst nur vier Banken mit dabei, sind es mittlerweile acht Stück.

Viel wichtiger war aber der Schritt im Oktober 2018. Denn seitdem gibt es auch die Möglichkeit bei Google Pay sein PayPal-Konto hinzuzufügen. Ist das einmal erfolgt, könnt Ihr mit Eurem Smartphone an allen NFC-fähigen Terminals mobil bezahlen.

Diese Banken/Unternehmen unterstützen Google Pay in Deutschland:

  • boon. (Mastercard)
  • comdirect (Visa)
  • Commerzbank (Mastercard & Visa)
  • N26 (Mastercard)
  • BW-Bank (Mastercard & Visa)
  • VIMPay (Mastercard)
  • Revolut (Mastercard)
  • Bunq (Mastercard)
  • PayPal

boon.

boon. ist eine Payment-App der Wirecard Card Solutions aus dem Vereinigten Königreich, einem Tochterunternehmen des deutschen Finanzdienstleisters Wirecard AG. Die App funktioniert an kompatiblen Bezahl-Terminals, die bis zum Jahr 2020 ohnehin standardmäßig in allen deutschen Geschäften vorhanden sein sollten.

Wenn Ihr ein NFC-fähiges Android-Smartphone aus dieser Liste besitzt, könnt Ihr die boon.-App herunterladen und verwenden. Nach der Registrierung mit der Mobilfunknummer könnt Ihr kontaktlos mobil bezahlen. Dafür wird Euch eine digitale Prepaid-MasterCard zur Verfügung gestellt, die allerdings 1,49 Euro im Monat kostet - die ersten drei Monate sind kostenfrei.

Außerdem könnt Ihr Eure Konto bei boon. auch für Google PayApple Pay und einige andere Dienste nutzen. 

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boon. gab es früher mit 5 Euro Startguthaben. / © AndroidPIT

Apple Pay

Ende 2018 hat endlich auch Apple den Schritt gewagt und den eigenen mobilen Bezahldienst Apple Pay hierzulande gestartet. Seitdem dürfen endlich auch deutsche Bankkunden ihre Visa- und Mastercards in Apple Pay aktivieren und an hunderttausenden Kassenterminals nutzen. 

Vom Start weg kann Apple deutlich mehr Parter-Banken aufweisen als seinerzeit Google. Die beiden großen deutschen Institute Sparkasse und Volksbanken Raiffeisenbanken sind allerdings nicht dabei. Zudem ist das Unternehmen aus Cupertino keinen Deal mit Pay Pal eingegangen, weswegen man zwingend bei einer der teilnehmenden Banken ein Konto haben oder erstellen muss.

Diese Banken/Unternehmen unterstützen Apple Pay in Deutschland:

  • American Express
  • boon.
  • bunq
  • comdirect
  • Deutsche Bank
  • fidor BANK
  • Hanseatic Bank
  • HypoVereinsbank/UniCredit Bank AG
  • N26
  • o2 Banking
  • Ticket Restaurant Edenred
  • VIMpay

Payback Pay

Payback hat eine eigene Bezahllösung entwickelt, die auf den Namen Payback Pay hört. Natürlich könnt Ihr hier Eure Payback-Karte hinterlegen und Punkte sammeln. Möglich ist das aber nur bei Partnern, denn Payback Pay verwendet einen QR-Code, um die Bezahlddaten zu übermitteln. Aral, dm, Galeria Kaufhof, Real, Rewe, Alnatura, Tee Gschwendner, Thalia und Penny sind hier zu nennen.

Deutsche Banken

Die Deutsche Bank, Sparkasse und Volksbanken Raiffeisenbanken gehört zu den Finanzinstituten, die eine eigene App für das kontaktlose Bezahlen mit dem Android-Smartphone anbieten. Ihr könnt hier Eure Karte in der App einrichten und schon könnt Ihr im Laden via Smartphone mobil bezahlen. 

Allerdings gibt es gewisse Einschränkungen. So nehmen bei den verschiedenen Banken nicht alle Filialen teil. Außerdem müsst Ihr neben der normalen Banking-App in der Regel noch eine zweite App für das kontaktlose Bezahlen installieren. Auf der Webseite Eurer Bank könnt Ihr überprüfen, ob Eure Hausbank bereits dabei ist.

Vapiano, Starbucks, Edeka

Nicht jeder Händler wollte sich gedulden, bis die Banken ein System für das mobile Bezahlen mit der Smartwatch oder dem Smartphone etabliert haben. Drei Händler und Restaurantketten sind vorgeprescht und haben ein eigenes Bezahlsystem in ihre Smartphone-Apps integriert. Bei Vapiano wird in der App beim Rein- und Rausgehen sowie an den Theken ein QR-Code gescannt. Edeka und Netto bieten ebenfalls das Bezahlen innerhalb ihrer Apps an, hier sogar inklusive Rabattgutscheine.

Starbucks hat sein eigenes Bezahlsystem erfolgreich in den USA gelauncht und es steht auch in Deutschland zur Verfügung. Voraussetzung ist allerdings, dass Ihr Euer Guthaben der Starbucks Card aufladet. In der App habt Ihr außerdem Zugriff auf Eure Rewards und könnt damit gelegentlich Freigetränke abstauben.

PayPal: Nur noch online

Die PayPal-App werden viele von Euch bereits nutzen, weil sie wegen eBay bereits einen PayPal-Account angelegt haben. Und auch PayPal erlaubte es Euch, unterwegs mit dem Handy zu bezahlen. Mangels Erfolg scheint das System mittlerweile eingestellt zu sein.

Die deutschen Netzbetreiber haben aufgegeben

Die drei Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica hatten früh auf das mobile Bezahlen per Smartphone gesetzt. Aber alle Versuche sind gescheitert. Kein Anbieter hat es geschafft, mit seinen Lösungen einen nachhaltigen Erfolg zu erzielen, und so ist die Liste der gescheiterten Projekte lang:

  • Telekom Wallet
  • Vodafone Smartpass
  • Vodafone Wallet
  • Base Wallet
  • mPass
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Telekom Wallet? Längst eingestellt! / © AndroidPIT

Samsung Pay, LG Pay und Huawei Pay

Mit Samsung Pay, Huawei Pay und LG Pay haben drei Smartphone-Hersteller eigene Systeme für mobiles Bezahlen aufgebaut, aber bislang noch nicht den Sprung nach Deutschland gewagt. Zielmärkte sind hier erst einmal Korea, China und die USA.

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Samsung Pay ist und bleibt für Deutschland irrelevant. / © Samsung

Bezahlen mit der Smartwatch

Nicht mit dem Smartphone aber der Smartwatch kann man über Dienste wie Garmin Pay oder Fitbit Pay. Die Unterstützung durch Banken ist gering, aber mit boon. gibt es immerhin einen Dienstleister, wo Ihr eine digitale Kreditkarte für das mobile Bezahlen erstellen könnt. Mehr Infos zum kontaktlosen Bezahlen über das Handgelenk findet Ihr hier:

Mobiles Bezahlen mit dem Smartphone: Es wird einfacher

Es gibt ein Deutschland gibt es immer noch eine eher abwartende Haltung gegenüber dem Bezahlen mit dem Smartphone. Mit Google Pay und Apple Pay gibt es aber immerhin schon mal zwei starke Systeme, die großflächig akzeptiert werden. Einzig der Banken-Support ist derzeit immer noch spärlich. Insellösungen von Vapiano oder Starbucks sind eher für eingefleischte Fans der jeweiligen Marken interessant.

Weitere Informationen zu Mobile Payment hält unser Partner 1&1 für Euch bereit.


Der Artikel wurde am 6. März aktualisiert.

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Top-Kommentare der Community

  • cgrf 08.01.2017

    Tja mir ist es nicht egal aber wissen sie was? Diese Entwicklung lässt sich nicht mehr aufhalten und das will ich auch gar nicht, denn anstatt wie sie so technophobe Parolen abzulassen, sehe ich positiv in die Zukunft. Tun sie nicht so, als hätten Sie das Problem des gläsernen Kunden entdeckt und viele würden es nicht sehen. Jeder der um 8 Uhr auf dem Sofa liegt, und das Fernsehn einschaltet bekommt genau ihre Meinung fein säuberlich und mundgerecht ins Hirn getrichtert. Also tun sie mir ein Gefallen und hören sie auf ARD und ZDF zuschauen, dort in der Redaktion sitzen nämlich selbst nur Leute die mit der Digitalisierung überfordert sind. Es wird in Zukunft Menschen geben, die mit der Digitalisierung gehen und davon profitieren werden und andere werden auf der Strecke bleiben (das wird sowohl beruflich wie auch privat so sein) Sie sollten sich überlegen zu welcher Gruppe sie gehören möchten. Generell sollte sich unsere gesamte Bevölkerung überlegen zu welcher Gruppe sie gehören möchte. Die Asiaten lechzen nur nach jeder neuen Technologie und sind auf dem besten Wege das gute ALTE Europa auf der Strecke zulassen. Also zum Wohle unseres Landes (xD), hören Sie auf so eine Angst zu verbreiten, nur weil Sie damit nicht zurecht kommen. Wer nicht mitkommt, bleibt eben. Ganz einfache Gleichung. Achja schonmal in Ländern wie Schweden (und viele mehr) gewesen? Da ist das Bargeld schon so gut wie weg vom Fenster. Also wird das irgendwann hier auch so sein.

235 Kommentare

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  • Was ist, wenn man mehrere Pay-Apps auf dem Smarty hat - also zum Beispiel Voba-Pay und Google-Pay?


  • Im Supermarkt habe ich häufig keinen Empfang, dann stehe ich da wie blöde, weil es nicht funktioniert. Neulich im Varieté genau der gleiche Fall. Keinen Empfang, geht nicht. Super Geschichte Google Pay?!


    • Chris vor 6 Monaten Link zum Kommentar

      Wundert mich auch. 10 Zahlungen sind mit google pay offline möglich. Ich hatte den Fall bisher 2x und hat geklappt. Warst aber nicht im Flugmodus oder deaktiviertem NFC unterwegs, oder?


  • Viel wichtiger war aber der Schritt im Oktober 2018. Denn seitdem gibt es auch die Möglichkeit bei Google Pay sein PayPal-Konto hinzuzufügen. Ist das einmal erfolgt, könnt Ihr mit Eurem Smartphone an allen NFC-fähigen Terminals mobil bezahlen.

    Leider nein ich habe es mit Paypal und schon zich mal Karte nicht akzeptiert bekommen.
    Wäre ja schön wenn es über all gehen würde.
    Bin wider auf Bargeld umgestiegen nimmt jeder.


    • Wird wohl daran liegen, daß dort nur EC Karten aber keine Kreditkarten akzeptiert werden.
      Ich bekomme dann immer die Fehlermeldung, ich hätte mein Gerät zu schnell bewegt.

      Fehlermeldung und Grund passen nicht zusammen aber es waren jedesmal Terminals, die keine Kreditkarten akzeptieren. Hab die Paypal Version mit der virtuellen Mastercard.


  • Wozu braucht man zum Bezahlen ein Smartphone? Mit Bargeld oder Karte geht es schneller. Bezahlen mit Smartphone ist nur eine weitere Methode, Daten abzugreifen.


    •   25
      Gelöschter Account vor 6 Monaten Link zum Kommentar

      @Bernhard Baenitz
      Ehrlich gesagt argumentiert so nur jemand der sich nicht wirklich gut informiert hat.
      Es geht letzten Endes gar nicht darum was schneller geht.
      Außerdem musst du Bargled erstmal von der Bank holen um bezahlen zu können, diesen Zeitaufwand musst du natürlich in deine Berechnungen bezgl. der Geschwindigkeit einfließen lassen.
      Es gibt halt modern denkende Menschen denen es zusagt mit einem Smartphone zu zahlen das eigentlich eh immer dabei ist. Eine zusätzliche Geldbörse oder Brieftasche wäre einfach nicht mehr nötig wenn man überall mit dem Smartphone zahlen könnte.
      Wer das nicht möchte kann ja gerne weiterhin andere Bezahlmethoden anwenden und glauben das er deshalb wirklich anonym bleibt.
      Was natürlich nicht wirklich so ist. 😉
      Und bei Apple Pay werden z.B. keine Daten abgegriffen mit denen Apple oder der Zahlungsempfänger arbeiten könnten.


      • Bei Bargeld bleibt man 100% anonym es sei denn ein Spion ist auf den Fersen ;) Ein Haupthindernis neben all den anderen Bedenken ist aber zumindest in meinem Umfeld (thüringische Kleinstadt)die verschwindend geringe Zahl an Akzeptanzstellen. Solange das so bleibt kommt das ganze Smartphone oder -watch Gedöns sowieso nicht zum Einsatz. Und das haben wir auch wieder das bekannte Problem mit der Henne und dem Ei. Ich möchte auch nicht, dass der Kellner beim Bezahlen mit meinem Handy im Hinterraum verschwindet.


    • Das bezahlen mit dem handy geht sogar schneller als mit Bargeld oder Karte, also wenn es mal geht.


  • alter Artikel, alte Antwort: keine Verwendung bislang dafür.


  • Schon ein so uralter Trend das es schon zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Erste Ausgrabungen ergaben ein versteinertes Smartphone samt Zubehör und noch vorhanden Guthaben zum bezahlen ,welches nach intensiver Untersuchung von den Bewohnern aus Steintal benutzt wurde. Auch Fred Feuerstein hatte schon die Technik inne.Yabba Dabba Doo!


  • Hallo AP-Redaktion, ich verstehe zwar, dass man manchmal einen alten Artikel aufwärmen möchte um sich Arbeit zu ersparen, aber es wäre schön wenn ihr wieder, wie es zwischendurch mal üblich war, markiert was an dem Artikel jetzt neu ist und das wieder aufwärmen erforderlich gemacht hat. Denn ohne etwas Neues finde ich das ziemlich sinnfrei so einen Artikel wieder raus zu holen.


    • Hey Thor :)

      Danke für dein Feedback! Das ist leider nicht immer so möglich, da ein Artikel auch nur mal auf den neuesten Stand gebracht wird, indem Abschnitte gelöscht, Formulierungen erneuert und auch so sich kleinere Details bei einzelnen Dingen (hier Apps) geändert werden.


  • TTT vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    SEQR glase funktioniert, auch offline, auch im Ausland


  • Ist gibt jetzt auch Sparkasse Mobiles bezahlen.


  • Was sagen denn die sonst so eifrigen Datenschützer zu dem Bezahlen mit dem Smartphone?


  • Zahlen mit Google/Apple Pay, wie wunderbar........... dämlich!
    Noch nicht genug Daten-Fischerei und Weiterverkauf derselben an andere Firmen? Gucken die beiden in Echtzeit auf dem Konto mit? Kann mir vorstellen wo das hinführt....... Google zu Apple : Mensch, der Mayer ist wieder im Verzug mit der Hypothek fürs Eigenheim, der Schmidt hat schon wieder seinen Dispo gerissen und der Müller zahlt keinen Unterhalt für die Kinder mehr😱😱. Schöne neue Welt. Auf auf Herrschaften, Account anlegen, Pin eingeben, Bank, Kontonummer, IBan etc.....und glücklich sein. So soll's wohl laufen, viel Spaß.

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