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Alexa: Amazon-Mitarbeiter hatten Zugriff auf sensible Nutzerdaten
Apps Smart Home Amazon 2 Min Lesezeit 19 Kommentare

Alexa: Amazon-Mitarbeiter hatten Zugriff auf sensible Nutzerdaten

Vor knapp einer Woche gab es die beunruhigende Meldung, dass knapp 1.000 Amazon-Mitarbeiter täglich tausende Alexa-Aufzeichnungen des Smart Speaker anhören und auswerten. Doch wie ein neuer Bericht zeigt, scheinen noch viel sensiblere Daten freigegeben zu worden sein.

Wie Bloomberg jetzt berichtet, hatten die Mitarbeiter bei Amazon nämlich nicht nur Zugriff auf Sprachaufzeichnungen, die mit Account-Nummer, Vorname und Seriennummer des Gerät verknüpft sind. Das selbe Team konnte auch auf die Standortinformationen der Nutzer in Form von Längen- und Breitengrad zugreifen.

Damit ließ sich bei einer ersten Probe über Google Maps in weniger als einer Minute die Wohnadresse des Kunden herausfinden. Den zwei Mitarbeitern zufolge, von denen die Informationen stammen, konnte bis vor kurzem ein Großteil der Mitarbeiter im Analyse-Team auf die Daten zugreifen.

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Standortdaten gehören zu den sensibelsten persönlichen Nutzerinformationen / © AndroidPIT

Das ist besonders erschreckend, hat Amazon doch erst kürzlich in einem Statement zu den Vorfällen in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass die Mitarbeiter des Teams eben keinen direkten Zugriff auf solche Informationen und somit keine Mittel hätten, um die Personen zu identifizieren, deren Sprachaufzeichnungen sie für das Training der Spracherkennung analysieren.

In einem Statement von Amazon zum aktuellen Vorfall heißt es nun:

"Der Zugriff auf interne Tools wird streng kontrolliert und nur einer begrenzten Anzahl von Mitarbeitern gewährt, die diese Tools benötigen, um den Service durch die Verarbeitung einer extrem kleinen Menge von Interaktionen zu schulen und zu verbessern. Unsere Richtlinien verbieten den Zugriff der Mitarbeiter auf Kundendaten oder deren Verwendung aus anderen Gründen strikt, und wir haben eine Null-Toleranz-Politik für den Missbrauch unserer Systeme. Wir überprüfen regelmäßig den Zugriff der Mitarbeiter auf interne Tools und begrenzen den Zugriff, wann und wo immer es möglich ist.

"Die Standortdaten gehören zu den sensibelsten persönlichen Nutzerinformationen", sagt Lindsey Barrett, Mitarbeiteranwältin und Dozentin an der Georgetown Law Communications and Technology Clinic. Hier sei nämlich zu bedenken: "Immer wenn jemand weiß wo du bist, bedeutet das: Die Info könnte an jemand gehen, der dich finden kann, wenn du nicht gefunden werden willst."

Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass Mitarbeiter mit diesen Informationen Schindluder getrieben haben. Aber Amazon sieht die Bedenken ein, dass die Infos so offen verfügbar waren und schränkte die den Mitarbeitern verfügbaren Daten deutlich ein.

Was sagt Ihr dazu? Seid Ihr auch der Meinung, dass Informationen zum eigenen Standort ein sensibles Thema sind? Werdet Ihr nach den Ereignissen noch zu einem Amazon Echo greifen?

Quelle: Bloomberg

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Top-Kommentare der Community

  • DiDaDo vor 3 Wochen

    Verrückt! Die Wohnadresse auch noch! 🤷🏻‍♂️

    Da hätten sie auch einfach in meine Amazon Kundendatenbank gucken können. Da steht auch wo ich wohne und wo ich arbeite, weil das die beiden Adressen sind wohin ich meine Pakete hinliefern lasse.
    Hauptsache wieder Panik schieben...

19 Kommentare

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  • Facebook, Twitter, Alexa... Fast täglich neue Meldungen über Datenmissbrauch. Und welche Konsequenzen ziehen wir daraus? Keine. Et hätte noch immer joot jejange. Dann kann man beim Verlassen der Wohnung auch die Tür auf lassen und auf das Gute im Menschen hoffen. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.😏


    • Ja schrecklich, wa?
      Übrigens, wenn man meinen vollen, richtigen Namen kennt, dann kann man auch einfach google wo ich wohne (Adresse meiner nebenberuflichen "Geschäfts"stelle). hat bisher noch keiner missbraucht.


  • Verrückt! Die Wohnadresse auch noch! 🤷🏻‍♂️

    Da hätten sie auch einfach in meine Amazon Kundendatenbank gucken können. Da steht auch wo ich wohne und wo ich arbeite, weil das die beiden Adressen sind wohin ich meine Pakete hinliefern lasse.
    Hauptsache wieder Panik schieben...


    • in einer Kundendatenbank stehen aber normalerweise nicht deine belauschten Gespräche drinnen. Nur bei Amazon ist eben alles anders. Ist die übliche Salami-Taktik: man gibt nur das zu was sich nicht mehr verheimlichen lässt. So kommt halt jede Woche ein neues Detail ans Licht.

      Und wenn man deinen Namen kennt, kann man normalerweise auch ins Telefonbuch schauen, da steht auch die Adresse drinnen. Das ist aber nicht der Punkt. Interessant wird ja erst die Verknüpfung der Daten m it den Sprachaufzeichnungen. Betrügst du deine Frau, und Alexa kriegt das mit, könnte dich z.B. jemand erpressen. Nur mal so als ganz schnelle Idee was man mit solchen Informationen machen kann. Ich bin sicher der Kreativität sind da kaum Grenzen gesetzt. Aber nee halt... bei Amazon arbeiten ja nur 100%ig reine saubere Menschen, die nie auf böse Gedanken kommen.


      • Da ich nicht jeden meiner Sätze mit "Alexa" beginne, wird da auch kein Privatgespräch belauscht, sondern nur meine Instruktionen an den Echo.
        Und wenn, dann hat da übrigens mein Smartphone ne bessere Chance den Betrug aufzuzeichnen.

        Und nein, meine Adresse steht nicht im Telefonbuch.


  • Guten Abend,
    ich hatte das erste Amazon Alexa als einer der Ersten bekommen ,und nach nur einer Woche wegegeben...
    Alle Gespräche und Kommuniktion konnte man damals auf dem Handy sehen und nachlesen...Sorry aber das war mir zu viel "Marktforschung" auch wenn ich gestehe das "Amazon" schon verführerich sein kann,bei einigen guten Angeboten!

    Aber jetzt nach der eventuell "dritten" Generaton von ALEXa sich über den Datenschutz aufzuregen...naja ist wohl gelinde gesagt etwas "Blauäugig" ;-)

    Schönen Abend noch und viel Grüße
    Gerry


  • Oh, sehr unerwartet.


  • Warum wundert mich das jetzt nicht?


  • Das kann nicht sein, sicher sind das Fake News.


  • Ich will das Ganze ja nicht verharmlosen aber wie sieht das denn in der Realität aus? Irgend so ein armes Schwein das, wahrscheinlich für n Hungerlohn, das Gelaber von tausenden von Menschen analysieren muß, sagt plötzlich :"Boah, Erwin Kasupke war letzte Woche in der Innenstadt von Bielefeld und hat nach günstigen Bananen gesucht. Da informier ich mal direkt die GSG 9"...?
    Mal davon abgesehen, dass es Bielefeld eh nicht gibt, geh ich mal davon aus, dass der Großteil der Menschen die auf Alexa von unterwegs zugreifen, die Standortfunktion ihres Smartphones auch aktiviert haben. Und die, die n stationäres Alexagerät zu Hause haben, haben ihren Standort doch sowieso bei Amazon registriert.
    UND: Für die Jason Bournes dieser Welt, die auf keinen Fall gefunden werden möchten, ist die Benutzung von Alexa oder der Umgang mit dem Internet im allgemeinen wohl eh nicht die beste Idee. Oder glaubt hier wirklich jemand, dass man sich heutzutage noch im Verborgenen bewegen kann?
    Ich gehe davon aus daß, im Fall des Falles, jedem Smartphonebesitzer auch der Standort zugeordnet werden kann.
    Mehr als diese Amazonsache, beunruhigen mich diejenigen, von denen ich nicht weiß dass sie meinen Standort kennen!


  • 🤨☝️: " Alexa, du bist enttarnt..."
    🤖: " Shit, Selbstzerstörung ist aktiviert... 3,2,1......🔥"


  • Also, dass hätte ich jetzt von einem solch tollen Unternehmen niemals vermutet...

    Ironie aus.

    Mal ernsthaft... Jedem klar denkenden Menschen sollte doch wohl (endlich) bewusst sein, was er sich mit solchen Produkten (oder Apps auf dem Mobile) ins Haus holt.


  • Hat jemand daran gezweifelt?

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