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Acer Predator 8 im Test: Das Gamer-Tablet, das nicht spielen mag

Acer hat mit dem Predator 8 ein Android-Tablet auf den Markt gebracht, das für Gamer entwickelt wurde. Im Gegensatz zum Shield-K1-Tablet von Nvidia hat das Predator 8 ausgerechnet mit Android-Spielen seine Probleme. Mehr dazu im Test.

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Bewertung

Pro

  • Ausgefallenes Design
  • Starke Akku-Laufzeit

Contra

  • Performance-Probleme bei einigen Spielen
  • Abstehende Lautsprecher fühlen sich ungewohnt an
  • Viele vorinstallierte Apps
  • Sehr teuer

Acer Predator 8: Preis und Verfügbarkeit

Das Acer-Tablet Predator 8 gibt es nur in einer Ausführung mit 32 GByte internem Speicher sowie in der Farbvariation Schwarz/Silber. Eine Erweiterung des Speichers durch eine MicroSD-Karte ist möglich. Momentan (Stand März 2016) kostet das Tablet knapp 340 Euro. Damit ist es rund 140 Euro teurer als das Shield K1 von Nvidia.

Acer Predator 8: Design und Verarbeitung

Das Auffälligste am Acer Predator 8 Tablet sind die vier herausstehenden Lautsprecher an den Ecken. Die sind rot und geben dem Tablet ein aggressives Aussehen. Leider bedeckt der Nutzer, egal ob er das Tablet waagerecht oder senkrecht hält, einen oder sogar beide Lautsprecher an den Seiten.

Gummi hätte dem Predator 8 gutgetan

Angenehm fühlt es sich leider auch nicht an, die Hände an den Lautsprechern abzulegen, da die Kanten etwas scharf sind. Es wäre besser gewesen, wenn Acer dort etwas Gummi angebracht hätte.

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Die Lautsprecher sehen toll aus, fühlen sich aber nicht gut an. / © ANDROIDPIT

Die von Acer beworbenen weichen Grip-Pads auf der Rückseite hatten bei unserem Test keinen echten Mehrwert zu bieten und insgesamt fühlte sich das Tablet nicht so hochwertig an wie das Nvidia Shield K1. So wirkte das Nvidia-Tablet einfach kompakter und stabiler. Beim Acer-Tablet Predator 8 hat man das Gefühl, dass es bei zu viel Druck auf das Gehäuse leicht in der Mitte zerbrechen kann.

Alles in allem sieht das Acer-Tablet zwar schick aus, einen Mehrwert bietet das Design aber nicht und auf die herausstehenden Lautsprecher hätte man getrost verzichten können.

AndroidPIT acer predator 3
Design ist nicht alles. / © ANDROIDPIT

Acer Predator 8: Display

Der 8 Zoll große IPD-Bildschirm löst in Full-HD auf (1920 x 1200). Unterschiede zum Nvidia Shield K1 Tablet gibt es beim Bildschirm also nicht. Die Farben und Details beim Acer-Predator-Tablet sind etwas kräftiger.

Diese minimalen Unterschiede sind uns aber erst aufgefallen, als wir beide Tablets nebeneinandergelegt und Spiele gleichzeitig gestartet haben.

Abgesehen von den Spielen sehen auch Fotos und Videos sehr gut aus, die auf dem Acer-Predator-Tablet dargestellt werden. Zu Rucklern oder Slow-Downs kam es bei der Wiedergabe von Videoinhalten nicht.

AndroidPIT acer predator 1
Beim Display hat das Acer-Tablet leichte Vorteile. / © ANDROIDPIT

Acer Predator 8: Software

Ab Werk ist das Acer Predator 8 Tablet mit Android 5.1 ausgestattet. Auf dem Acer-Tablet befinden sich viele vorinstallierte Apps (Bloatware) von Acer. Viele davon lassen sich aber deinstallieren.

Auf dem Tablet befindet sich außerdem noch der sogenannte MediaMaster. Damit können Nutzer unter anderem bei Filmen oder Spielen die Farbtemperatur sowie Sättigung festlegen und auch bei den Audioeinstellungen gibt es immerhin drei Auswahlmöglichkeiten.

Wirklich besser wird zumindest der Sound durch die Einstellungen "Offen", "Voll" und "Fokussiert" nicht, mit den Videoeinstellungen lässt sich das Bild etwas anpassen.

Acer Predator Media Master
Mit den Videoeinstellungen können Nutzer das Bild etwas anpassen. / © ANDROIDPIT

Acer Predator 8: Performance

Das Acer Predator 8 wird von einem Intel Atom x7 Z8700-Prozessor mit einer Quad-Core-Recheneinheit (2,4 GHz) angetrieben, die von 2 GByte Speicher unterstützt wird. Diese Leistungsangaben sollten für aktuelle Android-Spiele völlig ausreichen. Theoretisch. Denn in der Praxis war die Leistung des Acer-Tablets eher ambivalent.

Benchmark Acer Predator
Beim AnTuTu-Benchmark schloss das Acer-Tablet gut ab. / © ANDROIDPIT

Da es sich um ein Gaming-Tablet handelt, probierten wir mehrere Spiele aus. Mit Titeln wie Clash Royale oder Spider-Man Unlimited hatte das Predator keine Schwierigkeiten, komischerweise kam es bei Asphalt 8: Airborne aber zu auffälligen Performance-Problemen. Das ist deshalb bemerkenswert, weil diese Spiel vorinstalliert ist, auch erhält der Käufer 320.000 zusätzliche Credits für das Rennspiel. Hätte man den Titel nicht besser anpassen können?

Ein Update könnte dem Predator 8 helfen

Probleme traten aber auch bei grafisch eher aufwendigeren Android-Spielen auf und der zurzeit beste Ego-Shooter Dead Effect 2 (Test) ließ sich überhaupt nicht starten. Dass diese Schwierigkeiten ausgerechnet bei einem Gaming-Tablet auftreten, ist schon etwas peinlich. Bleibt zu hoffen, dass ein Update diese Probleme bald beheben wird.

Wir haben bei Acer bereits angefragt, was es mit den Problemen auf sich hat und ob es bald eine Lösung geben wird. Eine Antwort steht noch aus.

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Ein Gaming-Tablet sollte mit aktuellen Android-Spielen keine Probleme haben. / © ANDROIDPIT

Acer Predator 8: Audio

Der Sound über die vier Lautsprecher kann sich im wahrsten Sinne des Wortes hören lassen, denn sowohl Pop-Songs als auch klassische Musikstücke klingen druckvoll aus den Lautsprechern. Dieses gute Klangerlebnis bekommt der Nutzer aber nur dann zu hören, wenn er das Tablet auf einem Tisch ablegt. Denn wie bereits erwähnt, verdeckt der Nutzer sehr schnell einen oder zwei der Lautsprecher mit seinen Händen.

Acer Predator 8: Kamera

Wegen der Kamera sollte man sich das Acer Predator 8 Tablet nicht kaufen. Insgesamt macht vor allem die Hauptkamera mit ihren 5 Megapixeln sehr gute Bilder. Auch bietet die Foto-App einige Einstellungsmöglichkeiten, um mehr aus den Fotos herauszuholen. Selfies mit der Kamera über den Bildschirm sehen aber etwas verpixelt und unscharf aus.

Acer Predator 8: Akku

Mit 4.550 mAh ist der Akku des Acer-Tablets etwas schwächer als der Akku des Nvidia Shield K1 Tablets, die Leistung geht aber dennoch in Ordnung. Bei normaler Nutzung hält das Tablet bis zu 24 Stunden durch, wird hingegen viel gezockt, muss das Tablet meist schon nach vier bis maximal sieben Stunden aufgeladen werden.

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Die Akku-Leistung ist nicht überragend, aber sehr ordentlich.  / © ANDROIDPIT

Acer Predator 8: Technische Daten

Abmessungen: 226 x 127 x 8,7 mm
Gewicht: 341 g
Akkukapazität: 4420 mAh
Display-Größe: 8 Zoll
Display-Technologie: LCD
Bildschirm: 1920 x 1200 Pixel (283 ppi)
Kamera vorne: 2 Megapixel
Kamera hinten: 5 Megapixel
Blitz: Nicht vorhanden
Android-Version: 5.1 - Lollipop
Benutzeroberfläche: Stock Android
RAM: 2 GB
Interner Speicher: 32 GB
Wechselspeicher: microSD
Chipsatz: Intel Atom
Anzahl Kerne: 4
Max. Taktung: 1,6 GHz
Konnektivität: Bluetooth 4.0

Abschließendes Urteil

Wenn ein Tablet voll auf Gaming ausgelegt ist, dann sollte es besonders beim Spielen keine Schwächen haben. Leider hat das Acer Predator 8 genau damit Probleme und einige Spiele ruckeln. Andere Spiele wie Dead Effect 2 lassen sich gar nicht erst starten. Auch das durchaus ansprechende Design mit den vier herausstehenden Lautsprechern macht es dem Besitzer nicht einfach, denn besonders bei längeren Spiel-Sessions fühlen sich die Kanten unangenehm an.

Wer ein Tablet speziell fürs Spielen will, sollte sich aber besser das Nvidia Shield K1 kaufen, das mit 199 Euro auch noch rund 140 Euro günstiger (März 2016) als das Acer Predator 8 ist.

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23 Kommentare

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  • Hatte das Acer auf der IFA in der Hand und war von der Performance auch sehr enttäuscht. Hab es nach 5 Minuten wieder aus der Hand gelegt, da das zocken darauf keinen Spaß gemacht hat ^^

  • Nebenbei bemerkt ist die Ausstattungsliste fehlerhaft. WLAN ist nicht aufgeführt. Wäre ja schlimm wenn es das nicht gäbe. Ohne Internet keine neuen Spiele.

  • Was die Performance-probleme angeht...Da hat Acer mal wieder geschlafen... der "Klassiker" halt:
    starker Soc, aber leider die SW auf die HW nicht richtig angepasst...
    Das erinnert mich an das wunderschöne Lenovo K800 Phablet mit Intel Dualcore Prozessor mit 2 Ghz Taktung, wo dieses K800 vor lauter Kraft, kaum "laufen" konnte, weil Lenovo es komplett verbockt hat, die SW auf die HW abzustimmen... also das waren schon keine Ruckler mehr, sondern ganze Ruckelorgien...
    :D

  • Nur 2GB Arbeitsspeicher? Da haben ja Mobiltelefone mehr.

    • 2gb ist vollkommen ausreichend

      •   58

        In einem 349,- €-Gerät, das Hightech sein will? Nein.

      • Um sich mit einer Spielekonsole, und mehr ist das Acer nicht, messen zu können sind m.E. selbst 3GB Arbeitsspeicher zu wenig. Nur um damit spielen zu können wird sich wohl kaum ein Käufer finden. M.E. ist das von Acer nur ein billiger Versuch auf dem Sektor der Spielekonsolen Fuß fassen zu können. Ein "High End Gaming Pad" sieht m.E. anders aus.

  • Meine Augen! Aaaaaaaaaaaaaaah, es brennt so in meinen Augen!

    Mal ganz im Ernst? Das ist nicht mal mehr hässlich. Aber das denke ich mir auch bei deren PCs immer wieder und stelle mir die Frage, aus wessen Fieberträumen das entsprungen sein könnte.

  • Ich denke die Probleme mit nicht startenden Spielen liegt hier an der Hardware-Platform: Intel Atom statt ARM. Soweit ich weis ist es allegemein bekannt, das mit einem Intel, also x86-Basierten, Prozessor unter Android nicht alle Apps laufen, zwar lassen Diese sich in der Regel Installieren, lassen sich dann aber nicht unbedingt auch starten. Und Spiele sind bei Android auch nur Apps.
    Daher ist das hier schonmal von der Hardware her der falsche Ansatz von Acer.

  • Wieso ist "abstehende Lautsprecher fühlen sich ungewohnt an"
    Ein Kontra?
    Nicht nur, dass es tottal dämlich geschrieben ist, nein, es ist auch einer der dämlichsten, subjektiven Kontras überhaupt. Vorallem steht dorr "unvewohnt" und nicht störend oder sonst etwas.

    • Frk 14.03.2016 Link zum Kommentar

      Zum Thema "dämlich schreiben" empfehle ich dir, deinen eigenen Beitrag nochmal Korrektur zu lesen..

  • Man sollte ruhig mal augetretene Wege verlassen, allerdings sehe ich beim Predator eher den Versuch mit dem Namen der Gaming PC Reihe von Acer Kasse zu machen. Nicht alles was mutig ist , ist auch klug. Das Design empfinde ich besonders zum Spielen als sperrig. Mein erstes Android Tablet war ein Acer A500 und der Support war extrem schlecht.

  • Acer war halt schon immer Schrott.
    Bei mir kommt niemals ein Acer Produkt ins Haus.

    • Also ich besitze ein Acer Gaming Laptop (Aspire V Nitro mit 4k Bildschirm) und bin sehr zufrieden! Mag ja sein, dass eine oder andere Produkte schlecht sind, es gibt auch gute Produkte..

  • Nvidia Shield K1 kostet nur 200€ ist ja mal ein Schnäppchen, in Gegensatz zum Samsung Galaxy S7 mit 700€. Wobei mich schon interessieren würde, welches besser ist das Samsung Galaxy S7 oder das Nvidia Shield K1 vom Gaming her?

    • Das Nvidia Tablet ist ja auch rein Technisch für das Gaming entwickelt wurden, während das S7 nen allround Smartphone ist.

    • bei Android gaming sind beide gleich auf, denn die Hardware ist bei beiden Geräten sowieso auf dem Niveau wo es gar keinen Unterschied im Bereich Android gaming macht, jedoch macht es einfach mehr Spaß auf dem shield k1 zu Spielen,denn es hat ein größeres Display und Stereo Lautsprecher.Das shield k1 bietet noch mehr Möglichkeiten,durch angepasste pc spiele Klassiker wie half Life 2, Portal, Doom 3 und Trine 2.geforce now und gamestream ist auch ein echter Mehrwert in Sachen Gaming. nicht nur beim Gamen ,sondern auch beim Browsen und Videos gucken macht es einfach mehr Spaß mit einem größeren Display.

  • Was ein Flop. Wie hat sich Acer vorgestellt mit dem Predator gegen das Shield Tablet bestehen zu können?

  • Finde es von Acer mutig .
    Mal wieder ein anderes Design als immer dieser Einheitsbrei von anderen Herstellern rauszubringen.
    Schade nur das es einige Mängel hat die aber wohl mit einem Update behoben werden können.

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