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3 Min Lesezeit 37 Kommentare

Entwickler, lernt von Apple - so baut man User Interfaces

Am iPad scheiden sich seit gestern die Geister. Die einen sind hellauf begeistert, ganz viele auch schrecklich enttäuscht von Apple. Da wird vor allem die Technik angeführt, dass eben diese mehr oder weniger veraltet sei. Andere wiederum bezweifeln ob denn dann überhaupt Platz für einen solchen Rechner ist.

 

Meine Meinung ist ganz klar: 2010 werden wir noch sehr viele solcher Geräte zu sehen bekommen. Ja, ich bin mir relativ sicher: das iPad wird ein großer Erfolg! Und es wird sehr viele Nachahmer geben, die an diesen Erfolg anknüpfen möchten. Und ich wette: das iPad wird technisch gesehen - damit meine ich die Hardware - wahrscheinlich mit am Schlechtesten abschneiden.

Aber ist das die relevante Größe für den absoluten Erfolg? Ich glaube nicht! Denn was Apple mal wieder sehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, ist dass das Unternehmen wie kein anderes auf der Welt User Interfaces bauen kann. Und es hat mir wieder gezeigt, dass Usability für den Erfolg eines Produktes entscheidender ist als die nackten Zahlen bei der technischen Ausstattung.

Aus meiner Sicht krankt es genau an diesem Problem bei sehr vielen Android Applikationen. Sehr viele Apps sehen nicht nur vergleichsweise scheusslich aus, sondern lassen sich mehr oder weniger schlecht als recht bedienen. Die User Interfaces sind schlecht durchdacht und von daher nicht intuitiv.

Ja, mir war die Präsentation von Steve Jobs gestern auch eine Spur zu abgehoben. Als er von einem "magischen Gerät" gesprochen hat, dachte ich mir, dass hier bei jemandem in der Marketingabteilung die Gäule durchgegangen sind. Trotzdem ziehe ich meinen Hut vor der Leistung, die Apple mit seiner Software hier wieder abliefert. Sie sieht nicht nur schön aus. Sie ist bis in das kleinste Detail durchdacht. Denn das was man zumindest schon mal im Video sehen konnte, lässt erahnen wie man spielend leicht, und ohne großes Nachdenken dieses Tablet bedienen kann.

Apple nimmt sich einfach die Zeit die Art und Weise wie Menschen mit einem Produkt arbeiten genau zu analysieren. Um dann darauf, nach eben diesen Mustern, die Software zu entwickeln. Genau diese Zeit nehmen sich sehr viele andere - und da möchte ich Android nicht ausnehmen - nicht!

Bitte denkt einmal nur an die Art und Weise wie man vor dem iPhone mobil im Internet gesurft ist. Es war Apple die uns gezeigt haben wie es wirklich geht! Und die anderen haben es nachgemacht (was ich auch legitim finde).

Dafür bin ich Apple sehr dankbar. Auch dafür, dass sie sich die Zeit genommen und sich die Gedanken gemacht haben über die richtige Benutzerführung bei Tablets nachzudenken. Ich hoffe, dass sich sehr viele Unternehmen und Entwickler bei Android daran ein Beispiel nehmen werden.

Wir haben mit Android eine große Chance! Aber Innovationen und gute Technik sind nur ein kleiner Teil beim Weg zu einem erfolgreichen Produkt. Es ist vielmehr die Art und Weise WIE das Produkt dann später verwendet wird und WIEVIEL Zeit man sich genommen hat darüber nachzudenken.

Ich bleibe dabei: 2010 sehen wir das ja für Android! Aber es schadet nicht mal über den Stolz zu springen und zu lernen. Denn das kann man bei Apple allemal...

 

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37 Kommentare

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  • Dazu fällt mir nur die "I am rich" App ein.

    Wer sich nicht mehr erinnern kann:
    http://neuerdings.com/2008/08/07/i-am-rich-iphone-app-fuer-999-us-dollar/


  • Entwickler lernt von Apple... nehmt eines eurer Produkte das nicht viel älter als 2 - 3 Jahre ist und bereits ein Erfolg war. Verpackt es neu, macht ein riesen tam-tam, behauptet es sei eine vollkommen neue Idee und ihr habt alles neu erfunden, erwähnt Magie (ganz wichtig), schaut dazu, dass das Ganze auf einer geschlossenen Plattform beruht (keine Schnittstellen, keine Schrauben oder Schächte sonst wird es schwierig), macht es richtig teuer und der Erfolg ist euch sicher.


  • also android's sind sehr geil und guenstig, das milestone ist ohne frage, derzeit das beste tastatur- smartphone und sehr preiswert!


  • aahhhh.. ihr schreibt hier zu Apple Seitenweise Kommentare.... lasst die doch ihren Sch**ß alleine machen.. (nix gegen apple) (apple= <3 )
    Android muss jetzt mal geile Geräte zu günstigen Preisen bekommen (oder die Entwicklung von der HW soll bissl stehen bleiben damit ein handy das vor einem halben Jahr releast wurde immer noch auf dem Stand der zeit ist), dann noch was am Market drehen und dann gehts bergauf...


  • Das Android auf dem richtigen Weg ist, sieht man ja bereits an 2.1. Nur die Entwickler müssen sich anpassen. Android ist nicht mehr nur noch das SmartPhone-OS für Geeks. Auch "normale" Leute holen sich mittlerweile Androiden.


  • schon geil was apple und das ipad hier für diskussionen auslösen. aber ich msus sagen, die bedienung meines android handys finde ich echt super, sogar besser wie das iphone. mit den apps ist das etwas anders!

    aber naja, apple und android werden beide ihren weg gehen, und keinen schlechten ;-)


  • Eine Diskussion welche Farbe auf welchem Hintergrund besser zu lesen ist macht keinen Sinn.
    Eine gute UI ist nicht an festgelegten Farben sondern an Rastern an die dann Themes ausgerichtet werden zu bestimmen.
    Kein Mensch will das iPhone UI nachbauen da das von der technischen Seite garnicht weit entwickelt ist, da eben nur ein "Theme" möglich ist.

    Wenn man ein gutes UI Framework entwickeln will gibt man dem Entwickler ein Werkzeug an die Hand um Position und Attribute von Grafikelementen zu definieren.
    Das Theme muss dann der Anwender definieren können.
    Als Anwender muss ich also die Möglichkeit haben mein GANZES Betriebssystem (inkl. der Apps) in ein und dem selben "Theme" anzuzeigen.
    Dafür muss den Entwickler nicht kümmern wie man Themes baut. Dafür gibts wieder andere die das machen.

    Traurigerweise sollte gerade uns Java Programmierern eigentlich diese Herangehensweise absolut bekannt sein.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Swing_%28Java%29

    Das auf einem mobiles BS richtig umzusetzen wär einzigartig und würde Android einen Boost verpassen den noch keiner gesehen hat.
    Dazu müsste man aber mindestens den größten Teil der Entwicklergemeinde dazu bringen das UI Framework zu benutzen.
    Und ich glaube das liese sich erst umsetzen wenn man sie dazu zwingt.

    Ausser es läuft so gut, dass einfach Apps die sich diesem Standard dann nicht unterwerfen nicht mehr von den Usern akzeptiert werden.

    Ach ja, ich beteilige mich an so einem Projekt natürlich gerne.
    Aber das ist alles andere als eine One Man Show.
    Dazu muss sich eine Gruppe aus Entwicklern und UI Spezialisten zusammen setzen. Noch einen Grafiker dazu, dass auch die Bedürfnisse der Theme Designer berücksichtigt werden und dann kanns losgehen.
    Hier müsste man dringend mit Google über eine Finanzierung reden.

    @Fabien
    Sollte sich sowas wirklich anbahnen lassen ist "zu viel" Öffentlichkeit vielleicht nicht optimal. Zu viele Köche sind selten gut fürs Essen.


  • Es kommt halt auch auf's Display und die Umgebung an. Meine e-Reader hab ich z.B. nachts auf schwarz auf dunkelgrau gestellt, weil ich das da am angenehmsten empfinde. Weißer Hintergrund blendet und weiß/gelb/grau auf schwarz finde ich auch nicht so toll. Aber für tagsüber wäre der Kontrast zu schwach...

    Ich finde es prinzipiell übrigens völlig richtig, dass die meisten Apps die Standards vom System verwenden. Dadurch ensteht ein einheitliches Look & Feel, und theoretisch könnten diese Standards verbessert oder individualisiert werden. Gut, da hätte Google natürlich noch einiges zu tun... (Wer ist z.B. nur auf die Idee gekommen, beim Theme.Dark bzw. Theme.Black weiße Buttons zu nehmen? Es gibt nicht schlimmeres als ständige Kontrastwechsel!)

    Aber eine App, die Android-Standard-Look nimmt, die nächste ein Wishu-Theme, die dritte ein iPhone-Abklatsch, die vierte im Hompage-Anno-1996-Look (mit bunten Kacheln im Hintergrund und vielen Animationen), ...? Nein, danke, das hatte ich bei Windows Mobile oft genug.


  • Ach das mit dem Augenarzt schiebe ich auch schon eine Weile auf ^^ Ich hab irgendwie keine Lust die Praxisgebühr abzudrücken xD

    Aber das grau ist vielleicht etwas zu hell gewählt. Allerdings sind so die Augen nicht so schnell ermüdet, wie bei schwarz auf weiß.


  • OK, im direkten Vergleich muss ich dir Recht geben, was die reale Lesbarkeit angeht von G/S gegen W/S - nur arbeite ich seit Jahren mit einem Programm, das Gelb auf Schwarz verwendet und ich habe mich nie richtig mit der Optik anfreunden können.

    Allerdings muss ich sagen, von _meinem subjektiven_ Empfinden her ist das grau zu hell und daher weniger gut lesbar als schwarz auf weiß (könnte aber auch daran liegen, dass ich den nächsten Termin beim Augenarzt seit Monaten aufschiebe *g*)


  • Grün auf Schwarz ist tatsächlich gruselig.
    Ich hab hier mal schnell was zusammengefrickelt um zu zeigen, wie die Lesbarkeit bei den unterschiedlichen Einstellungen ist. Man sieht deutlich, dass Gelb wesentlich besser lesbar ist, als Weiß auf Schwarz. Allerdings sagtest du schon, dass Gelb auf Schwarz eher unschön aussieht. Aus diesem grund würde ich empfehlen von hell auf dunkel weg zu gehen.

    Hier mal die Adresse zu meinem kleinen Experiement:
    http://wishu.de/stuff/texttest.html


  • Wishu, ich habe lediglich meine persönliche Meinung zum Ausdruck gebracht - und ich empfinde weiß auf Schwarz durchaus als angenehm. Gelb auf Schwarz ... mag physisch besser sein, aber ich _empfinde_ es als optisch gruselig. Nur grün auf Schwarz, wie bei uralten Rechenmaschinen, finde ich optisch noch weniger ansprechend ...


  • "Man will sein App Design vorgeschrieben bekommen?"
    Wer redet denn bitte davon? Wir reden von einem UI, welches verwendet werden KANN(!), wenn man selbst keine Designkenntnisse hat. Und das scheinen viele zu sein. Sieh dir doch die zig tausend Apps an, welche nur mit dem Standard Android UI kommen.

    "Hi Wishu,
    weiß auf Schwarz ist zwar vielleicht ein wenig trist, aber ich finde es - neben schwarz auf weiß - am angenehmsten für die Augen."
    Das ist falsch. Auf Papier ist es so, dass der beste Kontrast bei Schwarz auf Weiß zu finden ist. Umgekehrt ist es aber nicht Weiß auf Schwarz, wie die meisten denken, sondern Gelb auf schwarz.
    Ähnlich verhält es sich bei Monitoren und Displays. Mit dem Unterschied, dass Schwarz auf Weiß hier nicht die optimale Lesbarkeit gibt, sondern ein dunkleres bis mittleres Grau auf Weiß. Zudem sollte man helle Schrift auf dunklem Untergrund noch etwas sperren.

    Man sollte nicht immer von dem ausgehen, was man irgendwo aufschnappt, sondern das was erwiesener Maßen stimmt. Subjektiv nimmt man es vielleicht so wahr, wie du es geschrieben hast, das liegt aber daran, dass du es einfach gewohnt bist.

    Leute die es gewohnt sind Grün auf Rot zu lesen werden dir auch sagen, dass das der beste Kontrast ist, aber versuch das mal als "Normalsterblicher" zu lesen ;)


  • Hi Fabien,
    bevor ich deinen letzten Satz gelesen habe, wollte ich etwas ähnliches vorschlagen ...
    Warum nicht ein separates Board im Forum einrichten, in dem es _nur_ um die Entwicklung eines "Standard-UI-Designs" geht? Hat diese Idee nicht mehr verdient, als nur einen Thread?

    Hi Wishu,
    weiß auf Schwarz ist zwar vielleicht ein wenig trist, aber ich finde es - neben schwarz auf weiß - am angenehmsten für die Augen. Irgendeine App, die ich getestet habe, bot die Möglichkeit, ein Hintergrundbild für das ganze UI einzurichten - egal, welches Bild ich genommen habe, ich habe Augenkrebs bekommen. Meist war irgendwas nicht lesbar, weil dann stellenweise weiße Schrift auf weißem Hintergrund war ...


  • Mal wieder "Warum sind Android Apps so hässlich und Apple Apps so schön?". Reicht langsam, hier will man seine Freiheit aufgeben. Man will sein App Design vorgeschrieben bekommen?


  • Ich werde mal mit einem neu gewonnenen Freund von mir sprechen. Er ist Grafiker und hat ebenso ein Magic. Ich bin heute Abend bei ihm, ich guck mal ob er es auch schafft ein seriöses benutzerfreundliches Design hinzuwürfeln. Wenn man einen Entwurf hat, kann man daraus sicherlich etwas machen.
    Und ich weiß von vielen Leuten, dass diese manchmal einfach nichts zu tun haben und so etwas nebenbei machen.
    Ich denke mal es gibt so etwas auch bereits, nur hat es bisher niemand veröffentlicht, weil $grund; ^^'

    Das Problem wird aber auch sein, dass viele sich an dem iPhone orientieren werden, was von anderen wiederrum als hässlich empfunden wird, weil eben iPhone.

    Auf jeden Fall müssen wir von diesem modernen Steinzeitdesign, welches Android liefern weg kommen. Allein schon aus dem Grund, weil ich es Leid bin weiße Texte auf schwarzem Untergrund zu lesen ;)


  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    29.01.2010 Link zum Kommentar

    Hi Wishu,

    Du sprichst mir aus der Seele! Und Du wirst es nicht glauben: ich habe letztes Jahr mit einer UI-Designerin zusammen gesessen und wollte sie eigentlich dazu bewegen GENAU dieses Problem anzugehen und eine Art Guideline für gutes UI-Design zu bauen. Leider ist das ziemlich zeitaufwendig und so ist das Ganze nichts geworden.

    Ich denke, dass Du hier genau die Krux und die Herausforderung ansprichst, die es zu lösen gilt!

    Wenn es also hier gute und talentierte UI-Designer gibt: das wäre doch mal ein echter interessanter Forums-Thread, oder?


  • Es bringt herzlich wenig zu wissen, dass Apple so gut ist, weil sie sich reindenken, wenn die Entwickler von Android es nicht können.

    Es bringt auch wenig die Usability anzuerkennen, wenn Entwickler nichts davon verstehen. Zudem fällt auch eine Ecke der Usability ab, weil viele Androiden noch immer kein Multitouch haben und das unbegründet.

    Auch hat es wenig Sinn zu wissen, dass das Design von Apple-Produkten gut ist, wenn man es selbst nicht umsetzen kann. Ich bin selbst Entwickler (In einem anderen Bereich) und ich weiß, was gut aussieht, aber auch was schei*e aussieht. Einen professionellen Designer kann man sich für kleine private Projekte nicht leisten. Aber das ist bei Apple auch gar nicht nötig.

    Apple hat Regeln, wie eine App auszusehen hat und passend dazu auch eine Vorlage, in die man seine App reinbauen kann. Solange so etwas nicht von Google oder anderen Android-Entwicklern bereit gestellt wird, hinken wir in den Bereichen Usability, Design und der intuitiven Benutzerführung hinterher.

    Die intuitive Benutzerführung von iPhone-Apps ist doch auch nur gegeben, weil eben diese "Schablone" da ist. Ich bin dafür, dass sich die, die am lautesten schreien, dass Android-Apps hässlich sind, mal zusammen setzen und einen Standard ausdenken.

    Soviel von mir am frühen Morgen ^^

    Gruß
    Wishu


  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    29.01.2010 Link zum Kommentar

    @Richard: Du hast ja im Kern Recht! Aber ich glaube nicht, dass es irgendwas bringt nur auf Apple einzuschlagen und zu sagen, "die machen ja nur schickes Design und gutes Marketing und alle fallen darauf rein". Ich bin viel zu lange in der Branche um zu wissen, dass es eben nicht nur Marketing und schickes Design ist, was ein Produkt erfolgreich macht. Da muss man richtig, richtig lange überlegen, sich reindenken, usw.

    Was sein könnte, ist, dass Apple vielleicht wirklich das iPad noch nicht genügend ausgereift und dem Druck vom Markt nachgegeben hat. Aber dennoch sehe ich momentan nichts Vergleichbares! Und damit meine ich nicht die Hardware!!! Das schreibe ich auch explizit weiter oben.

    Was ich meine ist, dass Apple sich bis in die tiefste Tiefe überlegt hat WIE man ein Tablet verwendet: ohne Maus, nur mit den Händen - und dann alles genau darauf ausgelegt hat. Genau das macht sonst keiner. Und deswegen scheitern auch so viele gnadenlos.

    Natürlich präsentiert Steve Jobs aus ungemein gut. Aber das ist ja nur ein Minipuzzlestück im Ganzen. Es schaut sich ja nicht jeder die Keynote von Steve an bevor er sich ein Apple-Produkt kauft!

    Nein, ich finde die oben geführte Argumentation von vielen nicht fair! Sie wird ausschließlich deswegen geführt, weil man Apple nicht mag und man sich nicht dem "Marken-Dogma" unterwerfen will. Das kann ich an sich bestens verstehen. Nur so wird man eben nicht besser! Nochmal: die Frage muss doch lauten "warum Apple eben so gut ist"?! Mit diesem Wissen kann man seine Produkte dann ebenfalls verbessern - und es dann Apple mal richtig zeigen ;)


  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    29.01.2010 Link zum Kommentar

    Vielen Dank, Daniel! So sehe ich das gerade auch! Ich habe an sich einen Artikel über UI geschrieben. Bis auf ganz wenige Ausnahmen geht es jetzt wieder um iPad, Steve Jobs und Apple.

    Man sollte sich mal von "I-hate-Apple" befreien und versuchen zu benchmarken. Sprich: warum hat denn Apple so einen Erfolg? Kann ja nicht daran liegen, dass alle doof und verblendet sind, die Apple kaufen. Das wäre viel zu einfach!

    Muss also daran liegen, dass Apple sehr vieles richtig macht. Und genau das muss man analysieren, adaptieren und verbessern...


  • ENGADGET:
    "iPads A4 Chip: Nur halb so überraschend"

    http://de.engadget.com/2010/01/28/ipads-a4-chip-nur-halb-so-uberraschend/

    Von wegen von Apple entwickelt!
    Einen ARM Cortex-A9 MPCore und eine ARM Mali 50-Series GPU in ein Gehäuse gesteckt. Das war's!

    Ich "erfinde" und "entwickle" jetzt auch ein komplettes Auto. Ich bau nämlich einen Opel Motor in einen Golf III ein. :-)


    Auch wenn ich absoluter Apple-Gegner bin, war ich trotzdem sehr gespannt, was Apple da für ein Tablet präsentieren wird. Brauchbare Tablets gibt es (noch) nicht auf dem Markt und das eine oder andere Detail kann man sich durchaus Abschauen von Apple (z.B. den kapazitiven Touchscreen)
    Aber bei dem, was da präsentiert wurde, hoffe ich nur, dass sich keiner was vom iPad abschaut!

    Ich finde hingegen das HP Slate sehr interessant. Leider verschweigt man sich hinsichtlich eines Veröffenlichungstermins. Er heißt nur "2010".


  • also man kann apple hassen oder lieben u ich glaube wir mögen es alle nich wirklich...klar die ui und das design von apple sind schlicht aber trotzdem stylisch aber sowas erwartet man von dieser firma sie haben sich im design bereich ja ihren namen gemacht...das iPad is für mich nur ein Ipod auf Steroiden...nix tolles nix neues und noch kopf schütteln wie eine Firma wie Apple drauf kommen kann das man alle Apps die für 3,5 inch entwickelt wurden sind auf 9,7 zu ziehen ? das is ein Nogo..also klar die ui is intuitiv aber das is echt nen alter hut. Aber warten wir ab ob da nochmal was kommt...Aber so am Rande aus dem nix herraus kommen is leichter als an der Spitze stehen und die Verfolger ständig im Nacken zu haben...


  • Warum ist Windows Paint einfacher als Photoshop und MS Word einfacher als Querk Xpress?

    Wenn man nur einen Bruchteil an Funktionen einbaut und auch noch einen guten Designer bei der Hand hat, ist es nicht schwer, gute User Interfaces zu bauen!

    Das Gehabe von Apple kotzt mich dermaßen an! "Magisch und revolutionär" soll das iPad sein? Damit haben sie wieder mal einen Vogel abgeschossen!


  • Sry aber mir gings um das Produkt und Apple als Ganzes.


  • hier sollte jetzt nicht wieder die alte Anti-/Pro-Apple Leier runtergerödelt werden.
    Es ging um UI Design und Usabillity.


  • Jetzt muss ich auch mitmischen.

    Felix und Isaak haben meiner Meinung nach absolut Recht.
    Ich gebe zu das iPhone, das war revolutionär, es war der Startschuss für eine komplett neue Ära von mobiler Technologie. DIe haben ja auch lange genug daran gearbeitet. Sowas verdient Respekt.

    Doch das Tablet ist der Beweis das Mr. Jobbs jetzt schon fast mehr rein auf die Marke Apple setzt als auf Innovation.
    Ich gebe zu, wenn ich so bei einem Kumpel seine Apps sehe die wirklich mit extrem simplen Mitteln extrem gut aussehen muss ich mir manchmal echt denken warum das Android-Entwickler nicht schaffen.
    Aber der/das iPad ist vollkommen unausgereift, der Druck von außen hat Apple dazu verleitet es so schnell wie möglich rauszubomben. Und das zeigt sich auch im UI. Man könnte es einfach als gute Mod des iPhone OS sehen. Denn recht viel mehr ist es nicht.
    Und auch die technischen Sachen machen es nicht besser, im Gegenteil. Ich glaube mit dem iPad hat Apple etwas zu vorschnell reagiert.

    Eine weitere Sache ist der Kontrollwahn von Apple. Das ist einer der Gründe warum mir trotz allem Android lieber ist. Man ist "frei" und ich glaube das ist der Reiz an Android-Produkten. User können sich ausleben, experimentieren, ROMs flashen usw. Bei Apple ist das nicht möglich, was auch wieder mit dem iPad bewiesen wurde. Selbstverständlichkeiten wie Flash wurden ausgelassen. Ich meine, flash beherrschen sogar Nokia-Handys?!

    Alles in allem muss man Apple einige gute Dinge eingestehen: Sie wissen wie man Sachen schön aussehen lässt und Sie wissen wie man sich vermarktet. Aber das jedes Mal so ein "Wahn" ausbrechen muss nur weil ein neues Produkt vorgestellt wird, welches Ultrarevolutionär ist weil ein Apfel hinten drauf ist, das is übertrieben.
    Eins ist klar, Apple wird sich damit wieder eine goldene Nase verdienen, ob das gerechtfertigt ist, sei jedem selber überlassen.
    Aber meiner Meinung nach ist beim Apfel langsam die luft draußen.

    Habe übrigens einen netten Artikel gefunden (ich hoffe Links sind erlaubt)

    http://derstandard.at/1263706161553/Pressestimmen-Elf-Dinge-die-dem-iPad-das-Genick-brechen

    Und das war auch ehrlichgesagt das letzte Mal das ich mich mit dem Thema iPad beschäftige. Denn wo man nur hinsieht oder hinschaltet gings um das neue "Wundergerät". Resultat -> Kopfschmerzen
    Hoffe keiner versteht mich falsch.


  • Wenn ich heute noch einmal etwas über das iPad lese, renne ich wahrscheinlich nackt auf die Straße und schreie ^^'

    Nur mal so nebenbei. Jeder sagt hier, dass das iPad ein zu groß geratenes iPhone ist. Das ist schlicht und einfach falsch und kann mit einfachen Fakten wiederlegt werden.

    1. Mit dem iPhone kann man telefonieren, mit dem iPad nicht
    2. Das iPhone hat eine Kamera, das iPad nicht
    3. Der Name.

    De facto ist das iPad ein zu groß geratener iPod Touch. Der hat nämlich weder eine Telefonfunktion, noch eine Kamera. Somit sie dort die Ähnlichkeiten wesentlich stärker.

    Gruß
    Wishu


  •   3
    Gelöschter Account 28.01.2010 Link zum Kommentar

    Hi Leute, bin relativ neu hier und muß mich doch gleich einmal einmischen.

    Ich muß mich Felix und isaak leider "bedingungslos" anschließen. Apple hat seit dem Iphone (welches sie by the way in Zusammenarbeit mit Google gemacht haben) eigentlich nichts innovatives fabriziert. Es überrascht mich daher auch nicht, daß sie jetzt, ohne den Einfluß von Google auch nichts besseres veröffentlichen konnten, als ein großes Iphone. Es ist doch wirklich nichts neu daran, selbst das OS ist nahezu 1zu1 vom Iphone übernommen.

    Apple reitet nach wie vor auf der Iphone-Erfolgswelle, auch der Ipod Touch, das Iphone für Arme, ist ja nicht gerade eine Neuentwicklung, eher eine "abgespeckte" Variante.

    Allerdings scheint der abgebissene Apfel auf der Rückseite die Leute dazu zu veranlassen, automatisch alles, was apple verzapft, in einer Art Vorreiterfunktion zu begreifen. Dabei ist bei Apple nur eines genial einzigartig: die Manipulation der angehenden Jünger und der, die es schon sind. All das erwuchs mal aus einer Antihaltung gegenüber Windows, genauso wie auch die Linux-Fanboys ihr System als das Allerheiligste betrachten (ich zähle mich auch dazu :) ), eben unter anderem auch, weil es besser als Windows ist.

    Nur: da Apple als Marke auch noch ziemlich teuer ist, kommt auch noch eine gewisse Steigerung des sozialen Prestiges hinzu, was nur den einen Schluß zuläßt: Das Marketing ist wirklich das einzig innovative und geniale an Apple.


  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    28.01.2010 Link zum Kommentar

    @Felix: ich habe nicht behauptet, dass die Leute den nächsten großen iPad-Killer bauen wollen. In einem älteren Blogpost kritisiere ich genau diesen Terminus: "Killer"! Es gibt keinen iPhone-Killer. Und den wird es auch nie geben. Es wird höchstens irgendwann ein noch erfolgreiches Telefon als das iPhone geben. Aber die Telefone werden in Coexitenz existieren...


  • Also, Tabletts gab es schon vor Jahren - und seit dem immer wieder mal. Nur wollte das bisher keiner. Wozu auch? Ein teures Tablett, damit man zuhause kein Notebook auf den Schoß nehmen muss? Und dass das Pad jetzt eine "Lücke" schließen soll, ist doch reinstes Marketing-Geschwätz.
    Das iPad ist absolut nichts neues, nichts innovatives. Und das ein Internet-Tablett kein Flash beherrscht ist einfach peinlich.

    Aber gut, es geht um die GUI: iPad scheint eine gute, große Version vom iPod zu sein. Das Apple hier gute Arbeit geleistet hat, darf man nicht vergessen - aber das ist auch schon lange her! Seitdem hat sich nicht viel verändert. Muss man ja auch nicht, wenn's gut läuft...

    Aber die Apps mit dem OS zu vergleichen hinkt vorn und hinten. Wenn, dann müsste man beide OS vergleichen. Zu sagen, dass die GUI bei Android schlecht ist, weil externe App-Entwickler nicht an die Benutzerfeundlichkeit denken, passt einfach nicht. Ich kenne nicht sonderlich viele IPhone-Apps, aber die, die ich kenne, sind auch nicht immer das wahre.


  • Naja, so toll ist das iPad auch wieder nicht. Das ist je eigentlich nur ein größeres iPhone, gleiches Design mit wenigen Veränderungen und eigentlich auch die Form.
    Also innovativ kann man das nicht nennen. Dafür bin ich Apple auch nicht dankbar^^. Aber die Applejünger werdens schon kaufen.
    Und doch, die Hardware ist sehr wohl wichtig. Für ein solches Gerät nur 1 GHz Prozessoren zu verbauen ist iwie nicht gerade schlau...


  • Als ich diesen Satz gelesen habe musste ich mich einfach anmelden und etwas dazu sagen.
    "das iPad wird ein großer Erfolg! Und es wird sehr viele Nachahmer geben, die an diesen Erfolg anknüpfen möchten. "
    Ich kann solche aussagen nicht ausstehen, ja es werden viele solcher geräte kommen aber einfach aus dem grund das sie eh jeder große hersteller schon in der pipe stehen hat. Das Tablets das näcshte große ding werden war ja gar keine Frage aber nur weil Apple jetzt als erstes so ein Produkt groß vermarkten wird in Zukunft unter jedem Tablet stehen "Wird das der iPad Killer". Das ist doch zum heulen.
    Und die Usability ist auch nicht innovativ die ist einfach Apple, die haben ja nix gemacht ausser ihr als bewertes aufgepumpt. Die könnten auch ihre Designer an einen Fahrkartenautomat setzen und dann könnte man damit super intuitiv Fahrkarten kaufen. Dann ist das aber keine Revolution sondern einfach ein iFahrkartenautomat. Und nicht jede Verkehrsgesellschaft die danach nochmal einen Automaten baut beabsichtigt einen iFahrtkartenautomat Killer zu bauen. Sondern einfach ein anderes Produkt was die selbe Funktion erfüllt.


  • das kann apple sicher - keine frage, das ist ein großes bei den android apps

    aber dafür kann die plattform android nichts.


  • @fabian

    hollerö

    glaub mir... viele sind mit der bedienung eines iPhones auch überfordert. es ist einfach ein handy für faule die nicht denken wollen und sich mit einen gerät auseinandersetzen. wieso kann das iPhone den so gut wie nichts? damit alle geräte identisch sind und wer einmal eins in der hand hatte sofort auch ein anderes bedienen kann.
    von der nutzer verbraucher freundlichkeit ist android das deutlich bessere system. man kann es genau nach seinen wünschen gestalten, wärend man beim iPhone nicht mal das hintergrundbild ändern kann.

    das was apple da macht hat nichts mit freundlicher intuitive bedienung zu tun... es sei den der verbot von optionen würde dieses bedeuten.


  • Ich geb dir definitiv recht Fabien.
    Apple weiß wie man schöne und funktionierende GUIs baut/bauen lässt.

    Wieso die Liebe zum Detail oder der Enthusiasmus bei Android nicht sehr ausgeprägt ist kann ich mir ehrlich gesagt auch nicht erklären.
    Wahrscheinlich liegt es daran, dass die meisten Apps eher von - wie sag ich das ohne jemand auf die Füße zu treten - "Bastlern" erstellt werden die sich einfach über sowas garkeine Gedanken machen (It's all right as long as it works). Mir kommt Android immer wie ein BS für Hacker vor.
    Nicht, dass ich jemandem abspreche, dass er ein guter Programmierer wäre, aber dazu gehört einfach viel mehr.

    Ich hab angefangen mich für Interface Design zu interessieren weil ich die meisten Internetseiten denen ich früher begegnet bin einfach schlecht bedienbar fand.
    Wenn man mal analysiert und aufgezeigt bekommt wie ein Mensch intuitiv mit einer Maschine agiert, wie fixe Mechanismen im Gehirn seine Interaktion lenken (Top-Left to Bottom-Right z.B.) sieht man Computerprogramme (dazu zähle ich jetzt mal auch Internetseiten) aus einem ganz anderen Blickwinkel.

    Ich ertapp mich selber immer wieder wie ich Layouts mit meinen "Entwickleraugen" sehe und beiß mir dann immer auf den kleinen Finger damit ichs mir abgewöhne.

    Es gibt inzwischen Techniken mit denen man Nutzerverhalten relativ einfach abbilden kann. Motion- oder Eyetracking sind da nur die zwei wichtigsten.
    Sicher sind solche Analysen, wenn sie professionell durchgeführt werden, irre teuer und für eine einfache App definitiv überdosiert.
    Aber einen Profi zu engagieren der einfach mit seiner Erfahrung und dem nötigen Know-How zumindest die Grundlagen der Usability vorlegen kann sollte für jedes kommerzielle Produkt selbstverständlich sein.


  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    28.01.2010 Link zum Kommentar

    I cannot agree more...

    Ja, Daniel, der Titel könnte tatsächlich erweitert werden. Was ich aber ausdrücken wollte, ist, dass man sich in der Tiefe mit guter Usability beschäftigen muss.

    Es geht halt nicht, dass man platt Apple verteufelt und die tolle Technik bei anderen Produkten lobpreist. Man muss auch fair die Gründe analysieren. Und einer der Gründe für den Erfolg von Apple ist, dass Du zB das iPhone meiner Mutter in die Hand drücken kannst und sie es sofort versteht.

    Mach das mal mit einem Samsung Galaxy...


  • Apple engagiert einfach für seine Produkte professionelle Designer. Egal ob Hard- oder Softwareseitig.
    Das kostet Geld, dass andere eben in bessere Hardware o.Ä. stecken. Bzw. Apple lässt sich diesen Mehraufwand auch gut entlohnen.

    Ich kritisiere ja, seit ich ein Android habe, dass das größte Manko an Android ist, dass die Apps zu 97% potthässlich sind.
    Wie viele "Entwickler" kennt man denn die auch nur geringfügige Ausbildung in Sachen Interface Design haben?
    Oder wieviele die sich eines Profis bemächtigen der für ihre Apps ordentliche Interfaces entwickelt?

    Ich verdiene mein Geld mit dem Entwerfen von Mensch-Maschine Schnittstellen. Kann also soweit ganz gut beurteilen wo es hakt.
    Und da ich gelernter Softwareentwickler bin weiß ich wie schnell ein "Programmierer" seine Software versaut weil er sie erstellt wie er es für richtig hält und nicht, wie es die Grundlagen des Interaction Design vorschreiben.

    Man sollte mal von dem Gedanken wegkommen, mit Gewalt mit seiner mittelmäßigen App gut Geld verdienen zu wollen.
    Und sich vielleicht ein Beispiel an der OOS Community nehmen wo der Enthusiasmus immer schon Triebfeder zum Entwickeln grandioser Software war und nicht der Profitgedanke.

    Alles in Allem sollte der Titel des Blogeintrags besser heißen "Entwickler, lernt von Apple. Engagiert euch Profis für eure Interfaces".

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