Im Rahmen unserer Websites setzen wir Cookies ein. Informationen zu den Cookies und wie Ihr der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen bzw. deren Nutzung beenden könnt, findet Ihr in unserer Datenschutzerklärung.
Schnüffeln via Facetime: Apple muss die Reißleine ziehen
Apple iPhone XR Apple Apps 2 Min Lesezeit 11 Kommentare

Schnüffeln via Facetime: Apple muss die Reißleine ziehen

Wegen eines Bugs in Apples Videotelefonie-Dienst Facetime ist es möglich, andere Nutzer auszuspionieren, und zwar sowohl mittels Tonübertragung als auch Video. Mit einem kleinen Trick lasen sich das Mikrofon und die Kamera eines anderen Gerätes aus der Ferne aktivieren. Apple reagiert nun mit einer radikalen Maßnahme.

Der Trick in Facetime geht so: Bei einem Gruppentelefonat muss lediglich die eigene Rufnummer als weitere Person hinzugefügt werden. Dadurch wird das Mikrofon des Angerufenen sofort aktiviert, noch bevor der überhaupt abgehoben hat. Lehnt der Angerufene den Facetime-Anruf ab, indem die Standby-Taste gedrückt wird, aktiviert sich sogar noch die Kamera und überträgt das Live-Video an den Anrufer. Auch beim Drücken der Lauter/Leiser-Taste geschieht das.

Apple hat auf den Bug bereits reagiert, und zwar zunächst mit einer recht radikalen Notfallmaßnahme. Die Gruppenanrufe wurden abgeschaltet, das Feature steht ab sofort nicht mehr zur Verfügung. Noch in dieser Woche will Apple ein Update für Facetime bereitstellen, das den Bug in den Gruppenanrufen behebt. Das Abschalten der Facetime-Gruppenanrufe auf den Apple-Servern stellt sicher, dass der Bug nicht mehr ausgenutzt werden kann.

Facetime komplett abschalten

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte Facetime bis zu diesem Update unter Umständen einfach komplett abschalten. Das geht unter iOS in den Systemeinstellungen auf dem iPhone und iPad unter dem Punkt "Facetime". Auf dem Mac muss zunächst die Facetime-App gestartet werden. Im Menü befindet sich der Punkt "Facetime deaktivieren".

Die Funktion der Gruppentelefonate ist eines der neuesten Features in Facetime. Sie wurde zusammen mit dem Update auf iOS 12.1 von Apple präsentiert, das im Obtober 2018 an den Start ging. Facetime war in den vergangenen Monaten immer wieder wegen Sicherheitsproblemen in den Fokus geraten. Apple musste bereits mehrere Lücken in dem beliebten Dienst schließen. Eine erlaubte es Angreifern sogar, schadhaften Code über Facetime auf das iPhone, iPad oder den Mac zu bringen.

Benutzt Ihr Facetime oder andere Videotelefonie-Dienste?

Quelle: The Verge, heise

Facebook Twitter 12 mal geteilt
Dank ist diese Seite frei von Werbebannern

11 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Das war kein Fauxpas, das war sicher beabsichtigt.

    H G


    • Klar, Apple hats nötig.


    • Sophia Neun
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Welches Interesse sollte Apple daran haben, dass sich die iOS-Nutzer unterinander "abhören" können?


      • Sehr richtig! Es ergibt keinen Sinn, dass sich IOS-Nutzer untereinander abhören. Ich bin zwar zufriedener Android Nutzer und habe daher auch kein I Phone. Aber wenn man überlegt was alles bei Microsoft passiert sollte man das zwar Ernst nehmen aber nicht in der Luft zerreissen. Fehler und Sicherheitslöcher wird es immer und überall geben wo Menschen programmieren. Wichtig ist nur wie schnell es abgestellt wird. Und da hat Apple ja wohl prompt reagiert.


  • Sophia Neun
    • Admin
    • Staff
    vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Schon irgendwie erschreckend, dass es möglich war. Vermutlich haben 90% der iOS-Nutzer Facetime aktiviert.


  • Wenn man Arbeitsbedingt von Familie getrennt ist kann FaceTime was schönes sein.


  • Ich telefoniere auf herkömmlichen Wege. Dann bin ich auch unabhängig von einer Internetverbindung, und reduziere die Möglichkeit ausspioniert/belauscht zu werden.


  • Nein nutze ich nicht, mir reicht es wenn ich normal telefonieren kann.

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern