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Schlechte Bremsen, miese Apps: Mobike und Co. mit Test-Urteil "Mangelhaft"
Hardware Apps Mobilität 2 Min Lesezeit 8 Kommentare

Schlechte Bremsen, miese Apps: Mobike und Co. mit Test-Urteil "Mangelhaft"

Die Bremsen sind mies, die Räder laufen schwergängig und haben unsichere Apps: Leih-Fahrräder sind enorm populär, aber auch ziemlich schlecht. Vier von sechs Anbietern versagen im Test der Stiftung Warentest auf ganzer Linie.

Die Stiftung Warentest hat sich sechs Anbieter von Leih-Fahrrädern genauer angesehen und untersucht, wie sicher sie sind. Das Ergebnis ist eindeutig: Vier von sechs Leih-Fahrrädern fallen durch den Test. Einzig Nextbike, mit einer Gesamtnote von 1,9 und Call a Bike, ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, mit 2,3 bestehen den Test. Die Leih-Räder von Donkey Republic, Mobike und Byke sowie das Pedelec von Limebike fallen mit Pauken und Trompeten durch. Besonders bitter: Die besten Räder von Nextbike und Call a Bike waren bei der technischen Prüfung mit Noten von 2,8 und 3,4 auch nur Durchschnitt, aber damit schon deutlich besser als der Rest.

Ein normales Fahrrad muss im Brems-Test ein Gewicht von 150 Kilo stoppen können. Bei Sharing-Bikes sind es nur 120 Kilo, doch auch das ist für die meisten Leih-Räder zu viel. Platzhirsch Mobile bestand den Test ebenso wenig wie Byke und Limebike, bei Donkey Republic immerhin eines von drei Rädern. Bei einem Test-Fahrrad von Byke gab die Vorderbremse bereits bei 22 Kilogramm auf - das entspricht in etwa dem Gewicht des Fahrrads ganz ohne Fahrer. Die Pedelecs von Limebike lassen außerdem einen vorgeschriebenen Sicherheitsmechanismus für den Elektromotor vermissen. Das ist alles andere als beruhigend.

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Die Leih-Räder landen tausendfach auf dem Schrottplatz. / © VCG via Getty

Das Thema Sicherheit hat aber noch einen anderen Aspekt, und zwar beim Datenschutz. Hier schneidet erneut Mobike schlecht ab, denn deren App überträgt beispielsweise die Telefonnummer unverschlüsselt. Generell schneiden die Apps im Test nicht unbedingt gut ab. Ein Beispiel, dass es auch anders geht, liefert Call a Bike. Deren App ist in Sachen Datenschutz gut aufgestellt, obwohl sie für die Registrierung viele Daten verlangt.

Benutzt Ihr Leih-Fahrräder? Welcher Anbieter ist Euer Favorit?

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8 Kommentare

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  • Die Fahrräder sind aus technischer Sicht schlecht und wenig ergonomisch.
    Sie sind aus Produktionskostensicht echte Billigheimer und eine Belastung für die Ökologie.
    Sie sind auch nicht als Ersatz zum PKW gedacht noch genutzt.
    Zumindest hier in Berlin.
    Dafür sind die Nutzdistanzen einfach zu kurz und in der Regel innerhalb des S-Bahnrings.
    Dafür haben wir jetzt einen Al-Fe- Elektroschrottberg mehr.
    Und diesmal für aller Augen sichtbar.

    Hier in der Stadt sieht sich der Mensch wohl außer Stande 5 min. oder mehr zu Fuß zu gehen.


  • Schon aus hygienischer Sicht sind Leihräder schlecht.

    Peter


  • Sophia Neun
    • Admin
    • Staff
    vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Man erkennt schon ein Muster, welche Anbieter gut abschneiden und welche nicht. 😂


  • Im Leben würde ich diese Schrottteile nicht mieten, nichtmal klauen.
    Viel zu schwer und einfach billigst zusammengeschustertes Altmetall.
    Und den Mist kann man fast jeden Morgen vor unserem Schaufenster wegräumen.


  • Ich leihe mir 2-3 mal die Woche ein Fahrrad und behandle es wie ein rohes Ei .Wenn da ein Kratzer dran kommt gibt es vom Verleiher aber richtig Ärger. Die Leeze gehört nämlich meiner Frau


  • "Die Bremsen sind mies, die Räder laufen schwergängig und haben unsichere Apps: Leih-Fahrräder sind enorm populär, aber auch ziemlich schlecht...."

    Diese Aussage wundert mich nicht. Hierbei geht es nur um mehr Einnahmen und wenig Ausgaben. Meist ist der Neukauf mehrerer Räder in einem Auftrag billiger als die ständige Wartung.


  • Überrascht ? Ist doch klar das die einem kein High Tech Bike anvertrauen. Wenn man sich vor Augen hält das mit Sicherheit das Gros der Nutzer die Dinger nicht behandelt als wäre es das eigene Rad.
    Ich würde nur ungern zu diesen Leihfahrrädern greifen weil ich insgeheim schon davon ausginge das der Vornutzer das Ding drangsaliert hat bis zum geht nicht mehr.
    Bei den Sharing Cars ist die Situation doch ähnlich. Ich fürchte in unserer Egoistengesellschaft können solche Modelle einfach nicht funktionieren weil einfach zuviele Menschen anderer Leute Eigentum wie Dreck behandeln wenn sie glauben für den Schaden nicht haften zu müssen.

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