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Overkill 3 für Android im Test: Voll am Ziel vorbeigeschossen!

Die Overkill-Reihe hat die Perspektive gewechselt und präsentiert sich in Overkill 3 für Android als Third-Person-Shooter. Was es sonst noch Neues gibt und wie sich die neue Sicht auf das Gameplay sowie den Spielspaß auswirken, erfahrt Ihr im Test.

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Dieser Name steht für Baller-Action / © Craneballs Studios

Während für Konsolen und auf dem PC sehr viele Ego-Shooter und Third-Person-Shooter um die Gunst der Spieler buhlen, ist das Angebot für Android-Geräte eher überschaubar. Korrektur: Die Anzahl an GUTEN Ballerspielen mit der “Hinten-drauf-Ansicht” ist eher dürftig. Overkill 3 wird leider auch kein neues Zeitalter für Android-Plattformen einläuten.

Um das geht’s

Äh…, gute Frage, um was geht’s beim Free2Play-Shooter Overkill 3 eigentlich? Infos über die Geschichte, den Hauptdarsteller John und seine Gegner sind eher dürftig. Woher er die beiden dicken Narben am Kopf hat, wird auch nicht erklärt. Was ich mir zusammengereimt habe ist, dass in naher Zukunft ein großer Konflikt stattfindet, in den die Ein-Mann-Armee geschickt wird, um feindliche Soldaten und Kampfroboter abzuknallen.

Abknallen ist auch schon das richtige Stichwort, denn bei Overkill 3 wird ordentlich geballert. Also so richtig!

Das Spiel ist eine Mischung aus Third-Person-Shooter und Rail-Shooter. Frei im Gelände kann sich John nicht bewegen, sondern er wird an einer Stelle abgesetzt und hat dort nur noch die Möglichkeit sich zu ducken, um nicht getroffen zu werden. Dabei lädt er auch gleich seine Waffe nach.

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Super-John schießt sich durch. / © Craneballs Studios

Wie bei der guten alten Schießbude auf dem Jahrmarkt springen von allen Seiten Feinde hervor und eröffnen das Feuer. Besonders lästig sind Scharfschützen, die John selbst noch treffen, wenn er sich verschanzt. Um gegen die teils großen Gegnerhorden einen Vorteil zu haben, fliegen in regelmäßigen Abständen kleine Drohnen über das Schlachtfeld, die nach einem Treffer Munition ausspucken, Health-Kits und sogar eine atomare Staubwolke (!). Die rafft alle Gegner in der näheren Umgebung dahin. Ebenfalls zur Verfügung stehen nette Extras wie ein Raketenwerfer, Granaten und Rüstungsupdates. Die gibt es nicht umsonst, sondern müssen gekauft werden.

Je besser John schießt, desto mehr kann sich der Spieler leisten und je schneller werden neue Levels und bessere Waffen sowie Upgrades für Waffen freigeschaltet. Wer nicht warten will, kann sich die tollen Schießprügel auch für Echt-Geld zulegen. Die Preise sind jedoch unverschämt hoch - ein gutes Gewehr kostet knapp vier Euro! 

Das macht Spaß

Overkill 3 für Android hält mir stets eine Karotte vor die Nase gehalten und ich muss ehrlich zugeben, dass ich den Verlockungen des Shooters oft erlegen bin. Vor allem das Freischalten neuer Extras für meinen Schießprügel hat mich stets dazu motiviert, viele Levels anzugehen, um das neue Update endlich an meine Waffe zu heften. Besonders fies sind auch kurze “Teaser-Abschnitte”, in denen ich kurz mit einem starken und besonders schicken Kampfanzug in die Schlacht ziehen oder ein tolles Scharfschützengewehr ausprobieren darf.

In jedem Level ist es außerdem möglich, spezielle Aufgaben zu erfüllen, um so an mehr Geld und Medaillen zu kommen, was wiederum schneller Levels und Waffen freischaltet. Bei Overkill 3 gibt es also immer etwas zu tun und trotz der vielen Mängel hab’ ich mich immer wieder mit John aufgerafft und habe wild um mich geballert, nur um dieses tolle Zielfernrohr, dieses größere Magazin, diesen besseren Kampfanzug freizuschalten.


Link zum Video

Das nervt

Overkill 3 ist wie oben erwähnt sehr motivierend, leider kann diese Motivation auch sehr schnell wieder sinken, denn das Rail-Shooter für Android weißt einige sehr nervige Schwächen auf. Das augenscheinlichste Ärgernis ist die bescheidene Präsentation. Mit Details haben die Entwickler eher gespart als sie großzügig auf John, den Feinden oder der Umwelt zu verteilen. Vieles wirkt bei Overkill 3 auch einfach billig. Die hakeligen Animationen des Klischee-Helden fallen noch in die Kategorie unfreiwillig komisch, Effekte wie Explosionen werden Grafik-Fans aber wohl Tränen in die Augen treiben. Eher bescheiden ist auch der Sound ausgefallen.

Viele Waffen hören sich wie leicht ramponierte Küchengeräte an und nicht wie durchschlagkräftige Knarren und Gewehre. In die Liste der Nervtöter reiht sich noch die geradezu lächerliche künstliche Intelligenz der Gegner ein. Es handelt sich beim Spiel von Craneball Studios zwar um einen Rail-Shooter und dort ist auch die Bewegungsfreiheit der Gegner eingeschränkt, nur dazustehen, ab und zu ein paar Salven abzugeben und letztendlich auf eine tödliche Kugel zu warten, ist einfach zu wenig. Erschwerend kommt noch hinzu, dass bei vielen Gegnern die Bildrate in die Knie geht und es dann noch schwerer fällt, sie zu treffen.

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Immerhin gibt es bei Overkill 3 viele Waffen. / © Craneballs Studios

Der größte Minispunkt ist aber die Steuerung. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich mich wirklich - WIRKLICH -  angestrengt habe, leider waren meine Mühen oft vergebens. Das Problem bei der Handhabe ist, dass es sehr schwer fällt, präzise Schüsse abzugeben. Oft ist es reiner Zufalle, wenn John einem Gegner einen Kopfschuss verpasst oder eine Drohne trifft. 

Den Frust darüber habe ich in einem Kommentar-Artikel verarbeitet.

Fazit

Overkill 3 für Android macht so viel falsch und ist ein ein Paradebeispiel dafür, warum viele Android-Gamer einen Hass auf das Free2Play-Modell haben. Für eine nicht besonders gute Waffen vier Euro hinzublättern, ist einfach dreist und verdirbt einen den Spaß am Spiel. Der Thrid-Person-Shooter an sich ist darüberhinaus auch eher bescheiden und zwar in fast jeder Hinsicht. Besonders die Steuerung führt regelmäßig zu Frust-Attacken und die Präsentation kann einfach so gar nicht überzeugen. Wieso man sich dennoch ab und zu auf die Schießereien einlässt, liegt an den vielen Extras, die es freizuspielen gibt. Diese kleine Lust wird jedoch sehr schnell von den blöden Gegnern und dem einfallslosen Missionsdesign zunichte gemacht.

Kurzum: Overkill 3 ist ein Spiel, um das selbst Hardcore-Shooter-Fans einen Bogen machen sollten.

Wertung: 4 von 10.

  • Getestet mit: Nexus 9
  • Preis: Free2Play mit In-App-Käufen
  • Spieler: 1
  • Erforderliche Android-Version: 3.1 oder höher
  • Größe: 399M
  • Systeme: Android-Tablets, Android-Smartphones 
  • Sprache: Englische Sprachausgabe mit deutschen Texten
  • Release: 26. Februar 2015 (AppLink wird bald nachgereicht)
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7 Kommentare

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  • Weis einer, wie man scharfschützen ausweicht? Beim erstemal stand da etwas, wie man muss durch die symbole ziehen? Leider lässt sich das tutorial nicht wiederholen, sodass ich jedesmal von den scharfschützen erledigt werde.

  • Meine Meinung.. Das Game ist nur Geil.... Das dieses Game nicht D. Trigger ist war wohl Klar.. Aber das Game wird ein Erfolg.... Das Game ist Halt Lustig.. Und das mit den Waffen ist auch Geil... o. Kill. 2 war nur zum Lachen.... Freue und hoffe auf Teil 4...Also wer mal so Zocken will aus Langeweile... sehr Geil

  • "Wer ein brandneues Ballerspiel sucht, sollte sich unseren Test von Overkill 3 ganz genau ansehen!" -AndriodPit Facebook..."Kurzum: Overkill 3 ist ein Spiel, um das selbst Hardcore-Shooter-Fans einen Bogen machen sollten." -AndroidPit Test.
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  • In Need for Speed no limits kauft man Benzin und in shootern Gewehre. Wow also diese Videospiele werden immer realistischer.

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    Vielen Dank für den Test, ich werde es mir nicht ansehen und spare Zeit...

  • schöner test aber meiner meinung nach zu wenig bilder :( naja werd ich es mal selber ausprobieren müssen ;)

  • Mal ganz ehrlich....vom Detail eines Spiels bekommt man beim ballern doch sowieso nicht's mit..oder ? Ich werd's auf jeden Fall mal ausprobieren.

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