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Test 6 Min Lesezeit 24 Kommentare

Oppo RX17 Pro im ersten Test: Bunter Schönling mit 3D-Kamera

Oppo hat in der schönen Stadt Mailand sein neuestes Smartphone vorgestellt: das RX17 Pro. Im Grunde handelt es sich um das gleiche Smartphone, das bereits vor kurzem in China unter dem Namen R17 Pro vorgestellt wurde. Stellt sich für Europa die Frage, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt? Und kann das Gerät mit dem OnePlus 6T mithalten?

Für rund 600 Euro zu haben

Durch den Launch in China ist bereits Vieles über das Oppo RX17 Pro bekannt, aber der Preis war bislang ein Rätsel. Doch auch das wurde jetzt gelüftet: Das Smartphone wird in Europa 599 Euro kosten und ist in den Farben Blau und Violett erhältlich. Hierzulande wird das Telefon aber nicht offiziell angeboten. Am 7. November Startet der Verkauf in Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden. Allerdings ist wie bei Xiaomi-Smartphones anzunehmen, dass auch diverse Online-Händler das Smartphone hierzulande führen werden.

Ein bunter Blickfang

Auch wenn der Preis für das RX17 Pro nicht hoch erscheint, besonders mit Blick auf den Preis aktueller Highend-Flaggschiffe, bleibt es ein ordentliches Sümmchen, weshalb wir natürlich entsprechende Erwartungen an das Oppo-Smartphone hatten. Zumindest beim Design wurden wir auch nicht enttäuscht. Wir finden die klassische Kombination aus Glas und Metall, die heute viele Smartphones auszeichnet, und mit einer guten Verarbeitung überzeugt.

Da Schönheit bekanntlich im Auge des Betrachters liegt, ist es natürlich schwierig, hier eine rein objektives Urteil zu fällen. Aber, das RX17 Pro erfüllt die aktuellen Designstandards mit schönen Farben und Lichteffekten auf der Rückseite. Eine Ähnlichkeit zum Farbmix bei Honor und Huawei ist natürlich nicht abzustreiten.

Wer auf der Suche nach einem dezenten schwarzen Modell ist, guckt in die Röhre, denn beide Farbvarianten sind ziemlich auffällig und das ist wohl auch das Ziel des Herstellers. Was mich betrifft, ist meine Lieblingsfarbe für das Oppo-Smartphone Blau.

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Der Rücken ist schön, aber auch Aalglatt und zieht Fingerabdrücke an. / © AndroidPIT

Aber auch auf die Haptik kommt es an. Mit einem Gewicht von 183 Gramm liegt das Smartphone gut in der Hand und hinterlässt ein hochwertiges Gefühl. Allerdings ist es aufgrund seiner Größe nur schwer mit einer Hand zu bedienen. Außerdem ist die Rückseite vergleichsweise rutschig und zieht Fingerabdrücke magisch an.

Insgesamt bleibt es aber ein elegantes Smartphone , das sich vor allem an Fans von modernem Design und großen Smartphones richtet. Eine IP-Zertifizierung gibt es nicht, aber das Gerät ist spritzwassergeschützt. Die schlechte Nachricht: Einen Klinkenanschluss hat das Gerät nicht, so dass Ihr entweder zu einem Adapter oder einem Bluetooth-Headset greifen müsst.

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Einen Klinkenanschluss gibt es nicht. / © AndroidPIT

Ein gutes Display im Großformat

Das Oppo RX17 hat ein 6,4-Zoll großes AMOLED-Display im 19,5:9-Format . Ganz im Zeitgeist ist es damit besonders groß und eignet sich damit bestens um unterwegs Videos, Serien oder Filme zu gucken. Bei der Auflösung gibt es aber nur 2.340 x 1.080 Pixel, was aber trotzdem ausreichend scharf wirkt und sich sicherlich positiv auf die Akkulaufzeit auswirken wird.

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Das Display macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck. / © AndroidPIT

In der Praxis gibt es beim Display auf den ersten Blick nichts zu meckern. Klar gibt es eine Notch, aber die fällt mit der Tropfenform viel kleiner als bei den meisten Wettbewerbern aus. Und egal ob es Euch gefällt oder nicht, alles in allem gibt es so mehr Display und Platz für Inhalte. zum Schutz liegt hier im übrigen Gorilla Glass 6 drauf. Unser Test wird zeigen müssen, ob der erste Eindruck stimmt.

Zwei Wege, das Smartphone zu entsperren

Bevorzugt Ihr eine Gesichtserkennung oder den Fingerabdrucksensor unter dem Display zum Entsperren des Smartphones? Egal, denn das RX17 Pro bietet beides und beide arbeiten im ersten Test problemlos. Der Fingerabdruckscanner funktionierte beim Ausprobieren problemlos, war aber etwas langsamer als ein herkömmlicher Sensor. Die Gesichtserkennung funktionierte ebenfalls schnell und scheint zuverlässig zu sein - zumindest während des ersten Tests.

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Fingerabdruck-Sensor oder Gesichtserkennung? Hier gibts beides. / © AndroidPIT

Von Android Pie noch keine Spur

Eine kleine Enttäuschung gibt es bei der Software, denn das Oppo RX17 läuft noch mit Android 8.1 Oreo und nicht mit Android 9 Pie . Mehr als Schade, denn immerhin ist die neueste Version bereits seit drei Monaten auf dem Markt. Aber es wird wohl auch nicht das letzte neue Smartphone sein, das mit einer alten Android-Version erscheint. Die Oberfläche von Oppo mit Namen ColorOS gibt's in der Version 5.2.

Optisch ist die Oberfläche weit von Stock-Android, aber nach einigem Ausprobieren gewöhnt man sich recht schnell an die Menüs. Wer schon einmal ein Oppo-Smartphone genutzt hat, wird sich aber gleich heimisch fühlen. Mehr zur Oberfläche des Herstellers, wie die gestenbasierte Navigation, lest Ihr im Test des Oppo Find X-

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Auch ohne Android Pie gibt's bei Oppo schon eine Gestensteuerung. / © AndroidPIT

Gehobene Mittelklasse

Im Gegensatz zum OnePlus 6T oder dem Pocophone von Xiaomi gibt es unter der Haube bei Oppo nicht den neuesten Highend-Chip von Qualcomm . Stattdessen setzt der Hersteller auf den Snapdragon 710, der im ersten Test wie erwartet eine gute Performance abliefert. In Kombination mit 8 GByte RAM und dem 128 GByte großen internen Speicher läuft alles reibungslos - auch das Multitasking. Da es sich bei dem getestete Modell um ein Vorserien-Modell handelt, werden wir uns aber erst später die Benchmark-Ergebnisse zu Gemüte ziehen. 

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Bei der Performance merkt man im Alltag keinen Unterschied zum Highend-Chip. / © AndroidPIT

Kann Oppo bei der Kamera mithalten?

Bei der Kamera auf der Rückseite gibt es gleich drei Sensoren . Der Hauptsensor hat 12 Megapixel und eine variable Blende (f/1,5 & f/2,4), die vom System automatisch nach Kriterien wie den Lichtbedingungen ausgewählt wird. Der zweite Sensor hat 20 Megapixel mit einer Blende f/2,6, und wird hauptsächlich für Portraits verwendet. Beim Dritten handelt es sich um eine TOF-Kamera (Time of Flight), die es ermöglicht 3D-Aufnahme zu erstellen.

Auf den ersten Blick schießt das RX17 Pro ansehnliche Fotos, aber das müssen wir uns später im Detail ansehen. Denn noch ist die Software nicht final, wie uns der Pressesprecher von Oppo mitteilte. Gespannt sind wir dann auch auf den Nachtmodus. So richtig fehlt mir derzeit noch der alltägliche Nutzen der 3D-Kamera, aber vielleicht ergibt der sich beim Test in den kommenden Tagen.

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Die Benutzeroberfläche der Kamera ist intuitiv. / © AndroidPIT

Ultraschnell wieder aufgeladen

Mit einem 3.700 mAh großen Akku, oder genauer gesagt 2 Akku-Einheiten mit jeweils 1.850 mAh, sollte einen das Oppo RX17 Pro gut über den Tag bringen. Aber das werden wir natürlich erst im ausführlichen Test wirklich prüfen können. Interessant ist die Schnellladetechnik Super VOOC Flash Charge . Laut OPPO liefert es 40 Prozent in 10 Minuten. Ob das stimmt, werden wir natürlich auch testen. 

OPPO RX17 Pro: Technische Daten

Abmessungen: 157,6 x 74,6 x 7,9 mm
Gewicht: 183 g
Akkukapazität: 3700 mAh
Display-Größe: 6,4 Zoll
Display-Technologie: AMOLED
Kamera vorne: 12 Megapixel
Kamera hinten: 25 Megapixel
Blitz: LED
Android-Version: 8.1 - Oreo
Benutzeroberfläche: ColorOS
RAM: 8 GB
Interner Speicher: 128 GB
Wechselspeicher: Nicht vorhanden
Chipsatz: Qualcomm Snapdragon 710
Anzahl Kerne: 8
Max. Taktung: 2,2 GHz
Konnektivität: HSPA, LTE, NFC, Dual-SIM , Bluetooth 5.0

Performance steht nicht im Vordergrund

Das Oppo RX17 Pro will in der gehobenen Mittelklasse brillieren, aber im Gegensatz zum Pocophone nicht durch schiere Performance beeindrucken. Einerseits, indem das Smartphone auf die Benutzer mit einfacheren Bedürfnissen (und Wünschen) ausgerichtet ist, und andererseits, weil das Smartphone andere Vorteile hat. Auf Papier sind das ein attraktives Design und Farben, SuperVOOC Schnellladung, der Fingerabdrucksensor unter dem Display, die schnelle Gesichtserkennung, das große Display und die Triple-Kamera mit 3D-Aufnahmen auf der Rückseite. Reicht das für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis? Nach unserem ausführlichen Test wissen wir mehr.

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24 Kommentare

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  • Da würde ich mir für das Geld eher ein OP 6T holen, warum Kompromisse eingehen?


  • Habe ein Mi 8 Pro mit 128 GB und 845 habe dafür aber gerade einmal 389,90€ (Angebot aus Österreich) bezahlt und Oppo bringt für 599€ nur Mittelklasse heraus. Aber es gibt immer genug Trottel die für wenig mehr bezahlen.


    • Absolut richtig. Habe mir auch zum ersten Mal ein Xiaomi gekauft und muss ehrlich sagen einfach der Wahnsinn. Was man für unter 500€ alles geboten bekommt ist genauso gut wie ein Samsung Highend Gerät welches fast das dreifache kostet, habe es Jahrelang gekauft deswegen kann mir keiner sagen oder erzählen das dies nicht so sei. Also ruhig mal Xiaomi eine Chance geben und Bewunderung wird nicht lange auf sich warten lassen.


  • Schickes Gerät und keine annähernd 1000 Teuro. Android 8.1 ist aktuell ,wenn man bedenkt das 9.0 nur auf 1% aller Smartphones (hauptsächlich die Pixel) läuft. Aber eventuell kommt das Update. Die Aussparung im Display für die Kamera ist vertretbar und besser als bei andere. Kommt das Handy auch nach Deutschland dann findet es seine Käufer. Fingerabdrucksensor unterm Display ist toll.


    • An sich logisch, dass es keine 1000€ kostet, da es an sich nur Mittelklasse ist.

      Und bei der Notch bleibt: Notch bleibt Notch, egal wie groß oder klein ^^


      • Naja wenn der Hersteller 1000 € verlangt hätte würden die Leute unter Umständen auch kaufen und so sind 6-700€ ein guter Preis gegenüber der Konkurrenz.


  • Manchmal glaube ich, ich bin der Einzige, dem diese krassen Farben der Rückseiten nicht so gefallen... ^^ Klar, es ist schön, wenn es eine Auswahl und generell mehr Optionen / Farben gibt, aber mir wäre so eine Farbe im Alltag etwas zu "fancy" ...

    Aber auch Absatz der Farbe sehe ich nicht, wo das Ding jetzt ein "Schönling" sein soll oder will. Es hat eine hässliche Notch und dieser lange, schwarze Balken in der Mitte der Rückseite wirkt auf mich auch irgendwie komisch... Als gehöre der da eigentlich gar nicht hin.

    Mal ganz davon abgesehen, dass ich solche 1:1 Kopien der Software von iOS... Hier und da das eine oder andere Übernehmen ist ja kein Ding, vor allem nicht, wenn der Hersteller dann noch seine "eigene Würze" mit einbringt und es so eventuell auch verbessert, aber noch offensichtlicher hätte man bspw. das Multitasking-Menü oder die Einstellungen nicht kopieren können...


    • C. F.
      • Blogger
      vor 1 Woche Link zum Kommentar

      Wenn das Ding in einer Hülle steckt, ist die Farbe der Rückseite sowas von egal...


      • Es gibt auch transparente Hüllen.


      • Ne Hülle braucht nutzt aber nicht jeder. Braucht man auch eigentlich garnicht.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 1 Woche Link zum Kommentar

        Ach so. Du hast also genug Kohle, um nach ungeschütztem Sturz und Totalausfall Dir ein neues kaufen zu können? Ok. haben aber nicht alle. Daher ein Case zum Schutz.


      • @C. F.
        Sehe ich ganz anders.
        Zum einen gibt es, wie schon genannt, transparente Hüllen, zum anderen hat quasi immer der Rahmen die gleiche / eine ähnliche Färbung und ich für meinen Teil nutze keine Hüllen, sondern wenn dann Skins.

        Einfache, schwarze Smartphones kommen mir definitiv nicht ins Haus...

        Und nur weil man keine Hülle nutzt, heißt das noch lange nicht, dass man super-angeberisch-stinkend reich ist... Mane mögen halt einfach keine dick auftragenden Hüllen o.Ä. und gehen da lieber das etwas größere Risiko (SO viel besser schützen die meisten Hüllen jetzt auch nicht...), zumal es auch noch Versicherungen gibt. Und da spielt es dann auch keine Rolle, ob es in einer Hülle kaputt ging oder ohne.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 1 Woche Link zum Kommentar

        Gianluca sagte aber, dass man eigentlich gar keine Hülle braucht. Also nicht mal transparent oder sonst eine andere Ausführung.

        Tim


      • Hülle ist bei meinen Smartphones immer Pflicht. Hab ich schon öfter geschrieben. Ich find es jedesmal amüsant, wenn gerade die neuesten und rund 1000€ teuren Smartphones auf den Markt kommen, und nach einigen Tagen schon die ersten fragen wo man günstig Display oder Rückseite reparieren lassen kann.

        C. F.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 1 Woche Link zum Kommentar

        Ich musste mich mal in einem Bistrogarten kaputt lachen. Na ja - eigentlich alle, die das gesehen haben. Da kam einer mit zwei Begleitern und setzt sich neben uns an einen Tisch. Nach kurzer Zeit hat er dann ein wohl neues Smartphone auffällig elegant auf den Tisch gelegt. Ohne Hülle oder irgendwas. Das hat dann auch mal geklingelt. Allerdings nur mit Vibration. Hatte er wohl in der lebhaften Diskussion zu spät bemerkt. Jedenfalls ist das Smartphone die paar Zentimeter zum Tischrand gewandert (eh klar: Glas auf Glas) und......klack....auf dem grob gepflasterten Boden auf geschlagen. Genau auf's Display. Das war hinüber. Große Spider-App. Und weil der Typ so erschrocken und schusselig war, ist es ihm beim Aufheben nochmals aus der Hand gerutscht oder gefallen. Diesmal auf die Rückseite. Da war das Glas dann auch hin. Der hat fast geheult, als er das dann in den Händen hin und her gedreht hat. Ich musste dann echt weg. Meiner Frau hatte der leid getan. Mir nicht.


  • Das wird nichts und dan noch 600€ fordern, da greift man lieber zu einem anderen Gerät. Finde auch den Akku schwach bei 6,4 Zoll Größe!!!


  • C. F.
    • Blogger
    vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Wozu braucht das Teil eigentlich 'ne Notch?


  • Was Oppo anbetrifft muss ich ja sagen dass deren Geräte immer wirklich schön aussahen. Besonders gefiel mir die damalige "Sky-Led" in Kombination mit dem extrem futuristischem Design. Trotz allem, Oppo scheint sich mit diesem Gerät wohl dem "Mainstream" anzuschliessen. Auch wenn es zuvor an Stabilität mangelte, womit ich den Mechanismus der ausfahrbaren Kamera anspreche, empfand ich diesen Schritt sehr gut. Wieder etwas womit Oppo sich abhob vom Rest, ich hoffe Sie bleiben nicht nur bei diesen Standardausführungen sondern machen da weiter wo Sie angefingen.


  • Also, schon wieder Bildschirm > 6 Zoll, schon wieder ohne Klinke, keine SD 8xx und dann noch nicht Mal aktuelle Software. Und das soll 600 Euro wert sein? Na ja, ich habe ja zum Glück die Wahl, noch.


  • Wiedermal nichts besonderes.
    Schade.

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