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Nicht nur Facebook: Google späht iOS-Nutzer über eine App aus

Nicht nur Facebook: Google späht iOS-Nutzer über eine App aus

Im Zuge des gestrigen Facebook-Skandals stellt sich jetzt heraus: Auch Google späht "freiwillige" iOS-Nutzer aus, um zahllose Benutzerdaten zu sammeln. Genau wie Facebook nutzt Google dafür ein spezielles Unternehmens-Zertifikat von Apple, um auf einen umfangreichen Datenpool zurückzugreifen.

Nach dem Herunterladen der App nehmen die Benutzer an einer Umfrage teil, um einen speziellen Code zu erhalten, der es ihnen ermöglicht, die VPN-App herunterzuladen. Die nutzt Apples Unternehmens-Zertifikat und verfolgt jede Nutzung des iPhones. Um die Menschen zu ermutigen, das zu machen, lockt die App mit Geschenkgutscheine im Austausch für die Daten.

google screenwise meter
Die Screenwise Meter App sammelte unzählige Daten. / © Google

Wie die spezielle App von Facebook war auch die von Google zunächst auch für minderjährige Nutzer verfügbar. Später änderte man in Mountain View die Altersbeschränkung auf ein Mindestalter von 18 Jahren. Nach den Untersuchungen von TechCrunch hat Google angekündigt, dass die Screenwise Meter App für iOS mit der nächsten Version schließen wird:

Die iOS-App, Screenwise Meter, sollte nicht mit Apples Unternehmens-Zertifikat für Entwickler funktionieren. Es war ein Fehler und dafür entschuldigen wir uns. Wir haben die App auf allen iOS-Geräten deaktiviert. Wir weisen jedoch darauf hin, dass das Programm völlig freiwillig war und wir nie Zugang zu den verschlüsselten Daten von Apps hatten. Auf jeden Fall hatten die Anwender immer die Möglichkeit, die Software jederzeit zu deaktivieren.

Nach dem gestrigen Facebook-Skandal hat Apple sofort alle Zertifizierungen für Facebook-eigene Apps für ungültig erklärt, aber es ist noch nicht klar, ob die gleiche Strafe auch Google erwartet.

Via: Phone Arena Quelle: TechCrunch

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17 Kommentare

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  • Aries vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    Es geht darum dass sowohl Facebook, als auch Google ein Verfahren genutzt haben, das sie laut Vertrag mit Apple für diesen Zweck nicht nutzen durften. Erschwerend kommt hinzu, dass sie sich an Minderjährige gerichtet haben, die nicht umsonst einen besonderen gesetzlichen Schutz geniessen.

    Es spielt keine Rollte, ob Apple oder sonst wer auf andere Art und Weise ebenfalls Daten sammeln und monetarisieren. Es spielt auch keine Rolle, wer was in der Vergangenheit gemacht hat. Vielmehr sollte sich jeder für sich überlegen, wie weit man noch bereit ist, das Spiel mitzumachen.

    Wer sich Apps installiert, damit er 20 Dollar bekommt und dafür seine Daten preisgibt, der soll das machen. Solange es nur seine Daten sind! Aber es sind eben nicht mehr nur die eigenen Daten, sondern auch alles, was in der Kontakte-App steht und was man per E-Mail mit Hinz und Kunz austauscht. Es sind Anruflisten, die an irgendwelche US-Konzerne übertragen werden, die ebenfalls Daten von anderen Personen enthalten.

    Eltern müssen sich darum kümmern, was die Kinder mit ihren Smart Devices machen. Man muss sich überlegen, ob man sich nicht fachkundig machen kann, um zu erkennen, welche Fremdmodule in den Apps Daten abgreifen können und welche Verbindungen aufgebaut werden, wenn man eine Website aufruft oder eine Route plant oder eine Nachricht schreibt.

    Die Hürde, das nachzuvollziehen, ist gar nicht so hoch. Wer ein Smartphone bedienen kann, kann auch entsprechende Helfer-Apps bedienen und die Lernkurve steigt recht schnell. Genauso, wie man auch Mohrhuhn, Angry Birds, Ingress, Pokemon Go usw. nicht sofort perfekt beherrscht hat, aber immer besser wurde.

    Ich fühle mich bestätigt, dass ich alles vom Facebook-Konzern gekündigt und gelöscht habe. Bei Google verzichte ich weitgehend auf deren Dienste. Man kann sogar ein Googlekonto ohne Gmail-Adresse führen und damit den Play Store nutzen, während man all anderen Dienste links liegen lässt und bei anderen Anbietern bucht.

    Jeder sollte sich überlegen, ob beispielsweise der eine Euro für ein Mailkonto bei Posteo oder Mailbox.org den größeren Schutz der Privatsphäre nicht wert ist. Die Suchmaschine kann man sogar vollkommen kostenlo auf Qwant oder Startpage umstellen. Anstatt Google Maps gibt es Openstreet Map und Google Maps kann man auch im Web Browser ohne Anmeldung am Googlekonto nutzen, wenn es nicht um Navigation geht. Dafür gibt es auch datenschutzfreundliche Anbieter. Wenn man schon dabei ist, den Web Browser mehr zu bemühen, auch YouTube lässt sich damit super verwenden. Wer braucht schon Konto bei YouTube?

    Es geht nicht darum, gar keine Daten mehr zu hinterlassen, sondern sie nicht inflationär, gedankenlos zu verbreiten. Es geht darum, sich bewußt zu sein, dass man nicht nur sich selbst gegenüber Verantwortung hat, sondern auch gegenüber seinen Kontakten. Schließlich geht es mir darum, meine Aktivitäten nicht zentral einigen wenigen US-Konzernen mitzuteilen, sondern wenn es sich schon nicht vermeiden lässt, dass ich Daten hinterlasse, diese an viele Anbieter zu verteilen, die mir möglichst über die AGB zusichern, diese Daten nur für den Zweck meiner Aktion zu verwenden.


  •   34
    Gelöschter Account vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    Apple hat schon immer die kompletten Daten der IPhonenutzer gesammelt. Zwar anonymisiert, aber weiterverkauft.
    Ich erinnere an den Skandal, als rauskam das das IPhone 1 die Standortdaten der Besitzer sammelte.

    IPhonenutzer gebrauchen selbstverständlich Google. Warum sollte seitens Aplle auf diese Datenerfassung verzichtet werden?

    Androidnutzer gebrauchen schließlich auch Appleprodukte (z.B. Shazam).
    Und Google möchte von Apple schließlich diese Daten haben.


    Man darf nicht dem Gedanken verfallen, nur weil es zwei Firmen und auch Konkurrenten sind, daß diese nicht zusammenarbeiten.
    Erst recht nicht wenn beide gut daran verdienen können.

    Im Handel sind alle Sauereien zu finden.
    Der Ehrliche Kaufmann war schon immer Quark.

    Öffnet die blauen Augen und legt die rosarote Brille ab.


    • NilsD vor 9 Monaten Link zum Kommentar

      "Apple hat schon immer die kompletten Daten der IPhonenutzer gesammelt. Zwar anonymisiert, aber weiterverkauft."
      Dabei gibt's hier den ein oder anderen der sich immer damit brüstet das der Vorteil bei Apple wäre das sie eben keine Daten sammeln würden :-)

      DieselGelöschter Account


      •   34
        Gelöschter Account vor 9 Monaten Link zum Kommentar

        Tja, wie wenn nicht durch Daten sammeln will man die ganze Hardware und Software und damit verbundenen Dienstleistungen verknüpfen?
        Und wer behauptet es gehe auch ohne Datenerfassung, der kann das ganze ja mal offline probieren😉.


    • Jens vor 9 Monaten Link zum Kommentar

      IPhonenutzer gebrauchen selbstverständlich Google.


      Diese Erkenntnis nehmen Sie woher ?
      Wieviele Google Dienste nutzt ein Android Nutzer nochmal 😂


      Die Apple Nutzer aus meinem Umfeld inkl. mir nutzen unter IOS keinen Google Dienste noch eMail.

      Also halten Sie sich mit Ihren Halbwissen etwas zurück.

      IPhone 1 aus 2008 ohhhhhh, wenn man sonst keine Argumente hat😂


      •   19
        Gelöschter Account vor 9 Monaten Link zum Kommentar

        Jens, du setzt dein Nutzerverhalten also auch als Maßstab für alle anderen iOS-Nutzer? OMG! 🤦🏻‍♂️ Mit deinem gefährlichen Halbwissen solltest du dich lieber sehr zurückhalten.

        Und ganz ehrlich: Deine Behauptung, dass sämtliche iOS-Nutzer in deinem Umfeld keinerlei Google-Apps nutzen, halte ich für die Unwahrheit. Es sei denn, dass es nur 1-2 solcher Personen in deinem Dunstkreis gibt.


      • Demfall Googlen sie nicht und brauchen eine andere Such-Maschine. Nicht wirklich, oder?


      •   34
        Gelöschter Account vor 9 Monaten Link zum Kommentar

        Ah ha, keine Google Suche, chrome, Maps, street view, idealo, youtube, google earth, gboard, drive, flights, Übersetzer, Youtube kids, docs, Kalender, Google Assistent, Android Auto, Google Notizen, google smarthome, picasa, google play music, google pay und bis vor kurzem G+.
        Wirklich?
        Niemand, irgendetwas davon?

        Und dann noch dies:

        2008
        news.preisgenau.de/daten-skandal-apple-sammelt-seit-2008-heimlich-geo-daten-von-iphone-besitzern-9775.html

        2010
        m.spiegel.de/netzwelt/web/datensammler-apple-your-iphone-is-watching-you-a-758320.html

        und so weiter.
        Geh doch bitte selbst mal schauen.


    •   19
      Gelöschter Account vor 9 Monaten Link zum Kommentar

      Sandtiger, Apple hat schon immer anonyme(!!!) Daten gesammelt und verkauft? Puuuh, na das ist ja mal ein gewaltiger Skandal ... 😂😂😂. Ich schmeiß' mich weg!


  • Also reichen Google noch nicht die Daten, die sie aus Android zusammenklauben können.

    Oder sind Apple-Nutzer zu lukrativ? ...


  • Weshalb sollte Google auch etwas anderes tun oder alles besser machen. Daten sind viel Geld wert. Aber wer sich auf sowas einlässt nur um Geschenkgutscheine zu bekommen hat es nicht besser verdient als dass er ausspioniert wird. Irgendwoher muss das Geld für die Gutscheine ja kommen.

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