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Neue E-Scooter von Segway und Boosted: Werden die Tretroller jetzt hip?
Hardware Mobilität Kommentar 3 Min Lesezeit 31 Kommentare

Neue E-Scooter von Segway und Boosted: Werden die Tretroller jetzt hip?

Erst kamen die Leih-Roller, jetzt sind es die zum Kaufen - und sie kommen von beliebten Marken wie Segway und Boosted. Geht es jetzt richtig los mit der neuen Generation der Tretroller? Wenn ich mich fragt: Eher nicht.

Die ersten legalen E-Scooter sind bereits in Deutschland erhältlich, nun steigen weitere Marken mit ein. Mit Segway-Ninebot widmet sich ein großer Name den neuen Flitzern, die derzeit in Form von Leih-Roller von Lime, Circ, Voi und Tier bereits das Land erobern. Der Segway-Tretroller mit E-Motor soll zur IFA Anfang September vollständig enthüllt werden. Der neue Segway-Roller, dessen Name noch unbekannt ist, wurde speziell für den deutschen Markt entwickelt, um den Bestimmungen der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung zu genügen.

Aber es ist nicht nur Segway Ninebot. Mit Boosted hat auch ein extrem angesagter US-Hersteller von E-Skateboards - die man hierzulande auf öffentlichen Straßen noch immer nicht fahren darf - einen eigenen Kickscooter angekündigt. Auch der Roller ist zuvorderst für den amerikanischen Markt gedacht, dürfte aber auch den Sprung nach Europa schaffen. Mit 1.799 Dollar ist der Boosted Rev, wie das gute Stück heißt, alles andere als günstig, hat aber auch eine ordentliche Reichweite von etwa 35 Kilometer und eine Höchstgeschwindigkeit von gut 38 km/h zu bieten. In Deutschland wird er allerdings nur halb so schnell sein dürfen.

Boosted Rev Quick Cover
Das ist der neue E-Scooter von Boosted. / © Boosted

Wie lange hält der Roller-Trend?

Derzeit hat man tatsächlich zumindest in Berlin, Hamburg und anderen Großstädten das Gefühl, dass die E-Scooter extrem gut ankommen. Es stehen unzählige davon herum, man sieht viele Menschen damit fahren. Das ist in meinen Augen aber vor allem die Faszination des Neuen. Im Gespräch zeigen sich viele der neuen Tretroller-Fahrer von den Gefährten enttäuscht: Zu langsam, zu unsicher, zu teuer, zu geringe Reichweite, das sind in den Augen vieler Menschen gewichtige Nachteile. Ausleihen und Ausprobieren geht für ein paar Euro, aber einen solchen E-Scooter zu kaufen kostet richtig viel Geld. Da ist die Hürde noch einmal deutlich höher.

Wer hier schon eine Weile bei dem Thema mit liest, der kennt vielleicht meine Meinung zu E-Scootern. Sie ist, nun ja, nicht total positiv. Das hat sich auch nach einigen Fahrten mit den Berliner Leih-Rollern nicht geändert, im Gegenteil. Ich denke, dass sich relativ schnell die Erkenntnis durchsetzen wird, dass die Vorteile der E-Scooter die Nachteile im täglichen Gebrauch längst nicht aufwiegen. Die Dinger werden zwar von den echten Fans weiter gefahren werden, in der Masse aber schnell wieder verschwinden. Daran ändern auch beliebte Hersteller wie Boosted oder Segway nichts.

Was meint Ihr, geht der Stern der neuen Tretroller mit E-Motor so schnell unter wie er aufgegangen ist, oder sind die Scooter gekommen um zu bleiben?

Top-Kommentare der Community

  • Skargo vor 3 Tagen

    Elektroschrott zu kaufen, weil man keinen Bock hat in die Pedalen zu treten wird die nächste Generation mit Kopfschütteln quittieren.

    Gleiches gilt m. E. auch für Batterie-Autos. Die Lobbymaschinerie gaukelt dem Kunden vor, es handle sich um eine grüne Revolution. Dabei geht es nur um Unabhängigkeit vom Öl und trotzdem keine Absatzprobleme. Dann verstopfen bald eben Sondermüll-Autos die Städte. 🤷🏻‍♂️

31 Kommentare

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  • Wie viele rasten mal auf Inlinern rum (ich auch) - diese wackeligen KLEINEN E- Roller sind so gefährlich und unpraktisch wie Oma /Opa im SUV! Dann die schlechte Öko - Bilanz dieser Dinger... - Eintagsfliege!!


  • Der Hype erinnert mich an den segway.....in aller Munde aber keiner kauft oder nutzt es wirklich. Ist schon ein Treppenwitz das segway bei dem Hype jetzt auch mit aufspringt


  • Ganz ehrlich!
    Ich verweigere mich diesem Trend.
    Die Ökobilanz der Roller ist unter aller Sau.
    Die Distanzen , welche damit zurückgelegt werden sind ein Witz.
    Das kann man ganz locker laufen.
    Apropo laufen, das ist auch viel gesünder.

    Das Gegenargument:
    Der Roller.
    Eine Alternative zum Pkw.
    So ein Blödsinn, wird durch nachquatschen nicht besser und durch wiederholen nicht richtiger.


  • Ich denke dass die Sturzgefahr und die Schwere der Verletzungen deutlich höher sein wird als beim Radfahren. Da das Leben ein stetiger Prozess des Lernens ist, wird der/die eine oder andere beim Rollerfahren dazu lernen... autsch.


  • Elektroschrott zu kaufen, weil man keinen Bock hat in die Pedalen zu treten wird die nächste Generation mit Kopfschütteln quittieren.

    Gleiches gilt m. E. auch für Batterie-Autos. Die Lobbymaschinerie gaukelt dem Kunden vor, es handle sich um eine grüne Revolution. Dabei geht es nur um Unabhängigkeit vom Öl und trotzdem keine Absatzprobleme. Dann verstopfen bald eben Sondermüll-Autos die Städte. 🤷🏻‍♂️


  • A. K.
    • Mod
    vor 3 Tagen Link zum Kommentar

    Der TÜV hat ein ziemlich vernünftiges Statement zu dem Thema abgegeben. Die sog. "elektro Kleinstfahrzeuge" könnten sinnvoll genutzt werden, um den städtischen Verkehr zu entlasten. Allerdings steht der Gedanke im krassen Gegensatz zu der aktuellen Verordnung.

    Denn mit der Versicherungspflicht geht auch das Verbot einher, die "Kleinstfahrzeuge" in Öffis zu transportieren. So entfallen diese privaten Roller für die Nutzung in der "letzten Meile" - bspw um vom Bahnhof Nachts den letzten km nach Hause zu fahren, wenn man nicht auf den Nacht Bus warten möchte.

    Wenn sich die Verordnung nicht ändert (und ich kann mir nicht vorstellen, dass was geändert wird), dann wird es eine Totgeburt.

    https://www.google.com/amp/s/www.presseportal.de/pm/amp/65031/4092363


    • Abseits von Touries die mit den Leihrollern Sightseeing machen, erschließt sich mir das Leihkonzept noch nicht. Dazu ist es im Verglich zu Leihfahrrädern einfach zu teuer.

      Ein eigener Roller in kombination mit ÖPNV kann sinn machen. Ich hatte es so verstanden das die Verkherbetriebe das alle individuell entscheiden.


    • Die Aussage sie dürften nicht in Öffis transportiert werden, widerspricht den Aussagen des BMVI. Die schreiben dazu:

      "Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur befürwortet die Mitnahme von Elektrokleinstfahrzeugen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), kann dazu allerdings nicht verpflichten. Über die Beförderungsbedingungen entscheidet das jeweilige Verkehrsunternehmen."


      • A. K.
        • Mod
        vor 3 Tagen Link zum Kommentar

        Es ist zumindest nicht einheitlich geregelt und das ist ein riesen Problem. Was ist bspw, wenn Berlin und Brandenburg das unterschiedlich regeln? Müssen Pendler vorm Überqueren der Grenze aussteigen?


      • Willkommen im Föderalismus.

        Da im genannten Beispiel die Beförderungsbedingungen aber für den gesamten VBB gelten, wird es keine unterschiedlichen Regelungen geben.

        Ähnlich wird es auch in anderen Regionen geregelt. Lediglich wenn man über die Grenzen des jeweiligen Verkehrsverbundes hinaus pendelt, könnte es problemaitsch werden. Das dürfte aber eher nicht die große Masse an Pendlern sein.


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 3 Tagen Link zum Kommentar

      Hm, stimmt. An das Problem die Roller wegen der Versicherungspflicht nicht mit in die Oeffis mitnehmen zu können, habe ich noch gar nicht gedacht. Das ist natürlich ein großes Problem!


      • Man kann die Roller überall in Bus und Bahn mitnehmen.


      • Nein, beim VBB darf man bspw. nicht.

        "Fahrräder und andere Fortbewegungsmittel mit Hilfsmotor [...] sind von der Beförderung ausgeschlossen (ausgenommen Fahrräder mit Trethilfe durch einen Elektro-Hilfsmotor, z. B. Pedelecs)"

        @Fabien: eine Versicherungspflicht schließt per se die Mitnahme nicht aus.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 3 Tagen Link zum Kommentar

        Weißt Du zufällig wonach sich die Öffentlichen da richten?


      • Nein, weiß ich leider nicht.
        Das scheint jeder Verkehrsbetrieb/-verbund anders zu handhaben. Einige nennen explizit Versicherungspflicht als Ausschlußkriterium, viele andere (wie VBB oder MDV) widerum nicht.

        Es gibt aber bspw. auch versicherungspflichtige Rollstühle, die bei entsprechender Behinderung durchaus mitgenommen werden dürfen.

        Von daher kann man also nicht pauschal von der Versicherungspflicht auf ein Beförderungsverbot schließen. Das wär ja auch zu einfach für die deutsche Bürokratie Dann könnten ja auch wir einfache Bürger das verstehen und nachvollziehen.


      • A. K.
        • Mod
        vor 3 Tagen Link zum Kommentar

        Also ich habe mich bisher auch ein wenig belesen und es gibt leider kein Schema, nachdem man schließen kann, was mitgenommen werden darf und was nicht.

        Mal werden Versicherungspflichtige Fortbewegungsmittel ausgeschlossen, dann gibt es eine Ausnahme für "E Pedelecs", anderswo werden sie geduldet, aber es besteht keinen Anspruch auf einen Transport, dann wiederum (ich glaube in Hamburg) müssen sie eine Feststellbremse haben + 4 Räder (ich weiß nicht, ob genau 4 Räder oder bis zu) und in Fahrtrichtung auf dem Platz für Rollstühle oder Kinderwagen stehen. Trotzdem besteht kein Anspruch auf einen Transportplatz, wenn letztere die jeweiligen Plätze blockieren, weil diese Vorrang haben. Es gibt auch Betriebe, da geht alles, was klappbar ist, als Gegenstand durch und nicht als Transportmittel.

        Selbst wenn ein Verkehrsbetrieb den Transport prinzipiell zulässt, wird es meistens in einem letzten Satz nach dem Motto "Der Wagenführer kann nach ermessen einen Transport verbieten" relativiert.

        Ich finde das schon ärgerlich, dass das nicht einheitlich und vor Allem eindeutig geregelt ist. So ist man irgendwie der Laune der Mitarbeiter ausgeliefert.


      • Natürlich ist es ärgerlich, aber dass am Ende der Vertreter des Betreibers vor Ort das letzte Wort hat, ist gut so und muss so sein.
        Schließlich ist der Betreiber für die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften verantwortlich und muss im Fall des Falles auch dafür gerade stehen. Darauf zu vertrauen, dass die Fahrgäste schon darauf achten werden die Fluchtwege nicht zuzubauen oder im Ernstfall die Wege schnell genug frei machen, wäre grob fahrlässig.

        Dass jemand des Zugs verwiesen wurde, obwohl genug Platz war, hab ich noch nicht gehört.
        Bei uns ist so eine Situation mal eskaliert, weil an einem Tag so viele Radfahrer mit wollten, dass sie komplett die Gänge vollgestellt haben. Da sie sich auch nach Aufforderung des Schaffners geweigert haben, die Bahn zu verlassen, ist der Zug so lange stehen geblieben und hat den Berufsverkehr aufgehalten, bis er von der Bundespolizei geräumt wurde.

        Zu Recht wie ich finde.

        Man kann vom Betreiber nicht erwarten, dass er grundsätzlich mit ein oder zwei Wagons extra fährt, nur weil 1x im Monat irgendein Kegelverein seine Radtour ausgerechnet in der S-Bahn im Berufsverkehr starten muss.

        Aber am Ende muss einem das klar sein, wenn man mit dem Rad/Roller/whatever Richtung Haltestelle fährt. Es gibt kein Recht auf Mitnahme - Punkt. Im schlimmsten Fall bleibt man draußen oder muss das Gefährt zurück lassen.

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