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6 Min Lesezeit 172 Kommentare

Leser kommentieren: Geht's nicht ohne WhatsApp?

Die Leserschaft war gespalten über unsere Argumentsammlung, warum der WhatsApp-Messenger kein gutes Produkt ist. Eine Woche später blicken wir auf die Kommentare und finden heraus, was Ihr von dem Messenger haltet und warum wir ihn trotz aller Abneigung weiter verwenden.

Dass eine Aufklärung über WhatsApp vielen Leuten unangenehm aufstoßen würde, hatte ich geahnt. Dass es jedoch zu einem derartigen Andrang in unseren Kommentarbereich kommt, hat mich doch überrascht. Eigentlich wollte ich nur kurz sagen, welche acht Punkte mich an WhatsApp stören und welche anderen Apps es besser machen. Ich habe auch gesagt, dass ich WhatsApp trotzdem selbst verwende und durchaus verstehe, warum es verwendet wird. Dennoch fühlten sich etliche Leser auf den Schlips getreten. Da die Debatte doch zum Teil recht heftig geführt wurde, wollen wir hier die Highlights für Euch zusammensuchen. J. G. fasst es zusammen:

Die einen reagieren nachdenklich, selbstkritisch und offen, die anderen fühlen sich persönlich angegriffen, genötigt, gebasht.... Es ist schon interessant, wie "emotional" manche Menschen darauf reagieren, wenn man ihnen Fakten zur Verfügung stellt, die eine liebgewonnene Gewohnheit in Frage stellt und sie zum unangenehmen Nachdenken animiert.

Einige Leser waren überzeugt, dass es sich um einen gesponserten Artikel handeln muss. Anders ließ sich nicht erklären, dass ich ausschließlich gegen WhatsApp argumentiere. Steffen Kaersten schreibt:

Mal eine ernsthsfte Frage: Wieviel haben die Anderen für diesen Artikel bezahlt? Und muß gleich eder genauso denken wie der Autor? Mal ganz ehrlich, einige Dinge sind nicht so prall bei WA, das stimmt aber Funktionen, die meiner Meinung nach durchaus der Sicherheit dienen, schlecht zu machen, nur weil sie dem Autor mißfallen, ist KEINE gute juornalustische Arbeit! Ergo: Thema verfehlt!

Unser Langzeitmitglied und häufiger Gast-Autor Izzy schaltet sich ein:

Ach komm, Steffen – nur weil Dir ein Artikel nicht zusagt, und kritisch mit "Deinem Baby" umgeht, muss er nicht gleich von der Konkurrenz gesponsort sein. Bei manchen Artikeln wäre die Frage ggf. berechtigt – aber hier hat sie weder Hand noch Fuß. Es gibt keine "Allianz der nicht-WA-Messenger", die so etwas mit Ihrer Lobby veranstalten würde.

WhatsApp wurde zur Falle

Bei aller berechtigten Kritik an WhatsApp sitzen wir irgendwie darin fest. Zu viele unserer Bekannten nutzen den Dienst und sind für uns außerhalb davon nur schwierig zu erreichen. Michael K. geht auf dieses Grundproblem ein, das ich auch im Artikel anspreche:

Auch wenn ich selber kein WhatsApp nutze, und dem Autor vollumfänglich zustimme, befürchte ich, dass es tatsächlich bereits eine Art "soziale Abhängigkeit" von der App in bestimmten Situationen gibt.
In der Klasse meiner Tochter hatte die Klassensprecherin eine WhatsApp Gruppe eingerichtet, um darüber Informationen der Lehrer weiterzugeben. Die Lehrerin selber hätte das in BW gar nicht dürfen.
Weil meine Tochter sich geweigert hatte "WhatsApp" zu installieren, bekam sie die ein oder andere Information, die nachträglich zu Klassenarbeiten bekannt gegeben wurde, nicht mit. Das war ein konkreter Nachteil. Der Versuch, andere Verbreitungswege durch Maßgabe des Lehrers zu erzwingen, hätte wahrscheinlich die Klassensprecherin und andere Mitschüler gegen sie aufgebracht, was ebenfalls Nachteile befürchten ließ.
Ein Bekannter musste nach Maßgabe seines neuen Arbeitgebers WhatsApp installieren, um erreichbar zu sein. Vielleicht hätte er sich dagegen sogar erfolgreich vor Gericht wehren können. Aber er hatte den Job neu angetretenen, und während der Probezeit muss eine Kündigung nicht mal begründet werden...

Ich finde solche Entwicklungen mehr als bedenklich, kann aber die Motivation von solchen Nutzern durchaus nachvollziehen.




Der Gruppenzwang nimmt also in Einzelfällen bereits beunruhigende Dimensionen an. Was einst als Dienst, Erleichterung und Hilfe erdacht wurde, wird so schnell zu einem Mittel der Ausgrenzung. Isaac, ein Kommentator unserer englischen Übersetzung desselben Artikels, entsinnt sich dieser Zeiten:

Danke für den Artikel und das Aufzeigen der Alternativen. Dennoch gebührt WhatsApp die Ehre dafür, Kommunikation zwischen Menschen so vorangetrieben zu haben; so ganz kostenlos und von einem Ende der Welt zur anderen. Ich bin zufällig einer derjenigen, die für den Service sogar bezahlt hatten, einfach weil ich nicht auf die Vorteile verzichten wollte, die es mir bei der Pflege ferner Beziehungen bot. Das wäre mit anderen Mitteln erheblich teurer gewesen. Wir sollten uns darauf einigen, dass kein System perfekt ist; doch obliegt es jedem Einzelnen, seinen Instinkten zu folgen. [...]

Welche Alternative Isaac einsetzen könnte, hat er noch nicht verraten. Diese wäre allerdings gerade für geschäftlich nutzende wie ihn relevant, denn WhatsApp bietet mit seinen laxen Datenschutzrichtlinien Grundlage für Streit. Werner schreibt dazu:

Ihr wisst ja das durch die Nutzung von WA ALLE Telefonnummern in Euren Kontakten an FB weiter gegeben werden. Auch wenn diese Personen selbst kein WA oder FB nutzen, der Eintrag in den Kontakten genügt. Ihr wisst auch, das ihr all Eure Kontakte darüber informieren müsst, habt ihr von allen die Genehmigung ihre Nr. weiter zu geben? Ihr seit rechtlich verpflichtet die Personen in Euren Kontakten darüber zu informieren. Und wie ist das bei neuen Kontakten, informiert ihr sie vorher darüber? Falls nicht, nennt man das vorsätzlichen Datenmißbrauch und das wird vor Gericht verdammt teuer. Kommt einer oder mehrere Eurer Kontakte die ihr nicht informiert habt dahinter und zeigt Euch an, viel Spaß.

An dieses Szenario denkt so gut wie kein WA Nutzer. Der rechtliche Hinweis mit dem sich WA selbst vor der Installation der App vor Strafverfolgung schützt wird nicht gelesen und einfach angehakt. Somit ist aus rechtlicher Sicht jeder WA Nutzer ein potentieller Straftäter. Es gab ja schon diesbezüglich entsprechende Strafanzeigen sowie Urteile wegen vorsätzlichem Datenmißbrauch. Aber auch das interessiert wahrscheinlich die wenigsten, bis ein netter Brief der Staatsanwaltschaft eintrudelt.

Und H.E. ergänzt:

Ich habe Euch mal nett wie ich bin einen passenden Link herausgesucht. 
www.wbs-law.de/personlichkeitsrecht/urteil-weitergabe-der-whatsapp-kontaktdaten-ist-illegal-droht-eine-abmahnwelle-73760/

Aber eine realistische Einschätzung ergibt, dass trotz aller legaler Panikmacherei wahrscheinlich einfach nichts geschieht und niemand in WhatsApp etwas zu befürchten hat. Von daher sind wir gefangen und zugleich irgendwie sicher in WhatsApp. Und auch ein spontaner Austritt sowie ein Umzug aller Freunde zu einem anderen Messenger ist de facto unmöglich. WhatsApp hat die Masse auf seiner Seite. Da helfen keine Vergleiche à la "Und wenn alle von der Brücke springen..."

Das einzig Wirksame wäre die gleichzeitige Verwendung mehrerer Messenger und das schrittweise Heranführen der Freunde an die bevorzugte Alternative. Peu à peu kommen dann die guten Freunde zum neuen Ufer. Den Freunden, die man bis dahin nicht erreicht hat, kann man eine Statusmitteilung in WhatsApp hinterlassen, bevor man das Konto stilllegt. Vielleicht schafft man so doch noch den Absprung. Vielleicht aber auch nicht.

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Top-Kommentare der Community

  • C. F.
    • Blogger
    vor 8 Monaten

    "Von daher sind wir gefangen und zugleich irgendwie sicher in WhatsApp."

    Heute kam im Fernsehen ein Artikel über diese Thematik. Und eins wurde dabei besonders hervorgehoben: facebook ist der mächtigste Datenkonzern weltweit. Und niemand kann heute erahnen, voraussagen und sich vorstellen, was mit den Daten, die man durch die Nutzung der sozialen Netzwerke wir facebook mit WhatsApp und Co. von sich Preis gibt, passiert. Was man einmal über sich ins Netz gestellt hat, ist dort für immer gespeichert und ausgewertet.

    Persönlich kann ich nur sagen: ich denke nicht nur an das heute, sondern auch an das morgen. Was ich nicht an Daten von mir ausgebe, kann später auch mal nicht gegen mich verwendet werden.

    Die digitale Welt ist bunt und voller Anreize, denen man sich oft nicht verschließen kann. Und so haben sich auch zwei "Gesellschaften" gebildet: die einen, die eben auf ihre Daten und Privatsphäre achten, und die anderen, die sich der bequemen bunten und sorglosen Welt des www hingeben.

    Schade finde ich die Uneinsichtigkeit mancher user, wie sie mit den Daten anderer umgehen. Die Kritik bei WhatsApp geht ja nicht an den Messenger per se, sondern an seinen Umgang mit den Daten Dritter. Da wünsche ich mir manchmal mehr Verständnis und Entgegenkommen.

  • Alex vor 8 Monaten

    Ich nutze nun seit mehr als 3 Jahren kein Whatsapp mehr. Ich nutze einen eigenen Server mit einem XMPP/Jabber Server, auf dem sich Freunde und Bekannte jederzeit gerne registrieren können. Dieser umfasst mittlerweile über 600 aktive User, die jeden Tag Online sind. Adden kann man sich über eine einfache Adresse, die einer Email Adresse ähnelt. Gesichert ist dies mit der OMEMO Verschlüsselung und SSL ist Standard. Daten und Nachrichtenverlauf kann clientseitig komplett abgeschaltet werden, sodass der Server diese nicht speichern darf und kann. Auf Wunsch habe ich diese Option überhaupt erst aktiviert. Vorher gab es gar keinen Verlauf. User wollten aber gern noch mal was nachlesen oder für kleine Arbeitsgruppen nutzen, damit sie nichts verpassen, wenn sie mal offline sind.

    Man bleibt, wenn man will, komplett anonym. Man braucht weder eine Handynummer, noch irgendwelche anderen persönlichen Daten angeben. Viele nutzen ihren Spitznamen oder Pseudonyme, wie Namen ihrer Charaktäre und ähnliches.

    Mein Fazit nach 3 Jahren. Es geht und diejenigen, die wirklich von den großen Konzernen abstand nehmen wollen, können dies erreichen. jabber.org und viele weitere Server bieten kostenlos eine Chatoberfläche an. Android hat die App Conversations, die bis auf die Telefonie alle Features von Whatsapp liefert, insofern der Server dies erlaubt. Unserer tut dies.

    Die Überzeugungsarbeit ist teils schon schwer, aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

  • Frk vor 8 Monaten

    Tolle Zusammenfassung deines Artikels und der Reaktionen darauf. Das das ganze derart emotional diskutiert worden ist, hat mich nicht überrascht, aber ein wenig betrüblich ist es schon. Zeigt es doch, das ein Großteil unsere Gesellschaft nicht in der Lage ist, unvoreingenommen und kritisch an unbequeme Themen heranzugehen.

172 Kommentare

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  • Ich verstehe die ganzen Diskussionen nicht. WhatsApp hat nun mal einfach die größte Verbreitung hier in Deutschland und ist somit quasi der Standard. Und natürlich hat jeder Messenger Vor- und Nachteile. Fast alle meine Kontakte benutzen WhatsApp. Und bei denen Ihren Kontakten ist das ebenfalls so.

    Mit einem meiner Freunde schreibe ich über Allo, weil er kein WhatsApp benutzt. Er hat seine meisten Kontakte bei Line.

    Mit meinem Bruder teste ich gerade Wire. Der Messenger gefällt mir richtig gut und besser als WhatsApp. Benutzt aber halt sonst keiner meiner Kontakte.

    Und ein andere Freund von mir (der einzige) hat gar kein Smartphone. Aus Prinzip. Mit dem schreibe ich dann halt SMS. Und telefonieren geht ja auch noch. Mann kann sich heutzutage nicht auf einen Messenger ausrichten, sondern muss offen bleiben für andere und sich breitgefächert aufstellen.


    • C. F.
      • Blogger
      vor 8 Monaten Link zum Kommentar

      Auch für Dich: es geht nicht um den Messenger (WhatsApp) als solchen, sondern wie mit den eigenen Daten und den Daten Dritter umgegangen wird.


      • In erster Linie ging es um den Messenger und im weiteren um dem Umgang mit den Benutzerdaten.
        Jedes Unternehmen arbeitet mit deinen Daten. Es ist eben kein einziger Service wirklich kostenlos. Egal ob Messenger, Mail-Anbieter, Mobil-Provider etc.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 8 Monaten Link zum Kommentar

        Dann erkläre mir mal bitte nachweislich, wie Threema mit meinen Daten arbeitet. Oder wire. Jetzt bin ich aber gespannt.


      • Da muss ich C.F. zustimmen. Das ist unmöglich, das Threema Daten von dir aufnehmen kann. Wenn man es geschickt anstellt, weiß Threema nichts von dir, auch wenn man Gruppenchats betreibt, auch von diesen Gruppen erfährt Threema nichts. Threema kann man völlig anonym nutzen, bei besseren Komfort als mit WhatsApp. Auch kann man seine Threema Gesprächspartner so verifizieren, das Fremde (auch kein Geheimdienst oder staatliche Hoheiten) sich als dessen ausgeben können.
        Womit verdient dann Threema sein Geld, erstmal ist die App nicht kostenlos. Ich denke, das Threema hauptsächlich sein Geld durch Vermarktung im geschäftlichen und behördlichen Bereichen verdient, wo Threema wohl auch einen guten Ruf hat. Ist ja auch zertifiziert in Datenschutz.
        Wire ist vollständig OpenSource, womit damit die Antwort gegeben ist.


      • Wow C.F. Du bist auch so einer der immer weiter diskutiert...

        Aber Recht hast du. Ausnahmen bestätigen die Regel. Threema und Wire verdienen beide kein Geld mit den Daten ihrer Nutzer. Aber:

        Threema kostet von vornherein Geld. Wenn auch nur einmalig 3€ (Android). Ist also nicht kostenlos.

        Und Wire will in Zukunft kostenpflichtige Premium Inhalte anbieten.


      • 2.50 Euro ist echt zu viel? lächerlich. Eine halbe Schachtel Zigaretten weniger und du kannst es dir leisten. Das es was kostest ist nicht relevant weil es kein Vermögen kostet, wer sich ein Handy für 1000 Euro leisten kann, kann wohl 2.50 Euro ausgeben für sein Datenschutz. kostenlos ist nicht immer gut. Wer tatsächlich so denkt, denn ist nicht mehr zu helfen. WA habe ich gelöscht als es von Facebook übernommen wurde, davor war es ok. bloß gut das all meine Kontakte jetzt auch weg von WA sind. Die meisten nutzen Signal, langsam kommen immer mehr zu Threema, die sehen es wenigstens ein, dass 2.50 Euro es wert ist.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 8 Monaten Link zum Kommentar

        "Wow C.F. Du bist auch so einer der immer weiter diskutiert..."

        Wenn jemand wie Du mit seinem Halbwissen (wenn überhaupt) daher kommt, schon.

        "Threema und Wire verdienen beide kein Geld mit den Daten ihrer Nutzer. Aber:

        Threema kostet von vornherein Geld. Wenn auch nur einmalig 3€ (Android). Ist also nicht kostenlos."

        Warum sollten die kostenlos sein? Irgendwie muß der Entwickler und seine Mitarbeiter ja Geld verdienen für Gehälter, Mieten, laufenden Kosten z.B. auch für die Server. Und wire wird derzeit noch finanziert, will aber mit Geschäftskunden auf kostenpflichtiger Basis Geld verdienen.

        Oder arbeitest Du für Deinen Arbeitgeber umsonst?


      • Keiner arbeitet umsonst, jeder muss sein leben bestreiten, ohne Geld geht es heut zu tage nicht mehr. Diese denken bei apps mit dem kostenlos haben wollen, ist schrecklich.


  • Und persönlich wird mich niemand verklagen, da alle meine Kontakte auch WhatsApp haben. Außer meine Mutter, aber ich glaube nicht, das die mich vors Gericht zerrt.

    Peter


  • Threema halte ich rein persönlich für den weitaus besseren Messengerdienst als WhatsApp, habe ihn ja auch gekauft. Ich hatte aber zu besten Zeiten 2Kontakte gehabt, alles andere läuft nunmal über WhatsApp. Ob privat, ehrenamtlich (Flüchtlingshilfe) oder auch öffentlich. Jetzt ist nur noch ein Kontakt auf Threema, den ich aber auch über WhatsApp erreichen kann. Diesen einen Kontakt wird es nicht anders gehen als mir. Ich werde Threema jetzt runterhauen, so gut er auch ist, es macht keinen Sinn, wenn man nicht Selbstgespräche führen will. Und ich kann nicht anderen was aufzwingen, wer bin ich den. WhatsApp ist ein modernes Massenkommunikationsmittel, wo man mit nahezu jeden komfortabel kommunizieren kann. WhatsApp ist ein Standart, wie Skype es schon längst ist. Auch wenn es nur eine Firma gehört. Windows hat sich auch als Standart Betriebssystem durchgesetzt, Microsoft Office ist ein weltweiter Standart in Bürosoftware. Jede andere Bürosoftware muss Microsoft Officedokumente unterstützen, um ernstgenommen zu werden. Ich selbst Zuhause nutze aber UbuntuMate, mit dem ich viel lieber arbeite als mit Windows. Und ich bin ein großer Fan von OpenSource, selbstverständlich habe ich auch F-Droid auf meinem Androidgerät. Aber ich sehe nicht Schwarz/Weiss, sondern akzeptiere das ganze Spektrum. Und dazu gehören auch Facebook, WhatsApp dazu, um an der Gesellschaft auch diesbezüglich teilzunehmen. Und wegen der Kontakteverwertung (wobei Facebook, Google und so das für Werbungszwecken und Bigdata anonym einsetzen und das bestimmt nicht an zweifelhaften Banden verscherbeln) sehe ich das persönlich wie die Masse nicht so eng. Und so lange das die Behörde oder ein Amtsgericht nicht dem Volk oder mir untersagt, ist das auch Ok. Und wie ich auch schonmal geschrieben hatte, völlig anonyme Dienste (TOR) wie auch Threema haben ihre Schattenseiten.


  •   15
    Gelöschter Account vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    [..]"Geht's nicht ohne WhatsApp?"[..]
    Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Den Weg ohne Whatsapp, ja den gibt es. Man muss nur gewillt sein, diesen auch zu betreten.
    Viele bleiben doch nur aus Gewohnheit bei Whatsapp und das oft mit der Begründung: Ja meine Kumpels, Familie, wer auch immer hat Whatsapp auch und naja ....

    Alles nur Ausreden für die eigene Bequemlichkeit.

    Aber jetzt mal ehrlich.. Was mach ich, wenn ich mit jemanden in Kontakt treten will, der kein Whatsapp hat? Ein Horror-Scenario für viele...
    Wie wäre es mit Telefonieren? SMS? Handschriftlichem Brief? Oder den direkten persönlichen Auge um Auge Kontakt? Raus aus der VR und mitten rein in die Realität (real life).

    Alternativen gibt es in Hülle und Fülle, auch zu Whatsapp..


    • Peter vor 8 Monaten Link zum Kommentar

      Alternativen gibt es im Leben zu allem. Man braucht nur etwas sein eigenes Leben durchforsten dann erkennt man wo man überall Alternativen ansetzen kann. Sei es der Umwelt zuliebe auf das Auto verzichten, der eigenen Fitness zuliebe die Treppe statt den Fahrstuhl nehmen, beim Kleiderkauf achten das keine Kinderarbeit dahinter steckt, usw.. Bequemlichkeit ist in uns Menschen mehr oder weniger drinnen, was auch in bestimmten Situationen gut ist, da wir es uns in der Regel so einfach wie möglich machen wollen. Natürlich geht es auch ohne WhatsApp. WhatsApp ist nur ein Messenger..ein Messenger der sich halt gegen alle anderen durchgesetzt hat.


  • C. F.
    • Blogger
    vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Mein persönliches Fazit, was ich nach diesen 3 Artikel ziehen kann ist:

    es überwiegt die Angst, alleine und ohne Kontakte dazustehen, wenn man den WhatsApp Account löscht und die App deinstalliert. Schließlich hat ja angeblich jeder WhatsApp und niemand scheint irgend eine Alternative zu nutzen.

    Aus persönlicher Erfahrung heraus kann ich sagen, dass diese Ängste unbegründet sind. Ganz klar - und das will ich nicht beschönigen: es kostet schon etwas Mut, den eigenen Schweinehund zu überwinden, und Durchhaltevermögen zu zeigen, um eben abzuwarten, bis die (wichtigsten) Kontakte meine Alternativen akzeptieren. Bei Threema, wire und einem XMPP-client ist eigentlich für jeden etwas dabei. Diese Durststrecke muss man einfach überwinden. Wahre Freunde wechseln mit. Und wenn ein Freund - oder mehrere - meinen, wenn Du kein WhatsApp hast, dann bist Du eben raus...na ja, die Freundschaft würde ich mal ganz stark in Frage ziehen. Freundschaften würde ich jedenfalls nicht von einem Messenger abhängig machen. Klar gibt's bei WhatsApp auch die hardcore-liner, die jegliche Alternative ablehnen, aber die würde ich nur leicht belächeln, mir meinen Teil denken und links liegen lassen. Durch andere Messenger können neue Kontakte und Freundschaften entstehen - auch das habe ich erfahren dürfen - und ich möchte diese nicht mehr missen. Einige sogar von hier... hey Leute....*wink*

    Ach ja, für die Eltern, deren Kinder in der Schule mit WhatsApp konfrontiert werden: das Mindestalter für die Nutzung von WhatsApp beträgt 13 Jahre. Die Nutzung von WhatsApp durch Lehrkräfte ist an Schulen verboten. Ich würde mich an Elternabenden etc. gar nicht auf lange Diskussionen einlassen: den Lehrer bei der Schule und Schulbehörde melden, zum Anwalt gehen und kostenpflichtig abmahnen lassen. Vielleicht sogar den Schritt vor Gericht wagen. Ein Kind wegen Nichtnutzung von WhatsApp schulisch auszugrenzen und zu benachteiligen dürfte klar strafbar sein. Mit oben genannten Argumenten erst recht.


    • wo steht denn die altersbegrenzung von 13 in whatsapp? habe nicht gefunden sowie das lehrkräfte kein whatsapp benutzen dürfen.LG


      • Aries vor 8 Monaten Link zum Kommentar

        Steht alles in den AGB:

        https://www.whatsapp.com/legal/

        > Alter. Du musst mindestens 13 Jahre alt sein, um unsere Dienste zu nutzen (bzw. so alt, wie es in deinem Land erforderlich ist, damit du berechtigt bist, unsere Dienste ohne elterliche Zustimmung zu nutzen). Zusätzlich zu der Anforderung, dass du nach geltendem Recht das zur Nutzung unserer Dienste erforderliche Mindestalter haben musst, gilt Folgendes: Wenn du nicht alt genug bist, um in deinem Land berechtigt zu sein, unseren Bedingungen zuzustimmen, muss dein Elternteil oder Erziehungsberechtigter in deinem Namen unseren Bedingungen zustimmen.

        Ob WhatsApp an Schulen verboten ist, ist zunächst eine Entscheidung des jeweils zuständigen Kultusministeriums. Es ist allerdings weit verbreitete Ansicht, dass dessen Nutzung von Schulen zumindest nicht ohne Einschränkung erlaubt ist:

        http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/whatsapp-an-schulen-was-ist-erlaubt-a-1143144.html

        Die Schulen können natürlich den Schülern die Nutzung nicht verbieten, was dazu führt, dass die Schüler die Gruppen selbst einrichten. Darauf könnten nur die Eltern Einfluß nehmen, indem sie die AGB lesen und die zwingenden Folgerungen daraus auch anwenden. Dann wäre die Nutzung von selbst hinfällig und Fragen wie Deine gäbe es nicht.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 8 Monaten Link zum Kommentar

        Das Benutzen einer Suchmaschine hätte Dir geholfen. Und das Lesen der AGB - solltest Du WA nutzen - auch. Aber wenn man dazu zu bequem ist...

        Warum WhatsApp im Schulbetrieb verboten ist:

        "Die Nutzungsbedingungen von „WhatsApp“ sehen keinerlei Vorgaben für den Kontakt der Nutzer untereinander vor (vgl. https://www.dfn.de/rechtimdfn/rgwb/wissensbasis/wb3/informationspflicht/). Maßgeblich ist lediglich, dass der Service ausschließlich für den privaten Gebrauch genutzt werden darf. Unzulässig ist daher die Kommunikation zwischen Lehrer, Schülern und Eltern mit Schulbezug, da diese eine „dienstliche Nutzung“ darstellt. Beispiele sind Informationen oder der Austausch über Schulveranstaltungen, das Verhalten von Schülern im Unterricht oder Lerninhalte."

        http://www.medienscouts-nrw.de/fragen-zu-facebook-und-whatsapp-regelung-des-kontakts-zwischen-lehrern-und-schuelern-rechtliche-verantwortung-bei-medienscouts-facebookseiten-zugriffsrechte-von-whatsapp/

        Das mit den 13 Jahren gilt eigentlich nur für die USA. Denn bei uns sind Kinder von 7 bis 18 Jahren nicht geschäftsfähig, können sich also kein Smartphone kaufen und Dienste wie WhatsApp nutzen. Das geht dann nur über die Eltern. Diese müssen den AGB zustimmen (was das Lesen selbiger mit beinhaltet) und vorher von allen Kontakten des Kindes die schriftliche Einwilligung betreffen Abgleich Telefonbuch einholen. Wer das nicht macht, hat das schon auf gerichtlichem Wege spüren dürfen:

        "Das Amtsgericht (AG) Bad Hersfeld hat eine interessante Entscheidung getroffen: Überlassen Eltern ihren minderjährigen Kindern ein Smartphone, so müssen sie mit diesen eine Nutzungsvereinbarung treffen. Sie müssen die Nutzung des Smartphones begleiten und beaufsichtigen – und zwar bis zur Volljährigkeit des Kindes – und sich notfalls noch nicht vorhandene technische Kenntnisse aneignen. Nebenbei weist das Gericht noch darauf hin, dass es "keine vernünftigen Gründe" gebe, einem Kind "ein Smartphone auch noch während der vorgesehenen Schlafenszeit zu überlassen".

        Doch vor allem hat das AG der Mutter des Elfjährigen konkret aufgegeben, von allen Kontakten eine Zustimmung einzuholen – schließlich werden die Daten aus dem mobilen Telefonbuch bei der Nutzung von Whatsapp automatisch an das Unternehmen Whatsapp Inc. in den USA weitergegeben. Denn die Datenweitergabe sei gegenüber den betroffenen Personen eine deliktische Handlung, man begebe sich in die Gefahr, von den betroffenen Personen kostenpflichtig abgemahnt zu werden (Beschl. v. 15.05.2017, Az.: F 120/17 EASO)."

        https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/ag-bad-hersfeld-beschluss-f12017easo-whatsapp-nutzung-kontakte-eltern-kontrolle-kinder-bis-volljaherigkeit/


      •   40
        Gelöschter Account vor 8 Monaten Link zum Kommentar

        Zitat: "Denn bei uns sind Kinder von 7 bis 18 Jahren nicht geschäftsfähig, können sich also kein Smartphone kaufen und Dienste wie WhatsApp nutzen".
        --> Selten habe ich so einen Unsinn gelesen! Mache dich bitte zunächst sachkundig, bevor du hier so einen Quatsch mit Soße postest.
        Und nimm bitte endlich deine Scheuklappen ab. Danke.

        Vielen Dank auch für den Link am Ende deines Kommentars. Endlich hast du hier mal etwas gepostet, was die ganze Sache von der richtigen Seite beleuchtet, denn der wichtigste und entscheidende Satz in dem verlinkten Artikel ist:
        "[...] bestehen berechtigte Zweifel an der Richtigkeit der Entscheidung des AG Bad Hersfeld". Leider willst oder kannst du das nicht einsehen.

        Und da ich mich nicht gerne wiederhole, mache ich es jetzt mal so wie du es hier ständig machst und poste zwei Links, unter denen du alles Weitere nachlesen kannst:
        www.androidpit.de/mittendrin-im-messenger-war-heisst-es-alle-gegen-whatsapp?c=2522694#comment2522694

        www.androidpit.de/mittendrin-im-messenger-war-heisst-es-alle-gegen-whatsapp?c=2522987#comment2522987

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