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Jugendschutz mit Android: So macht Ihr Euer Smartphone kindersicher

Der Junior darf kurz mit dem Smartphone spielen. Wenn er aber auf den Home-Button drückt, kann er telefonieren, SMS versenden und viel mehr. Wir zeigen, wie man das Smartphone und das Tablet kindersicher macht.

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Kinder an Smartphone oder Tablet: Diese Sicherheitstipps solltet Ihr dafür beachten. / © Shutterstock / Syda Productions

Kindersicherung in Android: Sperrt den Home-Button

Seit Android 5.0 Lollipop ist es ein System-integriertes Feature, jede offene App auf dem Bildschirm fixieren zu können. Das hat nicht direkt etwas mit Jugendschutz zu tun, verhindert aber, dass die von Euch geöffnete App nicht einfach geschlossen werden kann. Ist die Option unter Einstellungen > Sicherheit > Bildschirm anheften aktiviert, kann man in der Übersicht der zuletzt geöffneten Apps das Stecknadelsymbol antippen.

Nun ist der Bildschirm fest angeheftet, verlassen kann man die Anzeige nur durch gleichzeitiges Drücken des Dreiecks und Quadrats (Recent Apps und Zurück) in der Navigationsleiste. Natürlich darf Euer Kind nicht zusehen, während Ihr das macht.

Kindersicherung in Android: Verbergt Eure Apps, Dateien und Einstellungen

Wenn es nicht ganz so rigoros sein muss, könnt Ihr auch den Blick Eures Kindes auf Euer Smartphone beschränken. Dafür müsst Ihr sämtliche jugendgefährdende und Ordner Apps verbergen. Das kann man unter anderem mit Sicherheits-Softwares wie Avast Mobile Security realisieren. Geht dort auf App-Sperren und wählt die kritischen Apps aus, die das Kind nicht auswählen darf. Allerdings wird dieses Feature in einem größeren Umfang kostenpflichtig. In unserer Übersicht erfahrt Ihr von weiteren Sicherheits-Apps, die ähnliche Schutzfeatures bieten.

Manche von ihnen bieten zusätzlich Jugendschutz-Filter für das Internet, jedoch sind diese oft lückenhaft, sodass wir hierzu leider keine Empfehlung geben können.

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Verbergt Apps hinter einer PIN-Abfrage. / © ANDROIDPIT

Auch Bilder und Dateien wollt Ihr vielleicht vor den Kinderaugen bewahren. Junior soll Mutti nicht unbedingt bei ihrer feucht-fröhlichen Betriebsfeier sehen. Hier könnte AppLock helfen. Leider funktionierte in unserem Test mit Android 5.0 Lollipop die Sperre nicht für den Schalter für Mobilfunkdaten, WLAN und Co. sowie für eingehende Anrufe. In Android 4.4 KitKat hingegen funktioniert die App anstandslos und bietet so eine gute Kindersicherung. Diese Funktionalität teilen etliche Antivirus-Apps und weitere Apps, sodass jeder seinen Favoriten finden sollte.

Kindersicherung in Android: Google Play Store kindersicher machen

Wenn Ihr Eurem Kind Euer Smartphone einmal anvertraut, solltet Ihr auch verhindern, dass es Kosten durch Apps verursacht. Wahrscheinlich ist die folgende Option bereits bei Euch eingestellt, dennoch wollen wir noch einmal auf sie hinweisen.

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Lasst jeden Kauf im Google Play Store mit einem Passwort bestätigen! / © ANDROIDPIT

Neben der Kostensperre beherrscht der Play Store auch eine Filterung bestimmter Apps in vier Stufen. Während es in Filter-Stufe 3 (die schwächste Einstellung) mehr um jugendgefährdende Inhalte wie Sex, Alkohol und Drogen geht, beschränken die intensiveren Filter auch Apps, die Nutzerinhalte freigeben oder soziale Interaktionen erlauben. Aktiviert man einen der Filter, kann man entsprechende Play-Store-Apps hinter einer PIN verbergen.

app filter play store de
Nicht jede App kommt am Jugendschutz des Play Stores vorbei. / © ANDROIDPIT

Kindersicherung in Android: Beschränkt Anrufe und kostenpflichtige SMS

Gebt Ihr das Smartphone längere Zeit aus der Hand, kann es wichtig werden, erweiterte Schutzmaßnahmen gegen Kostenfallen zu ergreifen. Hierzu zählen die Beschränkung von Sonderrufnummern oder die so genannte Drittanbietersperre. Erstere schließt je nach Mobilfunk-Provider Anrufe auf Nummern mit einer bestimmten Vorwahl oder auf einer schwarzen Liste aus; letztere sperrt die Möglichkeit des "Zahlens per Telefonrechnung", sodass Klingelton-Abos und ähnlichen Diensten den Zugriff auf Euer Geld erschwert werden soll; und diese Anbieter sind bekannt für ihre kindgerechte Werbung. Leider verfährt hier jeder Provider anders, sodass es in der Regel ratsam ist, den Support Eures jeweiligen Anbieters zu kontaktieren.

Kindersicherung in Android: Fazit

Es ist grundsätzlich keine gute Idee, Kinder unbeaufsichtigt mit Smartphones oder Tablets spielen zu lassen. Sämtliche Features können zwar Missbrauch verzögern, jedoch keines wirklich verhindern. Zusätzlich funktionieren manche Sicherheitsmechanismen nach Software-Updates nicht mehr korrekt, sodass man sich insbesondere auf Drittanbieter-Apps nicht verlassen sollte. Das Thema Jugendschutz im Internet ist nach wie vor ein heikles, da vorhandene Kindersicherungs-Maßnahmen nie vollständig schützen. Im Idealfall konfiguriert man seinen Router so, dass nur eine festgelegte Liste von Websites zugelassen wird.

Also behaltet Eure Kinder im Auge, wenn sie mit Eurem Smartphone spielen.

16 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • C. F.
    • Blogger
    vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    Wow, ihr wurdet namentlich benannt:

    http://www.lareda.hessenrecht.hessen.de/lexsoft/default/hessenrecht_lareda.html#docid:7616531

    Jetzt solltet ihr auf das Thema aufbauen, auch wenn's letztendlich gegen Euer Lieblingskind WhatsApp geht...

  • Leider habe ich keinen Browser in der Kindersicherung. Das Wlan wird automatisch aktiviert nach dem Flugmodus. Ich schaffe es über die Notfallnummer und komm zum telefonieren. Das wars auch schon - leider gehts nicht in die Einstellungen :(
    Gibt es noch einen anderen Weg beim Redmi Note 3?

  • Ein Smartphone gehört überhaupt nicht in Kinderhände, Punkt.

  • kindermodus auf aktuellen samsung geräten??? besser gehts nicht!

  • In Lollipop ist es auch möglich mehrere Benutzer anzulegen. Ein Benutzer dem man das Recht Entzieht zu Telefonieren und zu Simsen gibt es dort. Zudem kann dann dort ein seperates Google-Konto angelegt werden, dem man beispielsweise keine Bezahlungsmethoden hinzufügt. Oder je nach Alter könnte man per Guthabenkarte ein wenig Geld für Apps hinzufügen.

  • Ich bin ziemlich von der Microsoft Lösung angetan funktioniert auf jeden Fall auf den PC fast perfekt

  • Je nachdem wie alt das Kind ist, einfach mal "Flugmodus" aktivieren. Wenn es nicht weiß, wie es deaktiviert wird, kann es zumindest nicht telefonieren, simsen, playstore etc.

    Hersteller müssten dem Flugmodus eine Sperr-/Entsperr-Pin spendieren uns es gäbe ein paar Probleme in diesem Bereich (Internet, In-App-Käufe, PlayStore weniger). Okay, WLAN kann auch trotz Flugmodus aktiviert werden, aber es wäre eine Abhilfe m.M.n.

    Und was die SD-Karte betrifft, kann man diese nicht sowieso durch eine Pin schützen vor unbefugten Zugriffen?

    • Izzy
      • Blogger
      25.02.2015 Link zum Kommentar

      Bei etlichen (den meisten?) Geräten muss man die PIN der SIM eingeben, um aus dem Flugzeugmodus "zu entkommen". Das kann man dann nur umgehen, indem man die SIM-PIN komplett deaktiviert.

  •   32

    Es ist einfach peinlich, dass Google nichts Vergleichbares wie Amazon Freetime von den Fire-Geräten hin bekommt.

    Da kann man nicht ohne weiteres raus, sieht nur die Apps und Dienste, die man sehen soll und kann pro Kind Zeitkonten einrichten...

    • Ist ne praktische Funktion. "Peinlich" würde ich das nun nicht nennen. Wurde bestimmt schon aufbauend zu den momentan ja auch noch ziemlich rudimentär funktionierenden Nutzerkonten mit angedacht.

      •   32

        Na klar ist das peinlich für Google ...

        Nutzerkonten waren ein erster Schritt, der aber inzwischen auch schon wieder über 2 Jahre her ist. Anfangs haben die Konten im Übrigen nicht vernünftig funktioniert und mein Nexus 10 permanent abstürzen lassen.

        Amazon macht das und vieles andere auf den Fire- und Kindle-Geräten einfach besser. Google-TV ist doch eine Totgeburt und wird gegen das FireTV in Verbindung mit Amazon Prime nicht ankommen. Warum soll ich bei Google Bücher kaufen, wenn ich sie nicht auf einem richtigen E-Book-Reader mit E-Ink Display lesen kann (es sei denn ich besitze ein russisches Smartphone)...

  • Manchmal möchte man nur das Volumen oder die Zeit pro Tag begrenzen, aber ohne WhatsApp und Co zu begrenzen.
    Dafür kann ich die App Care4Kids von Antropia empfehlen.

    (Nein, ich bin nicht der Entwickler und profitiere auch nicht davon.)

  • auf meinem note pro hat samsung mittels eines ota updates eine "kindermodus" app installiert.
    noch nie ausprobiert, scheint aber nicht schlecht zu sein.
    es gibt auch den "kids place mit kindersicherung".
    apps können gesperrt werden, der home button wird abgefangen.
    ...und ist erst noch gratis.

  • Bei Bildschirm fixieren kommt aber später die Anleitung zum lösen?!

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