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Intel verkauft, Qualcomm verliert

Intel verkauft, Qualcomm verliert

Apple hat zugeschlagen und Intel das Smartphone-Modemgeschäft abgenommen. Für uns ist Intel daher der Gewinner der Woche - und aus dem selben Grund verliert Qualcomm.

Gewinner der Woche: Intel

Es ist also offiziell: Apple kauft Intel die Abteilung für Smartphone-Modems ab. Das erleichtert Intel sicherlich, denn das Unternehmen ist damit die ungeliebte Sektion losgeworden. 2010 hatte Intel das Geschäft von Infineon übernommen und dafür noch 1,4 Milliarden Dollar bezahlt. Doch zuletzt lief es nicht mehr so rund. Da sind die jetzt erhaltene eine Milliarde Dollar sicher zu verkraften.

Zwar hatte Apple eine Weile Intel-Modems für die iPhones eingekauft. Doch dann tauchten Gerüchte auf, Apple beginne mit der Arbeit an einem eigenen 5G-Modem. Der Grund dafür soll auch gewesen sein, dass Intel entsprechende Prototypen nicht rechtzeitig geliefert habe und Apple so Vertrauen in seinen Partner verlor.

Dann gab Intel bekannt, keine weiteren Modem-Chips für Smartphones zu entwickeln und damit auch kein 5G-Modem zu liefern. Man wolle die Sparte abstoßen, inklusive Patenten, Mitarbeitern und Verträgen. Das ist nun gelungen. Intel ist die Last los und behält, was es behalten wollte. Denn an Modems für PCs, das Internet der Dinge und autonome Fahrzeuge, kann der Hersteller weiter arbeiten.

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2020 soll es ein 5G-iPhone geben, dann wohl noch mit Qualcomm-Modem. / © AndroidPIT

Verlierer der Woche: Qualcomm

Lange hatten sich Apple und Qualcomm gestritten. Es war ein Hin und Her, bei dem Qualcomm sogar Verkaufsverbote für iPhones erwirkte. Apple wich daher zwischenzeitlich auf komplett auf Modems von Intel aus. Die Unternehmen einigten sich letztlich doch, was Apple wieder ermöglicht, Qualcomm-Modems zu verbauen. Die beiden Unternehmen schlossen einen Vertrag für sechs Jahre mit der Option auf Verlängerung um weitere zwei Jahre.

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Dank der Akquise wird Apple solche Modems in Zukunft nicht mehr einkaufen müssen. / © Qualcomm

Und dennoch steht Qualcomm hier auf der Verliererseite, denn langfristig verliert Qualcomm einen großen Kunden. Es ist klar, dass Apple sich hier das nötige Know-How eingekauft hat, um künftig eigene Modems zu entwickeln. Der iPhone-Konzern entwickelt schließlich auch seine eigenen Prozessoren. Erst einmal haben die beiden Unternehmen zwar noch eine Partnerschaft und es ist natürlich unklar, wie weit die Entwicklung für ein 5G-Smartphone-Modem im Hause Intel vorangeschritten ist, aber auf Dauer ist Qualcomm aus dem Rennen. Und das dürfte sich sicher bemerkbar machen, auch wenn das Unternehmen natürlich weiterhin andere Smartphone-Hersteller beliefert.

Was waren Eure Tops und Flops der Woche?

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5 Kommentare

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  • Wenn sich Apple damit mal kein faules Ei ins eigene Nest gelegt hat.
    Jeder der Apple Produkte zu völlig überteuerten Preisen kauft unterstützt die unmenschliche Ausbeutung von Menschen und das unnötige sterben von Menschen in China, die unter absolut unmenschlichen Bedingungen bis zu 16 Stunden am Tag arbeiten müssen für einen Hungerlohn und sich aus Verzweiflung aus dem Fenster stürzen und somit Selbstmord begehen.
    Apple weiß von all den Problemen und macht nichts, weil der Profit wichtiger ist als Menschenleben.
    Darüber sollte viel öfter gesprochen werden.
    Denkt mal darüber nach.


    • Das gilt doch nicht nur für Apple Produkte. Jedes Teil, wo Made in China draufsteht, ist potentiell unter unwürdigen Bedingungen hergestellt worden. Du bist also nicht fein raus, wenn du nur nichts von Apple kaufst.
      Solange die Regierung das toleriert, ändert sich auch nichts daran.


  • .


  • Intel hat sich mit seinen Modems nicht mit Ruhm bekleckert. Ob  darauf aufbauen kann wird sich zeigen. Wenn nicht haben sie zumindest die Patente.


    • Tim vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Ich denke mal die Patente waren auch im Fokus ^^ Das Know-how von Intel interessiert Apple denke ich nicht so sehr.
      Ich denke mal Apple wird intern schon eine Weile an etwaigen Modems basteln und jetzt haben sie halt einen Haufen Patente dafür.

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