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Huawei: Verizon soll 1 Milliarde Dollar für Patente zahlen
Hardware Huawei Verizon 2 Min Lesezeit 20 Kommentare

Huawei: Verizon soll 1 Milliarde Dollar für Patente zahlen

Im Handelsstreit zwischen den USA und China drängt Huawei jüngsten Berichten zufolge wohl darauf, dass der Mobilfunkanbieter Verizon Gebühren für über 200 Patente zahlt. Es geht um 1 Milliarde Dollar.

Die New York Times beruft sich in ihrem Bericht auf zwei Personen, die mit den Angelegenheiten vertraut sind. Demnach möchte Huawei von Verizon Patentgebühren für 238 Patente. Das chinesische Unternehmen beschuldigte Verizon bereits im Frühjahr, diese Patente zu verletzen.

Darüber hatte schon das Wall Street Journal berichtet. Seitdem gab es einen Austausch zwischen den Unternehmen über das Thema. Bereits letzte Woche fand in New York ein Treffen über die Ansprüche statt. Die Geschichte entwickelt sich also weiter.

Obwohl Verizon kein Kunde von Huawei ist und keine Huawei-Produkte kauft, ist es auf mindestens 20 Anbieter angewiesen, die Technologien des chinesischen Unternehmens einsetzen. Der Patentanspruch von Huawei bezieht sich somit auf eine Reihe von Eigenschaften wie Netzwerkgeräte und drahtlose Technologie. Lizenzen werden laut New York Times in der Regel als Prozentsatz des Umsatzes pro Abonnent bezahlt. Insgesamt würden die Forderungen nach ihren Quellen eine Milliarde Dollar übersteigen.

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Verizon soll über 1 Milliarde Dollar an Huawei zahlen. / © ANDROIDPIT

Verizon-Sprecher Richard Young gab keinen Kommentar zu dem Schreiben ab, sagte aber der New York Times gegenüber, dass dies nicht nur Verizon betreffe. Er fügte auch hinzu, dass die aktuelle Situation Auswirkungen auf die gesamte Branche habe und nationale sowie internationale Bedenken aufwerfe. Auch von Huawei gab es keinen Kommentar zu der Situation.

Was haltet Ihr von der aktuellen Situation?

Top-Kommentare der Community

  • Björn N. vor 1 Monat

    Verizon bezieht Produkte von Händlern, die Huawei s Patente verwenden. Diese Händler zahlen aber keine Patentgebühr an Huawei. Da man offensichtlich (und absolut nachvollziehbar) keine guten Geschäftsbeziehungen mehr mit den Amerikanern pflegen möchte, hat man dies lange toleriert, aber sieht sich jetzt nicht mehr dazu verpflichtet die Füße still zu halten.

    Ich kann Huaweis Verhalten verstehen. Nachdem man sich von den Amerikanern wochenlang hat vorführen lassen und defensiv war, geht man jetzt in die Offensive.

  • San Blarnoi vor 1 Monat

    "Das chinesische Unternehmen beschuldigte Verizon bereits im Frühjahr, diese Patente zu verletzen."
    Also wohl schon vor dem Bann.
    Zustehen tut es Huawei ja offenbar, sonst würde das wohl so nicht von Verizon kommuniziert werden.

    Eine Reaktion auf den Bann könnte es aber insofern sein, als das Huawei die Sache sonst vielleicht langsamer/entspannter angegangen wäre, etwa als "promoted/verauft unsere Phones, dann schieben wir das Patent-Thema nach hinten, erlassen einen gewissen Betrag etc".
    Diese Option(en) hat Trump aber verhindert, so das nur Verzicht oder einfordern bleibt...
    Also selbst wenn es eine "Reaktion" auf den Bann sein sollte, ist Trump das anzulasten, nicht Huawei.

  • Tenten vor 1 Monat

    Sehe ich auch so, Huawei hat sich das alles erstmal angesehen, gute Miene zum bösen Spiel gemacht, aber damit musste auch mal Schluss sein. Jedes Unternehmen, mit dem man so umspringt, muss irgendwann mal Härte zeigen und klarstellen, dass es sich nicht alles gefallen lassen kann. Und wenn die Fakten so stimmen, handelt es sich um eine ganz legitime Forderung, ganz im Gegensatz zu der sehr willkürlichen Entscheidung Trumps.

20 Kommentare

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  • Genial, einfach nur Genial 👍


  • Das alles hier zwischen China & USA & Co. ist Wirtschaftspolitik, die - zumindest was mein Wissen betrifft - auf solch einem komplexen Niveau spielt, dass selbst das "Zuschauen" anstrengend ist.

    Ich möchte einfach nur, dass das ganze Trump'sche Prozedere bald ein Ende findet. Es schadet der gesamten Wirtschaft


  • Würde ich mir so wünschen, das Trumps Mist so nach hinten losgeht. Der verhängt ja auf alles Zölle. Immigranten nach Mexico, passt dem nicht. Zölle. Würde mir so wünschen, das in 5-10 Jahren Apple iOS 12% Marktanteil hat, Android so ca. 35 % und den Rest dann Hangmeng OS einnimmt. Huawei Marktführer ist und alle Firmen die jetzt Trump gefolgt sind, ok müssen sie auch, dann blöde in die Wäsche gucken. Dazu 100.000 Jobs weg, weil Trump nur eine Firma sieht, aber nicht die Versorgungsketten und andere Sachen, wie zum Beispiel die Patente und das amerikanische Unternehmen auch auf vieles von Huawei angewiesen sind.

    Und Herr Black Mack; soll USA es so machen wie China, einfach auf geistiges Eigentum pfeiffen. Sorry, du lebst noch 1990. Weil klar, China kopiert vieles, genauso wie es andere Länder und Firmen tun. Aber ehrlich, das regelt sich gerade zurzeit alles ziemlich selbst, den China kopiert immer weniger und wird zum Innovationsmotor. Nicht nur im Smartphone Bereich sind die Chinesen gerade am innovativsten. Elektro Roller, E-Autos, Solar Anlagen, Spielsachen und und und. In 10 Jahren ist MADE IN CHINA nicht mehr billige Kacke (was es jetzt ja schon nicht ist) sondern MADE IN CHINA heisst dann Innovation.


  • So kann man das Loch der fehlenden Gewinne auch mit anderem Geld stopfen. Wenns Huawei zusteht, okay. Wenns aber nur eine Reaktion auf die USA-Sanktionen ist, dann ist es nicht okay.


    • "Das chinesische Unternehmen beschuldigte Verizon bereits im Frühjahr, diese Patente zu verletzen."
      Also wohl schon vor dem Bann.
      Zustehen tut es Huawei ja offenbar, sonst würde das wohl so nicht von Verizon kommuniziert werden.

      Eine Reaktion auf den Bann könnte es aber insofern sein, als das Huawei die Sache sonst vielleicht langsamer/entspannter angegangen wäre, etwa als "promoted/verauft unsere Phones, dann schieben wir das Patent-Thema nach hinten, erlassen einen gewissen Betrag etc".
      Diese Option(en) hat Trump aber verhindert, so das nur Verzicht oder einfordern bleibt...
      Also selbst wenn es eine "Reaktion" auf den Bann sein sollte, ist Trump das anzulasten, nicht Huawei.


  • Also ich kapiere das nicht. Wenn Verizon kein Kunde von Huawei ist, wie kann Huawei Ansprüche gegen Verizon haben ?
    Sollte Verizon Produkte gefertigt haben die auf Huaweis Patenten beruhen o.k. aber sollte Verizon Produkte eines anderen Herstellers gekauft haben, welcher Patente von Huawei nutzt und dafür nicht bezahlt, so ist doch der Lieferant erstmal in der Pflicht ?

    Im Iphone z.B. stecken Nokia Patente. Wenn ich jetzt ein Iphone kaufe, bekomme ich ja auch keine Rechnung von Nokia....

    Das mehrere amerikanische Firmen gleichzeitig Patente von Huawei verletzt haben sollen und das kommt ausgerechnet jetzt heraus, ist ja echt merkwürdig vom Zeitpunkt her.


    • Bastian Siewers
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Ich bin da wahrlich kein Experte, meines Wissens nach verhält es sich aber hier etwas anders, als bei deinem Gegenbeispiel. Letztlich gibt Verizon ja etwas in Auftrag, und steht dann wohl auch für Patentverletzungen grade.
      Zum Timing: Wie im Artikel ja steht, hatte Huawei diese Anschuldigungen ja schon vorher erstmals formuliert, dass jetzt Druck gemacht wird, ist sicherlich nicht ganz unabhängig von der allgemeinen Situation.


    • Das kommt auf die Vertragsform an, und da gibt es viel Gestaltungsspielraum. Häufig werden Patentansprüche durch eine einmalige Zahlung an den Inhaber abgegolten, oder eine einmalige Zahlung pro Gerät.
      Der Rechteinhaber kann die Nutzung einer Technologie aber auch lizensieren, und dafür den Endabnehmer, in dem Fall Verizon, mit einem Anteil am Umsatz in die Pflicht nehmen. Ein Zwischennutzer der Technologie wie ein Gerätehersteller kann diesen Umsatz nicht kennen, und hat keinen direkten Zugriff darauf. Also müsste der Endabnehmer, hier Verizon, vor der Nutzung der Technologie einen Vertrag mit dem Rechteinhaber schließen, bevor er die Technologie rechtmäßig nutzt.
      Macht er das nicht, oder hält er den Vertrag nicht ein, nutzt er die Technologie unrechtmäßig, was aber erst ein Gericht feststellen kann.

      "Lizenzen werden laut New York Times in der Regel als Prozentsatz des Umsatzes pro Abonnent bezahlt."

      Den Satz halte ich so für zu pauschal, er gilt streng genommen nur im Kontext des übrigen Textes, denn sehr häufig lizensiert man auch die Nutzung von Software durch eine Einmalzahlung. Wer Software abonniert, muss eine regelmäßige Lizenzgebühr bezahlen, solange die Nutzung erfolgt, aber auch die ist dann vom damit generiertem Umsatz i.d.R. unabhängig.


    • Verizon bezieht Produkte von Händlern, die Huawei s Patente verwenden. Diese Händler zahlen aber keine Patentgebühr an Huawei. Da man offensichtlich (und absolut nachvollziehbar) keine guten Geschäftsbeziehungen mehr mit den Amerikanern pflegen möchte, hat man dies lange toleriert, aber sieht sich jetzt nicht mehr dazu verpflichtet die Füße still zu halten.

      Ich kann Huaweis Verhalten verstehen. Nachdem man sich von den Amerikanern wochenlang hat vorführen lassen und defensiv war, geht man jetzt in die Offensive.


      • Sehe ich auch so, Huawei hat sich das alles erstmal angesehen, gute Miene zum bösen Spiel gemacht, aber damit musste auch mal Schluss sein. Jedes Unternehmen, mit dem man so umspringt, muss irgendwann mal Härte zeigen und klarstellen, dass es sich nicht alles gefallen lassen kann. Und wenn die Fakten so stimmen, handelt es sich um eine ganz legitime Forderung, ganz im Gegensatz zu der sehr willkürlichen Entscheidung Trumps.


  • Ich würde als US-Unternehmen so reagieren, wie es die Chinesen auch tun würden: Die Patente einfach ignorieren, den Stinkefinger zeigen und das Zeugs kopieren.

    In Rom muss man wie ein Römer handeln.

    TimMiMoGelöschter Account


    • Das könnte die USA für ihr Staatsgebiet wohl so machen, wenn sie ein entsprechendes Gesetz erlassen würden. Da viele Unternehmen aber international tätig sind würde ihnen das nicht viel nützen. Zudem gäbe dies dann auch Probleme mit anderen chinesischen Unternehmen, die dann vielleicht nicht mehr liefern würden, auf die man aber angewiesen ist.
      Man hat ja schon bei Huawei gesehen, was da für eine Kette von Problemen entsteht.


      • Oder vielleicht würde es ja dazu führen, dass die Chinesen anfangen, das geistige Eigentum anderer zu respektieren? Denn an Gesetze anderer halten die sich sowieso nicht.

        Tim


      • Tja, vielleicht sollte man aber auch das Konzept des geistigen Eigentums mal überdenken. Mit Patenten wird und wurde schon sehr viel Schindluder getrieben und vielleicht ist ja auch einfach das Konzept falsch.


      • @ Black Mac
        Da hast du schon recht. Aber wir Deutsche haben unsere technische Entwicklung auch als Raubkopierer englischer Produkte begonnen. Made in Germany, war ursprünglich eine britische Erfindung, womit sie deutsche Billigkopien anprangern wollten.
        Zudem lernt man auch in China langsam geistiges Eigentum zu respektieren. Aber eben genau deshalb, weil sie mittlerweile auch Patente haben und somit deren Wert erkennen. Der Mensch wertschätzt eben nur das, was ihm selber nützt.


  • War vielleicht nicht so klug von Huawei, diese Forderung an ein amerikanisches Unternehmen zu stellen. Ich könnte mir vorstellen, dass sie damit erst Trumptydumb auf den Plan gebracht haben, Google dazu zu ermuntern, Huawei ans Bein zu pinkeln. Das ist natürlich reine Spekulation. Diese albernen Patent-Spielchen laufen ja seit ewigen Zeiten auch zwischen US Firmen und anderen Staaten.


    • "Google dazu zu ermuntern, Huawei ans Bein zu pinkeln."
      Hm?
      Im Gegenteil gehört Google doch zu denen, die den Aufschub erreicht haben, und die sich um eine Ausnahmegenehmigung bemühen?
      Google pinkelt also Huawei sicher nur so viel ans Bein, wie die Gesetzeslage erfordert und will offenbar nicht einmal das.


  • Für Huawei ein Schuss ins Schwarze.
    Verizon ist der größte US Mobilfunkanbieter mit 32 Mrd. Umsatz im ersten Quartal.


    • Nein das ist kein “Schuss ins Schwarze”. Das führt höchstens zu jahrelangen gerichtlichen Auseinandersetzungen mit ungewissem Ausgang, während alles weiterläuft wie bisher.

      Es ist ja nicht so, dass Huawei einfach den Saft abdrehen kann. Oder vielleicht doch? Dann haben alle China-Warner recht behalten.

      Tim


      • Das muss keine Jahre dauern. Ist die Klage aussichtsreich, kann schon vor einem langen Prozess die weitere Nutzung der Dienste mittels "einstweiliger Verfügung" verhindert werden. Huawei müsste dann allerdings eine größere Summe als Schadensersatz hinterlegen, falls es letztlich den Prozess verliert.

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