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Gmail muss sich nicht für die Überwachung von Nutzern öffnen
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Gmail muss sich nicht für die Überwachung von Nutzern öffnen

Der E-Mail-Service Google Mail muss sich nicht für Strafbehörden öffnen, damit diese Nutzer überwachen können. Diese Entscheidung hat jetzt der europäische Gerichtshof getroffen. 

Seit Jahren kämpfen Bundesbehörden wie die deutsche Bundesnetzagentur oder die französische Autorité de régulation des activités ferroviaires (ARAF) dafür, dass Google Mail als Telekommuikationsdienst eingestuft wird. Der Grund: Damit müsste Google seinen Dienst für Ermittlungsbehörden öffnen und etwa eine Schnittstellen für den Datenzugriff einrichten. 

Deshalb sollte der europäische Gerichtshof nun klären, ob E-Mail-Dienste, die zwar über das Internet laufen, aber den Kunden selbst keinen Internetzugang bieten, nach EU-Recht als Telekommunikationsdienste gelten. Doch nach mehreren Instanzen hat dieser jetzt entschieden: Gmail gilt auch künftig nicht als Telekommuikationsdienst, "da dieser Dienst nicht ganz oder überwiegend in der Übertragung von Signalen über elektronische Kommunikationsnetze besteht".

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Auch WhatsApp würden die Behörden gerne belauschen. / © Alex Ruhl/Shutterstock

Aufatmen dürfen nach dieser Entscheidung wohl auch eine ganze Reihe weiterer Unternehmen, die sogenannte Over-the-Top-Dienste, also Kommunikationsdienste über das Netz anbieten. Denn ein Urteil zulasten von Google wäre wohl nur der Auftakt für eine ganze Reihe weiterer Verfahren gegen diverse andere Dienste gewesen. 

Doch die Bundesbehörden haben nicht nur den Mail-Service von Google im Visier. Auch den Chat-Dienst WhatsApp und seine Alternativen würde man am liebsten besser regulieren können. Der standardmäßig Ende-zu-Ende-verschlüsselte Dienst, dessen Chat-Inhalte selbst WhatsApp selber nicht einsehen kann, hat für die meisten längst die SMS ersetzt. Auf Letztere haben Behörden mit richterlichem Beschluss dagegen einen Zugriff. Zugriff auf Eure E-Mails haben aber weiterhin Google und möglicherweise auch Drittanbieter. 

Mit rund 1,4 Milliarden Nutzern ist Gmail einer der am meisten genutzte E-Mail-Anbieter weltweit, dicht gefolgt von Yahoo Mail und Hotmail von Microsoft. 

Via: SmartDroid Quelle: Spiegel Online

3 Kommentare

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  • Hm, wenn die das bei GMail versucht haben, dann doch sicher auch bei web.de, gmx und wie sie alle heißen...
    Haben die sich nicht gewehrt und gleich mal die gewünschte Schnittstelle implementiert, so das die seit Jahren belauscht werden, oder warum wird hier nur GMail erwähnt?
    Ich würde tippen: die einzigen, die sich gewehrt haben...


  • Oft wird ja über die Sicherheit diskutiert.
    Die Nachrichtendienste wissen aber im Endeffekt viel weniger als sie uns glauben machen wollen.
    Auf der anderen Seite wissen die Dienste selber aber viel mehr als sie sollten.
    Ich finde es sollte Privatsache sein, was man in Chats für Gespräche führt.
    Mir fallen sehr wenige Anschläge und Amokläufe ein, die aufgrund von Informationen aus Chatverläufen verhindert worden sind.

    Im Nachhinein aufgeklärt, ja. Aber was bringt es mir wenn der Waffenverkäufer im Anschluss ermittelt wird. Die Menschen sind tot.

    Und eine Regierung, welche Milliardengeschäfte mit Waffen macht, die gezielt Menschen unterdrücken, foltern und vernichten ist sowieso bei sowas nicht ganz für voll zu nehmen.

    Just sayin'.


  • Gmail muss ich nicht mal nutzen🙄.

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