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Panikmache per WhatsApp – so schützt Ihr Euch und andere vor Fake-News

Panikmache per WhatsApp – so schützt Ihr Euch und andere vor Fake-News

Über soziale Netzwerke und Messenger verbreiten sich Falschmeldungen in rasantem Tempo. Vor allem per WhatsApp. Egal ob politische Unwahrheiten, Pandemie-Nachrichten oder andere gesellschaftliche Themen. Falschmeldungen können die Bevölkerung spalten, Hass und Hetze schüren. Damit Ihr nicht Teil von Fake-News-Kampagnen werdet, könnt Ihr Euch ganz einfach schützen. Gute Recherchequellen und Tipps geben wir Euch hier an die Hand. 

Vor allem kurz vor Wahlen, wie etwa der Präsidentschaftswahl in den USA oder auch bei Bundes- und Landtagswahlen hierzulande werden von Interessengruppen bewusst Falschmeldungen im Netz und über WhatsApp publiziert. Aber auch in Zeiten von Krisensituationen, wie etwa einer Pandemie oder verstärkter Zulauf von fliehenden Menschen aus anderen Ländern nutzen Gruppen die Digitalisierung zur Verbreitung von Fake News, um Angst und Hass zu schüren und so auf ganz perfide Art und Weise Ziele zu erreichen. 

Oft werden die Meldungen über den beliebten WhatsApp-Messenger verbreitet, der weltweit von Millionen Menschen genutzt wird. Sprachnachrichten, Screenshots mit vermeintlichen Schlagzeilen oder Kettenbriefe werden gerne genutzt, um Fehlinfos zu verbreiten. Bei diesen Anzeichen solltet Ihr Vorsicht walten lassen und vor dem Weiterleiten einmal genauer nachhaken: 

  • Die Meldungen beginnen oftmals mit einem fragwürdigen "Beleg", also etwa "Der Bruder von meiner Freundin arbeitet beim Gesundheitsministerium / im Bundestag / bei einer kritischen Infrastruktur und hat "geheime" Infos, die niemand wissen soll"
  • Es wird dazu aufgefordert, die Nachricht möglichst schnell an alle Kontakte zu senden 
  • Es wird behauptet, ein wichtiges Menschengut sei in Gefahr
  • Es wird daran appelliert, dass man etwas "schützen" muss, etwa seine Familie, die Demokratie, das Rechtssystem oder unser freies Leben und die Meinungsfreiheit
  • Die Meldung macht bereits beim Lesen nervös und schürt Ängste
  • Die Meldung ist so eine Sensation, dass der Weiterleiten-Impuls unmittelbar vorhanden ist "Küchenzuruf" (Hast du DAS schon gehört? Das ist ein absolutes Unding!)

Solche Meldungen verbreiten sich deshalb so schnell, weil sie gezielt mit Gefühlen und Emotionen von Menschen spielen. Das ist das Werkzeug, das der Verbreitung dient. Doch was soll man nun tun? Was, wenn die Meldung stimmt und man andere dringend warnen möchte? Ruhe bewahren und vier Schritten folgen: 

1. Seriöse Quellen heranziehen und die Behauptung nachvollziehen

  • Die Tagesschau beleuchtet mit dem ARD Faktenfinder aktuelle Fake-News
  • Die gemeinnützige Organisation "Correctiv" recherchiert Fakten zu Falschmeldungen
  • Ist die genannte Quelle in der Vergangenheit schon einmal mit Fake News in Verbindung gebracht worden?

2. Fakten prüfen

Wie realistisch fühlt sich die verbreitete Meldung eigentlich an? Berichten auch andere im Internet darüber? Behandeln die oben genannten Institutionen das Thema vielleicht bereits und was sagt die Twitter-Gemeinde dazu? 

Zitate prüfen: Besonders bitter bei Fake-News ist oft die Tatsache, dass Zitate und O-Töne völlig aus dem Zusammenhang gerissen werden. Das heißt, dass das Zitat zwar so stimmt, aber vielleicht vor Jahren zu einem ganz anderen Thema geäußert wurde. Am besten ist es, das Zitat in der Volltextsuche (also mit Anführungszeichen) bei Google einzugeben und zu prüfen, ob es woanders schon mal aufgetaucht ist. 

Sobald Falschmeldungen in Umlauf sind, reagieren betroffene Unternehmen oder wissenschaftliche Einrichtungen mit einer Stellungnahme, die die Meldung revidieren. Schaut am besten sofort nach Erhalt einer möglichen Falschmeldung auf der offiziellen Internetseite oder Twitter-Seite des Unternehmens nach.

3. Bilder prüfen

Ähnlich wie mit verwendeten Zitaten in Fake News verhält es sich mit Bildern. Aufgrund von raffinierten Bildbearbeitungsmöglichkeiten können Fotos täuschend echt retuschiert und somit gefälscht werden. Hier hilft die Google Rückwärtsbildersuche weiter. Im Browser nutzt ihr dafür die Google Bildersuche und ladet das entsprechende Foto hoch. Ihr seht dann sehr schnell, ob das Bild eigentlich ganz anders aussieht.

4. Aktualität prüfen

Auch der Zeitpunkt einer getätigten Aussage ist in Zeiten von Falschmeldungen enorm wichtig. Sachverhalte verändern sich ständig, Politiker oder Forscher tätigen im Laufe ihrer Karriere zahlreiche Aussagen. Hier helfen ebenfalls die Google Volltextsuche oder die Bildersuche, um herauszufinden wann ein Zitat oder Foto erstmals im Netz aufgetaucht ist. 

Weitere Möglichkeiten, um Fake News auf die Schliche zu kommen

Die Europäische Union hat mit der Seite klicksafe.de ein umfangreiches Info-Portal erschaffen, mit dem Ihr Euch weiter über Sicherheit im Netz informieren könnt. Die Broschüre "Fakt oder Fake? Wie man Falschmeldungen im Internet entlarven kann" (Link führt zum PDF) gibt Euch wichtige Tipps zur Hand. 

Quelle: ARD

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Top-Kommentare der Community

  • AndroidDev vor 2 Wochen

    Der beste Schutz gegen Panikmache ist, wenn man sein Hirn einschaltet und diese Kettenbriefe nicht weiterverbreitet!

  • Matthias Wolf vor 1 Woche

    Klopapier? Was soll das sein? Also nach meinem heutigen, täglichen, Einkauf bin ich felsenfest davon überzeugt, dass Klopapier, Kartoffeln, Eier, Milch, Bananen, Brot und Reis nur ein Mythos sind. Existiert doch gar nicht!

21 Kommentare

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