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Facebook Messenger: Wofür braucht es verschwindende Nachrichten?

Macht der Facebook Messenger bald auf Snapchat? Künftig soll es beim Messenger eine Option geben, mit der einzelne Nachrichten nach einem einstellbaren Zeitraum verschwinden. Das zeigen Screenshots der iOS-Version des Messengers, die der Twitterkanal @iOSAppChanges verbreitet hat.

Akkupower von morgens bis abends ist für Heavy User leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.
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Auf den Screenshots ist unter anderem zu sehen, dass der Zeitraum in Abstufungen zwischen einer Minute und einem Tag einstellbar ist - danach sollen die Nachrichten verschwinden. Offenbar lässt sich die Funktion innerhalb eines Chats ein- und abschalten.

Kopiert Facebook mit den verschwindenden Nachrichten das Killer-Feature von Snapchat, um der jungen Zielgruppe zu gefallen? Gelten doch die nur kurzzeitig abrufbaren Nachrichten als eines der Erfolgsgeheimnisse von Snapchat. Zwar sind junge Nutzer meist auch bei Facebook registriert, aber Apps wie Snapchat oder WhatsApp sind weit beliebter, um Nachrichten, Selfies oder kurze Videos zu verschicken. Der Clou von Snapchat: Egal wie peinlich das Selfie ist, nach Sekunden, spätestens aber nach 24 Stunden, ist es gelöscht und geistert nicht weiter im Netz herum.

Snapchat: Anarcho-Messenger mit Spaßfaktor

Klar geht es bei Snapchat nicht um tiefsinnige Konversationen - stattdessen steht der Spaß im Vordergrund. Und dann ist da natürlich auch der Anarcho-Charakter von Snapchat - neigen doch Erwachsene dazu, in der App zwanghaft einen Sinn sehen zu wollen (wo nur der Spaß zählt, wie ein junger Snapchatter den Kollegen der Berliner Zeitung verriet). Das geradezu zum Meme gehypte Snapchat-Verstehen geht an der Sache doch total vorbei. Ist Snapchat "The Next Big Thing"? Who cares, schließlich ist es der Augenblick, auf den es beim Snappen ankommt.

Will Facebook dieses Erfolgsmodell nachahmen? Passend zum Messenger scheint diese Idee eigentlich nicht: Kaum vorstellbar, dass irgendjemand langwierig in den Tiefen der Messenger-Einstellungen den Selbstzerstörungsmechanismus für Nachrichten aktiviert, ein Regenbogen-Brech-Selfie verschickt und dann hinterher wieder andere Themen bespricht.

Facebook Messenger für vertrauliche Informationen?

Nett wäre das Feature natürlich für den Austausch von Passwörtern oder anderen vertraulichen Informationen. Wenn da nicht ein kleiner Schönheitsfehler wäre: Weil Facebook die Chats beim Messenger nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt, sind die Nachrichten auf den Facebook-Servern im Klartext lesbar - eine durchaus vorstellbare Quelle für Datenleaks. Und wer garantiert, dass die Nachrichten auch seitens Facebook gelöscht werden? Eben: Niemand. Mir zumindest erschließt sich der Sinn dieses neuen Features für den Facebook Messenger deswegen nicht so recht.

Würdet Ihr die Selbstzerstörungsfunktion für Nachrichten beim Messenger verwenden? Chattet Ihr längst auf anderen Plattformen? Seid Ihr vielleicht schon dem Snapchat-Fieber verfallen? Und könnt Ihr Euch vorstellen, dass Facebook mit neuen Features die Coolness vergangener Zeiten zurückgewinnt? Verratet es uns in den Kommentaren.


Dieser Text ist ein Kommentar, der die Meinung eines Redakteurs wiedergibt und nicht immer die Gedanken der gesamten Redaktion abbildet. Kommentare können kritische, mahnende oder humorvolle Anmerkungen sein.

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29 Kommentare

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  • "Sicherer Threema" Haha, brucht man doch gar nicht mehr, WhatsApp hat doch jetzt offiziell eine ende zu ende verschlüsselung und ist komplett kostenlos jetzt, also ist Threema kein Thema mehr.


    •   44

      gutes rezept was kostenlos ist spioniert nicht also eine datensammelapp kostenlos machen problem behoben.und wer eine verschlüsselung programmiert weiss selbstverständlich nicht wie man das wieder entschlüsselt? watsapp ist kein thema mehr trema umso mehr.


  •   58

    Wow, schick versteckte Werbung. Bis vor einer Minute wusste ich nicht mal, das es Snapchat gibt. (Und jetzt weiß ich schon, dass es mich nicht interessiert. ;-) )


  • Ist doch super wenn der ganze Unfug schnell wieder verschwindet.

    Ich wünsche mir verschwindende Kommentare im AP-Magazin :-D


    • Ich habe mal gelesen, dass pro Jahr ca. 10 % des Internets verschwinden, also gelöscht werden. Das würde bedeuten, dass innerhalb von ca. 10 bis 12 Jahren die Inhalte einmal komplett ausgetauscht werden. So gesehen wäre das Internet nicht wirklich so langlebig, wie man gemeinhin immer annimmt. Natürlich dürfte es da auch Ausnahmen geben, aber ich schätze mal, dass alles, was wir so im Netz hinterlassen, spätestens in 20 Jahren wieder verschwunden sein wird.

      Ich hab das selbst mal getestet, zwischen 1995 und 2000 habe ich sehr viel im Netz recherchiert (Suchen war damals noch wirklich ein Abenteuer, aber dank Metager und dem irgendwann am Horizont auftauchenden Google dann doch bewältigbar), und ich habe das damals ziemlich gut dokumentiert. Rund 500 Links von damals bin ich dann kürzlich nochmal gefolgt, kein einziger hat mehr funktioniert. Auch die entsprechenden Seiten gab es alle nicht mehr. Das ist nicht repräsentativ, schon klar, aber es zeigt doch, dass alles irgendwann verschwindet. Mehr oder weniger schnell.


      •   44

        aber nur weil man die seite nicht mehr findet heisst noch lange nicht das sie nicht mehr vorhanden ist.


      • Das käme darauf an, ob nur ich sie nicht mehr finde oder auch sonst niemand mehr. Denn dann wäre man bei der Frage, ob ein umfallender Baum im Wald ein Geräusch macht, wenn niemand da ist, der es hören könnte.


      •   40

        Tenten vor 1 Tag Link zum Kommentar
        "Ich habe mal gelesen, dass pro Jahr ca. 10 % des Internets verschwinden, also gelöscht werden. Das würde bedeuten, dass innerhalb von ca. 10 bis 12 Jahren die Inhalte einmal komplett ausgetauscht werden"

        Nach 10 Jahren wäre dann das ganze Internet gelöscht - shock ;-)


  • Die Möglichkeit find ich gar nicht so schlecht. Es gibt Dinge, die manchmal einfach nur für kurze Zeit passen. Wenn ich einen Freund um 19:00 Uhr zum Beispiel frage, ob er auf ein Bier gehen will, ist das wohl kaum um 02:00 Uhr noch interessant.^^


  •   40

    es braucht weder verschwindende Nachrichten noch den Facebook-Messenger. Und Facebook braucht es schon gar nicht mehr. Ich war User der ersten Stunde vor über 10 Jahren, der Reiz des Neuen verflog aber ziemlich schnell weil mich nicht wirklich interessierte wann der Hund von Tante Erna Durchfall hatte. Und heute wo ganze Unternehmen sich als Facebook -User präsentieren...gähn, langweilig, nur ein weiterer Kommerzchannel von zig anderen.


    • Da stimme ich dir gerne zu, Facebook war mal sehr "neu" und hip, aber jetzt wo Firmen und sogar meine Oma dabei ist, ist es einfach ein Dienst wie jeder andere. Und neues habe ich auf Facebook auch schon lange nichts mehr gesehen und erst recht nichts spannendes.


    • Ich seh es genau umgekehrt. Am Anfang war es einfach eine Kommunikationsplattform. Jetzt hab ich viele Sportler, Musiker, Veranstaltungsorte und Firmen von Uhren, Smartphones, Autos, Motorräder usw. drinnen. So hab ich auf einen Haufen sozusagen alle meine Interessen beisammen und bekomme so auch immer aktuelle Informationen. Den Messenger verwende ich so gut wie gar nicht, und auch so hab ich kein Interesse aktiv auf Facebook was zu machen (Bilder posten oder status ändern). Aber als Informationsquelle doch sehr nützlich.


    •   58

      Und bitte auch nicht die rechtlichen Aspekte vergessen. Gemäß der Geschäftsbedingungen von Facebook gehört ALLES, was über Facebook veröffentlicht wird, dem Zuckerberg-Unternehmen. Das mag zwar in der EU nicht rechtens sein, aber hat so etwas Facebook jemals gestört?


  • Diese Funktion ist ja auch bei Telegramm implementiert. Ich finde sie ganz nützlich, wenn man etwas zu verfassen hat das nicht für die Ewigkeit bestimmt ist. 😂😂😂


  • Naja, also bei Snapchat hab ich mich mittlerweile dran gewöhnt das die Nachricht nach dem lesen verschwindet. Ist halt blöd wenn man nach einer Zeit nachsehen will was geschrieben wurde, aber ist ja bei gesprochenen Text auch so, nach dem er gehört wurde, ist er weg.

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