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Facebook macht Rückzieher bei Plänen zum Werbungs-Verkauf auf WhatsApp

Facebook macht Rückzieher bei Plänen zum Werbungs-Verkauf auf WhatsApp

Als Facebook im Jahr 2014 WhatsApp kaufte, war es nur eine Frage der Zeit, bis Zuckerberg und Co. die beliebte Messaging-App monetarisieren würden. Die Pläne zum Verkauf von Anzeigen auf der App wurden 2018 vorgestellt. Heute, in einer dramatischen Kehrtwendung, hat Facebook Berichten zufolge diese Pläne auf Eis gelegt.

Laut Wall Street Journal hat Facebook das Team aufgelöst, das es zusammengestellt hat, um herauszufinden, wie man bezahlte Werbung am besten in WhatsApp integrieren kann, und den gesamten bereits produzierten Code aus der Messaging-App entfernt.

Es ist nicht klar, ob die Pläne zum Verkauf von Werbung auf WhatsApp komplett abgesagt wurden oder ob sie nur auf Eis gelegt sind, aber das WSJ berichtet, dass Facebook seine Bemühungen vorerst auf den Aufbau von Funktionen für seine Geschäftskunden konzentrieren wird. Die Business-Plattform von WhatsApp erhebt eine geringe Gebühr, um kleinen Unternehmen den direkten Kontakt zum Kunden zu ermöglichen, und ist besonders in Entwicklungsländern sehr beliebt. Auch in Indien wurde mit einer Zahlungsplattform experimentiert.

androidpit whatsapp statut
Ursprünglich hatte Facebook geplant, Werbung in der WhatsApp Status-Funktion zu verkaufen. / © AndroidPIT

Die für 2018 angekündigten Pläne sahen vor, Anzeigen in der WhatsApp Status-Funktion zu schalten, ähnlich wie in den heutigen Instagram's Stories. Die Entscheidung, WhatsApp zu monetarisieren, war bei denjenigen, die das Unternehmen vor der Facebook-Akquisition gegründet hatten, nicht sehr beliebt, und Mitbegründer Jan Koum nannte den Schritt, Anzeigen zu verkaufen, als einen der Hauptgründe dafür, dass er das Unternehmen etwa zur gleichen Zeit verließ.Brian Acton, der andere Mitbegründer, war ein Jahr zuvor nach dem Cambridge Analytica-Skandal gegangen, aber sowohl Koum als auch Acton hatten in einem früheren Blog-Post Anzeigen als "Beleidigung Ihrer Intelligenz" bezeichnet, bevor die Facebook-Milliarden auf ihrem Schreibtisch landeten.

Trotz der Tatsache, dass WhatsApp mehr als 1,6 Milliarden Nutzer hat, generiert es kein Geld für Facebook. Früher gab es eine jährliche Abonnementgebühr von 0,99 Dollar, die aber nach der Übernahme durch Facebook abgeschafft wurde. Was die Messaging-App jedoch tut, ist die Generierung von Daten. Die Social-Media-Maschine begann 2016 mit der gemeinsamen Nutzung von Daten zwischen WhatsApp und Facebook, um das Ad-Targeting zu verbessern. Es sieht so aus, als ob dies zumindest im Moment noch die primäre Funktion von WhatsApp bleiben wird, um Einnahmen für Facebook zu generieren.

Benutzen Sie WhatsApp? Teilen Sie Ihre Gedanken über die Wende von Facebook zur Werbung auf der Plattform in den untenstehenden Kommentaren mit.

Via: Engadget Quelle: WSJ

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Top-Kommentare der Community

  • HEB vor 4 Wochen

    @Tim mag sein, doch ich finde es schon arg perfide wie man an jeder Stelle immer wieder genötigt wird einen bestimmten Dienst zu nutzen. Ich lasse mir egal von wem auch immer nicht vorschreiben was ich zu nutzen habe. Ich sage wie man mich erreichen kann. Mehr kann man von mir nicht erwarten. Und auch keine Kommentare es haben ja alle werden mich dazu bewegen dem gleich zu tun. Ich bin der persönlichen Meinung, das man auch meinen Standpunkt akzeptieren sollte.

  • Daniel vor 4 Wochen

    Ich bleibe WhatsApp frei, manchmal ist es etwas umständlich, aber es ist der beste Spamfilter, denn man sich vorstellen kann

49 Kommentare

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  • Werbung muss sein und solange sie nicht zu aufdringlich wird, kann doch auch sicher jeder damit leben. Mal ehrlich... WhatsApp ist eine der vielleicht beliebtesten Apps der Welt und weil wir alle sie benutzen, um Texte, Fotos, Videos und was weiß ich noch auszutauschen, steigen auch die Entwicklungs- und Serverkosten. Ob da an irgendeiner Stelle mal ne Werbung auftaucht, ist doch eigentlich egal, solange sie die "Unterhaltung" an sich nicht stört.

    WhatsApp dienstlich zu nutzen wäre sicher irgendwie auch ganz cool, aber dann bitte nur, wenn der Nachrichtenserver lokal gehostet sein darf. Welches deutsche Unternehmen glaubt denn tatsächlich, dass die Mitarbeitergespräche in den USA sicher aufbewahrt werden?


  • Schade, so hätte es vielleicht einen Wandel gegeben. Auch wenn es trotzdem eher unwahrscheinlich wäre.


    • C. F.
      • Blogger
      vor 4 Wochen Link zum Kommentar

      WhatsApp ist eine Gelddruckmaschine. Die daraus gewonnen Daten lassen sich prima verkaufen. Werbung einzuspielen würde wohl Millionen Nutzer zu anderen Messengern spülen. Das würde Umsatzeinbuße bedeuten. Von daher bremst man dieses Vorhaben wohl erst einmal, bis man eine finanziell interessante Alternative hat.


    • Wieso hätte es einen Wandel gegeben? Bei Instagram gibt es seit Ewigkeiten Werbung zwischen den Stories und die Nutzer sind auch nicht in Scharen abgehauen.

      Peter


      • C. F.
        • Blogger
        vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        Die Stimmen, Nutzer würden eben dann wechseln, kann man quasi in jedem Forum etc. lesen. Nicht nur in Deutschland. Vermutlich haben schon einige gewechselt, was Facebook dank ihrer Möglichkeiten der Nutzeranalysen nicht unentdeckt bleibt. Das Betreiben von Rechenzentren und das permanente Speichern von Nutzerdaten kostet nunmal sehr viel Geld, was mit einem für lau zu habenden Messenger und den erhobenen Daten wohl nicht auf Dauer kostendeckend bzw. gewinnbringend betreiben kann. Wie Du ja selbst weißt: gerade in diesen Bereichen gibt es nichts umsonst.


  • Ich bleibe WhatsApp frei, manchmal ist es etwas umständlich, aber es ist der beste Spamfilter, denn man sich vorstellen kann


  • Eins ist sicher, wenn WhatsApp jetzt noch mit Werbung ankommt dann mach ich einen Rückzieher. Bei YouTube lass ich es mir gefallen aber bei Messenger wie WhatsApp hab ich keine Lust auf sowas...


    • Werbung bei YouTube ist schon extrem nervig, aber ich nehme es in Kauf, da ich diesen Dienst sonst ja gratis nutze.

      Tim


  • Alles, was ich an Nachrichten über WhatsApp lese, stabilisieren mein Durchhaltevermögen.

    Ich war noch nie dabei, weder Facebook noch WhatsApp. Es ist wirklich nicht immer einfach 🥵, Verein, Sportgruppe, Freunde etc., alle schreiben in Gruppen und müssen mich - meistens ausschließlich mich! - anders benachrichtigen.

    Aber so muss ich mir wenigstens keine Katzenvideos ansehen... 😜


    • Keiner ist verpflichtet nur über WhatsApp zuschreiben. Wer was will kann anrufen oder SMS.

      H G


      • Tim vor 4 Wochen Link zum Kommentar

        Über keins von beiden kann man aber Bilder oder ähnliches verschicken.


      • HEB vor 4 Wochen Link zum Kommentar

        @Tim mag sein, doch ich finde es schon arg perfide wie man an jeder Stelle immer wieder genötigt wird einen bestimmten Dienst zu nutzen. Ich lasse mir egal von wem auch immer nicht vorschreiben was ich zu nutzen habe. Ich sage wie man mich erreichen kann. Mehr kann man von mir nicht erwarten. Und auch keine Kommentare es haben ja alle werden mich dazu bewegen dem gleich zu tun. Ich bin der persönlichen Meinung, das man auch meinen Standpunkt akzeptieren sollte.


      • Selbstverständlich kannst du per SMS auch Dateien verschicken. Das nennt sich dann MMS.

        Per E-Mail geht das seit ungefähr 40 Jahren.

        Warum immer die geschlossenen Systeme und warum lassen sich so viele über den Tisch ziehen. Die Kontakte zu verkaufen, geht gar nicht, auch wenn das in den AGB steht. Zuletzt online geht auch niemanden etwas an (gilt auch für Telegram). Das könnte der Chef zum Anlass nehmen, einem nicht genehmigten Nebenjob als Nachtwächter nachzugehen.


      • Es gibt auch Anbieter die unterstützen gar kein MMS mehr.
        Emails sind für Angreifer um Welten interessanter als die Daten von WhatsApp.
        Und zuletzt online kann man bei WhatsApp einfach deaktivieren.


      • Tim vor 4 Wochen Link zum Kommentar

        @Aries
        Ja und dann zahlst du im Monat 50€ für diese verschickten MMS, die Qualitativ aus dem letzten Jahrtausend stammen...
        Und E-Mails sind für einen anständigen Chat-Verlauf auch nicht wirklich praktikabel.

        Zudem kannst du dieses "zuletzt online" auf Wunsch in jedem Messenger deaktivieren, wenn es dich stört... kein wirkliches Argument.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 4 Wochen Link zum Kommentar

        @HEB

        Vor allem möchte ich nicht jedem gleich meine Mobilfunknummer geben. Da gibt's erst mal die Threema-ID oder bei wire meinen Nick. Über beides kann man ja auch ohne Nummer telefonieren.

        H G


      • @ Tim, es gibt neben MMS auch SMS


      • Und das muss er ja auch nur nutzen, wenn er zu knausrig ist, sich die App des eigenen Messengers wie z.B. Threema für ein paar Euro zu kaufen. Ansonsten hat er keine Einschränkungen mehr.

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