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E-Scooter kaufen: Auf diese Dinge müsst Ihr achten

E-Scooter kaufen: Auf diese Dinge müsst Ihr achten

Seit kurzem sind E-Scooter auf deutschen Straßen - und Radwegen - zugelassen. In größeren Städten stehen bereits die Leihroller herum. Doch ganz billig sind die nicht. Vielleicht habt Ihr vor, täglich einen E-Scooter zu nutzen und wollt Euch deshalb selber einen anschaffen. Wir zeigen Euch, worauf Ihr beim Kauf eines E-Scooters achten müsst.

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Einsatzzweck

Die E-Scooter sind hauptsächlich dafür gedacht, kürzere Strecken zu überbrücken und dennoch gibt es beim Motor und auch der Reifengröße Unterschiede, die bei einer Kaufentscheidung berücksichtigt werden sollen. So stellt sich auch die Frage, ob Ihr zu einem klappbaren Roller greifen solltet. Der ist auf jeden Fall praktisch, wenn Ihr plant, den E-Scooter mit in Bus oder Bahn zu nehmen - wobei Ihr bei Eurem Verkehrsverbund überprüfen solltet, ob das erlaubt ist.

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Eine Ladestandanzeige ist praktisch. / © AndroidPIT

Fahrt Ihr nur von Haustür zu Haustür, muss sich der Scooter nicht unbedingt zusammenklappen lassen. Ist er aber klappbar, dann sollte der Mechanismus durch zwei Hebel gesichert sein, denn dann lässt er sich nur zusammenklappen, wenn Ihr beide betätigt.

Allzu schwer sollte der Scooter natürlich auf keinen Fall sein. Nicht nur, damit es nicht zur Qual wird, ihn die Treppe hochzutragen. Sondern auch, damit er gut beschleunigt. Idealerweise liegt er damit nicht über 20 Kilogramm, wobei natürlich ein größerer Akku auch höheres Gewicht bedeutet. Mehr als 55 Kilogramm hingegen darf er nicht wiegen, damit Ihr damit nach den aktuellen Bestimmungen in Deutschland fahren dürft. Ein Aluminium-Roller spart außerdem Gewicht. Größer als 70 x 140 x 200 Zentimeter darf so ein legaler E-Scooter nicht sein.

Bei den Rädern gibt es ebenfalls verschiedene Größen. Hier solltet Ihr Euch Gedanken machen, ob Ihr öfter auf unebenem Untergrund wie Kopfsteinpflaster unterwegs seid. Dann fährt es sich mit größeren Rädern nämlich besser. Die sehr leichten Roller haben aber meist auch kleine Räder. Hier gilt es also, den richtigen Kompromiss aus Gewicht und Komfort zu finden.

Motoren und Zulassung

Die Motoren haben in der Regel eine Leistung ab 200 Watt. 250 bis 400 Watt sind empfehlenswert, um mit ordentlich Schwung von der Stelle zu kommen. Doch Vorsicht: E-Scooter gibt es auch mit Motoren von bis zu 1.000 Watt. Mit diesen dürft Ihr dann aber nur auf Privatgelände unterwegs sein. Die Straßenverkehrsordnung erlaubt maximal Motoren mit einer Leistung von 500 Watt.

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BMWs E-Scooter gehört zu den teureren Modellen. / © BMW

Besonders wichtig ist, dass der E-Scooter für die Straße zugelassen ist. Nicht alle Modelle, die man derzeit in Deutschland kaufen kann, haben diese Zulassung. Hersteller wie Cityblitz und Moovi stehen auf der Positivliste, Roller von Xiaomi und Segway hingegen haben diese Zulassung etwa noch nicht, was sich allerdings noch ändern kann. Das Thema E-Scooter steht derzeit noch am Anfang, ein wenig Geduld kann sich im Hinblick auf die Auswahl legaler Modelle also lohnen.

Voraussetzung für die Zulassung ist auch, dass der Roller über die nach der Straßenverkehrsordnung notwendigen Merkmale verfügt, die denen von Fahrrädern ähneln. Das bedeutet ein Front- und ein Schlusslicht und Reflektoren. Auch eine Klingel ist vorgeschrieben.

Auch zwei voneinander unabhängige Bremsen muss der E-Scooter haben. Hier gibt es bei einigen Modellen die elektronischen Bremsen, die natürlich nur funktionieren, wenn der Akku noch geladen ist. Da die meisten Modelle mit einem Nabenmotor laufen, bei dem sich der Roller auch ohne Akkuladung ganz klassisch bewegen lässt, ist das in Verbindung mit elektronischen Bremsen schlecht. Besser sind Trommel- oder Scheibenbremsen, die auch ordentlich zupacken. Ob die Hinterradbremse per Fuß oder Bremshebel am Lenker aktiviert wird, ist letztlich Geschmackssache.

Versicherung und Akkus

Schneller als 20 km/h darf Euer Roller in jedem Fall nicht fahren. Tut er das, bekommt er aber auch keine Zulassung. Der Roller ist im Übrigen auch versicherungspflichtig. Bisher gibt es einige KFZ-Haftpflichtversicherungen für die E-Scooter mit unterschiedlichen Preisen - die meisten Tarife liegen jedoch im Bereich von 20 Euro pro Jahr. Die Versicherungsplakette muss hinten am Scooter angebracht werden. Wer darauf verzichtet, riskiert ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro. Hat der Scooter gar keine Betriebserlaubnis, kostet das 70 Euro. Und natürlich: Ist der Scooter nicht versichert und Ihr habt einen Unfall, bleibt Ihr auf den Kosten sitzen.

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Auch auf den E-Scootern müsst Ihr Euch an Verkehrsregeln halten. / © AndroidPIT

Bei den Akkus gibt es verschiedene Arten. Lithium-Ionen-Akkus sind noch teurer als etwa Bleiakkus, lassen sich aber schneller aufladen. Ist der Akku entnehmbar, könnt Ihr ihn etwa auch im Büro aufladen, ohne den ganzen Roller reinschleppen zu müssen. Einige E-Scooter haben zudem Bordcomputer, die sich teilweise per App mit dem Smartphone koppeln lassen. Das sind Zusatzfunktionen, die nützlich sein können, aber natürlich auch mehr kosten.

Wenn Ihr Euch noch nicht sicher seid, dann mietet doch einfach erst mal einen der Roller von Sharing-Anbietern und schaut, ob Euch diese Art der Fortbewegung grundsätzlich Spaß macht. Oder probiert ein konkretes Modell bei einem Händler aus.

Nutzt Ihr die leihbaren E-Scooter? Und überlegt Ihr vielleicht sogar, Euch einen eigenen E-Scooter zuzulegen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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10 Kommentare

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  • das randlose Display haben die noch nicht ganz geschafft - unten fehlen 2mm, mal sehen ob die in Zukunft Display ausfüllend alles darstellen können ( Fotos & Filme )


  • Wenn der Juppie schon nicht mehr mit Seinem Handy auffallen kann weil alle gleich aussehen, dann kauft Er sich eben einen elektrischen Kindertretroller.


  • Wie Doc Brown im 3. Teil im Jahr 1885 schon sagte: ".... Laufen tun wir nur noch zur Entspannung,..." in der Zukunft.


  • Eine total überflüssige "Fortbewegungsmethode". (Sprich: Modeerscheinung.) Zweck: Geld weg + Micro-Mobilität, da die selbstfahrenden E-Autos so unverschämt teuer sein werden, dass sich Otto Normalo keins leisten kann & trotzdem von A nach B will/muss.
    Bei anfänglichen Mietpreisen um 19 Ct./Minute wird der Spaß auf diesem Geschoss nicht nur schnell teuer - es wollen ja schließlich alle verdienen - er ist mit Sicherheit auch nicht Gesundheitsförderlich oder ökologisch sinnvoll.
    Macht nichts; es gibt einen neuen Hype.


  • Das wichtigste beim Kauf eines E-Rollers ist dass man bevor der Kauf getätigt wird den Roller gegen ein anständiges Fahrzeug tauscht.
    Ob man statt des Rollers ein altes Wehrmachtsfahrrad mit Hühnerschreck kauft oder ein Einrad ist egal, in beiden Fällen ist es besser so.


  • Man sollte vor dem Kauf sein Testament machen.


  • E-Scooter mit 55 kg? Was soll denn das für ein Monster sein, wenn ein E-Bike um die 23 - 30 kg wiegt??


    • Vielleicht einer, der die Höchstmaße von 70 x 140 x 200 Zentimeter ausreizt :D


    • Ist scheinbar gar nicht so selten. Habe mir neulich beim Media Markt mal einen angeschaut, der war so schwer, dass ich ihn kaum anheben konnte. Das hat mich sehr überrascht, denn rein äußerlich sah er nicht besonders groß aus, da hatte ich so ein massives Gewicht nicht erwartet.

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