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14 Min Lesezeit 236 Kommentare

Die besten Musik-Streaming-Dienste für Android

Update: Mehr Musik für Alexa

Im Vergleich der Streaming-Anbieter habt Ihr die Auswahl sehr unterschiedlicher Dienste und Modelle. In unserer Übersicht zeigen wir Euch, wer welche Leistung für welchen Preis liefert und wir testen einzelne Dienste ausführlich. Update: Es gibt Neuigkeiten bei Tidal.

Direkt zum Abschnitt:

Die folgende Übersicht zeigt einige Musik-Streaming-Dienste, von denen wir die meisten in der Praxis testen konnten. die gesammelten Erfahrungen beziehen sich auf die App-Versionen und die Bibliothek-Größe, die zum Zeitpunkt des jeweiligen Tests aktuell waren. Änderungen der einzelnen Abschnitte sind vorbehalten. Gerne dürft Ihr uns per Kommentar helfen, die Übersicht aktuell zu halten.

Die wichtigsten Infos für Musik-Streaming-Abos

Hier findet Ihr die wichtigsten Eckdaten zu den einzelnen Streaming-Anbietern. Tippt Ihr auf den Namen des Anbieters, gelangt Ihr zum Artikelabschnitt mit der genaueren Beschreibung der App und unserer Bewertung des Dienstes im Allgemeinen.

Alles auf einen Blick

  Aldi life Musik SoundCloud Tidal Apple Music Amazon Prime Music Amazon Music Unlimited Spotify Google Play Music Napster Deezer Juke Youtube Music
Probe-Laufzeit Aktion: 60 Tage Keine 30 Tage Drei Monate 30 Tage 30 Tage 30 Tage 30 Tage 50 Tage 30 Tage Drei Monate Drei Monate
Preis 7,99 Euro pro Monat

0/5/9 Euro pro Monat

9,99 Euro pro Monat / 19,99 Euro für Lossless 9,99 Euro pro Monat / 14,99 Euro für das Familien-Angebot (für bis zu sechs Leute) 49 bzw. 69 Euro pro Jahr (inkl. Amazon Prime) 7,99 Euro pro Monat oder 79 Euro pro Jahr (Prime-User) / 9,99 Euro (Nicht-Prime-User) 9,99 Euro pro Monat (Studenten 4,99 Euro), auch kostenlos verwendbar (eingeschränkt) 9,99 Euro pro Monat ab 9,95 Euro pro Monat 9,99 Euro pro Monat 9,99 Euro pro Monat ab 9,99 Euro pro Monat
Zahlung per Gutschein Ja n.a. Nein Ja n.a. n.a. Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Kompatibel mit Alexa / Google Home / Sonos Nein / Nein / Ja Nein / Nein / Ja Ja / Nein / Ja Nein / Nein / Ja Ja / Nein / Ja Ja / Nein / Ja Ja / Ja / Ja Nein / Ja / Ja Nein / Nein / Ja Nein / Ja / Ja Nein / Nein / Ja Nein / Ja / Ja
Chromecast-Support Ja Ja Ja Nein Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Titel 40 Millionen n.a. Über 25 Millionen n.a. 2 Millionen 40 Millionen "Millionen Musiktitel" "Millionen neuer Songs" 40 Millionen Über 40 Millionen Über 40 Millionen Über 40 Millionen
Offline-Modus für Android Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Maximale parallele Geräte pro Account 1 (3 im Offline-Modus) n.a. 1 (3 im Offline-Modus) n.a. 1 1 1 1 1 3 3 3
Hörbücher 15.000 n.a. n.a. n.a. n.a. n.a. Ja Nein Ja Ja Ja Ja
Musikvideos Nein n.a. Ja n.a. n.a. n.a. n.a. n.a. n.a. n.a. n.a. Ja
Website Aldi-life-Sonderangebot SoundCloud Tidal Apple Music Amazon Prime Music Amazon Music Unlimited Spotify Google Play Music Napster Deezer Juke Youtube Music

Aldi life Musik

Vor Weihnachten kommt Aldi mit einem besonderen Angebot daher: Statt 30 könnt Ihr den Napster-basierten Musik-Streaming-Dienst 60 Tage kostenlos testen. Das Angebot ist dasselbe wie das des Vertragspartners. Aldi verwendet zwar eine eigene App mit etwas anderem Interface, hat jedoch dieselben Bedingungen bezüglich der gleichzeitigen Wiedergabe. Einen ausführlichen Test findet Ihr unter anderem bei Area Mobile. Zum Deal geht es hier entlang.

Amazon Music Unlimited

Amazon Music Unlimited heißt Amazons neuer Streaming-Dienst, der Zugriff auf 40 Millionen Songs gewährt. In puncto Musikauswahl ist Music Unlimited also ungefähr auf Augenhöhe mit Spotify & Co. - wogegen Prime Music ja nur ein On-Top-Angebot für den Prime-Account von Amazon ist. Einzig exklusive Veröffentlichungen bei Tidal, Spotify oder Apple Music sind bei Amazon Music Unlimited nicht zu finden.

Der Zugriff erfolgt ebenfalls über die Amazon-Music-App, die Bedienung ist dementsprechend identisch. Prime-Mitglieder, die jährlich zahlen, kommen auf Kosten von 79 Euro pro Jahr, womit Music Unlimited für Intensiv-Amazon-Nutzer zum interessanten Streaming-Dienst wird.

ANDROIDPIT amazon music unlimited
Amazon Music Unlimited / © Screenshots: ANDROIDPIT

Besitzer eines Amazon Echo bekommen Amazon Music Unlimited für gerade einmal 3,99 Euro - allerdings ist dieser Account dann auch nur mit Amazon Echo verwendbar. Ein (mobiler) Zugang über die Amazon-Music-App ist nicht vorgesehen. Erst als "Demnächst verfügbar" ist ein Familien-Account gekennzeichnet, das von bis zu sechs Mitgliedern einer Familie genutzt werden kann.

Juke

Jukes Konditionen sind weitgehend dieselben wie bei den anderen Anbietern. Bei diesem Dienst ist der erste Monat bei erstmaliger Nutzung kostenfrei, danach werden 9,99 Euro im Monat fällig. Um die Probezeit zu nutzen, müsst Ihr keine Kontodaten preisgeben. Und anstelle des Abos könnt Ihr auch einzelne Alben oder Titel zum dauerhaften Anhören kaufen.

Im Vergleich zu Spotify ist die Auswahl an sofort abrufbaren Titeln kleiner. Oft kommt es vor, dass nur die populären Alben oder sogar nur wenige Titel eines Künstlers im Abo inkludiert sind. Wollt Ihr mehr hören, müsst Ihr die Titel oder Alben hinzukaufen.

juke 2016 de
Die Vorschläge sind unpersönlich. / © AndroidPIT

Die App ist im dreimonatigen Test mit dem Nexus 6P unter Android 6.0.1 Marshmallow mehrfach abgestürzt, was für einigen Frust gesorgt hat. Immerhin: Das Service-Team arbeitet recht fix und reagiert umgehend und hilfreich auf Anfragen zur Bedienung.

Im Vergleich zu den anderen Streaming-Apps habe ich bei Juke die Entdecker-Feature vermisst. Die Navigation ist einfach, wenn man gezielt auf der Suche nach bestimmten Künstlern ist. Jedoch fehlt ein intelligenter Algorithmus, der einem ähnliche Künstler empfiehlt. Besonders Deezer, Apple Music oder Spotify haben hier mehr Talent bewiesen.

Neben dem Abo habt Ihr die Möglichkeit, einzelne Songs oder Alben zu kaufen und dann zu streamen. Eine Offline-Funktion ist integriert. Mehr als 40 Mio. Songs, über 15.000 Filme und Serien, mehr als 1,5 Mio. E-Books und jeweils 2.400 PC-Games und Softwareanwendungen sind auf JUKE verfügbar.

Napster

Nach drei Monaten mit Napster lohnt ein kleiner Erfahrungsbericht. Kurzum: Musikqualität und Auswahl passen, sind aber nicht die besten. Tidal hat hier mehr Auswahl und streamt gegen Aufpreis sogar lossless. Lückenlose Wiedergabe fehlt auch bei Napster; zumal die Ladezeit zwischen den Tracks mitunter lang ausfällt und auch nach einem Download nicht entfällt. Konzeptalben oder Elektro werden so zur Tortur.

Der Einrichtungsassistent fragt nach Euren Lieblings-Genres und Künstlern und erschließt sich daraus, welche Art Musik er Euch künftig vorschlagen soll. Der Entdecken-Modus gibt Euch eine Genre-Wolke für neue Titel. Der Algorithmus zum Finden neuer Tracks nach Eurem Geschmack ist aber nicht optimal: Andere Dienste wie Deezer oder Spotify waren da treffsicherer im Erraten der Tracks, die mir gefallen könnten. Vor allem gelangte ich leichter zur Non-Stop-Wiedergabe.

napster 2016 de
Napster läuft stabil und ist übersichtlich aufgebaut. / © AndroidPIT

Napster ist nur dann gut für Euch geeignet, wenn Ihr zielgenau sucht und Eure Musik selbst zusammenstellt. Die so genannten Künstler-Radios liefern Euch zum Teil unpassende Titel und erzeugen nicht den guten Radio-Berieselungs-Effekt, wie er vor allem bei Deezer entsteht. Diesen bekommt Ihr bei Napster erst nach langem Training.

napster explore music
Napster navigiert sich komisch und lernt langsam. / © AndroidPIT

Im Laufe der Benutzung ist mir nicht klar geworden, warum ich dem Einrichtungsassistenten von Napster überhaupt meine Genre-Favoriten verraten habe. Auf der Suche nach guten Radios musste ich ohnehin erneut Genres angeben.

Geht dazu auf Home > Explore > Genre und wählt darin eine Liste aus. Diese hat dann einige Titel und wiederholt sich am Ende selbst. Alternativ tippt Ihr auf den Namen eines Künstlers und dort auf das Radio-Symbol, das sich unter seinem Porträt rechts befindet.

Das Künstlerradio beinhaltet Titel vermeintlich ähnlicher Künstler und hat einen Schieberegler für die Abwechslung, mit der die Tracks eingespielt werden. Die Funktionen Daumen hoch und runter helfen dem Algorithmus, Euren Geschmack peu à peu besser zu treffen. Das erfordert jedoch Geduld und Euer ständiges Eingreifen.

Tidal

Tidal bietet Euch Musik auch im FLAC-Format an. Der Free Lossless Audio Codec nimmt keine Veränderungen am digitalen Ausgangsmaterial vor und ist bei Audiophilen beliebt. Verzichtet Ihr auf das Extra, kostet Tidal nicht mehr als die anderen Streaming-Dienste. Das Besondere ist, dass Tidal als künstlerfreundlich gilt und angeblich die höchsten Tantiemen an die Urheber ausschüttet.

tidal player
Tidal bietet für etliche Künstler HD-Videos. / © ANDROIDPIT

Das hat zur Folge, dass man bei Tidal Künstler findet, die woanders fehlen. Nur hier bekommt Ihr die vollständige Diskographie von Prince. Im Katalog gibt es auch Beyoncés berüchtigtes #freethenipple-Video als exklusives Material. Tipp: Ihr könnt den Katalog schon vor Beginn des Probe-Abos durchforsten und nachschauen, ob Eure Lieblingskünstler vertreten sind.

Das Probeabo startet leider nur, wenn Ihr entweder eine Kreditkarte oder ein PayPal-Konto als Zahlungsmethode hinterlegt. Ihr könnt das Probeabo unverzüglich nach Start kündigen, sodass es sich nach 30 Tagen automatisch deaktiviert. So vermeidet Ihr Kosten.

tidal playlist
Tidals exklusiven Content erkennt Ihr am [E]. / © ANDROIDPIT

Die Tidal-App ist technisch einwandfrei und übersichtlich gestaltet. Sie hilft bei der Erstellung von so genannten Radios. Startet ein Lied und lasst Euch von der Tidal-App automatisch Tracks mit einem ähnlichen Charakter vorschlagen. Anschließend läuft eine nahezu unendlich lange Liste von Liedern.

Bei der Musik habt Ihr die Auswahl aus 320 kbit/s oder 96 kbit/s AAC. Offline-Playback ist möglich. Chromecast wird seit Sommer 2016 auch unterstützt. Das ist bei Tidal besonders praktisch, denn als einer der wenigen Streaming-Dienste gibt es dort auch Musikvideos, die sich ebenfalls als Playlist abspielen lassen.

Übrigens: Ende 2018 hat Tidal eine wichtige Lücke in Sachen Bedienkomfort geschlossen: Der Dienst funktioniert jetzt auch mit Amazon Alexa. Dazu müsst Ihr den Tidal-Skill suchen und aktivieren und Euch dort mit Eurem Benutzerkonto einloggen. Ab sofort könnt Ihr dann Eure Tidal-Bibliothek auch am Amazon Echo und anderen Alexa-Gerätschaften hören. In den Einstellungen der Alexa-App könnt Ihr Tidal auch zu Eurem Standard-Musik-Player machen. 

Deezer

Deezer hat mächtig ausgebaut. 40.000 Radiosendungen, Hörbücher, Podcasts sowie Live-Fußball kamen in den vergangenen Monaten hinzu. Darüber hinaus wurden die mobilen Apps für iOS und Android neugestaltet und die Integrationsmöglichkeiten für Connected Cars erweitert. Deezer hat dafür Partnerschaften mit BMW, BandPage, Sonos und Three.

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Der Flow ist Dein Freund. / © ANDROIDPIT

Deezer hat für Kunden ein neues Produkt im Angebot. Es heißt Deezer Elite, kostet mit 19,99 Euro rund das Doppelte des bisherigen Premium+-Angebots und bietet eine neue Besonderheit: die Songs werden im Elite-Vertrag verlustfrei komprimiert. Es kommt nur die FLAC-Kompression zum Einsatz, die keine Veränderungen am digitalen Ausgangsmaterial vornimmt.

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Der Player wird auf Knopfdruck zur Karaoke-Box. / © ANDROIDPIT

Im mehrwöchigen Test war ich von Deezer mehr überzeugt als von Spotify. Die Auswahl erschien mir größer und die Begrüßung durch den Flow-Bildschirm kam mir sehr intuitiv vor. Dank einer Fragerunde bei der Einrichtung und anhand meiner Facebook-Interessen konnte der Deezer-Flow treffend erraten, welche Künstler mir gefallen würden. Immer seltener hatte ich das Bedürfnis, einen Song zu überspringen.

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Natürlich hat Deezer einen Offline-Support. / © ANDROIDPIT

Die subjektiv empfundene Klangqualität war sehr gut. Die Bedienung ist intuitiv, setzt auf Material Design und nutzt alle Android-Schnittstellen, die eine Musik-App bieten sollte. Somit könnt Ihr Eurem Chromecast (und Audio) den Stream übergeben oder die Wiedergabe und Lautstärke per Smartwatch ändern.

Ich hatte beim Deezer-Test zwei erfreuliche Erkenntnisse. Die eine ist, dass ich Deezer auf bis zu drei Geräten gleichzeitig verwenden kann. Andere Player unterbrechen dann die Wiedergabe auf allen bis auf das letzte Gerät oder geben eine Fehlermeldung aus. Die andere Erkenntnis ist, dass man die nervigen Benachrichtigungen mit Tipps zu neuer Musik abschalten kann. Wie das geht, seht Ihr im letzten Screenshot.

SoundCloud

Mit SoundCloud haben auch unbekannte Künstler ebenso wie bekannte Musiker die Gelegenheit, die eigene Musik hochzuladen, mit der aktiven SoundCloud-Community zu teilen und daran zu verdienen. Ähnlich wie bei Apple Music können Künstler mit ihrer Community in Kontakt treten. Als effektives Werbemittel lassen sich Audio-Dateien bei SoundCloud als Widget in andere Webseiten integrieren.

Die Idee an sich ist sehr gut und die Umsetzung gefällt mir ebenfalls gut, und das auch in der kostenlosen Sound-Cloud-Version. Wer mehr von SoundCloud will, kann aber auch ein Premium-Paket abonnieren, denn dann sind die Möglichkeiten noch um einiges erweitert. Mit dem kostenlosen Basis-Dienst dürft Ihr bis zu drei Stunden lange Musik hochladen, mit der Pro-Version bis zu sechs und mit dem Premium-Paket unendlich viele Lieder. Erst als Premium-Mitglied könnt Ihr auch dann mit der Musik verdienen, wenn ein Lied von Euch in den USA abgespielt wird.

Hinweis: Bislang wird noch keine Offline-Funktion angeboten, dafür gibt es jedoch Apps von anderen Entwicklern, die diese Funktion möglich machen.

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SoundCloud ist für Musiker und Fans gemacht. / © ANDROIDPIT

Apple Music

Beim Launch durften vorerst nur iPhone-Nutzer auf den Apple-Music-Streaming-Dienst zugreifen, jetzt ist die Betaversion des Dienstes auch im PlayStore erhältlich. Mit Apple Music verfolgt der Konzern ein ganz eigenes Konzept, anders als Spotify, Deezer und Google Play Music. Denn Musikern und Fans soll mit dem Connect-Feature eine Plattform zur Verfügung stehen, mit der die Musikproduzenten und Konsumenten direkt miteinander kommunizieren können. Dabei sollen Fans auch in die Verlockung von Backstage-Bildern, Rohschnitten von Videos und vieles mehr kommen, um eine persönlichere Beziehung zum Musiker aufbauen zu können. Außerdem sind Facebook, Twitter, E-Mail und andere Dienste in der Apple-Music-App mit eingebunden, so dass Interpreten und Fans via soziale Netzwerke Neuigkeiten teilen können.

Im Apple-Music-Angebot gibt es noch ein weiteres Highlight: Beats 1. Der exklusive Radiosender beschallt Zuhörer rund um die Uhr mit Musik direkt aus den Metropolen San Francisco, New York und London. Renommierte DJs und bekannte Namen aus der Musikindustrie beliefern Euch dabei mit den neuesten Hits aus aller Welt. Der Radiosender Beats 1 verpflichtet aber niemanden zu einem Abo und lässt sich kostenlos nutzen.

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Apple Music gibt es jetzt auch für Android-Smartphones / © ANDROIDPIT

Das Volumen des Musikangebots gibt Apple offiziell nicht an, doch man kann davon ausgehen, dass das Unternehmen sich bei der iTunes-Bibliothek bedient hat. Somit würden rund 43 Millionen Titel verfügbar sein. Und wie aus den ersten Stichproben ersichtlich, bietet Apple Music fast alles. Die Beatles sind leider nicht mit dabei.

Amazon Prime Music

Über zwei Millionen Lieder seien im Angebot, heißt es offiziell. Zwar klingt das wie eine große Ankündigung, jedoch kann sich der Prime-Music-Service in puncto Musikauswahl nicht mit anderen Musik-Streaming-Diensten messen. Die meisten Konkurrenten bieten rund 34 Millionen Songs, ein vielfaches, was Amazon Prime Euch bietet, darunter gehören unter anderem Spotify und Deezer. Doch welche Vorteile bietet der Dienst denn sonst?

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Amazon Prime Music bietet über eine Millionen Songs. Nicht gerade viel, wenn man auf Spotify blickt. Wo aber sind die Vorteile? / © ANDROIDPIT

Wie auch für andere Streaming-Dienste fällt eine Abo-Gebühr bei der Nutzung von Amazon Prime Music an. Doch anders als bei der Konkurrenz zahlt Ihr für Amazon Prime, also den Premium-Dienst des Online-Händlers und nutzt den Musik-Streaming-Dienst als Teil eines größeren Angebots. Folgende Dienste stehen Euch mit dem Prime-Abo neben Amazon Prime Music zur Verfügung: der kostenfreie Premiumversand von gekauften Amazon-Artikeln, kostengünstiger Versand per Morning-Express, Zugang zu Prime Video (nur Kunden in Deutschland und Österreich) und die Kindle-Leihbücherei, Premium-Zugang zu Amazon-Blitzangeboten, Amazon BuyVIP und unbegrenzter Cloud-Speicher für Fotos (Prime Photos). Prime-Kunden zahlen aber nicht monatlich, sondern jährlich. Die Abo-Jahresgebühr beträgt 69 Euro - im ersten Jahr nur 49 Euro. Im Monat würdet Ihr sozusagen knapp 4 Euro für den Prime-Dienst inklusive Musik-Streaming-Angebot zahlen.

Eine Offline-Funktion wie bei Spotify und Google Play bietet auch Amazon Prime Music. Was Amazon Prime jedoch nicht bietet, sind Hörbücher und Podcasts, die Ihr Euch auch nicht online anhören könnt. Wer bereits Prime-Kunde ist, darf Amazon Prime Music als kostenlose Ergänzung des Dienstes nutzen. Alle anderen Musik-Streamer sollten ohne Prime-Konto lieber auf eine andere Alternative ausweichen.

Spotify

Dank seiner werbefinanzierten und mit viel Eigenwerbung bestückten Desktop-App kommen Nutzer auch kostenlos in den Genuss dieses Dienstes. Für das werbefreie Musikhören unterwegs fallen Abo-Gebühren an - zumindest, wenn man seine Songs selbst bestimmen will. Im Gegenzug gibt es ein Offline-Feature. Die genaue Zahl der Titel wird nirgendwo erwähnt, jedoch kommt es immer wieder vor, dass brandneue Alben zuerst auf Spotify erscheinen.

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Spotify ist das Netflix unter den Musik-Streaming-Angeboten. / © ANDROIDPIT

Die Funktion Spotify Running für Android-Nutzer generiert Euch einen Mix aus Songs, Genre-Playlists und exklusiven Kompositionen, die sich Eurem Lauftempo anpassen.

Google Play Music

Was als einfache Musik-Player-App anfing und über einen Cloud-Service mit 20.000 Titeln kostenlosem Speicher weiterging, hat sich inzwischen zum vollwertigen, kommerziellen Streaming-Paket ausgeweitet. Die ersten beiden Funktionen von Google Play Music sind nach wie vor kostenlos. Der Zugriff auf Googles Datenbank kostet so viel wie bei Spotify und auch hier sagt einem keiner, wie viel man fürs Geld bekommt. Im Akustik-Vergleich konnten wir damals auch keinen Sieger bestimmen.

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Google Play Music ist sowohl für iOS als auch Android erhältlich. / © ANDROIDPIT

Youtube Music

Google plant, mittelfristig Play Music durch Youtube Music zu ersetzen. Der neue Dienst, Mitte 2018 in Deutschland gestartet, kostet 10 oder 12 Euro im Monat - je nachdem ob Einzel- oder Familienaccount - und verbindet den Musikgenuss mit den passenden Videos. Besonderer Trumpf von Youtube Music soll dabei die Aktualität sein, denn jedes neue Video ist sofort in der Auswahl verfügbar. Es gibt gute Gründe, Youtube Music einmal auszuprobieren.

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Youtube Music verbindet Musik mit Videos. / © AndroidPIT

Fazit

Deezer hat die schönste App: Der schnelle Start in den Zufallsmodus macht Spaß und die Treffsicherheit des Vorschlags-Algorithmus beeindruckt. Das zusätzliche Karaoke-Feature macht Spaß, wenn man gerne mitsingt. Spotify hat eine umfangreiche Kostenlos-Funktion für den Einstieg. Die Napster-App hat ein hervorragendes Layout. Der Tidal-Katalog ist für Fans der alten Künstler die erste Wahl, da sie dort viele Inhalte exklusiv anbieten.


Der Artikel wurde am 19. November 2018 um die Tidal-Alexa-Kooperation ergänzt.

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Top-Kommentare der Community

  • Sebastes Marinus 05.12.2016

    Hätte ich nur nach "Streaming braucht kein Mensch" aufgehört zu lesen.
    Dann hätte ich mir auch dieses ganze prätentiöse Möchtegern-DJ-Gewäsch über elektronische Musik(die mich übrigens nicht im geringsten interessiert) und wie man sie gefälligst zu hören hat, erspart.

  • Tenten 19.11.2014

    Sorry, aber was du da redest ist totaler Blödsinn. Geschäftsmodelle ändern sich über die Jahre, wer da nicht umdenkt, bleibt eben auf der Strecke. Das Konzept, ein Album zu veröffentlichen und von den Verkäufen reich zu werden hat lange Zeit funktioniert (seit den 60/70ern des letzten Jahrhunderts, davor haben Musiker ihr Geld auch anders verdienen müssen). Die Industrie hält einfach an alten Konzepten fest und jammert, wenn diese nicht mehr funktionieren. Schuld ist natürlich immer der Konsument, nicht die Industrie mit ihren überholten Strategien.
    In Zeiten des Internets müssen Musiker eben wieder ihr Geld mit Auftritten verdienen und Streamingdienste oder Youtube als Werbeplattform für ihre Kunst sehen. So wie Musiker vor 60 Jahren eben auch ihre Musik übers Radio bekannt gemacht haben und dann über Konzerte Geld verdient haben.

  • Sophia Neun
    • Admin
    • Staff
    23.11.2016

    Da hatte ich wohl Glück, dass ich so etwas noch nie mochte. :P Ich bleibe bei Klassik und Rock. :)

  • König Frank I. 16.09.2015

    Schade nur, dass bei allen Diensten die Offline-Wiedergabe auf dem Android-Gerät nur mit der jeweiligen App nutzbar ist und nicht z. B. per Poweramp oder PlayerPro. Da kaufe ich mir lieber die Musik, dir mir gefällt (z. B. bei Amazon als CD mit MP3-Download) und kann die auch in ein Format bringen, welches nicht so verlustbehaftet wie das mancher Streaminganbieter ist. Obendrein bieten die o. g. Streaming-Dienste tendenziell eher Musik aus dem Mainstream. Das Angebot in musikalischen Grenzbereichen ist immer noch überschaubar.

  • Gottago 18.11.2014

    Für mich alles unrelevant. Nutze lieber gratis webradio wie tune in. 10€ im Monat dafür dass mein volumen noch schneller weg ist? Bin da die falsche Zielgruppe

236 Kommentare

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  • Uwe vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Deezer ist echt super, aber man kann ein Hörbuch, wenn es denn gedownloadet wurde nicht mehr endgültig löschen! Es verschwindet zwar, aber s ist im Grunde noch da, kann man auch am Speicher ablesen. Ein Problem bei Android....


    • NilsD vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Ein Problem von Deezer an Android selber wird's wohl kaum liegen sonst könnte man Dateien ja generell nicht löschen..


  • Well, I prefer to use SoundCloud.. Free !


  • Marc vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Tidal is Mega, zusammen mit den KEF Ls 50W einfach spitze, schade das viele garnicht mehr wissen wie gut sich Musik überhaupt anhören kann, und das nur durch den ganzen mp3 Rotz, geht nix über Studio Qualität 👌👍


  • NilsD vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Amazon Music funktioniert bei mir nicht im Wlan, von Google Music kann ich nur abraten, hat man es zu oft auf unterschiedlichen Geräten genutzt ist eine weitere Nutzung auf einem neuen Gerät nicht mehr möglich!


    • Sophia Neun
      • Admin
      • Staff
      vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Dann schreibt man kurz dem Google-Play-Support eine Mail und innerhalb von nicht einmal zwei Stunden setzen sie die Geräte zurück. Schon zwei mal gemacht, da ich wirklich oft Smartphones gewechselt habe. :D


      • Dito, allerdings schon dreimal im Laufe der Jahre 😄


      • NilsD vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Danke Sophia habe ich Mal gemacht :-)
        Trotzdem nicht sonderlich schön das man den Schritt überhaupt machen muss. Besser wäre wenn man die Liste selber leeren könnte und sich für X bestimmte Geräte entscheiden könnte nun gut.


  • Schade und unverständlich warum nicht mehr das klassische Radio im Handy verbaut ist außer in der Einsteigerklasse.


  • Ich nutze Amazon music unlimited. Bin sehr zufrieden. Aber in Abschnitt über den ist es nicht ganz richtig klargestellt, dieser Dienst ist NICHT für Amazon Prime in Begriffen, er kostet noch monatlich extra. Sollte erwähnt werden.


  • Radul vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Vertan


  • Ich nutze Deezer einige Zeit mobil. Mit dem Angebot bin ich sehr zufrieden. Leider zieht Deezer unheimlich am Akku. Auch stürzt bei mir die App auf Oreo 8.1 regelmäßig ab. Bei Android 7 hatte ich die Probleme nicht


  • Bei Google Play Music soll es laut Tabelle keine Hörbücher geben. Also höre gern Hörbücher über Play Music.


  • www . qobuz . com

    Erstaunlich, dass dieser Dienst aus Frankreich nicht berücksichtigt wird.

    Gleichzeitig ist Quobuz auch eine ausgezeichneter Web-Shop für "normale" MP3-Formate, FLAC-Files aber auch Studio-Master-Qualität (was für mich bei gewissen Musiken grossen Sinn macht).


  • Hallo liebes Androidpit Team,

    könnt ihr die Tabelle bitte so bauen, dass man sie auch ohne Scrollbalken klar lesen kann?
    Man muss ständig wieder nach oben scrollen, um sehen zu können, welcher Dienst in welcher Spalte ist.
    Und man muss auch ständig wieder nach links scrollen, um sehen zu können, in welcher Zeile man gerade ist.

    Das nervt leider und macht die Tabelle sehr unübersichtlich, teilweise sogar unbrauchbar.

    Ich betrachte die Seite übrigens auf meinem Desktop PC mit 1920x1080.

    Danke


  • Warum wird der Artikel wieder nach vorn getrieben?
    Ist ja nun nicht wirklich viel passiert auf dem Musikstreaming-Markt.
    Ich denke, dass Jeder seinen Dienst gefunden hat.

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