Im Rahmen unserer Websites setzen wir Cookies ein. Informationen zu den Cookies und wie Ihr der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen bzw. deren Nutzung beenden könnt, findet Ihr in unserer Datenschutzerklärung.

Kommentar 3 Min Lesezeit 34 Kommentare

Cheetah Mobile im Fokus: Wer spielt noch mit den Schmuddelkindern?

Die Enthüllungen dieser Woche zeigen es klar und deutlich: Das Geschäftsmodell von Cheetah Mobile kennt genau ein Produkt, und zwar Eure Daten. Die Apps des Unternehmens lesen alles mit, was sie kriegen können, und Cheetah Mobile macht das dann zu Geld. Das kann man machen, aber man macht sich damit keine Freunde, wenn es raus kommt.

Google kämpft gegen Malware im Play Store wie Don Quichotte gegen Windmühlen. In dieser Woche kam ans Tageslicht, das Cheetah Mobile, unter anderem mit Clean Master mit über einer Milliarde Downloads extrem populär, mit einer ganzen Reihe von Apps Schindluder treibt. Mit einer großen Zahl an Apps, die untereinander stets aggressiv dafür werben, die anderen Cheetah-Apps zu installieren, geht der Anbieter auf großen Datenfang. Durch die Empfehlungen generiert Cheetah Mobile den aktuellen Berichten zufolge außerdem doppelte Einnahmen von Google und den Entwicklern. Wie das genau funktioniert, könnte Ihr bei Medium nachlesen.

Bei diesen Apps wurde das Verhalten bereits nachgewiesen:

  • Clean Master
  • Security Master
  • CM Launcher 3D
  • Kika Keyboard (von Kika Tech)
  • Battery Doctor
  • Cheetah Keyboard
  • CM Locker
  • CM File Manager

Microsoft hat vor nicht einmal einem Jahr eine Partnerschaft mit Cheetah Mobile gestartet. Cortana, die Sprachassistentin aus Redmond, wurde im Zuge dessen in den CM Launcher 3D integriert. Da hat sich Cheetah Mobile einen echt dicken Fisch an Land gezogen, doch es ist nicht der einzige. Auch Samsung nutzt Technologie von Cheetah Mobile, etwa in der Speicher-Verwaltung in den Systemeinstellungen der eigenen Oberfläche, wie Till Kottmann von Medium entdeckt hat. Sogar eine offizielle Anleitung auf der Samsung-Website gibt es, die zeigt, wie man Clean Master installiert.

Muss das wirklich sein?

Muss das wirklich sein? Vor allem im Zuge der aktuellen Enthüllungen über das mehr als zweifelhafte Geschäftsmodell von Cheetah Mobile fände ich es an der Zeit, das Unternehmen in die Schmuddelecke zu stellen, die es für sich selbst offenbar ausgesucht hat, und die Partnerschaften zumindest zu überdenken. Übrigens: Ist eigentlich mal jemandem aufgefallen, wie ähnlich "Cheetah" und "Cheater" klingen? Letzteres heißt "Betrüger". Das nur mal am Rande.

Für mich gilt in diesem Fall die alte Weisheit: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Wenn mir ein Anbieter versucht, mit seinen Apps Dinge unterzujubeln, die ich nicht will und die mir schaden können, und das kommt raus, ist der für mich weg vom Fenster. Genau so ist das auch mit Cheetah Mobile. Besonders nützlich sind deren Apps ohnehin nie gewesen, da kann ich leicht drauf verzichten. 

Findet Ihr, dass alle Beteiligten genug gegen betrügerische Apps tun?

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern

Top-Kommentare der Community

  • C. F.
    • Blogger
    vor 2 Wochen

    "Für mich gilt in diesem Fall die alte Weisheit: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Wenn mir ein Anbieter versucht, mit seinen Apps Dinge unterzujubeln, die ich nicht will und die mir schaden können, und das kommt raus, ist der für mich weg vom Fenster."

    Das sollte dann aber auch für WhatsApp und facebook gelten. Und? Beides schon gelöscht?

  • Saibot vor 2 Wochen

    Cheetah ist das englische Wort für Gepard. 🐆

  • Flat Eric vor 2 Wochen

    Also ich finde das auch ganz schön arm, wenn man verlangt, dass die Leute, die den Messenger programmieren umsonst arbeiten sollen und dann noch die Server gleich mit zur Verfügung stellen, natürlich auch für dich kostenlos. Vor allem hört sich das bei dir an, als wäre es ein Verbrechen, Geld für einen Messenger zu verlangen:
    "und ein Messenger der Geld kostet, kommt mir nicht ins Haus."
    Wer kein Geld zahlen will, zahlt mit Daten. Wenn du dann einen Werbeblocker verwendest, "bezahlst" du im Endeffekt gar nicht für eine erbrachte Leistung. Du beklaust genau genommen die Entwickler, bzw du beleidigst die Entwickler, in dem du sagst, deine Arbeit ist nichts wert.
    Also, Hirn einschalten und nicht gleich bockig sein, wenn man dir die Wahrheit "ins Gesicht" sagt.
    Nicht falsch verstehen, ich finde die Praktiken von Cheetah Mobil absolut schlecht, aber zu erwarten, für eine Leistung nichts zahlen zu müssen finde ich noch schlechter.
    Und nichts ist umsonst.

34 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!
Zeige alle Kommentare

Empfohlene Artikel

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern