Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. OK
5 Min Lesezeit 17 mal geteilt 20 Kommentare

Android in der Not: Essenzielle Apps, über die niemand spricht

Das Leben könnte so einfach sein, ließe sich die körpereigene Abfallbeseitigung bloß via Bluetooth abwickeln. Doch es gibt Apps, die helfen können, wenn die Natur ruft. Und auch wenn Facebook und Co. rufen, während Ihr gerade viel zu viel Spaß mit Jack Daniels und seinen Freunden habt,  ist der Social-Media-Selbstmord nicht unabwendbar. Auch hier helfen Apps!

Akkupower von morgens bis abends ist für Heavy User leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.
Stimmst Du zu?
50
50
3406 Teilnehmer
Pissen Stephan new format
Klogang mit Style - kein Problem. / © ANDROIDPIT

AndroidPIT wagt sich für Euch in die niederen fäkalen Gefilde vor und stellt sich den menschlichen Abgründen zwischen WhatsApp und Whiskey, Wodka und Vine, Facebook und Flensburger. Simple Apps aus dem Play Store können mitunter zum echten Retter in der Not(durft) werden und uns am Boden halten, wo Wodka Red Bull Flügel verleiht.

Places I've Pooped - Für den modernen Reviermarkierer

Auch wenn viele es leugnen, so sind wir am Ende des Tages auch nur Tiere. Und wenn Fiffi mit unerschütterlichem Eifer bei jeder Gelegenheit sein imaginäres Revier beinanhebend oder hinterteilabsenkend markiert, dann liegt Herrchen dieser Instinkt auch nicht so fern, wie wir es gerne hätten. Places I’ve Pooped ist die ultimative Manifestation dieses Urdranges.

Im Prinzip ist die App ein Google Maps für Freunde der gepflegten Porzellansitzung. Hier markiert Ihr den Ort des Erleichterungsvorgangs durch das Betätigen des vielsagenden Buttons “Bombs away!” auf einer Karte, benennt die Markierung und gebt Ihr zusätzlich eine Sternebewertung, je nachdem, wie sehr Ihr das Entleerungserlebnis genossen habt. So entsteht schnell eine höchst informative Karte, die Eure persönliche Toilettenhistorie darstellt.

placesivepooped
Fünf Sterne war mir die sanitäre Erfahrung bei AndroidPIT nicht wert (links), weitere Checkpoints habe ich in Berlin bereits angelegt (rechts). / © ANDROIDPIT

Wer an akuter Blasen- und Schließmuskelschwäche leidet, kann auf diesem Wege also ein hilfreiches Netzwerk strategischer, öffentlicher Checkpoints erstellen. Wer einfach nur gerne sein Revier markiert und dann stolz vorzeigt, kann die App genau so gut gebrauchen. Doch auch auf die Markierungen anderer Nutzer könnt Ihr zugreifen und von deren fäkalen Abenteuern mitsamt Bewertung profitieren. Places I’ve Pooped ist kostenlos - auch wenn der Wert dieser App in Momenten der Not wohl durch keinen Geldbetrag der Welt aufzuwiegen wäre.

Places I've Pooped Install on Google Play

RunPee - Für Kinoenthusiasten mit Blasenschwäche

Wer kennt es nicht? Man sitzt im Kino, und plötzlich ruft aus dem Nichts die Natur. Der ungestörte Filmgenuss ist sofort dahin. Die Gedanken schweifen ab, die Situation läuft… nun ja, wie ein Film vor dem geistigen Auge ab, die Aufmerksamkeit hingegen ist konzentriert auf existenzielle Fragen wie "Was tun?" Und vor allem: "Wann?!?". RunPee setzt diesem unnötigen Elend ein Ende.

Die schnell wachsende App-Datenbank kennt Hunderte Filme und sagt Euch (übrigens auch ohne Internetverbindung!), wann und wie lange sich ein Zeitfenster öffnet, das es Euch erlaubt, schnell das stille Örtchen aufzusuchen, ohne wichtige Handlungsmomente zu verpassen.

runpee
Die Übersicht aus der Filmdatenbank (links) und die detaillierten Vorschläge der Pnkelpausen in der Filmansicht (rechts). / © ANDROIDPIT

Stellt zu Filmbeginn den Timer und wartet, wenn der Druck steigt, entweder auf eine Vibration als Zeichen oder lasst Euch in der App anzeigen, wann sich die nächste Chance auftut, wie lange es noch ist und was für Hinweise im Film die rettende Pinkelpause ankündigen. Ihr seht, RunPee ist ein überlebenswichtiges Werkzeug des modernen, blasenschwachen Kinoenthusiasten.

Übrigens sagt RunPee Euch auch, ob es sich lohnt, das Ende des Abspanns abzuwarten. Die App kostet 99 Cent - ein verschmerzbarer Preis für all die ungünstig verpassten Kinomomente - und wird fortwährend mit neuen Filmen aktualisiert, teils sogar, bevor diese ins Kino kommen.

RunPee. Install on Google Play

Poop Salary - Für den Goldesel in Dir

Eine gesunde Darm-Peristaltik ist wünschenswert, raubt allerdings Zeit, die man gerne produktiver verbringen würde. Aber wer sagt eigentlich, dass der Toilettengang nicht produktiv ist? Wer nicht gerade mit einer Stempeluhr am Stillen Örtchen gestraft ist, verdient auch dort gutes Geld - eine erleichternde Feststellung, die den Erleichterungsvorgang deutlich “versüßt”: Poop Salary führt Euch vor Augen, wie viel Geld Ihr während der Arbeit auf der Toilette verdient. 

poopsalary
So macht man aus Ihr wisst schon was Gold. / © ANDROIDPIT

Gebt einfach Euer jährliches oder stündliches Gehalt ein, startet den Toiletten-Timer und beendet ihn, sobald Ihr fertig seid. Poop Salary wird Euch dann zwar ermutigen, das Ergebnis Eures höchst privaten Meetings über soziale Netzwerke zu teilen - und irgendetwas sagt mir, dass diese Option nur wenige ansprechen wird - aber dieser Schritt lässt sich einfach überspringen.

Ihr erfahrt nun nicht nur, wie viel Geld Eure Verdauung Euch eingebracht hat, Ihr erhaltet mit der Zeit auch wertvolle Statistiken, die Euch stolz machen werden. Poop Salary wurde bereits seit 2012 nicht mehr aktualisiert, aber seien wir ehrlich: Was für Features benötigt diese essenziellste aller Apps noch?

Poop Salary Install on Google Play

Drunk Locker - Für den Social-Media-Alkoholiker

Als der Mensch den Alkohol entdeckte, öffnete er damit die Büchse der Pandora. Doch dieses universelle Übel war Tausende Jahre lang kontrollierbar, bis moderne Technologie es uns erlaubte, uns zu jeder Zeit und an jedem Ort bis auf die Knochen zu blamieren. Alkohol und Internet: eine explosive Mischung. 

Große Denker haben versucht, das Problem zu lösen, Drunk Locker ist eine Frucht dieser Bemühungen. Und wenn Ihr gerne ab und zu tief ins Glas schaut, jedoch nicht aufs Smartphone verzichten wollt, gebt dieser App eine Chance.

Drunk Locker screenshot
Drunk Locker: drei einfache Schritte gegen den Social-Media-Suizid. / © J&S Enterprises

Drunk Locker könnte simpler nicht sein: Wählt aus einer Übersicht die gefährlichen Apps wie Facebook, den Facebook Messenger, Tinder, WhatsApp oder weiß der Geier was aus und blockiert sie für einen vordefinierten Zeitraum zwischen 30 Minuten und 24 Stunden. Genug Zeit, um selbst die höchste Alkoholdosis so weit abzubauen, dass Ihr wieder gesellschaftsfähig werdet.

In dieser Zeit könnt Ihr die blockierten Apps nicht starten, es sei denn natürlich, Ihr deinstalliert Drunk Locker selbst. Der alkoholinduzierte soziale Suizid ist erfolgreich verhindert. Und das Beste: Während das hemmungslose Gelage Euch Hirnzellen und eine gesunde Leber kostet, ist Drunk Locker kostenlos. Was für ein Deal!

Drunk Text Blocker Install on Google Play
17 mal geteilt

Top-Kommentare der Community

20 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. Mehr dazu

Alles klar!