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Amazon steckt Unsummen in Elektroautos - mit Hintergedanken

Amazon steckt Unsummen in Elektroautos - mit Hintergedanken

Rivian baut einen Pickup, wie er eigentlich amerikanischer kaum sein könnte: groß, auffällig und mächtig stark. Eine Sache unterscheidet das Auto allerdings von vielen anderen: Es wird komplett elektrisch angetrieben. Dieses Argument reicht aus, um nun Hunderte Millionen Dollar frisches Kapital einzusammeln - und zwar vor allem von Amazon und General Motors.

Beide Firmen beteiligen sich in großem Ausmaß an Rivian und dem Elektro-Pickup - und das vor allem im Falle von Amazon nicht ohne Hintergedanken. Der Online-Shopping-Riese hofft darauf, dass Rivian eine Unterstützung bei der Entwicklung von Elektroautos für die eigene Lieferkette sein kann. Das berichtet VentureBeat unter Bezugnahme auf eine interne Quelle bei Amazon.

Erste Gespräche über den Einstieg bei Rivian waren bereits vergangene Woche bekannt geworden. Mit den 700 Millionen Dollar, die aus der aktuellen Finanzierungsrunde fließen sollen, steigt die Bewertung von Rivian auf insgesamt bis zu 4 Milliarden Dollar - kein Pappenstiel für ein Startup, das noch immer kein fertiges Elektroauto anzubieten hat.

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Elektrisch durch den Dreck - mit dem Pickup von Rivian. / © Rivian

Rivian ist alleine in der Nische - noch

Das herausragende Merkmal von Rivian ist die Nische, die das Unternehmen besetzt. Einen rein elektrischen Pickup gibt es bisher nicht auf dem Markt, und es ist auch keiner bei den großen Herstellern in Sicht. Aus europäischer Perspektive mag das nachvollziehbar sein, ist diese Fahrzeugkategorie doch hierzulande nicht besonders verbreitet. Gerade in den USA erfreuen sich Pickups dank ihrer Größe und Vielseitigkeit großer Beliebtheit, und wenn diese Vorzüge mit einem elektrischen Antrieb umweltfreundlicher werden, ist mit großem Anklang bei den entsprechenden Käuferschichten zu rechnen.

Es droht allerdings Konkurrenz für Rivian schon bevor es richtig losgeht. Elon Musk kündigte kürzlich an, dass auch Tesla an einem elektrisch angetriebenen Pickup arbeite, der spätestens im kommenden Jahr auf den Markt kommen soll. Die technische Basis dafür dürfte das Model X sein, das SUV von Tesla. Sollte Tesla tatsächlich in den Bereich der Elektro-Pickups einsteigen, dürfte das für die Erfolgsaussichten von Rivian nichts gutes bedeuten - und damit auch für die Investoren wie Amazon und General Motors.

Via: Golem Quelle: Venturebeat

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11 Kommentare

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  • Zum Thema Elektrofahrzeuge: schön über was sich die Industrie und Entwicklung Gedanken macht. Aber gleichzeitig sollten wir auch mal in den Himmel schauen. Dort werden die Flugzeuge auch immer mehr, die Ozeane werden auch immer mehr belastet durch immer größer werdende Schiffe. Diese Dieselverbote in diversen Straßen sind doch lächerlich. Warum gibt es solche verbotszonen nicht auch in der Luft und auf dem Wasser?! Und wenn man mal in die Geschichte zurückschaut gibt es Elektroautos schon seit Anfang 1900 nur leider haben sich diese bisher nicht durchgesetzt und sind immer mal wieder von der Bildfläche verschwunden. Bis heute ist nicht geklärt warum der legendäre Elsist ein Verbot bekam für die Weiterentwicklung. In den fünfziger Jahren hatte sogar die deutsche Post Elektrofahrzeuge gehabt die schnell wieder verschwunden sind weil sich kein Elektrofahrzeug gegen den Benziner durchsetzen konnte. Entwicklung und Produktion waren zu teuer und der praktische Nutzen zu gering.Die elektrische Fahrzeuge der Post konnten dank des billigen Nachtstromes fahren aber das blieb nicht auf Dauer.Und auch heutzutage wollen wir uns nichts vormachen… Viele sagen oder wollen es vorher sagen dass der Benziner beziehungsweise Diesel die nächsten Jahre aussterben wird. Aber die Geschichte wird uns schnell wieder einholen und zeigen das der Verbrennungsmotor immer noch die bessere Wahl ist und sei es als Hybridantrieb.Die reinen Elektrofahrzeuge sind zwar mittlerweile auch gut entwickelt aber für die Allgemeinheit immer noch unter entwickelt und zu teuer. Sollten die Elektrofahrzeuge sich durchsetzen wollen müssen auch die Strompreise und Stromversorgung bezahlbar werden bzw. ausgebaut. Der Motorsport wird auch weiterhin nach 2021 auf Hybridantriebe setzen obwohl die Diskussion kam die Formel 1 genauso werden zu lassen wie die Formel E. Aber dieses Konzept wird sich die nächsten Jahre nicht durchsetzen. Die Formel E ist wirklich eine spannende und sehr gute Rennserie. Sie wird auch dabei helfen das Elektrokonzept weiter voranzutreiben in der Entwicklung. Aber zu behaupten dass der Verbrennungsmotor in den nächsten Jahren Aussterben wird ist mehr als utopisch. Die Hybridantriebe der Formel 1 sind echt toll aber was fehlt ist der Sound dieser Generation:

    Renault F1 V10 800HP+ Dyno Test 20.000 RPM!!

    m.youtube.com/watch?v=rSd8IWGKxMQ


    • Der einzige wirklich sinnvolle Einsatzfall für Elektrofahrzeuge ist das Postauto: es fährt jeden Tag in einer definierten Runde Pakete aus, muß oft halten und wieder beschleunigen, was bei Verbrennungsmotoren zu nicht optimalen Betriebsbedingungen und erhöhtem Verschleiß führt.

      Die große Zeit der Elektropostautos in Deutschland waren die 20er und 30er Jahre - als Benzin knapp und vergleichsweise wenig Verkehr herrschte. In den 50er/60ern verschwanden sie aus diesen Gründen. In England hielten sie sich beim Milchmann noch bis in die 90er. (ok, der sollte am Morgen leise sein und die Milch bringen)

      Der Street Scooter ist ein angemessenes Comeback für diese Technologie und er ist dank moderner Technologie - keine Bleibatterien und wegen des Gewichtes dann Vollgummireifen - auch kein Verkehrshindernis mehr. Für den allgemeinen Einsatz werden Batterien noch lange keine Alternative sein - wenn nicht für immer.


  • Es könnte aber auch sein das Amazon und General Motors ihre Expertise bei Logistik und Produktion einbringen und somit ein knokurrenzfähiges Fahrzeug rauskommt.

    Auch sollte klar sein, dass damit Teslas Margen weiter unter Druck kommen. Auch haben beide Firmen die Finanzkraft die Einführung zu "subventionieren".

    Und für GM ist der Elektro-Pickup praktisch "alternativlos" und Amazon will vielleicht autonome Lieferfahrzeuge entwickeln ...


    • als Lieferfahrzeug brauchen sie keinen Luxus-Pickup. Dafür würde ein Lastesel wie der Street-Scooter mehr als reichen. Nöö - das ist Latte Macchiato-Livestyle, der in der nächsten Rezession verschwindet.


  • Cool für jeden Neukunden bei Amazon gibt es das Auto gratis dazu plus 1 Jahr Sprit und Versicherungen.


  • Bekomme ich den umsonst wenn ich Prime Kunde bin ?😁😁


  • Gibt's dann verschiedene Dash Buttons direkt im Auto, so kann man ganz einfach unterweg seine Amazon Bestellungen machen 💻😁

    Ami Pick-Ups in unserer Region fahren immer unbeladen durch die Straßen und sind nicht wirklich vielseitiger als ein guter Kombi.

    Dafür haben diese nur eine Sitzreihe, durch Größe schlecht zu parken, hohen Verbrauch und wiegen mehr als nötig.

    Denke Amazon will im Fahrzeug sein Linux Betriebssystem bereitstellen und später auch an andere Hersteller verkaufen.


    • Pickups sind in Amerika Nutzfahrzeuge. Wenn das Klo verstopft ist, der Klemptner kommt im Pickup. Der Zimmermann hat einen Sattelauflieger für die Fertighausteile. (die dazu nötigen serienmäßigen Befestigungen nutzt der ISIS um darauf das MG zu installieren) praktisch so ein Pickup.

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