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Amazon Alexa: der beste Sprachassistent für zuhause?

Was ist Amazon Alexa? Ein Sprachassistent, der Euer Zuhause in ein zuhörendes Smart Home verwandeln soll. Alexa kann dabei mehr als Glühbirnen regeln, Witze erzählen oder das Wetter vorhersagen. Wir geben einen kleinen Einblick in die Features, vergleichen mit einigen Konkurrenten und fällen ein erstes Urteil.

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Was ist Alexa?

Alexa ist der Name des Sprachassistenten, dessen künstliche Intelligenz sich in den großen Amazon-Rechenzentren weiterentwickelt. Bei Euch zeigt sich der Assistent nur in Form des Amazon Echo oder Echo Dot. Die beiden Zylinder lauschen auf den Befehl "Alexa", nach dem Ihr Sprachbefehle anschließen könnt. Über diese steuert Ihr dann Eure Smart-Home-Geräte, fragt nach dem Wetter, startet Sprachanrufe oder wünscht Euch einen Song aus der Amazon-Datenbank, Spotify oder startet das Radio.

Das Ganze ist natürlich mit diversen Haken und Ösen versehen. Diese liegen unter anderem darin begründet, dass Amazon sein Medien-Ökosystem geschlossen hält. Auch manche Smart-Home-Geräte lassen sich mit Alexa nicht oder nur eingeschränkt steuern. Nutzt Ihr etwa Google-Cast-Geräte wie die Cubes von Raumfeld, wird Alexa einen Teufel tun, ihnen den Spotify-Stream via Google Cast zu übergeben. Verbindet Ihr den Echo Dot hingegen per Klinkenkabel, würde er die Musik auch auf Eurer alten Hi-Fi-Anlage wiedergeben.

Alexa: das Tor in die Amazon-Erlebniswelt

Schon in der kostenlos installierbaren Alexa-App seht Ihr, welche Fähigkeiten in dem KI-Assistenten stecken. Diese beinhalten oft Angebote, die irgendwie mit dem Amazon-Einkaufs-Ökosystem in Verbindung stehen. Dazu zählen die folgenden Grundlagen zur Alexa-App...

  • Musik und Bücher: Spielt Lieder, Sender, Serien, Kindle eBooks als Hörbücher zum Anhören auf Eurem Alexa-Gerät ab. Neben Amazon-Diensten duldet Amazon nur Spotify oder TuneIn. Bücher kommen aus audible.
  • Listen: Erstellt und bearbeitet Einkaufs- und To-Do-Listen und verknüpft sie mit Anydo oder Todoist; Google Keep oder Wunderlist.
  • Timer & Wecker: Lasst Euch daran erinnern, die Nudeln in sieben Minuten vom Herd zu nehmen oder am Samstagmorgen um neun geweckt zu werden.
  • Skills: Erweitert Alexa mit sprachgesteuerten Funktionen, etwa um auch Wunderlist zu bedienen.
  • Smart Home: Verknüpft Smart-Home-Geräte wie Philips Hue mit Alexa; zum Teil werden dafür zusätzliche Skills vorausgesetzt.
  • Kalender: Ihr könnt Alexa mit typischen Kalender-Konten wie Google oder Microsoft verknüpfen. Das erleichtert die Integration der fremden Dienste und erspart Euch die manuelle Übertragung der Daten.
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Textet Alexa zu, die horcht immer. / © AndroidPIT

Was genau hat es mit diesen Skills auf sich?

Alexa alleine kann nicht viel. Der Sprachassistent kann Euch sagen, wie spät es ist, ob es morgen regnet, er kann den nächsten Song mit Amazon Music abspielen, auf dem Fire TV Stick den nächsten Film anwerfen oder eine App starten, und damit erschöpfen sich die Grundfunktionen schon. Der Rest kommt in Form von Skills (Fertigkeit, Fähigkeit) hinzu.

Inzwischen öffnen auch die Konkurrenten (siehe unten) ihre Systeme über Schnittstellen für Drittanbieter an. So könnt Ihr die Dienste, die Ihr bislang auf dem Smartphone als App und im Web als Website genutzt habt, auch per Sprachassistent ansteuern. Das Vokabular und Feedback des Webdienstes beschränkt sich derzeit noch auf einfache Frage-Antwort-Kombinationen, könnte aber in Anbetracht der parallel stattfindenden Weiterentwicklung von Bots künftig komplexer werden.

Was macht Alexa jetzt besonders?

Amazon schreibt sich groß auf die Fahne, Eure Privatsphäre zu berücksichtigen. Ihr habt die Möglichkeit, die eingesprochenen Befehle später wieder zu löschen. Der Google-Kenner wird jetzt sagen: "Das kann ich bei Google Assistant doch auch!" Das stimmt aber nur teilweise. Bei Google könnt Ihr zwar die eingesprochenen Befehle von Eurem Konto trennen, Google wird sie danach aber nicht von seinen Servern löschen, heißt es auf der Support-Seite.

Bei Amazon ist dies hingegen angeblich möglich. Der Nachteil hierbei ist freilich, dass der künstlichen Intelligenz wichtiges Lernmaterial abhanden kommt, mit der sie sich kontinuierlich verbessern soll. Details dazu beschreibt Amazon in der Hilfeseite zu Alexa. Da die Aufzeichnungen jedoch auch den Sicherheitsbehörden zur Verfügung gestellt werden können, ist diese Option ohnehin kaum mehr als gut gemeint.

Eine weitere Besonderheit der Echo-Geräte und nicht des Sprachassistenten Alexa ist der Taub-Knopf. Drückt Ihr das durchgestrichene Mikrofon auf dem Deckel der Echo-Geräte, färbt sich deren Ring dauerhaft rot und das Mikrofon werde angeblich vom Strom getrennt. Den Button müsst Ihr jedoch bei jedem Eurer Echo-Lautsprecher einzeln drücken, wollt Ihr Euer Smart Home in eine Alexa-freie Zone verwandeln.

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Ein roter Ring bedeutet: Ich lausche nicht. / © AndroidPIT

Welche Alternativen gibt es zu Alexa?

Mit den Geräten Echo Dot und Echo konnte Amazon seinen Sprachassistenten Alexa als erstes in deutsche Stuben bringen. Die Lösungen von Apple, Google oder Microsoft kommen zumindest bei uns zuerst ohne dedizierte Hardware daher und werden stattdessen per Update in Geräte integriert, die viele von uns ohnehin schon besitzen.

Siri steckt in iPhones und im Apple TV, der Assistant im Google Pixel sowie in Android-Wear-2-Uhren, Cortana in allen Windows-Geräten und auf der Xbox One. Für jeden der anderen Assistenten kommt später noch ein eigener Lautsprecher im Stile des Echo auf den deutschen Markt. Amazon hingegen hatte für Alexa kaum Bestands-Hardware in deutschen Wohnstuben und musste sich entweder per Echo Dot oder als Alexa-Sprachfernbedienung für den Fire TV Stick preiswert anbieten.

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Durch die Alexa-Sprachfernbedienung werden Fire-TV-Sticks Alexa-fähig. / © AndroidPIT

Allen Assistenten gemein ist ein App-System im Stile der Alexa-Skills. Alle Assistenten integrieren sich irgendwie mit Philips Hue. Alle brauchen für ihre Grundfunktion eine Internetverbindung. Alle haben in irgend einer Form eine Lauschfunktion, die darauf wartet, dass Ihr "Hey Siri", "Okay Google", "Hey Cortana", oder eben "Alexa" ruft, damit der Rekorder anspringt und die Aufnahme nach Hause schickt. Die Frage ist jetzt nur noch, wer am schnellsten aus dem lernt, was Ihr danach einsprecht.

Macht Alexa das Rennen?

Amazon hat offenbar die Nase vorne im Wettlauf der Assistenten. Die Echo-Geräte werden inzwischen auch auf Hardware-Seite verbessert, während wir in Deutschland noch immer auf den ersten Konkurrenten warten. Doch ein kritischer Blick auf die Liste der bisherigen Skills zeigt, dass noch viel an der Qualität gearbeitet werden muss.

Im Alltag spürt man die Qualitätsmängel in Form von missverstandenen Eingaben, umständlichen Sprachbefehlen und vor allem durch aus Nutzersicht unverständlichen Hürden. Amazon will nicht, dass wir Google Cast verwenden und es will nicht, dass wir Sky Online buchen. Es geht noch nicht, dass wir Apple Music hören und auch nicht, dass wir mit Skype statt mit Alexa telefonieren.

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Die Hue Bridge verknüpft sich mit Alexa; aber auch mit allen Alternativen. / © AndroidPIT

Fazit

Alexa kann nur das Rennen machen, wenn ich als Nutzer meine bisherigen Gewohnheiten mit dem neuen System weiternutzen kann. Wenn ich das nicht kann, verlange ich zumindest, dass der Umstieg für mich und meine Kontakte keinen Mehraufwand bedeutet. Und das kann mir Alexa zurzeit noch nicht bieten. Noch sind die Einschränkungen durch das System für mich größer als der Mehrwert. So wird das noch nichts.

Opinion by Eric Ferrari-Herrmann
Ich will die Smart-Home-Zentrale mit den Konten nutzen können, die ich ohnehin schon verwende.
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Da wird Google bei mir wahrscheinlich bessere Karten haben. Und dasselbe gilt wahrscheinlich für Apple und dessen iCloud-Kunden auch. Ich nutze schon ihre Apps und Konten, synchronisiere bereits meine Daten mit deren Diensten und werde ohne Schwelle in die KI-optimierten Assistant-Welt gleiten können. Und wenn diese beiden Anbeiter ihre Trümpfe ausspielen, kann Alexa wieder einpacken. Aber vielleicht liege ich mit der Vermutung auch daneben. Was denkt Ihr?

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9 Kommentare

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  • Wenn man bedenkt wie viel und was für Fragen an Alexa gestellt werden die zum Teil nicht beantwortet werden können, aber gespeichert werden, dann weiß man schon jetzt, das die NSA so mehr Infos über eine Person bekommt als einfach nur Mailverkehr mitlesen zu müssen bei dem man sich in der Regel genau überlegt was man schreibt. Alexa der neue Super-Spion der USA.


  • So, und was war jetzt in dem Artikel Neues? Ich dachte, ich bekomme schon mal eine vernünftiger bzw. detailliertere Abgrenzung zur Konkurrenz...


  • Frag Alexa mal nach "Pi" 😂. Nach 30 Sekunden habe ich sie gebeten aufzuhören. Ist auf jeden Fall eine nette Spielerei.


  • Benny vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Stellt euch Alexa und co in die Wohnung, aber dann bitte nicht die Vorratsdatenspeicherung kritisieren. Viele Grüße


    • Mein Gott, wie oft denn noch solche Kommentare?
      So langsam hat es wohl jeder kapiert.
      Sie brauchen sich so ein Teil ja nicht kaufen,
      aber verschonen sie bitte andere mit
      überflüssigen Beiträgen.


    • DiDaDo vor 4 Monaten Link zum Kommentar

      Nö tu ich nicht. Aber ich hab auch ein Smartphone in der Hosentasche. Du wahrscheinlich auch.


  • Uwe vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Im Moment ist Alexa eine erweiterte Spielerei. Ich höre damit in der Küche Radio (Damit ist der Echo dot ein sehr günstiger Musikabspieler und kann jederzeit mit Lautsprechern qualitativ verbessert werden). Sonst mache ich ein wenig Smart Home aber dort sind die Angebote entweder uninteressant oder zu teuer.
    Musik kann übrigens auch über Skills erweitert werden, Beispiel Radioplayer.


  • Vielleicht wird Alexa in Zukunft interessant, momentan ist es nicht so nutzbar .


  • H G vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Würde ich mir nicht mal Zuhause hinstellen, wenn ich 100 € dafür bekäme.

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