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5 Min Lesezeit 35 Kommentare

Abschalten: Ohne diese 5 Funktionen wird Euer neues Smartphone besser

Nach dem Kauf eines Smartphones will das gute Stück natürlich erst einmal eingerichtet werden. Ihr installiert zunächst alle Eure Lieblings-Apps und stellt alles nach Eurem Geschmack ein. Aber seid Ihr Euch sicher, dass Ihr auch alles perfekt konfiguriert habt? Wir geben Euch ein paar Tipps.

Eins vorneweg: Folgende Tipps sehen wir nicht als Muss für Jeden. Ihr solltet stets selber entscheiden, was für Euch Sinn macht und was nicht, welche Funktionen Ihr lieber deaktiviert und welche Ihr doch nutzen möchtet. Das ist eben auch das schöne an Android, Ihr habt stets die freie Wahl.

Optimierungen und Performance

Wir alle wollen ein ultraschnelles Smartphone, das Anwendungen im Nu öffnet und eine besonders lange Akkulaufzeit bietet. Manche von uns nutzen ein Highend-Smartphone, andere geben sich mit weniger zufrieden. In beiden Fällen gibt es ein paar Möglichkeiten, noch ein bisschen mehr aus unserem Smartphone herauszuholen.

1. Automatische Helligkeit und andere Funktionen, die die Akkulaufzeit beeinflussen

Alle Hersteller bieten ein System zur automatischen Helligkeitsregelung des Displays an. Das Smartphone erkennt die Umgebungshelligkeit und passt das Display so an, dass es bequem ablesbar ist. Die Idee ist lobenswert, aber so richtig gut funktioniert das leider nur selten. Helligkeit bedeutet Energieverbrauch - um so heller das Display, um so mehr wird der Akku belastet. Kurz gesagt, deaktiviert die Helligkeitssteuerung und kümmert Euch selbst darum.

Der Bildschirm ist das Bauteil eines Smartphones, das die Akkulaufzeit am meisten beeinflusst. Es kann daher nicht schaden, einen Blick in die Display-Einstellungen zu werfen und zu schauen, ob man noch manches optimieren kann. Vieles hängt von Euren persönlichen Präferenzen und natürlich von Eurem Verhalten ab. Im Normalfall reicht es z.B., das Display nur bis zu eine Minute aktiviert zu lassen.

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Manchmal lohnt es sich, durch die Einstellungen des Smartphones zu stöbern. / © AndroidPIT

2. Nutzlose und lästige Bloatware

Auf Eurem Smartphone ist mit Sicherheit mindestens eine App vorinstalliert, die Ihr nicht braucht - sei es ein Google-Dienst (z.B. Duo), eine App Eures Netzbetreibers, eine Anwendung des Herstellers oder eine gesponserte App. Die Anzahl an vorinstallierten Apps variiert von Hersteller zu Hersteller, aber sie nehmen immer Platz ein und können auch unnötig im Hintergrund laufen. In vielen Fällen können vorinstallierte Apps deinstalliert oder zumindest deaktiviert werden.

Google-Apps können in der Regel nicht deinstalliert werden, zumindest nicht ohne Root-Zugriff. Gleiches gilt oftmals für einige vorinstallierte Hersteller-Anwendungen. Was ist in diesem Fall zu tun? Ihr könnt sie einfach deaktivieren. Dadurch beanspruchen sie etwas weniger Speicher und stören nicht mehr. Geht dazu einfach in die Einstellungen Eures Smartphones, tippt auf Apps und sucht die gewünschte App. In den Einstellungen der jeweiligen App findet Ihr die gesuchte Option.

3. Die Animationen

Wenn Euer Smartphone nicht sehr leistungsfähig ist, sind alle Mittel recht, um es ein wenig performanter zu machen. Es gibt einen kleinen Trick, der Euch ein wenig helfen kann: deaktiviert die Übergänge und Animationen der Software. Konkret gemeint sie die Effekt, die Ihr seht, wenn Android von einem Bildschirm zum nächsten wechselt, z.B. wenn Ihr eine App öffnet. Sie sehen zwar toll aus, sind aber nicht unbedingt nötig. Ohne die Animationen wirken die Übergänge schneller.

Um die Animationen abschalten zu können, müsst Ihr zunächst die Entwickler-Optionen aktivieren. Danach findet Ihr die Optionen “Maßstab Fensteranimationen”, “Maßstab Übergangsanimationen” und “Maßstab für Animatorzeit”. Diese könnt Ihr z.B. auf 0,5x reduzieren oder sie komplett deaktivieren.

Benutzererfahrung

Jeder macht andere Erfahrungen mit seinem Smartphone. Gefällt Euch manches nicht, könnt Ihr es meistens Eurem Geschmack anpassen. Das ein oder andere Feature kann auch wirklich nerven, vielleicht findet Ihr bei dem folgenden Tipp eine Lösung.

4. Vibrationen und Töne beim Berühren

Diese Vibrationen und Geräusche sollen das Gefühl eines physikalischen Knopfes nachahmen, sind aber in der Praxis nicht immer sehr angenehm. Schlimmer noch, sie beeinflussen die Akkulaufzeit. Ihr solltet Euch also fragen, ob Ihr nicht ohne diese Funktionen besser gestellt seid. Ihr könnt sie in den Audio-Einstellungen Eures Smartphones komplett deaktivieren. Einzig die Geräusche und die Vibration der Tatstatur muss in deren Einstellungen geändert werden.

Achtung: Wenn das Smartphone von einer älteren Person genutzt werden soll, können die Vibration und auch die Töne bei der Bedienung helfen. In diesem Falle solltet Ihr überlegen, sie nicht doch aktiviert zu lassen.

Datenschutz und Privatsphäre

Wenn Euch diese Themen wichtig sind, habt Ihr sicher die Schlagzeilen der letzten Wochen mitbekommen. Der Fall Cambridge Analytica hat Facebook in Bedrängnis gebracht. Auch andere Tech-Unternehmen haben reagiert und ihre Nutzungsbedingungen aktualisiert. Gegen manche Datensammelei könnt Ihr Euch aber wehren.

5. Personalisierung der Werbung

Ihr wisst, dass Google private Daten von Euch sammelt, um Euch besser kennenzulernen und Euch so passende Werbung anzuzeigen. Mit Googles Android habt Ihr Euch auch für Googles Regeln entschieden: Durch die verschiedenen Dienste des Unternehmens werden Eure Daten gesammelt, und analysiert. Dagegen könnt Ihr an sich nicht viel tun, so lange Ihr die Dienste nutzen möchtet, aber immerhin könnt Ihr die Nutzung Eurer Anzeigen-ID durch Drittanbieter-Apps einschränken. Sobald Ihr die Funktion abschaltet, sollen Euch in diesen Apps dann keine personalisierte Werbung mehr angezeigt werden.

Geht dazu einfach in die Einstellungen Eures Smartphones und klickt auf “Google”. Hier findet Ihr das Menü “Anzeigen” und darunter wiederum die Option, die Weitergabe Eurer Anzeigen-ID einzuschränken. Bitte bedenkt, dass hiermit nicht die Datensammelei verhindert wird, nur Eure ID soll nicht mehr andere Apps weitergegeben werden. Ob sie dich Drittanbieter-Apps daran halten und Eure ID nicht mehr nutzen, ist aber leider den Entwicklern überlassen, aber immerhin nutzt dann nicht mehr jede App Eure ID.

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Ein effizientes Geschäftsmodell, was aber gewisser Kritik bedarf. / © AndroidPIT

Wie geht Ihr mit einem neuen Smartphone um? Deaktiviert bzw. deinstalliert Ihr viele Apps? Welche Einstellungen sind für Euch unumgänglich?

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Top-Kommentare der Community

  • Ulrich Urbschat vor 2 Monaten

    Ob das Deaktivieren des akustischen und/oder haptischen Tastaturfeedbacks spürbar die Akkulaufzeit verlängern würde, habe ich noch nicht ausprobiert. Das akustische schalte ich zwar ab, aber nicht zwecks Energiesparen, sondern weil es Andere und mitunter auch mich selber nervt. Das haptische lasse ich aber aktiviert.

    Der Nutzen der automatischen Helligkeitsregelung hängt von deren Qualität ab. Ist sie schlecht, muss man eh ständig eingreifen. Dann kann man sie auch gleich ganz abschalten. Ist sie aber gut, dann macht sie ja genau das, was ich selber auch machen würde. Warum sollte ich also dann auf diesen Komfort verzichten?

    Personalisierte Werbung zu unterbinden, klingt zunächst sinnvoll. Da aber dadurch weder das eigentliche Sammeln von Daten noch das Einblenden von Werbung verhindert wird, ist der einzig spürbare Erfolg dieser Maßnahme, dass die Menge der Werbung trotzdem dieselbe bleibt, mich die meisten beworbenen Produkte aber gar nicht interessieren.

    Ähnliches gilt für Suchmaschinen. Ist die Suche nach einiger Zeit ausreichend personalisiert, ist die Wahrscheinlichkeit deutlich größer, dass ich genau das finde, was meinen Interessen entspricht. Das kann von Vorteil sein, wenn es z. B. um Hobbys geht, kann aber auch schlecht sein, wenn man z. B. möglichst neutrale politische Informationen sucht. Daher lasse ich die personalisierte Suche in der Standardsuchmaschine zu, und wo ich neutrale Ergebnisse haben will, nutze ich eine Suchmaschine, die meine Anfrage anonym durchführt (momentan ist das bei mir die App "StartPage").

    Zum Googledienst Duo:
    Wer keine Videotelefonie nutzt, der braucht selbstverstandlich kein Duo. Wer aber gelegentlich beim Telefonieren auch mal sehen und nicht nur hören will, der braucht so einen Dienst nun mal. Okay, manche Smartphones beinhalten eine solche Funktion zwar bereits von Haus aus, allerdings kocht da fast jeder Hersteller sein eigenes Süppchen, wogegen Google-Duo auch mit Geräten unterschiedlicher Hersteller zuverlässig funktioniert. Und ja, Google Duo gibt es auch für iOS.

35 Kommentare

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  • Ich hab die Vibration immer an😁👍 nur geh ich dann nicht ran..


  • Ich finde die Empfehlungen von oben nutzlos. Der Unterschied ist minimal oder gibt es überhaupt keinen Unterschied. Etwas Spürbares kriegt man nach der Ausschaltung von WiFi, Lokalisierung, Autosync, automatischer Anpassung der Heiligkeit, mobilen Daten und LTE bzw. Einschaltung vom Flugmodus. Diese Maßnahmen reduzieren jedoch die Qualität des Nutzens eines Smartphones.


  • Hallo...die Idee mit dem Display ist nicht ganz so toll..die Automatic abzuschalten. Warum wohl..hattet oder war da nicht ein Unfall zum beispiel und jetzt kommt es...schei... SONNE SONNE und man sieht garnichts mehr...was nun...nervös verletzt und mehr..und noch andere Situacionen wo es sehr wichtig ist sofort helles Display zu haben UND DAS GEHT NUR MIT AUTOMATIK EINSTELLUNG...alles aus eigener Erfahrung und von Freunden...erst denken dann schreiben...Tschüss


  • 3go vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Es stimmt zwar, dass die Animationen Leistung verbrauchen. Trotzdem wirkt es meistens hakelig, wenn man sie ausschaltet, sodass dies eher kontraproduktiv ist.


    • Finde ich jetzt gar nicht. Im Gegenteil. Die Animationen nerven mich und abgehackt, wirkt da gar nichts. Zumindest auf meinen Geräten. Auch unter Windows habe ich das alles abgeschaltet, trotz eines i8700k.


  • Also ich mag die Vibration beim tippen, das macht für mich die Bedienung angenehmer.
    Und zu meiner Überraschung benutze ich tatsächlich die meisten Sachen, die bei meinem Huawei P20 pro vorinstalliert waren.

    Das mit der Automatischen Helligkeit macht nur bei Smartphones Sinn wo der Sensor auch schnell genug reagiert, dass kann sonst einfach nur nervig sein.


  • Ich werden wohl nie verstehen, warum manche den Screen Timout auf so kurz stellen.
    Das ständige an,- und ausschalten verbraucht viel mehr Strom.
    Ich stelle auf 5 Minuten, dann kann ich es auch mal weglegen und es ist danach immer noch an.
    Wenn ich es nicht brauche, schalte ich das Display über den Power Knopf manuell aus.
    Meiner Beobachtung nach, verbraucht der Screen gar nicht so viel, wenn man das Smartphone über längere Zeit benutzt.
    Problematischer ist das ständige kurze einschalten, um "mal schnell was zu gucken".
    Das frisst viel mehr.
    Display lasse ich auch automatisch regeln, Samsungs automatische Helligkeit, funktioniert auf dem S8+ einwandfrei (beim S7 Edge war es eine Katastrophe).
    Vibration nutze ich gern, In der Regel komme ich auf ca. 16- 24 Stunden Laufzeit, bei 5-6 Stunden DOT.
    Das reicht mir. Abends wird es sowieso aufgeladen, egal ob ich noch 30% habe, oder 60%
    Ich würde morgens nie mit 50% aus dem Haus gehen.
    Das Geheule wegen dem Akku verstehe ich aber sowieso nicht. Bei manchen Menschen klingt das, als würde es nur alle paar Tage mal Strom geben.
    Und wenn keine Steckdose in der Nähe ist, gibt es auch Lösungen. Die Technik Götter schenkten uns kleine Kästen, in denen sich Energie speichern lässt.
    Nach langen Beratungen, nannten sie diese "Powerbanks".


    • Bastian Siewers
      • Admin
      • Staff
      vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Das mit dem Screen Timeout verstehe ich sofort, wenn ich manche Freunde beobachte. Ich persönlich verstehe dich völlig, ich habe mein Timeout immer auf max., also meist 30 Minuten stehen, da ich stets mein Display manuell ausschalte. Viele haben sich aber angewöhnt dies nicht zu tun, hier hilft es natürlich, wenn das Display zeitnah automatisch ausgeschaltet wird.


    • Schon mal daran gedacht das es auch Leute gibt die nicht jeden Tag Zuhause sind und daher nicht jeden tag laden können. Selbst eine powerbank ist mal leer, ein powerbank mit ausreichender Energie ist nicht gerade klein. Da habe ich lieber 2 Ersatz Akkus dabei.


      • Nett, einem gleich so eine Unterstellung unterzujubeln. Ich gehe auch arbeiten und Du wirst es nicht für möglich halten: Es gibt dort Strom.
        Nebenher brauche ich mein Telefon auch beruflich und nutze es sehr häufig. Trotzdem habe ich noch nie Probleme gehabt, es zwischendrin mal aufzuladen. Im Büro, wenn ich mal vor Ort bin, unterwegs im Auto, oder in den Meetings.
        Da ist die Powerbank wunderbar. Und eine solche, mit ca 13 000 mAh ist nun wirklich nicht groß.
        Etwa eine Tafel Schokolade und etwas mehr als doppelt so dick. Damit lässt sich mein S8+ ganz beqeum aufladen. Sogar fast charging wird unterstützt.
        Nicht ganz so schnell wie zu Hause, aber auch nicht langsam. Mit Powerbank braucht es etwa 10 Minuten länger.
        Ich sehe das Problem immer noch nicht. Ersatzakkus?
        Hebelst Du das Gerät auf? Oder hast noch ein altes Modell, wo das noch geht?


      • Vielleicht ist damit gemeint, dass es Leute geben kann, die ständig auf adventure- und selbstfindungsreisen sind. In der freien Natur Strom zu finden, ist dann natürlich eher unwahrscheinlich.

        Aber dann würde ich persönlich auch eine Powerbank mitnehmen, die mein Handy zwei dreimal aufladen kann, anstatt Wechselakkus. Zumal die meisten neuen Geräte verbaute Akkus haben.

        Und gibt es nicht mittlerweile auch ausreichen Gadgets, die Strom erzeugen mit Kurbeln oder Solarenergie.

        Zumal jemand der auf Selbstfindungsreisen geht und sich von der Welt abschottet, dann kein Bedarf an Technik hat.


    • Die Helligkeitssteuerung von meinem S7 ist auch genau so mies, wie bei dem Tab S2. Daher kann ich nur die App Lux Dash empfehlen! Ob sanft oder hart, die App regelt super.


    • Ich hab mein time out auch bei 5 min


  • Izzy
    • Blogger
    vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    "Eure ID wird nicht mehr an andere App-Anbieter weitergegeben"

    Sicher? Ich bezweifle das. Einzig Dienste, die sich daran halten, zeigen dann keine "personalisierte Werbung" mehr an, bzw. werten die ID nicht mehr aus.

    Ich lasse mich natürlich gern vom Gegenteil überzeugen. Könnt Ihr die Behauptung belegen?

    UbIx


  • Super Bericht


  • Finde diese Art von Beitrag bei AP gut, aber in diesem Fall kamen keine neuen Infos für mich hinzu.


  • Tim vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    "Abgesehen von einigen Google-Diensten nutze ich keine vorinstallierte App."
    abgesehen von Play Store, YouTube und ganz selten Maps nutze ich persönlich keine einzige von den Google-Apps, einfach weil sie Mist sind... sowohl optisch, als auch funktional... wird alles rigeros deaktiviert oder deinstalliert.

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