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So richtig verstehe ich die Aufregung nicht! Ja, gut, Google hätte Cyanogen nicht abmahnen müssen, sondern hätte vielleicht das Gespräch suchen sollen. Vielleicht war es aber natürlich auch beabsichtigt einen solchen Wirbel zu veranstalten, um eine klare Haltung zu manifestieren. 

Was aber jetzt in der Android Welt so alles abgeht, ist aus meiner Sicht auch nicht okay. Da wird Google quasi als die Reinkarnation des Teufels beschrieben, als so etwas unfassbar Böses, dass sogar Darth Vader daneben als Typ erscheint, der in der Mittagspause seinen Namen tanzt und seiner Mutter ständig frische Blumen pflückt.

Was war eigentlich geschehen? Google hat den wohl weltweit bekanntesten und beliebtesten Modder Cyanogen abgemahnt, der angepasste Android Versionen mit den Google proprietären Google Apps herausgebracht hat. Genau damit hat aber Google ein Problem! Google möchte nicht, dass die eigenen Apps auf einem quasi fremden ROM verbreitet werden. Angepasste Android-Versionen dagegen werden ausdrücklich begrüßt.

Ich kann Google gut verstehen, obwohl ich zunächst geschockt war, dass sie es gewagt haben Cyanogen abzumahnen! Maps, Market, Talk, usw. sind Apps, die von Google entwickelt wurden, stellen nicht nur einen großen Wert für Google dar, sondern wohl der eigentliche Grund warum Google Android überhaupt entwickelt: damit diese Tools Verbreitung finden. Klar, man könnte sagen, dass Google doch dann froh sein sollte. Cyanogen würde sich ja wohl um die Verbreitung kümmern. 

An sich richtig! Ich bin mir auch sicher, dass Google damit an sich kein Problem hat. Die ROMs haben eine hohe Qualität. Und es steht keine eigenen finanziellen Interessen dahinter. Was sollte Google aber tun, wenn es plötzlich Modder, oder gar Firmen geben würde, die die Apps nun auf die selbe Weise vertreiben, aber Google damit wirklich schaden, oder sich selber damit etwas "Gutes" tun wollen? Wie wollen sie dann argumentieren, wenn sie es vorher bei Cyanogen zugelassen haben? Das würde wohl schwierig werden...

Die Open Source Community hat reagiert und will nun selber und auf eigene Faust die betroffenen Apps nachbauen. Open Android Alliance, nennen sie das Projekt, in Anlehnung an die Open Handset Alliance. Ob alleine die Namensgebung schon mal gut geht, muss man abwarten.

Ziel der Open Android Alliance ist es ein komplett offenes Android zu entwickeln. Quasi ohne irgendwelche Barrieren.

Nun ist die Frage: ist das sinnvoll? Ich bin mir nicht sicher. Es gibt ja zwei theoretische Fälle:

  1. Es wird nicht erfolgreich
  2. Es wird erfolgreich und stark angenommen

Der erste Fall ist wahrscheinlich weniger tragisch. Was der zweite Fall allerdings zu bedeuten hat, ist für mich noch nicht ganz klar. Denn dann könnte es sein, dass Google zum Beispiel das Interesse an Android verliert und selber nicht weiter entwickelt. Klar, das ist sehr theoretisch und wird wohl in der Realität nicht auftreten. Dinge, wie Maps deutlich besser zu machen, ist schwierig. Und sinnvoll schon gar nicht! Immerhin ist Google Maps kostenlos und funktioniert einwandfrei.

Ich persönlich frage mich nur nach dem Sinn Dinge wie Maps, usw. nachzubauen. Ist es der Wunsch völlig unabhängig von etwas zu sein? Oder ist es so etwas wie Neid, weil Google so unglaublich erfolgreich ist und man meint, dass es doch okay ist, wenn die Programme einfach so verteilt werden.

Ich weiss es nicht genau! Ich kann sagen, dass ich den Open Source Gedanken grundsätzlich ausgezeichnet finde. Aber ich finde, dass es auch einen Schutz der eigenen, persönlichen Entwicklung geben muss. Selbst wenn es einem im ersten Moment nicht schmeckt...

12 Kommentare

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  • Super Beitrag

  • also ich finde die Idee ganz gut,aber ich denke Cyanogen wird auch ein Programm Programmieren, wo man sich Die Apps sichern kann und dann nachträglich installieren kann!
    hab das auch in irgendeinem Forum gelesen,dass er schon dabei ist so etwas zu Programmieren!

    naja ich denke wir machen uns momentan mehr gedanken als Cyanogen oder Google selber;)

    lg

  • Noch was...
    Kann ich diverse Google Apps wie z.B. Maps nicht püber "einen" Market nachinstallieren wenn schon nicht von vornherein vorhanden ??

  • Die Grundidee der Open Android Alliance find ich nicht schlecht, es kann ja ruhig Alternativen zu den vorhandenen Google Apps geben, ABER dort wird zum Beispiel vorgeschlagen (ob´s kommt oder nicht ist wieder was anderes) die Maps von Bling zu nehmen, also Microsoft....auch ein Datensammler wenn auch vielleicht mit offener Schnittstelle für Anwendungen...braucht man dann wieder einen eigenen Windows Live Account ...usw.
    Die Frage ist doch ob in der Custom ROM Szene nicht sowas wie ein "Certified by Google" rauskommen könnte damit die Custom ROMS weiter MIT den Google Apps verwendet und vertrieben werden dürfen.

    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      30.09.2009 Link zum Kommentar

      Ich wäre ja auch eher dafür Google mit ins Boot zu holen, anstatt über Bing nachzudenken. Das hatte ich zwar bislang noch gar nicht gehört. Aber da läuft es mir wirklich eiskalt den Nacken runter, wenn ich das auch nur lese oder höre.

      • Das mit Bling wurde hier vorgeschlagen:
        http://code.google.com/p/open-android-alliance/issues/detail?id=7

        und dort steht:
        ...
        I'd recommend a client for Bing, as the maps have an API available to developer, and
        their maps seem a bit more accurate than GMaps....

        Sind aber auch dort nicht alle begeistert ...aus unterschiedlichen Gründen.

        Ich denk mal die Szene wird Lösungen finden die Google zufriedenstellen, indem keine Google Apps vorinstalliert sind, aber es wird sicher auch Möglichkeiten geben die Apps nachzuinstallieren um die Vorteile der "vernetzten" Google Apps zu nutzen.

  •   12

    Was mich an Googles übertriebener Vorgehensweise stört ist, das cyanogens ROM ja nicht frei vertrieben wird und nun auf anderen / fremden Smartphones läuft (bis auf ein paar Hacker :-). Außerdem bietet Google seine Apps für Privatnutzer ja auch kostenlos an, so das selbst bei Betrieb auf fremder Hardware, Google der Nutznießer wäre. :-)

    Aber es sind alles Nutzer, die sich ein Smartphone mit Android gekauft und damit auch die "Lizenz" zur Nutzung der Google-Apps erworben haben. Damit ändert sich durch die Nutzung des cyanogen-ROM für Google selber eigentlich nichts. Ich habe trotzdem alle Google-Apps nur einmal drauf ;-)
    Es geht nicht um Recht oder Unrecht (grundsätzlich ist Google im Recht), aber die Art und Weise ist in Frage zu stellen !!!

  • Ich verstehe deine Aufregung nicht, viele Leute mit der Meinung Ich-hasse-Google bzw. ich-gebe-Google-meine-Daten-nicht würden auch Android benutzen können/wollen.

    Und Android wäre FREI.

    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      30.09.2009 Link zum Kommentar

      Ich rege mich ja nicht auf, sondern analysiere das einfach nur.

      Was ich allerdings glaube ist, dass viele andere Probleme damit auftreten würden. Es wäre irgendwann ein Wildwuchs an ROMs und verschiedene Versionen, bei denen es schwer würde diese ordentlich zu kontrollieren. Auch für App-Entwickler...

  • Die Open Android Alliance ist ein Schnellschuss gewesen in meinen Augen... Die "lternativen" müssten 1 zu 1 kompatibel sein, damit andere Programme die Ressourcen nutzen könnten und spätestens da wird es dann Probleme geben.

    Was Google da momentan betreibt erinnert mich ganz stark an Apple...

    Die Lösung die mit Google abgestimmt wurde ist in meinen Augen ein Witz... Man sichert sich seine Google Apps per Backup (die man ja quasi "gekauft" hat), spielt die Modifikation auf und installiert die Google Apps nachträglich wieder. Ich frage mich wo da der Unterschied für Google liegt...

    Windows Mobile wird schon Ewigkeiten gemoddet und auch HTC hat sich noch nie beklagt, dass ihr Sense-UI auch für das G1 oder Magic gemoddet wurde... Nur Google beklagt sich...

    Android auf dem Magic wurde für mich erst mit Cyanogen wirklich empfehlenswert, da es deutlich flüssiger läuft und wesentlich hübscher aussieht. Durch die Modifikationen haben sich einige Bekannte erst ein Android-Phone zugelegt, ohne diese müsste Google auf einige anonyme Nutzerstatistiken verzichten...

    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      30.09.2009 Link zum Kommentar

      Hi Marco, ja, das stimmt durchaus. Ich glaube, dass es Google wirklich vor allem darum geht nicht einen Freibrief zu verteilen. Anders kann ich es mir nicht erklären. Es geht ja auch nicht ums Modden, sondern darum, dass proprietäre Inhalte vertrieben werden. Ich glaube, dass Android Google ein wenig aus dem Ruder gelaufen ist. Natürlich, so ist das mit Open Source. Vielleicht versucht man gerade ein bißchen Schadensbegrenzung zu betreiben. Oder aber man hat Angst, dass Android irgendwann so frei ist, dass man darüber gar nicht mehr wachen kann...

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