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108 Megapixel in einer Smartphone-Cam – ist das geil oder einfach nur Panik?

108 Megapixel in einer Smartphone-Cam – ist das geil oder einfach nur Panik?

Das gerade in Madrid vorgestellte Xiaomi Mi Note 10 ist das erste Smartphone, das die 100-Megapixel-Schallmauer in einer Smartphone-Kamera durchbricht. Ob das ein echter Vorteil für den Kunden ist, müssen unsere Tests zeigen. Die Pixel-Inflation bei der Smartphone-Kamera ist aber ein Symptom für ein ganz anderes Problem – nämlich für einen langsamen Niedergang des Reizes, der im Smartphone-Markt lag.

Es ist unglaublich, dass es gerade mal 12 Jahre her ist, als Steve Jobs das erste iPhone vorstellte – und damit den Grundstein für unglaubliche Veränderungen legte. Seither hat sich die Art und Weise verändert, wie wir kommunizieren, navigieren, Bilder schießen, Erinnerungen teilen. Sicherlich ist nicht jede Veränderung gut. Aber alles in allem haben uns die Smartphones viel Komfort, neue Möglichkeiten – und vor allem jede Menge spannende Momente geschenkt. Vor jedem Produktlaunch, bei jeder neuen App und Software-Update des Betriebssystems fieberte man dem Moment entgegen. Was hat man sich einfallen lassen? Womit überrascht man uns?

Es ist langweilig geworden. Und da hilft offenbar nur eines: VIEL!

Nach 12 Jahren iPhone und 10 Jahren Android scheint das Thema Smartphone austherapiert. Große, bahnbrechende Änderungen: Fehlanzeige! Schlimmer ist dabei noch, dass die Formfaktoren, die Software und Features sich immer weiter angleichen.

Für die Hersteller ist die Innovationslosigkeit ein echtes Problem. Man kann sich an sich nur über die Marke und dem dazugehörigen Marketing-Budget unterscheiden. Oder aber über technische Spezifikationen und dem Preis. Um aus der Masse herauszustechen, greifen Hersteller die ganz große Keule aus und versuchen mit hohen und noch nie dagewesenen Zahlen zu beeindrucken.

Das heute vorgestellte Mi Note 10 von Xiaomi passt hier ganz hervorragend in dieses Bild. Xiaomi wirbt damit das erste 108-Megapixel-Smartphone mit Penta-Kamera weltweit zu sein. Penta-Kamera heißt dabei, dass es fünf Kameras und Sensoren gibt. Das klingt erstmal geil, heißt aber nicht zwingend, dass viel auch gut ist. Mein Kollege Stefan hat das sehr gut in seinem Artikel zum Xiaomi Mi Note 10 erklärt.

Vor einigen Jahren war es noch das „Feature Fucking“ – also, das Einbauen möglichst vieler, aber nicht zwingend nützlicher Funktionen. Das verkauft nicht unbedingt Telefone. Also kommt jetzt die Tech-Specs-Inflation, bei der große Zahlen uns Kunden große Innovationssprünge vorgaukeln sollen.

Mal sehen, was das Xiaomi Mi Note 10 wirklich kann.

AndroidPIT xiaomi mi note 10 front
Das Xiaomi Mi Note 10 hat beeindruckende Spezifikationen. Ist das nur Marketing? / © AndroidPIT

Bitte versteht mich nicht falsch: ich will keineswegs sagen, dass die Kamera von Xiaomi nichts kann. In meinen ersten Tests fand ich sie sogar recht gut und der Zoom hat mich gar schwer beeindruckt. Aber mir graut davor, dass wir Konsumenten bald mit Höher-Schneller-Weiter-Mehr-Versprechen zugeschüttet werden und sich ein falsches Bild in unseren Köpfen manifestiert.

Es ist nämlich zu befürchten, dass man die blanke Zahl heranzieht, um dann die Qualität eines Produkts zu beurteilen. „Mein Akku ist viel besser, weil er 12.000 mAh hat“. Sicher, ein solcher Akku in einem Telefon bei akzeptabler Größe wäre ein Renner. Aber nur dann, wenn auch die Software darauf abgestimmt ist.

Das gilt übrigens auch im besonderen Maße für Smartphone-Kameras. Der Bildsensor und die Linsen sind sicherlich das Eine. Das Andere ist aber, was die Softwareentwickler aus ihrer Kamera herausholen können.

Wir sind Mitten drin in der Tech-Spec-Inflation. Erst gab es die Dual-Kamera, dann die Triple-Kamera. Und natürlich kurz darauf die Quad- und jetzt die Penta-Kamera. Leider sind die Bilder dadurch nicht zwingend besser geworden. Es geht nicht um Sinn, sondern um Marketing.

Es bleibt zu hoffen, dass es en vogue bleibt, auf Qualität zu setzen und weniger auf Quantität. Weniger ist nicht zwingend mehr. Selbiges gilt aber auch, dass mehr nicht mehr ist.

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Top-Kommentare der Community

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    vor 1 Monat

    So eine Kritik kann ich nicht mal im Ansatz ernst nehmen.

  • Wilhelm Bott vor 1 Monat

    ich verstehe nicht das die Leute immer wieder so tun als wäre mir den iPhones die Ära der Smartphones losgegangen, selbst die Redaktion hier. Habt Ihr die Phones mit Windows Mobile vergessen?
    Die konnten zur damaligen Zeit schon sehr viel incl Stift (MDA compact 2005). Erinnert Euch bspw. mal daran als Apple mit Copy&Paste geworben hatte, das konnten andere schon Jahre davor. Erst 2009 mit Veröffentlichung der Firmware 3.0 für das iPhone hat Apple endlich die Copy&Paste-Funktion implementiert...

  • Tenten vor 1 Monat

    Melden sich jetzt immer noch mehr Leute hier an nur um zu Stänkern? Trollalarm!

86 Kommentare

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  • Das erste Smartphone war ein Handspring Visor mit GSM Modul. Lief mit PALM Betriebssystem.


  • Im Ernst jetzt, das ist keine Fotomontage?
    Ich hatte fast gedacht, es wäre schon wieder der 1. April...

    Also, wenn ich so viele "Warzen" sehen will, dann schau ich mir einen Buckelwal an, der sieht damit gut aus.
    Aber definitiv nicht bei einem Handy!

    Und bei dem Teil möchte ich mal sehen, wie ein Cover aussieht... LOL!


  • Das ist ja nun kein Test, sondern lediglich eine Meinung zu den Änderungen die Zwangsläufig kommen werden. Wie in dieser Meinung schon oben erwähnt, müssen sich die Anbieter unterscheiden. Ich meine gehört zu haben, dass auch Samsung an 108 Megapixel arbeitet.


  • Egal wer das Smartphone erfunden hat, finde ich das Xiaomi hier vieles richtig gemacht hat. Ich hoffe die normalen Phones gehen auch irgendwann mal zu einer größeren Blende über. Nimmt das Kamera-Setting halt ein Viertel der Rückseite sein, wäre mir das auch egal für bessere Fotos.
    Ob es dazu nun einen 108 MP Sensor braucht bezweifle ich, selbst aus dem 48er könnte man deutlich mehr herausholen mit Blende und Software.
    Das hier und da über den Preis gejammert wird finde ich dabei lächerlich, Xiaomi hat etwas neues gebracht und wenn Samsung, Apple oder Huawei das tun, geht es unter 1000 Euro nicht los.
    Xiaomi will hier eine Kamera verkaufen, mit der man auch telefonieren kann, so scheint es und die Kunden die das wollen, müssen halt etwas mehr bezahlen, aber das ist ja kein muss. Wer die ganzen Specs will, aber bei der Kamera abstriche machen kann, der soll zum Mi 9 Lite greifen. Außer der Kamera und den gebogenen Displayrand gibts eigentlich keine Unterschiede ( gut MicroSD Support wäre da noch beim Lite ) und schon ist man wieder im gewohnten Feld um die 250 bis 300 Euro.
    Auch wenn ich die Produktoffensive bei Xiaomi oft kritisiere als Overpaced , aber besonders in der Mittelklasse, bekommt ja fast jeder sein Phone dort maßgeschneidert und muß für nichts bezahlen was er nicht will.


  • Die Kommentare gehen eindeutig am Thema vorbei, schade


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Das stimmt leider.


      • Welche Kommentare? Das Für und Wider wurde doch ausführlich thematisiert, natürlich gabs kleine "Seitensprünge" wie zu windows mobile - du hast dich ja selbst auch beteiligt - aber insgesamt geht es um den Sensor. Manche mit Argumenten, andere eher mit Stimmungsmache. Das ist aber hier so gewollt, ansonsten würde man nicht solche Überschriften für Artikel wählen, die emotionalsieren. Das ruft die Basher und Hater natürlich mit auf den Plan, ebenso wie die Fanboys.


    • Worüber soll man auch diskutieren. Das mehr nicht zwingend besser ist, ist jedem klar. Allerdings liegt der Autor vollkommen daneben. Die Fotografie hat in den letzten 2 Jahren durch Innovationen große Sprünge gemacht.


  • Bei der Konkurrenz hat man anscheinend nicht mitbekommen, dass der 108 MPix-Sensor von Samsung in Zusammenarbeit mit Xiaomi entwickelt wurde, sonst wäre deren aktueller Artikel so nicht möglich:

    smartdroid.de/samsung-weitere-s11-infos-und-kamera-app-verraet-komplett-neue-108-mp-kamera/#comment-113775

    Zitat: "In den letzten Jahren setzten Samsung, Apple und Google auf Kamerasensoren, die nicht gerade wegen ihrer hohen Auflösungen berühmt waren, dafür aber für ihre hervorragende Bildqualität in den meisten Situationen. Auf 48, 64 oder jetzt sogar 108 Megapixel, setzten zuletzt meist nur diverse chinesische Hersteller, um damit aufzufallen. Jedenfalls was das Marketing anbelangt. Samsung soll sich nun aber dem anschließen, was zuletzt Xiaomi mit dem Mi Note 10 angestoßen hat."

    Nicht zu allen scheinen die Infos über den Sensor und dessen Ursprung durchgedrungen zu sein.


  • Am Ende werden wir nur Pixelbrei zu sehen bekommen. Alles über 10MP bei so kleinen Sensoren ist nur noch Marketing.


    • Ein Marketing, was überzeugen kann:
      www.androidplanet.nl/wp-content/uploads/2019/11/xiaomi-mi-note-10-foto-11.jpg
      ...frei nach dem Motto: ein Bild sagt mehr als 1000 (sinnlose) Worte.

      www.dxomark.com/xiaomi-mi-cc9-pro-premium-edition-camera-review/
      ...beeindruckend!
      Pixelbrei sehe ich da nicht. Du - und die Daumen-hoch-Anklicker - schon, gelle?

      Diesen Pixelbrei will ich haben!

      Geht es auch mal ohne "heheee, das ist nur Marketing", "da geht es nur um Profit", ...?!?

      Können wir uns mal NUR auf das Wesentliche konzentrieren? So ganz ohne "Marketing", "Markenname", "Glaubenskriege", "Panik", "Innovationslosigkeit", "es ist langweilig geworden" und dieses Zeug?

      Bitte, liebe AP - macht doch mal einen Blindtest: Pixelbrei gegen 10MP!


      • Zu einer so unsachlichen und auch bereits widerlegten Aussage lohnt es sich eigentlich nicht, sich zu äußern, eher zu einer anderen Auffälligkeit. Schau mal, wer diese Aussage geliked hat - Shanson, der so wertvolle Beiträge zum Thema lieferte wie (Zitat):
        ...
        "Software: Mangelhaft
        Video: Mangelhaft
        Materialen: Mangelhaft
        Kamera: Mangelhaft
        Display: Mangelhaft
        Bearbeitung: Mangelhaft"

        Tim, der bereits vor Erscheinen schrieb:
        "Ich habe meine Zweifel. Xiaomi traue ich bei solchen Werbebildern ohnehin nicht und wenn man sich bisherige 48MP-Knipser mal ansieht, dann schießen diese bei voller Auflösung quasi ausnahmslos Bilder mit enorm wenig Details (für so eine Auflösung). Und ich bin mir ehrlich gesagt sehr sicher, dass es hier genauso ist."

        und nicht zuletzt der Autor des Artikels, der dadurch möglicherweise seinen persönlichen Wunsch zur Gewissheit deklarieren möchte, auf jeden Fall seine eigene Tendenz erkennen lässt. Schade, Fabien, dass du als Autor nicht zumindest anerkennst, dass nun mittlerweile etliche Tests der Kamera eine sehr gute Qualität bestätigen, natürlich nicht über die gesamte Bandbreite aller 5 Kameras - aber das war auch nicht zu erwarten, zumal ein - was ich selbst ebenfalls besonders ärgerlich finde - zu schwacher Prozessor mit langsamerem Speicher gepaart das Gesamtpaket und auch die Kameraleistung etwas nach unten zieht. Die Höchstleistung wird die Kamera wohl nur im Alpha mit 855+ oder im Mi 10, welches dann vermutlich den 865 mitbringt, zeigen können. Aber das, was bisher bereits in etlichen Tests zu sehen ist, ist schon mal ein sehr guter Start.

        Dass es keinen Pixelbrei geben muss, zeigt ein Foto mit dem Mi Mix Alpha aufgenommen in hoher (nicht höchster) Auflösung - im zweideutigen Sinn ein Paradebeispiel. Man kann sogar noch bis 300% hineinzoomen, ohne Matsch zu erzeugen. Das Bild ist vom Vorjahr und man sieht in aktuellen Tests, dass die Kamera bereits verbessert wurde. Aber hier war sie schon gut.

        abload.de/img/2fjj28.jpg


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Ich schreibe im Artikel, dass wir die Kamera ausgiebig testen werden und die ersten Bilder einen guten Eindruck machten. Allerdings gab es bei der 108-MP-Kamera auch nicht so gute Resultate beim ersten Rumspielen.

        Mein „Aufreger“ richtet sich alleine darauf, dass die 108 Megapixel hauptsächlich Marketing sind und sein können. Der Bildsensor ist einfach zu klein.


      • Zwischen "sind" und "sein können" liegt bereits ein großer Unterschied. Ich denke, man sollte sich zu so vorurteilsbehafteten Behauptungen als Autor des Artikels nicht auch noch durch einen Daumen hoch einseitig äußern. Insbesondere, wenn etwas so Dummes geschrieben wird wie über 10 MPix ist alles nur Marketing. Natürlich ist es auch Marketing, wie auch Face ID, Notch, randlose Displays und berührungsfreie Gestensteuerung, und, und, und... Aber ohne gutes Marketing geht es im Businesssektor nicht, das wisst ihr ja aus eigener Erfahrung. Trotzdem wollt ihr eure Artikel ja auch nicht als reines Marketing ansehen, oder? Zuletzt ist ja in diesem Falle belegbar, dass auch Aufnahmen über 10 MPix durchaus sehr gute Qualität haben können - nicht müssen. Das hat bereits Nokia vor einigen Jahren unter Beweis gestellt. Der Bildsensor ist deutlich größer als alle anderen derzeit in Smartphones und wir können diesen nicht mit einer Spiegelreflex vergleichen. Der Bildschirm ist auch zu klein, wenn man ihn mit einem TV oder einer Leinwand vergleicht.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Das kann ich nachvollziehen und ich werde es mir zu Herzen nehmen.


      • @Fabien
        Ob der Sensor zu klein ist oder die Auflösung beim iPhone 11 Pro Max zu niedrig - die Dinger machen gute Fotos!

        Aber hier geht es ja um Marketing. Schauen wir doch mal ein paar Herstellern über die Schulter:

        Apple: "Nimm Videos mit der höchsten Qualität bei einem Smartphone auf."
        Bei DxOMark hat das 11pM gerade mal 1 Pünktchen Vorsprung (in Sachen Video; das Mi Note 10 war da ja noch nicht am Start) vor dem Note 10+. Dieses eine Pünktchen reicht als Berechtigung für solches Marketing? Wenn da 5, 10 oder besser noch mehr Punkte Vorsprung wären, dann macht so ein Werbespruch Sinn. Aber bei einem Pünktchen?
        Da wird Apple geschont und nicht durch den das-ist-nur-Marketing-Kakao gezogen.
        "Mit der neuen 12 Megapixel TrueDepth Kamera kannst du Selfie-Videos in Zeitlupe mit 120 fps machen oder 4K Videos mit 60 fps aufnehmen." "wassergeschützt bis zu 4 Meter für 30 Minuten" "36 % hellerer True Tone Blitz mit Langzeit­synchronisation" "40 % mehr Lichterfassung mit Teleobjektiv" "bis zu 1200 Nits" "2.000.000:1 Kontrast­verhältnis" "64-Bit Fusion" ...Zahlenpralerei wo man auch hinguckt.
        Aber es geht auch ohne Zahlenpralerei in höchste Dimensionen:
        "So professionell, es müsste eigentlich Proträt heißen." ("Proträt" - Apple-Schreibweise - denn:) "genau wie in einem Studio" "Zweifacher Ionen­austausch­prozess für mehr Stabilität"
        ...den großen Rest an Superlativen schenke ich mir mal - kann ja jeder selbst nachlesen. Da wird schon ein wenig auf die Kacke gehauen. Ließt sich aber schon spannend.

        Huawei: "Unendliche Möglichkeiten." "Kameras statt Adleraugen" "Verwandle dein Smartphone zur Filmkamera ... mit dem HUAWEI Mate 30 Pro sind dir keine Grenzen gesetzt." "LEISTUNG NEU ERDACHT - Ein Quantensprung"
        Oh, bisher noch keine Zahlen, die beeindrucken? Doch:
        "Überrasche deine Augen: mit dem optischen 3-fach-Zoom, dem 5-fach-Hybridzoom und der bis zu 30-fachen Digitalzoomfunktion." "40-MP-Cine-Kamera" "40-MP SuperSensing Kamera"
        ...ein paar Superlative, wenig Zahlenpralerei - da ist nicht viel; etwas lustlos.

        Samsung: "fast schon ein Computer zum Arbeiten, eine Spielekonsole und ein Videostudio" "Preisgekrönte Bestleistung" "ZUSÄTZLICH BIS ZU 1 TB MIT microSD" "Die Multi-Kamera für professionelle Ansprüche" "Mit dem Power-Kamerasystem ist dein Fotostudio immer genau da, wo du gerade bist." "ein echter Alleskönner" "Sichtfeld von 123° mit dem 16 MP-Ultra-Weitwinkelobjektiv"
        ...vergleichsweise langweilig. Zahlenpralerei muss man suchen, findet man wenig. Superlative - nicht der Rede wert.

        So, kommen wir nun zum "Übeltäter" - Xiomi Note 10:
        "Die weltweit erste Pentakamera mit 108 Megapixel" "5.260mAh
        Hochleistungsakku" "108MP Hauptkamera mit ultrahoher Auflösung" "12 Mal so hoch wie bei 4K" "Porträtmodus mit optimaler Qualität und 50-mm-Objektiv; Dual PD für verbesserte Fokussiergenauigkeit; ultrahelle 1,4 μm große Pixel, präziser Laser-Autofokus" "32MP Selfie Kamera"
        ...fast schon Datenblatt-mäßig, trocken, emotionslos.

        Mein persönlicher Eindruck:
        Apple versteht das Handwerk Marketing - perfekt! Man könnte denken, das sind die Götter.
        Die Anderen haben da mächtig Aufholbedarf. Zahlen-Marketing findet ebenso statt, wie bei Apple; nur nicht so oft und heftig; eher trocken. Dass Xiaomi die 108MP nennt (übrigens in doch relativ kleinen Lettern!) - das sollte ja wohl klar sein (die Anderen machen´s doch auch; können halt nur nicht so viel bieten). Denn DAS ist wirklich ein Sprung! Das soll man nicht nennen dürfen?
        Andere prahlen mit 16MP, 40MP oder 12MP - und schämen sich nicht dabei. Wenn Apple die 108MP als erste im Programm hätte - das wäre ein Marketing, was überirdisch anmuten würde!

        Xiaomi ist da nicht besser als Andere. Wenn Du aber der Meinung bist, die hauen zu sehr auf die Kacke - wie bitte wäre es denn richtig (auch im Vergleich zu Anderen)?

        Es geht auch übrigens andersrum: da wird aus Nichts ein riesen Tam-Tam gemacht:
        www.androidpit.de/iphone-11-pro-max-und-xiaomi-cc9-pro-kamera-samsung-stuerzt-ab?sac=true#comment2766171
        Das ist jetzt prima, oder?

        Ein wenig sachlicher, fachlicher, emotionsloser, neutraler, objektiver, .... darf es schon sein. Bitte!


  • Mir **persönlich** ist es allemal lieber, sie fangen damit bei den günstigeren Geräten an. Vor allem bei den Kamera-Specs. Ich brauche eine Handy-Kamera nicht für Kunst, sondern um Erinnerungen festzuhalten. Da sollte die Automatik gut funktionieren und Bilder möglichst original(!) wiedergeben. Da ich mein Handy **auch** für die Arbeit verwende, muss es vielseitig und leistungsfähig sein. Die Kamera steht da weit hinten in der Hierarchie. Wie gesagt, für MICH!

    Wenn man mal einen Foto-Vergleich mit alten und neuen Modellen der gleichen Firma machen würde, z. B. iPhone 5 mit iPhone 11, Samsung Galaxy S5 mit S11 oder auch zwischen Modellen, die näher zusammen sind.
    Das fände ich mal spannend.


    • Um Erinnerungen festzuhalten genügen m.E. schon 5MP (die reichen zur Anzeige auf Smartphone- und PC-Monitoren), und Farbtreue ist da m.E. auch nicht wirklich wichtig. Die Bilder kann man auch noch ganz klassisch beim Fotohändler ausdrucken lassen. Die meisten Erinnerungen bewahrt man ohnehin im Kopf.


  • ich verstehe nicht das die Leute immer wieder so tun als wäre mir den iPhones die Ära der Smartphones losgegangen, selbst die Redaktion hier. Habt Ihr die Phones mit Windows Mobile vergessen?
    Die konnten zur damaligen Zeit schon sehr viel incl Stift (MDA compact 2005). Erinnert Euch bspw. mal daran als Apple mit Copy&Paste geworben hatte, das konnten andere schon Jahre davor. Erst 2009 mit Veröffentlichung der Firmware 3.0 für das iPhone hat Apple endlich die Copy&Paste-Funktion implementiert...


    • Das, was man heute unter einem Smartphone versteht begann aber eigentlich so wirklich erst mit dem iPhone. Natürlich konntest du auch vorher schon zum Beispiel unter Symbian Apps installieren oder Navigation machen.
      Letztlich hat in der Geschichte ja jedes Gerät oder jede Maschine Vorläufer, aber es gibt dann ein Gerät, das alle Funktionen und Eigenschaften in sich vereint.


      • Das eigentliche Ur Smartphone war Nokias Communicator. Apple hat das Smartphone an sich was die Bedienung angeht salonfähig gemacht. Das hingegen hat Nokia verpennt und man sieht ja wo Nokia heute steht.


    •   10
      Gelöschter Account vor 1 Monat Link zum Kommentar

      die Smartphone Ära hat mit den iphone begonnen es war das erste handy mit multitouch ohne taststur mit richtigen Apps ob du es wahr haben willst oder nicht deinen windows müll kannst vergessen oder hast du schon den spruch von steve ballmer damals vergessen als er sicher war dass das iphone sich niemals durchsetzen will


      • Apps gab es auch vorher unter Symbian schon.


      • Unter windows mobile gab es alles, was das iPhone später auch hatte. Kamera, Kartennavigation, Messaging, Internet, Video- und Musikplayer, Spiele, Apps usw.
        Microsoft hat aber die Geräte auf den Businessbereich ausgerichtet und nie daran gedacht, so etwas für die Allgemeinheit zu platzieren, trotz zunehmender Popularität der Smartphones seit dem ersten MDA von T-Mobile (HTC) in 2002.

        Das iPhone wurde zunächst von MS nicht ernst genommen, obwohl bzw. weil es im Grunde außer der Fingerbedienbarkeit und das Verlegen des Startmenüs auf den Hauptbildschirm nicht mehr als ein anderes Design mitbrachte. Durch den iPod war Apple damals aber bereits sehr hip, während windows mobile wenig Beachtung im Mainstream fand. Das lag sicher auch an der umständlichen Stiftbedienung, Handys waren da komfortabler fürs schnelle Telefonieren.

        Als Microsoft schließlich auf Fingerbedienbarkeit umstellte, verprellte es durch Windows Phone 7 ein gutes Teil seiner Anhängerschar, weil man dieses nicht mehr vernünftig anpassen und individualisieren konnte, waren doch zuvor sehr viele technikbegeisterte Entwickler und Flasher von Custom-Roms, Themes, Apps unterwegs, die eine breite Palette an Möglichkeiten nutzten und boten. Auch ich habe damals ein paar Roms kreiert und sehr viele Themes für windows-mobile-Geräte.

        Microsoft hatte nun aber den Zugang aufs System so versperrt, dass da kaum etwas individualisierbar war. Zudem war das neue System auch nicht durch Kaufapps in der Tiefe anpassbar, alle Browser mussten sich an den sehr eingeschränkten Gegebenheiten des Systems anpassen, alle Musikplayer und Videoplayer ebenso. Zusätzliche Features waren kaum einzubringen. Das System selbst war auch in den Einstellungen sehr unübersichtlich und sah auf allen Geräten der verschiedenen Hersteller gleich aus.

        Zug verschlafen und nach der Umstellung auf windows 10 mobile, welches die alten Schwächen weitgehend ausmerzte und frisch und modern wirkte, leider kein Durchhaltevermögen und keine unternehmerische Weitsicht bewiesen. Keine ansprechenden Geräte mit dem System ausgestattet und dann schnell abgesprungen, weil die Spitze andere Prioritäten setzte. Und nun setzt man einen drauf und kommt demnächst mit Android. Bis das Surface-Gerät auf dem Markt ist, ist es bereits von den anderen wieder überholt. Zumal es für die meisten Nutzer uninteressant sein wird, weil man es für jede Bedienung aufklappen muss.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Ich hatte 2006 einen MDA Vario II von der Telekom und gebaut von HTC. Das war vielleicht schlecht, das Ding.... Das iPhone hat die Bedienung maßgeblich vereinfacht und mit Multi Touch den Siegeszug der Smartphones losgetreten. Es gab damals bei Herstellern und Telcos eine regelrechte Panik, weil sie nix entgegensetzen konnten.

        Und dann kam Android als Open Source.


      • ich spreche hier von der Zeit vor 2007... und was bis dahin schon möglich war, Office, Outlook, Mediaplayer, GPS Navigation usw., wahrscheinlich hast Du (KAS) da noch mit Lego gespielt so wie Du dich artikulierst hier...


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Ähm, hast Du meinen Kommentar denn überhaupt gelesen. Ich hatte 2006 einen MDA Varii II. Das ist vor 2007.

        Und, nein, Apple hat nicht alles erfunden. Aber definitiv für die Masse nutzbar gemacht.


      • Das mit der schlechten Bedienbarkeit sehe ich nicht so, hatte zwar dieses Gerät nicht, aber ansonsten um die 15 windows mobile Geräte, angefangen vom SX 45 (wirklich schlecht) über die vielen MDAs ohne Tastatur, davon hervorzuheben für mich der MDA I und II, der MDA compact und der XDA neo und Atom. Später war der HTC HD2 ein langer Begleiter. Schlecht waren alle für ihre Zeit nicht, aber sie waren nicht fingerbedienbar (abgesehen vom HTC HD2 mit windows mobile 6.5), was dann durch den Stift auf den damals noch relativ kleinen Screens (auch das iPhone hatte nur 3,5") manchmal umständlich war. Man konnte außer mit dem Telefonieren nicht sofort loslegen, sondern musste erst umständlich den Stift herausfummeln und dann starten. Aber dass Apple mit dem iPhone das Smartphone erfunden hat, ist eine Mär - es hat es entscheidend weiterentwickelt. Selbst Touchscreens mit Multitouch gabe es bereits, nur wurden sie nicht in Smartphones angewendet, sondern auf überdimensionierten Tablets und Computerspieltischen. Das ist Apples eigentliche Leistung, dieses Konzept aufs kleine Smartphone zu übertragen und eine für alle alltagstaugliche Bedienung der vorhandenen Technik zu ermöglichen. Da fehlte den MS-Entwicklern einfach die Idee und die Begeisterung fürs eigene System. Zudem die (dumme und überhebliche) Überzeugung, dass Apples Konzept nach hinten losgehen würde.


      • @Fabien ja hab ich meinte ja auch nicht dich:-)


    • Es ist doch hinsichtlich bekannt, dass Apple alles erfunden hat.


      • Ja, schon klar. Und Adolf hat die Autobahn erfunden.
        www.srf.ch/news/wirtschaft/iphone-wer-hat-s-erfunden
        www.nzz.ch/wirtschaft/10-jahre-iphone-nein-apple-hat-das-smartphone-nicht-erfunden-ld.138560
        www.connect.de/ratgeber/iphone-geschichte-10-jahre-jubilaeum-3196675.html

        Auch Du kannst solche Quellen mit der Suchmaschine Deines Vertrauens finden - wenn Du nur willst; was aber Dein Weltbild zerstören würde.


    • Ich hatte den MDA I, selbst der konnte für damals schon eine Menge. Allerdings war das damals kein Massengerät, er war recht groß und schwer aber als frühes Smartphone kann man ihn durchaus bezeichnen.


  • Noch eine Bemerkung zu diesem Gerät: ich hoffe, es zeichnet sich nicht nur durch die Kamera-Auflösung aus. Bislang sind die Xiaomi Geräte gut und es ist zu hoffen, dass das auch so weitergeht ohne dass die Preise sich wie bei Huawei entwickeln (die ich nie mochte). Bin auf einen umfassenden Test gespannt, gleichwohl mein nächstes Telefon hoffentlich nicht vor einem Redmi Note 11 fällig wird.


    • Die Preise sind nur am Anfang gut da eine neue Firma sich ja am Markt positionieren will. Steigt der Marktanteil, steigen definitiv auch die Preise. € £ $
      Das weißt Du doch selbst.


      • Die "fünf Wirtschaftsweisen" irren sich regelmäßig bei ihren Vorhersagen. Aber hier gibt es doch immer wieder Experten, die die Zukunft heute schon kennen. Respekt!

        Sorgen mache ich mir erst, wenn ich Sorgen habe. Was soll ein Gejammere über eventuell zukünftige erhöhte Preise? Vielleicht geht die Preisentwicklung auch nach unten? TVs können immer mehr, kosten aber immer weniger - auch bei Marktführern. Lidl und Aldi sind nicht deshalb so günstig, weil sie den Markt dominieren und dennoch hohe Gewinne abschöpfen. Und deren Produkte sind teilweise besser als x-fach teurere Markenprodukte. "Steigt der Marktanteil, steigen definitiv auch die Preise" gilt da nicht. Mit höherer Massenproduktion sinken die Kosten (und auch der Preis) - das gilt da schon eher!


      • Dann wird es eben ein Realme... ;-) Solange man nicht bei Apple landet ist es ja keine Hochzeit, nicht einmal eine Verlobung.


      • ALDI ist wohl auch deswegen so günstig, weil sie eine knallharte Preisdrückerei gegenüber ihren Lieferanten betreiben.

        Und ja, wenn eine Firma ihre Umsätze steigern kann, wollen sie auch das Preisgefüge zu ihrem Vorteil ändern.

        Und das die @die Crisa mich hier per Ritterschlag zum Experten würdigt, freut mich riesig. Dankeschön ;))


      • Aldi? Nun ja, welcher Riese drückt seine Lieferanten nicht. Ich glaube auch nicht, dass in China irgendein Arbeiter bei den Apple Lieferanten auch nur einen Kupferling mehr bekommt, weil er an Iphones herumlötet.


  • Zum Schlussatz des Artikels

    "Es bleibt zu hoffen, dass es en vogue bleibt, auf Qualität zu setzen und weniger auf Quantität. Weniger ist nicht zwingend mehr. Selbiges gilt aber auch, dass mehr nicht mehr ist."

    möchte ich noch anfügen, dass "mehr" auch nicht zwingend "weniger" ist...dann ist er vollständiger. :-) Wobei die Frage bleibt, warum mehr nicht mehr ist.... da wäre das Wort "zwingend" dazwischen erneut sinnvoll gewesen, alleine für sich ist die Aussage falsch.


  • Das ist einfach nur geil.


  • Unter dem vorherigen Artikel stand, dass DXO das iPhone erst nach Updates getestet hat, während andere Geräte noch vor dem Marktstart oder zeitgleich getestet werden. DXO und auch andere Tester sollten sich mit derartigen Tests immer mal ein bisschen Zeit lassen oder nachtesten, wenn die ersten Updates gelaufen sind. Denn in der Anfangszeit werden viele Bugs bei allen Smartphones ausgemerzt, man kann da keinen Hersteller ausnehmen, der bugfreie Geräte auf den Markt bringt. Erst nach einer Weile ergibt sich ein reelles Bild über die Leistungsfähigkeit - der Kunde als Tester ist letztlich der Tippgeber für den Feinschliff an den Geräten.

    Ob nun die 108 MPix übertrieben sind, ist Geschmacks- und Ansichtssache. In einigen Situationen gibt das Mi Note 10 sichtbar mehr Details als die bisherigen Geräte am Markt her, in anderen Situationen ist die Kamera (noch?) gleichwertig oder auch unterlegen. Wenn es so etwas zu realisitischen Preisen am Markt gibt, wird es auch genutzt. Mal etabliert sich etwas eine Weile, mal läuft es schnell wieder aus oder wird überholt. Aber es nur nicht zu nutzen, weil es auch Kritiker gibt, wäre dumm. Wo würden wir dann technisch stehen, wenn solche Entwicklungen nicht vorangetrieben werden, bis sie erstmal eine Weile oder ganz ausgereizt sind? Auch wenn die neue Kamera vielleicht nur ein Stück besser ist und nicht gleich einen Quantensprung hinlegt, wäre es doch ein Fehler, sie nicht einzubauen und der Konkurrenz den Vortritt zu lassen.

    An allem, was es gibt, wird herumgefeilt und es wird versucht, es zu optimieren. Der Mensch möchte voranschreiten, und nur weil Bäcker Paul die neue Brötchenform nicht nutzt, muss sie Bäcker Peter nicht auch verwerfen. Der Kunde hat ja die Wahl, bei dem einen oder anderen zu kaufen. Wenn es aber nur die Brötchenform von Bäcker Paul geben darf, hat man keine Wahl und keine Entwicklung mehr.


    • Viele Hersteller geben aber bewusst die Geräte bereits im Vorfeld an DxO, damit sie dann mit deren nichtssagenden Scores werben können. Also selbst Schuld, sozusagen.


  • Finde dieses Zahlen-hochgepushe ohnehin einfach nur nervig. Nicht zuletzt die iPhones haben schon vor Jahren gezeigt, dass die Zahlen auf dem Datenblatt NICHTS aussagen. Und trotzdem kommen heute immer noch Leute an und sagen, die iPhones haben nur Mittelklasse-Hardware, weil sie bspw. nur 4GB RAM haben.
    Und bei den Megapixeln hier ist es genauso. Viele Pixel - besser! Wurde schon tausendfach widerlegt, trotzdem glauben es die Leute immer noch... Auch von eigentlich recht versierten Tech-Reviewern hört man immer noch solche Sprüche wie: "Die Bilder werden dank der zum Vorgänger erhöhten Auflösung sichtbar besser."

    Optimierung der Software ist heute so viel wichtiger, als die stumpfen Werte auf einem Datenblatt.


    • Tim, auch beim iPhone ist die Auflösung im Laufe der Jahre höher geworden. Hat dies geschadet? Sind die Fotos aktueller iPhones schlechter als die älterer? Oder kannst Du tausendfach widerlegen, dass die alten iPhones bessere Fotos machen als aktuelle?!?

      Seit Anbeginn zeigt die Entwicklung stetig und nachweislich in nur eine Richtung: mehr Auflösung - und gleichzeitig: bessere Bildqualität (und die ist nicht nur von der Auflösung abhängig)! Willst Du das leugnen und uns für dumm verkaufen?


      • Da kann jemand Aussagen nicht in den Kontext packen.


      • @dieCrisa
        Die Auflösung ist mit der Zeit gestiegen, ja. Und? ^^
        1. Sie steht seit 2015 bei 12MP und wurde seit dem nicht erhöht.
        2. Die Bildqualität ist durch neuere Sensoren und Software besser geworden und NICHT durch die reine Erhöhung der Auflösung und das war der Punkt.


      • Ok, Tim - jetzt mal kein Wischi-waschi - sondern klare Kante:

        1) Trägt eine höhere Auflösung (neben anderen Faktoren - "neuere Sensoren und Software") zu höherer Bildqualität bei?

        2) Ist die gleiche Bildqualität (bei gleichem Sensor und gleicher Software) mit niedrigerer Auflösung möglich?


        Kleiner Nachtrag:
        "Sie steht seit 2015 bei 12MP und wurde seit dem nicht erhöht."
        Das ist so nicht ganz richtig. Die Frontkamera hat in der Auflösung zugenommen (iPhone 4 aus 2010 / 6S aus 2015 / 11 aus 2019):
        Foto: von 0,3 MP über 5,0 MP bis zu 12,2 MP
        Video: von 0,3 MP über 0,9 MP bis 8,3 MP

        Ging es da nur um Marketing - oder warum ist die Auflösung deutlich gestiegen?


      • "Ging es da nur um Marketing - oder warum ist die Auflösung deutlich gestiegen?"

        Da ging es um die Popularität von Selfies. Klar gingen da die Megapixel hoch. Darauf zu kommen ist jetzt echt nicht schwer, zumal manche auch Groupies also Gruppenselfies damit aufnehmen, was nur mit entsprechender Bildqualität und Blende/Weitwinkel geht.


      • Mir ist das schon klar - Deine Aussage bestätigt ja meine Meinung. Allerdings fällt es Tim offensichtlich echt schwer, darauf zu kommen.


  • Für das menschliche Auge sind solche Auflösungen irrelevant, sie machen also nur bei extremen Vergößerungen Sinn. Zum Betrachten auf einem Bildschirm ist das ohne Mehrwert, genau wie Bildauflösungen von 4 oder 8 K beim Fernsehen. Es sei denn der Bildschirm füllt die ganze Wand oder man sitzt mit der Nase direkt davor.


    • "Für das menschliche Auge" kommt es eher drauf an, wie weit das Bild weg ist... Man kann ausrechnen, ab welcher Entfernung das Auge welche Auflösung braucht, um keine Pixel mehr zu erkennen.
      Pauschal sagen, dass die Auflösung für das Auge irrelevant ist, funktioniert nicht ^^
      Sitzt du bspw. 2m von einem 55" TV entfernt, brauchst du (fürs Gaming - ja, auch das muss man unterscheiden) eine ideale Auflösung von 10465 x 5887 Pixel, und das sind schon mal 61,6 MP, um keine Pixel mehr von einander unterscheiden zu können ^^


      • Das wollte ich vereinfacht auch sagen, entscheidend ist das Blickfeld. In diesem entspricht die Auflösung des Auges irgendwo maximal 20 MP, darüber macht keinen Unterschied mehr. Je geringer der Abstand des Betrachters im Verhältnis zum Bildschirm wird, desto höher muss natürlich die Auflösung sein um keine Pixel wahrzunehmen. Aber um Bilder am Handy, Tablet oder PC zu betrachten, auch auf dem Fernseher, sind 100 MP nicht von Bedeutung. Und wie hier richtig beschrieben spielen da die technischen Mittel zur Erreichung dieser Auflösung eine viel größere Rolle. Die reine Pixelzahl garantiert gar nichts.


      • Wenn z.B. schon der PC-Monitor nichts taugt nützt das beste Bild nichts. Nicht umsonst arbeiten professionelle Bildbearbeiter mit kalibrierbaren Monitoren.


    • Hannes, das mag für Dich irrelevant sein - es sei Dir auch gestattet. Aber kannst Du Dir vorstellen, dass es Menschen - wie mich - gibt, für die eine hohe Auflösung schon sehr relevant ist?

      Bei mir bleibt kein Foto unbearbeitet. Sei es nun, ob ich den Bildausschnitt korrigiere, den goldenen Schnitt besser setze, den Ken Burns Effekt nutze, das passende Format (z.B. 16:9 statt 4:3) wähle oder für Zoomfahrten im Video. In der Postproduktion/Nachbearbeitung von Videos kann die Bildstabilisation oder Zoomfahrt besser gelingen, als bei allen anderen Verfahren, weil der Rechner mehr Zeit und Rechenleistung hat, um die Bewegung der Verwackelung korrekt zu analysieren oder Zoomfahrten butterweich/dynamisch nach meinen Vorstellungen gelingen. Dies erkauft man sich jedoch immer mit einem Auflösungsverlust. Auch deshalb kann es für meine Ansprüche gar nicht genug Auflösung geben!

      www.youtube.com/watch?v=QkohJVVF518 (Ken Burns Effekt)


      • Die Pixelzahl sagt aber nicht viel aus. Wenn immer mehr Pixel auf die selbe kleine Sensorfläche gequetscht werden ist irgendwann mal schluß mit guter Qualität (Die wird dann mit Software ausgeglichen, mittels irgendeiner "KI" und matematischen Formeln. Das ist dann aber kein Bild mehr).


      • Entscheidend ist das Ergebnis - und das hängt nun mal vor allem von der Quelle ab. Und wie meine Erfahrung zeigt, hat eine schlechte Quelle - zufällig oder nicht - oft eine niedrige Auflösung. Zu gewissen Anlässen bekomme ich auch von Anderen Quellmaterial zur Verfügung gestellt, welches ich dann verarbeite. Oft genug wird das so verarbeitet, dass es nicht verwendet wird.

        Mir ist egal, ob ein gutes Quellmaterial per KI und mathematischen Formeln berechnet wurde - Hauptsache die Qualität stimmt.

        Was irgendwann einmal sein wird, juckt mich heute wenig. Ich bearbeite Fotos und Videos jetzt, im Hier und Heute. Und aktuell sind Quellen möglich, die gut sind. Auch deshalb, weil sie eine hohe Auflösung haben. Was soll das, diese Realität zu leugnen?

        Von mir aus kannst Du und jeder Andere jeden Quatsch glauben. Ich bevorzuge die Realität. Wenn irgendwann einmal die Qualität nicht gut sein sollte, dann nehme ich die gute "alte" Qualität. So einfach ist das.


      • Wenn ich auf Bildqualität achten müsste würde ich mit Vollformat-Fotoapparaten und TV-Kameras arbeiten. 😉 Was Smartphones bis heute nicht kennen (zumindest habe ich noch keine Einstellung dafür gefunden) ist das RAW-Format.


      • Ich habe - immer noch (mag mich nicht wirklich davon trennen) - mehrere DSLR Kameras und Geräte, welche nur (hochauflösende) Videos aufzeichnen. Mehr können die nicht. Die können nicht telefonieren, surfen, navigieren, spielen, ... Spezialisten eben auf ihrem Gebiet.

        Aber - das hätte ich selbst beim Kauf nicht gedacht - sie verstauben und kommen nur sehr, sehr selten zum Einsatz. SmartPhones oder Actioncams sind den Spezialisten nicht wirklich ebenbürtig. Aber eines haben sie diesen voraus: sind sind extrem mobil. Ob auf der Piste oder am Strand - diese kleinen mobilen Alleskönner sind immer dabei; und die Spezialisten bleiben daheim im Schrank.

        Und diese kleinen Alleskönner kommen den Spezialisten immer näher und haben sie in machen Bereichen überholt. Das reicht mir völlig und diese Entwicklung kann sehr gerne so weiter gehen.

        Warum wohl geht der Absatz dieser Spezialisten in den letzten Jahren stetig zurück?
        de.statista.com/statistik/daten/studie/199547/umfrage/absatz-von-spiegelreflex-und-systemkameras-mit-wechseloptik-in-deutschland-seit-2006/
        Sind die User anspruchsloser geworden? Ein Teil, ja, vielleicht. Aber nicht wenige setzen nach wie vor auf Qualität. Die finden sie vermehrt beim SmartPhone.

        Selbst Kinofilme werden inzwischen ausschließlich mit dem SmartPhone gedreht:
        ogy.de/fr77

        Noch Fragen? Bezüglich der Qualität von SmartPhone-Kameras?
        Frage doch einfach die Suchmaschine Deines Vertrauens!

        RAW-Format? iOS bietet ab Version 10 einen RAW-Modus, bei Android wurde dieser mit Version 5.1 integriert. Bei den meisten Smartphones wird der RAW-Modus bereits von der Standard-Kamera-App unterstützt.
        ...einfach mal die Suchmaschine Deines Vertrauens anwerfen! ;)

        Auch das Xiaomi Mi Note 10 kann das - um das geht´s auch hier.


      • "Selbst Kinofilme werden inzwischen ausschließlich mit dem SmartPhone gedreht"

        Also das klingt etwas uneindeutig, es gibt Kinofilme, die damit gedreht wurden, aber das dürften bislang absolute Ausnahmen sein. Bis man einen wirklichen Kinofilm mit einem Smartphone drehen kann gibt es wahrscheinlich kein Kino mehr.


      • Ich weiß nicht, was Du unter einem "wirklichen Kinofilm" verstehst...
        Andere sehen das anders:
        www.filmstarts.de/nachrichten/18516874.html
        Eindeutig genug?

        Klar, das ist - noch - die Ausnahme. Viele Kinofilme bestehen aber kaum noch aus nur mit Kinokameras gedrehten Szenen. Spätestens seit Jurassic Park (1993) wissen wir doch, dass vieles, was echt aussieht, eben nicht echt ist. Sind komplett computeranimierte Kinofilme deshalb doch keine "echten Kinofilme"?!? Wollen wir jetzt noch einen Nebenkriegsschauplatz eröffnen, wo es um die Frage geht: was sind "wirkliche Kinofilme"?

        Ein ("wirklicher") Kinofilm ist ein Film, der im Kino gezeigt wird. Egal, ob dieser ganz oder teilweise mit Kinokamera, iPhone oder per Computeranimation erstellt wurde/wird.

        Ist jetzt nicht persönlich gemeint:
        Es ist schon recht auffällig, dass so manche Zeitgenossen eine nicht wirklich zutreffende Wahrnehmung der Realität an den Tag legen. Aus schlichter Unwissenheit haben sie eine Vorstellung dieser Welt, die es so aber nicht gibt. "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht" - das kann ich gerade noch so verstehen. "Wovon ich nichts weiß, das kann es nicht geben" - das aber ist nicht schlau, das ist dumm. Wir alle werden dumm geboren - es ist aber nicht in Stein gemeißelt, dass dies immer so bleiben muss.
        Ein bis heute gültiger Ratschlag, die Dummheit zu bekämpfen, stammt von Immanuel Kant. Er empfahl „das Selbstdenken“ und forderte die Menschen auf, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen, um ideologische oder religiöse Scheuklappen abzulegen. Ein (im wahrsten Sinne) denkwürdiger Ansatz.
        Das Hirn ist keine Seife. Es wird nicht weniger, wenn man es benutzt.


      • Hochachtung für deine klare Sicht auf die Realität. Wenn ich weitere Lebenshilfe benötige werde ich dich kontaktieren


  • Und noch was, bombt bitte noch mehr Werbung in das Artikel rein. Ihr seid bald fast auf dem Chip Niveau. Mit Werbung zugemüllt und dan auf die anderen Klugscheißen wie die einfallslos sind etz. Armes Wohlstandskind möchte unterhalten werden.


  • Was für ein gelaber, dieser Artikel verdeutlicht viel mehr wie die Tech
    Journalisten keine innovative Idden um bessere Artikel zu schreiben.

    Gelöschter Account


  • Ist wohl einfach mal ein Schuss ins Blaue, mal sehen was da herauskommt.


  • Naja, das ist ja bei allen Geräten so, vom PC bis zur Waschmaschine. Das neue muss sich immer vom Vorgänger unterscheiden und wenn es keine neuen Features gibt, muss wenigstens irgendein Wert besser sein. Der schnellere Prozessor, das größere Display, der größere Arbeitsspeicher. Ja sogar der höhere Preis. Ob das als sinnvoll vom Konsumenten angenommen wird ist dann Aufgabe des Marketings.


    • Ja, ich kann auch z. B. mit einer Waschmaschine mit 8kg Fassungsvermögen nichts anfangen. Es gibt nur leider kaum noch richtig GUTE mit weniger Fassungsvermögen.


      • Toplader mit 45 cm Breite. Platzsparend und sparsam. Allerdings in der Anschaffung ein wenig teurer.


  • Das Verpackunsdesign sieht aus wie von Samsung "gemopst". 😉


  • Was für ein schwachsinniger Artikel.


  • Ist das Titelbild ein Smartphone oder was soll es sein?


  • Waaaah...😟💦...was n das? Ich dachte ich spinne...


  • Ich glaube nicht, dass viel auch viel hilft. Der Pixel-Wettlauf war noch nie entscheidend für gute Bildqualität.


    • Gute Schlagsahne allein reicht auch nicht als einziger Faktor, damit es eine gute Torte wird. Jede Zutat muss da stimmen - was auch sonst?

      Selbstverständlich gehört eine hohe Auflösung mit dazu, um eine gute Bildqualität zu erhalten. Egal, welchem Test man auch vertraut - die Realität (und wenn man ehrlich zu sich selbst ist auch die eigene Erfahrung) belegt, dass die Top SmartPhone-Kameras auch hohe Auflösungen bieten; die schlechteren haben in aller Regel schlechtere Auflösungen.

      Neben hoher Auflösung sind u.a. Größe des Sensors, interne Signalaufbereitung und die Lichtstärke von Bedeutung und bestimmen das Ergebnis. Hersteller, die einzig nur auf hohe Auflösung setzen und alles andere vernachlässigen, tun sich damit keinen Gefallen; wäre auch völlig sinnfrei.

      Eine gute Headline ODER tadellose Grammatik allein macht auch nicht automatisch einen guten Artikel. Auch hierzu bedarf es mehr...

      Da halte ich jede Wette, dass in wenigen Jahren die Spitzenreiter in Sachen Bildqualität höhere Auflösungen bieten, als aktuelle Geräte. Das war so, ist so und wird auch so bleiben.

      "Wir haben die höchste Auflösung" oder "wir haben den besten Akku" - so ein Marketing ist mir allemal lieber als "hast du kein xphone, dann hast du kein xphone".


    • @Hannes B. Stimmt so nicht. Das Nokia Lumia 1020 hatte 2013 schon 41 MP und galt neben dem Lumia 808 als das beste Kamerasmartphone.

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