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Warum Tesla sterben wird und was danach passiert
Hardware Mobilität Kommentar 4 Min Lesezeit 73 Kommentare

Warum Tesla sterben wird und was danach passiert

Ein weiterer Tag, eine weitere Tesla-Bankrottgeschichte. Es scheint, als ob der berühmte Elektroauto-Hersteller rund um den exzentrischen Boss Elon Musk immer am Rande des Untergangs wandelt. Aber wird es tatsächlich so weit kommen? Und was passiert eigentlich, wenn Tesla stirbt?

Ist Tesla wirklich verdammt?

Laut Finanzexperten, Kennern der Elektroauto-Branche und sogar Elon Musk selbst wird 2019 das Jahr sein, in dem Tesla das Geld ausgeht - obwohl Musk im Mai sagte, dass sein Unternehmen noch für zehn Monate Bargeld übrig habe, was bedeuten würde, dass Tesla "erst" Anfang 2020 stirbt.

Tesla beendete das erste Quartal 2019 mit Reserven von 2,2 Milliarden US-Dollar, verlor aber satte 702 Millionen US-Dollar. Ein Rückgang der Lieferungen des Model 3 soll der Grund für die Verluste sein. Doch im Mai dieses Jahres konnte das Unternehmen noch einmal 2,7 Milliarden Dollar aufbringen, um Tesla am Leben zu erhalten. Dennoch müssen diese Zahlen ein Grund zur Sorge sein, wenn man bedenkt, dass das Model 3 2018 das meistverkaufte Luxusauto in den Vereinigten Staaten war. Von den 245.240 verkauften Tesla-Fahrzeugen im vergangenen Jahr waren 145.846 vom Typ Tesla Model 3.

Aber reicht es aus, respektable Mengen an Autos herzustellen und zu verkaufen? Teslas To-Do-Liste ist teuer. Der Start der Produktion in China bringt Anlaufkosten mit sich, das SUV Model Y braucht Geld, wenn es ein Erfolg werden soll, und dann gibt es noch den Tesla Pickup Truck, der ebenfalls in der Entwicklung ist.

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Der Tesla Model 3 war ein Verkaufserfolg. / © AndroidPIT

Tesla hat eine Art Catch-22-Problem. Die Aufstockung der Produktion und Verkaufszahlen ist für die zukünftige Gesundheit der Finanzen von entscheidender Bedeutung. Tesla muss in der Lage sein, schneller Autos zu bauen. Musk weiß das und setzt bis Ende Juni ein persönliches Ziel von 7.000 pro Woche. Das Problem ist, dass diese Skalierung teuer ist. Und wenn man nicht viel liquides Geld besitzt, wie macht man das dann?

Tesla kennt sich aus mit Geldverbrennen. Die Washington Post berichtete im August 2018, dass Tesla seit seiner Gründung 9 Milliarden Dollar an operativen Verlusten angesammelt hatte. Um Tesla zu retten, sind drastische Kostensenkungsmaßnahmen erforderlich, aber es sind trotzdem immense Ausgaben nötig, um die Produktionsziele zu erreichen.

Dazu kommt das Problem mit Elon Musk selbst. Ob er nun Tesla Powerpack Farmen in Südaustralien auf Twitter mit Geld-zurück-Garantie anbietet oder einen neuen Dog Mode für Tesla-Autos verspricht: Es muss quasi unmöglich sein, Ressourcen zu planen, wenn unvorhergesehene Projekte so in die Runde geworfen werden, weil der Chef ein paar Likes auf Twitter einsammeln will.

Was passiert, wenn Tesla bankrott geht?

Einer der größten Mythen in der Automobilindustrie ist, dass, wenn Tesla stirbt, das Elektroauto damit stirbt. Vor ein paar Jahren könnte dies eine sinnvolle Hypothese gewesen sein. Sicher, Tesla ist auch 2019 noch der Motor für Elektroautos, aber längst nicht mehr allein.

Im Luxussektor des Marktes verkauft Jaguar bereits seinen I-PACE. BMW investiert mit dem iNEXT stark in die E-Technologie. Auch der vollelektrische BMW i3 verkauft sich gut. Beeindruckend ist zudem, was Audi mit seiner E-Tron-Baureihe macht. Der Genfer Automobilsalon war vollgepackt mit E-Modellen wie dem Audi E-Tron Q4 und E-Tron GT.

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Der iNEXT Vision von BMW ist ziemlich unglaublich. / © BMW

Es geht auch nicht nur um teure, luxuriöse Autos. Unternehmen wie Kia, Ford, Nissan und SEAT (die die Strategie der städtischen Mikromobilität für den Volkswagen-Konzern leiten) bringen in diesem Jahr preiswertere reine Elektrofahrzeuge auf den Markt. Die Mainstream-Elektro-Mobilität kommt sehr bald, mit oder ohne Tesla.

In Ländern, in denen Umweltanreize und grüne Mobilität stark gefördert wurden, sind Elektroautos längst überall. Hybride und E-Autos machen 58,4 Prozent aller Neuwagen in Norwegen aus - viele davon Tesla - und die in Europa geltenden Fahrverbote für Verbrennungsmotoren werden diese Zahl nur noch erhöhen.

Tesla hat mehr für die Elektrofahrzeugindustrie getan als jedes andere Unternehmen, aber das bedeutet nicht, dass das Elektroauto Elon Musk und Co. noch immer unbedingt braucht, um zu überleben. Was auch immer mit Tesla in den nächsten Monaten passiert, eines ist in Stein gemeißelt: Das Elektroauto ist die Zukunft, mit oder ohne seinen größten Pionier.

Top-Kommentare der Community

  • Bernhard Feder vor 6 Tagen

    "eines ist in Stein gemeißelt: Das Elektroauto ist die Zukunft, mit oder ohne seinen größten Pionier." Witzig! Elektroauto ist eine Sackgasse. Man muss schon recht einfältig sein, um darin die Zukunft zu sehen. Die erste große Achillesferse ist das Laden. Selbst ein Tesla braucht für das vollständige Laden 35 Minuten. Normale Elektroautos weit länger.
    Aber nehmen wir doch mal an, es erfolgt ein technologischer Sprung und der Akku wäre in 20 Minuten geladen. Für eine effektive Strecke von 400 KM (keine Laborwerte), inklusive Heizung oder Klimaanlage. Und ich rede nicht von alle 150 KM aufladen, sondern bis zur Reserve fahren, wie ein Benziner, dann laden. Ich will ja nicht andauernd an der Ladesäule rumgammeln. Die Ingenieure würden sich so was von feiern, aber es wäre immer noch zu lang. Schon mal mit dem Auto in den Urlaub gefahren? Dann wissen sie ja, das an den Autobahntankstellen durchaus mal 5 oder mehr Autos vor einem zum tanken warten. Macht nichts, bei einem Benziner dauert der reine Tankvorgang 3 Minuten. Aber bei einem reinen Ladevorgang von 20 Minuten? Undenkbar. Und wie sieht es in den Städten von klein bis groß aus? Wie wollen sie da die ganzen Autos laden? Und wie gesagt, die 20 Minuten Ladezeit sind Zukunftsmusik.
    Dann erkundigen sie sich zusätzlich mal über die immense Umweltzerstörung bei der Gewinnung von Silizium und Kobalt. Bei Kobalt zusätzlich noch über die erbärmlichen Arbeitszustände bis hin zu massiver Kinderarbeit.
    Nächste Problem ist die Haltbarkeit der Akkus. Mein Benziner hat 180.000 Kilometer runter.
    Wird ein Li-Io – Akku nie schaffen. Was kostet dann Ersatz? Wie wird der Alte entsorgt?
    Nee, lass mal.

  • Merlin vor 6 Tagen

    Und das Cobalt in deinem Katalysator wurde Fair Trade abgebaut?

  • Merlin vor 6 Tagen

    Die zwei Aspekte auf die ich hinauswollte:
    Qualität: Mit solchen Überschriften hebt sich Androidpit nicht von der Masse anderer Magazine ab (leider ist der Trend zu dieser Art Überschrift überall zu verfolgen, man scrolle nur mal durch Google News).
    Kritik an Inhalt der Überschrift: Für mich klingt diese so als sei Teslas Untergang zu 100% besiegelt. Das ist aber nicht der Fall, sondern nur WENN kein Investor gefunden wird bzw. Kosten gesenkt werden oder besser noch alles auf einmal. Die Situation ist schwierig für Tesla (das ist aber nichts Neues) und ich dachte bei der Überschrift des Artikels es gäbe neue Informationen die das Schicksal des Unternehmens jetzt besiegeln würden.

    Dass der Artikel ein Kommentar war, habe ich tatsächlich überlesen, mein Fehler.

  • Michael B. vor 6 Tagen

    TESLA war DER Impulsgeber in diesem Bereich.

    Mittlerweile ist die Technologie so weit vorangeschritten, die Akzeptanz beim interessierten Endkunden deutlich angestiegen und die Industrie beackert dieses neue Spielfeld in so hohem Tempo, dass es für die weitere Entwicklung komplett unerheblich ist, ob TESLA weiterbesteht oder nicht.

73 Kommentare

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  • Neben den technologischen Problem der Batterie gibt es auch den Gewichtnachteil. Bei Verbrennungsmotor oder Brennstoffzelle muss der Großteil des Brennstoffs (Sauerstoff) nicht mitgeführt werden. Diesen Gewichtsvorteil wird die Batterie nicht wettmachen können.


  • Die Förderung des Batterie Autos erfolgt nur dort so massiv, wo Stromgewinnung billig ist.
    In Norwegen war das Laden kostenlos, das es zu viel Strom aus Wasserkraft gibt, den man nicht verkaufen kann - das Erdöl hingegen schon.
    In China ist das Batterieauto praktisch Vorschrift, weil China die Technologie des Verbrennungmotors nicht beherrscht. Der Strom kommt billig, aber mit schlechtem Wirkungsgrad aus Kohlekraft, was für die Umwelt eine Katastrophe ist.


  • Kennt ihr den Unterschied zwischen Bankrott und Konkurs?
    Mir erscheint dies nicht so!


  • Wer rechnen kann, wird sehr schnell feststellen, das die Automobile Zukunft nur im model-mix gehen wird.... Wasserstoff / Brennstoffzelle, Gas, Diesel und ein kleinerer Teil batteriebetriebene Fahrzeuge überwiegend für den Kurzstreckenbetrieb. Wenn alle Fahrzeuge batteriebetrieben wären, müssten wir sehr schnell feststellen, das wir weder die benötigte Energie (Giga Watt / Tag) noch die Infrastruktur in die Straßenzüge bekommen.
    Für eine Kleinstadt mit 10000 Elektroautos müsste praktisch eine Anschlussleistung von 10000 x 100KW = 1.000.000 KW bereitstehen. Jeder E-Auto Besitzer möchte am Abend nach der Arbeit sein Auto aufladen damit er am nächsten Tag wieder zur Arbeit fahren kann. Nicht jeder Arbeiter kann sich einen Tesla mit 500KM Reichweite leisten, damit er nicht jeden Tag auf laden muss. Ich meine, wir sollten schnellstens den Wasserstoffantrieb aktivieren und den Diesel nicht verteufeln.


    • Es spielt sowieso keine Rolle, was besser ist. Nur weil etwas besser ist, heißt es ja nicht automatisch, dass es sich auch durchsetzt. Vor langer, langer Zeit (als ich noch jung war 😢) kamen Videorekorder und diverse Systeme auf den Markt. Video 2000, Betamax und VHS. So ziemlich das schlechteste System/Format hat sich durchgesetzt - VHS. - Und warum? - Nun ja, es wurde u.a. reichlich mit Pornos, die darauf verfügbar waren, gepusht. 😂
      Elektrische Antriebe haben sich schon seit Jahrzehnten in diversen Bereichen durchgesetzt (Gabelstabler in geschlossenen Hallen etc.) - sogar ohne Lithium-Ionen-Akkus. Gibt sehr gute Weiterentwicklungen des Bleiakkus. Ein „alter“ Bleiakku würde z.B. sehr schnell verrecken, würde man ihn in ein Auto mit Start-/Stop-Technik einbauen.
      Persönlich isses mir Wurscht wie Hühnersuppe mit was meine Karre in 30 Jahren fährt. - Dann bin ich über 80 und gebe eh noch mal richtig Gas. 😈


  • "Tesla geht unter", "nein, Tesla geht ganz sicher nicht unter"- alles Spekulationen, die hier nach meiner Auffassung meist gar nicht oder nicht überzeugend dargelegt werden. Ich schließe mich, auch ganz ohne Begründung, dennoch an: Tesla wird ganz sicher unter gehen"!
    Wer nur ein paar von Dutzenden von Videos auf YouTube ansieht, kommt aus dem Lachen nicht mehr raus. Da stehen frustrierte Tesla3 Fahrer an den Teslastromsäulen rum und diskutieren, tauschen die Zapfsäulen (ich brauche noch Saft für 200 km, aber meine Säule hat zu wenig power, hier stehe ich ja 1 1/2 Stunden rum) u.ä. . Reichweiten von 400 km? Lachhaft. Ein Fahrer musste alle 200 km nach'tanken'. Dennoch redet sich diese Teslafangemeinde ihre Autos schön. Ich hab's an anderer Stelle geschrieben:" Teslas wurden bisher gekauft, weil es keinen wirksameren Weg gab, seine Steuererklärung öffentlich zu machen.
    Die Teslas sind Nischenfahrzeuge, weil nur für eine kleine Fraktion Autofahrer erschwinglich. Und offenbar sieht z.B. Audi das auch so- e-tron ab!! 80.000.- €. Was für ein Schwachsinn.
    Die kleinen, lange auf dem Markt befindlichen e-Autos, die erschwinglich sind, sind gleichfalls Nischenfahrzeuge, weil zu klein für Familien. Die Zeiten, wo Papa mit Mama und drei Gören im Käfer in Urlaub gefahren ist, sind lange vorbei. Sicher, Tesla passt für einige, ebenso wie der Renault Zoe, aber eben nur für eine kleine Minderheit, denke ich.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass mein nächstes Auto ein Plug-in-Hybrid sein wird. Ich gehöre zur absoluten Mehrheit der Autofahrer, die ihre Fahrzeuge nicht mehr als 50 km am Tag bewegen. Was ich mir wünschen würde, und hier verstehe ich die Autohersteller eigentlich nicht, wären etwas größere Akkus, die mehr als 50 oder 60 km rein elektrisch fahren können. Mit 'aggressiver' Rekuperationseinstellung könnte man fast ohne Bremse fahren und hätte noch größere elektrische Reichweite...
    So oder so- mit der nächsten Akkugeneration, die eine drei- oder vierfache Energiedichte hat, ist das Thema eh gegessen. In 30 Jahren fahren wir nur noch elektrisch (vorausgesetzt, der Hersteller verbaut Kabelbäume, die beim Stromzapfen im Regen unser Auto nicht abfackeln lassen 🤔😉😂). Auch Spekulation natürlich.
    Ich erlöse Euch. Denkt dran, Tesla geht kaputt 😜.


  • Letzten Endes ist die derzeitige Art der Mobilität der Irrweg schlechthin. Warum Fahrzeuge mit einem Gewicht von um die 2 Tonnen um einen Menschen ( und im täglichen Verkehr sinds im Schnitt nur unmerklich mehr ) zu transportieren. Dass da was nicht stimmt leuchtet ein. Auch Reichweiten von 400km kommen im täglichen Verkehr nicht vor. Der Großteil der PKW fährt am Tag zwischen 100 und 200km weit. Also umdenken in der Individualmobilität tut not. Mehr öffentlicher und mehr Sharing könnte ein weg sein.


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 6 Tagen Link zum Kommentar

      Hallo Harald, ich will Dir bei fast allem zustimmen. Aber ein durchschnittlicher PKW in Deutschland fährt aktuell täglich im Durchschnitt keine 20 (!) Kilometer! Und weit über 80% aller PKW in Deutschland stehen beziehungsweise parken gerade. Einige Studien kommen sogar auf eine Parkquote von rund 97%!


    • Ein Auto auf einen Durchschnittwert zu dimensionieren, ist Unsinn. Dann bräuchte man ja nur 1,2 Sitze!
      Natürlich möchte man mit einem Auto auch zu viert 500km weit in den Urlaub fahren. Oder etwas transportieren können, auch wenn man normalerweise nur eine Einkaufstasche dabei hat.
      Das ist schlichtweg der Sinn des Autos.


      • Fabian und Bruckner, ihr habt beide recht. Und genau da liegt das Problem. Das ist das Problem des Individualverkehrs. Daher sind alle ach so tollen Lösungen eben nicht wirklich praktikabel. Unsere Städte haben sich derart geändert, sind derart auf den Individualverkehr zugeschnitten, da gibt es so schnell kein Zurück. Wir reiten einen Tiger. Ich habe das 28te Lebensjahr schon ein paar Tage überschritten und habe alleine die Veränderung in meinem Stadtteil beobachten dürfen. Meine Oma konnte noch fußläufig einkaufen gehen. Es gab einen kleinen EDEKA, einen Friseur, ja sogar ein Schuhgeschäft und Hausarzt / Zahnarzt. Aus all den kleinen Läden und Praxen wurden Wohnungen gemacht. Ist zwar immer noch ein schönes ruhiges Viertel, aber ohne Auto ist man völlig aufgeschmissen. Meine alte Mutter ist gezwungen noch Auto zu fahren. Ich kann sie nicht immer fahren, ich arbeite.
        Und ich wohne nicht auf dem Land. Ich wohne in Duisburg.
        Carsharing, ÖPNV, alles toll. Aber (noch) kein adäquater Ersatz. Zumal der ÖPNV hier fast nicht nutzbar ist. Zu alt, zu kaputt und auch nicht mehr sicher. Vor allem nicht für junge Frauen.


  • "Herr Musk, Sie legen doch bei jedem Auto drauf!?" - "Ach nicht so schlimm, die Masse macht´s"


  • Umweltzerstörung durch den Abbau von Silizium. - Naja, geht so. Ist ja schon seit Jahrhunderten der Fall. Wir brauchen das Silizium eben zur Herstellung von Glas, Mörtel, Beton und Computerchips. Sehe ich nicht so sehr als das Problem.

    Die Lithiumgewinnung (notwendig für die Lithium-Ionen-Akkus) ist eher a bisserl kritischer zu betrachten. Aber die meintest Du ja wohl nicht. Schriebst ja von Silizium - dem Hauptbestandteil von Sand. *lol*


  • Das einzige was Tesla den Hals brechen kann ist Trump


  • Ich habe es schon häufiger gesagt, der nicht nachvollziehbare Hype um Tesla geht endlich zu Ende. So wie das Unternehmen bisher geführt wurde ist es nicht überlebensfähig.
    Und das E-Auto an sich ist nur ein weiterer Hype der sich auf Grund fehlender Infrastruktur in naher Zukunft nicht durchsetzen wird.
    In meinen Augen ist die z.Z. einzige Alternative der Hybrid und auf lange Sicht das Wasserstoff Auto.


    • Da bin ich ganz bei Dir. Es ist sinnlos eine Infrastruktur für einen 5Jahres Hype zu schaffen.
      Auch die Abschaffung der Glühbirne war sinnvoll. Aber der Zeitpunkt, an dem die LED-Lampe bereits am Horizont zu sehen war, und die Leuchstoffröhre die einzige Alternative war, war einfach der falsche.


  • A. K.
    • Mod
    vor 6 Tagen Link zum Kommentar

    Das Problem ist nicht die Art des Antriebs, sondern die individuelle Mobilität an sich. Muss wirklich jeder alleine im Auto Rohstoffe mit einem Gewicht von 2000kg bewegen, um morgens im Stau zu stecken? Brauchen wir Elektroautos mit 400km Reichweite oder wäre es nicht klüger, 200km in Kauf zu nehmen, damit mit dem gleichen Rohstoffeinsatz doppelt so viele Autos mit Akkus ausgestattet werden können? Wie oft benötigen wir denn wirklich 100km+ Reichweite?

    VW hat ein interessantes Konzept auf die Beine gestellt. Beim Kauf eines Stromers kannst du ihn für 30 Tage im Jahr gegen einen Benziner tauschen.

    Ich könnte auch weiter spinnen und fragen, wie sinnvoll es ist, Verbrenner zu verteufeln und gleichzeitig Fleisch aus Massentierhaltung zu essen (Methan hat einen 20-30x höheren Einfluss als Treibhausgas) oder einen USB Stick aus China zu bestellen, um nen Euro zu sparen oder leckere Avocados aus Südamerika kaufen, welche um die halbe Welt verschifft werden oder lecker Palmöl essen, für den Regenwald unwiderbringlich (unwiderbringlich, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen) gerodet wurde? Was passiert, wenn jeder Elektroauto fährt und o.g. Punkte genauso weiter praktiziert werden?

    Es gibt Punkte, die könnten genau jetzt zu einer positiven Veränderung führen und jede/r einzelne hat sie in der Hand. Es muss ein Umdenken stattfinden!

    Zum Kommentar...

    Tesla wird bestimmt irgendeine Form der Finanzierung finden. Andererseits kann es heute echt schnell gehen, dass Firmen von ganz oben ins nichts abstürzen.

    Alternativen gibt es inzwischen genug.


    • Jeden Tag 100 km+, zwei bis dreimal die Woche um die 400 km.


    • "Das Problem ist nicht die Art des Antriebs, sondern die individuelle Mobilität an sich. Muss wirklich jeder alleine im Auto Rohstoffe mit einem Gewicht von 2000kg bewegen, um morgens im Stau zu stecken?" Die Größenordnung muss aber leider sein, wenn man die ganzen vorgeschriebenen und auch sinnvollen Sicherheitsmaßnahmen mit an Bord nimmt. Aus einem 1-Sitzer kann man keinen 5-Sitzer machen, während man einen 5-Sitzer auch mit 1 Person fahren kann. Also nimmt man vernünftigerweise den 5-Sitzer, statt neben dem 1-Sitzer ein zusätzliches Auto vorzuhalten.
      "Wie oft benötigen wir denn wirklich 100km+ Reichweite?" Gegenfrage: wer braucht ein Einfamilienhaus? Energetisch sinnvoller und ressourcenschonender ist ein Plattenbau. Es gibt nun einmal Autos mit mehreren hundert Kilometern Reichweite und nun Autos anzubieten, die dies nicht mehr erreichen, ist definitiv ein Rückschritt. Wäre die Nachfrage nach Autos bis 100km Reichweite hoch, hätte man auch kleinere Tanks in konventionelle Autos bauen können. Du kannst damit auch direkt die Frage stellen, warum man mehrere hundert kW Leistung im Antrieb braucht oder warum Autos mehr als 130km/h fahren sollen.
      "Es gibt Punkte, die könnten genau jetzt zu einer positiven Veränderung führen und jede/r einzelne hat sie in der Hand. Es muss ein Umdenken stattfinden!" Sehe ich anders. Wer mobil ist, macht dies nicht wegen purer Boshaftigkeit gegenüber der Umwelt, sondern aus purer Notwendigkeit (bis auf ganz wenige Ausnahmen). Den üblichen Stau tut sich Otto-Normal-Verbraucher ja nicht aus Jux und Dollerei an! Daher kann hier mal eben kein Umdenken stattfinden. Es müssen erst vernünftige Alternativen her und das Elektroauto ist eine schlechte Alternative. Passend dazu finde ich den Ausspruch: Wenn Elektroautos die Lösung sind, möchte ich gerne mein Problem zurück.


      • A. K.
        • Mod
        vor 5 Tagen Link zum Kommentar

        König Frank im Grunde sind wir einer Meinung. Egal ob Verbrenner, Elektrofahrzeug, Einfamilienhaus oder was auch immer für ein Luxus. Solange das Geld es zulässt, gönnt sich der Mensch den Luxus und solange die Nachfrage da ist, wird sie vom Markt abgedeckt. Das ist überall so und das Elektrofahrzeug wird an dieser verschwenderischen Mentalität nichts ändern.

        Das soll kein Vorwurf an irgendjemanden sein, ich hänge da genau so drin.

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