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Verstoß gegen die DSGVO: 50 Millionen Euro Geldstrafe für Google

Verstoß gegen die DSGVO: 50 Millionen Euro Geldstrafe für Google

Im vergangenen Jahr ist die DSGVO in Kraft getreten. Die europäische Verordnung schreibt den Unternehmen bestimmte Regeln zum Datenschutz vor und wer denen nicht folgt, wird bestraft. Google erfährt das jetzt am eigenen Leib und muss als erstes Unternehmen Sanktionen in Höhe von 50 Millionen Euro zahlen.

Die CNIL, Commission Nationale de l'Informatique et des Libertés, ist nicht nur eine Art Leibwächter für französische Bürger in der digitalen Welt, sondern auch die oberste Instanz auf diesem Gebiet. Mit anderen Worten: Es ist besser sich mit der Kommission gut zu stellen, denn sie hat eine große Entscheidungsgewalt. Das erfährt jetzt auch Google am eigenen Leib.

Laut der CNIL unternimmt das Unternehmen nämlich nicht genügend Anstrengungen, um ihre Dienste an die europäischen Vorschriften anzupassen. Genauer gesagt sind die Vorwürfe "mangelnde Transparenz", "unbefriedigende Informationen" und "mangelnde gültige Zustimmung zur Personalisierung von Werbung".

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50 Millionen Strafe für Google. / © pixinoo/Shutterstock

Durch frühere Facebook-Betrügereien scheint man an diese Art von Problem gewöhnt, aber diesmal ist es Google, die sich auf der "Anklagebank" wiederfinden. Viele Menschen wandten sich an verschiedene Verbände - allein rund 10.000 Menschen an die LQDN (La Quadrature du Net) -, um Druck auf die CNIL auszuüben. Das Fazit: Google wird mit einer Geldstrafe von 50 Millionen Euro belegt.

Mathias Moulin, Direktor für Rechtsschutz und Sanktionen bei der CNIL, ging auf einige Aspekte des Problems ein und erklärte, dass "Informationen nicht leicht zugänglich sind, denn sie werden über verschiedene Dokumente verteilt". Das wird wahrscheinlich die Unterstützer von Google nicht überzeugen, die diese Geldbuße für ungerechtfertigt oder übertrieben halten.

Hat Google die Strafe verdient oder macht das Unternehmen im Bereich Datenschutz die Arbeit eigentlich schon besser als andere große Player wie Facebook oder Apple? Schreibt uns Eure Meinung in die Kommentare!

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Top-Kommentare der Community

  • Mr. Android vor 7 Monaten

    Wo bleiben bitte die Geldstrafen für Microsoft, Amazon, Facebook und so manchen Handyhersteller???

    Da werden die Daten auch an Dritte weitergegeben und alle diese Unternehmen lachen über den Datenschutz in Europa! 💶

18 Kommentare

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  • Keine Problem für Google diese Summe zu stemmen


  • Also, Wenn Google sich tatsächlich nicht genügend um die DSGVO Regelungen gekümmert und diese nicht umgesetzt hat ist die Strafe gerechtfertigt.
    Mein Problem bei diesem Thema ist nur leider, dass ich bis heute nicht wirklich Durchblicke was genau wie umgesetzt werden muss. Hier hat die Politik meiner Meinung nach versagt, da es aus meiner Sicht nicht nur deren Aufgabe ist solche Regelungen auf den Weg zu bringen und zu verabschieden, sondern auch dem normalen Bürger verständlich zu vermitteln was, wie, wo und wann umgesetzt werden muss und das habe ich im Fall der DSGVO nicht erlebt.
    Die Folge für mich: Ich kann nicht beurteilen ob diese Strafe aus Rechtlicher Sicht tatsächlich gerechtfertigt ist. Wenn es hier einen Verstoß gibt, dann muss der natürlich geahndet werden, das Problem ist nur, dass hier Transparenz von Seiten Googles angemahnt wird und die DSGVO selbst bis heute für mich nicht transparent genug ist um diese komplett zu verstehen. Und dass obwohl ich als Webentwickler damit sogar Beruflich zu tun habe


    • Aries vor 7 Monaten Link zum Kommentar

      Hast die DSGVO denn gelesen? Eigentlich ist sie verständlich, aber Gesetzestexte lesen sich nicht wie ein Roman.


  • Wo bleiben bitte die Geldstrafen für Microsoft, Amazon, Facebook und so manchen Handyhersteller???

    Da werden die Daten auch an Dritte weitergegeben und alle diese Unternehmen lachen über den Datenschutz in Europa! 💶


    • Auch Apple gibt Daten an Dritte weiter ;). Die EU ist einfach neidisch auf die Silicon Valley Macht.


    • "Wo bleiben bitte die Geldstrafen für Microsoft, Amazon, Facebook und so manchen Handyhersteller???"
      Wie stellst du dir vor, dass das ganze Abläuft? auch in diesem Fall musste sich erst mal jemand bei den zuständigen Behörden Beschweren und dann wurde die Sachlage geprüft. Erst nach der Prüfung wird dann eine Strafe verhängt. Ob die Behörden das laut DSGVO auch von sich aus prüfen könnten weis ich nicht, aber erst mal müssen die ja jemanden ins Fadenkreutz bekommen, oder sollen die Behörden jede noch so kleine Website prüfen? Da wären die Wahrscheinlich Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte Beschäftigt, daher werden Sie wahrscheinlich erst aufgrund von Hinweisen tätig werden.


    • Kommt doch hoffentlich noch! Einfach mal Anzeige erstatten.


    • Aries vor 7 Monaten Link zum Kommentar

      Abwarten! Die kommen!
      Juristische Mühlen mahlen langsam und der Fall Google ist auch noch nicht erledigt. Das klären in den nächsten Jahren die Gerichte.


  •   19
    Gelöschter Account vor 7 Monaten Link zum Kommentar

    50 Millionen Euro? Nun gut, wenn das für Recht befunden wird, dann soll es so sein. Allerdings wird dabei noch nicht das letzte Wort gesprochen sein.
    Wenn Google schon so viel zahlen soll, dann darf ich bitte erwarten, dass die kriminelle Vereinigung namens "Facebook" für ihre allgegenwärtigen, extremen Datenschutzverletzungen, Geheimdiensttätigkeiten usw. mindestens 500 Milliarden oder ein Vielfaches davon zahlen muss! Alles andere wäre nämlich nicht verhältnismäßig.


  • 50 Millionen Strafe, wo wandern die eigentlich hin?

    Cubix


  • In einem politischen System welches Gesetze und Entscheidungen im Sinne von Lobbys umsetzt, eine weitere scheinheilige Aktion.
    Ansonsten ist es ja zu begrüßen, dass Konzerne auch mal maßgeregelt werden. Bitte aber auch die anderen nicht vergessen, auch solche nicht welche fette Parteispenden gemacht haben.


  • Ich finde die Strafe schon verdient. Das Problem ist aber das so lang Einspruch erhoben wird bis es dann im Sand verläuft.


    • Aries vor 7 Monaten Link zum Kommentar

      Es sind schon häufiger Strafen nach fünf bis zehn Jahren rechtskräftig geworden. Das Problem, dann erinnert sich kaum noch jemand an den Ursprung und oft hat sich das Umfeld auch schon wieder verändert. Das hat zur Folge, dass wenige verstehen, worum es eigentlich ging.


  • H.E. vor 7 Monaten Link zum Kommentar

    Ob gerechtfertigt oder nicht, das können wir von unserer Position sowie so nicht bewerten.

    Wie sollen wir dann eine Wertung abgeben ob es andere besser oder schlechter machen? Man kann sich die Informationen durchlesen, sich eine eigene Meinung bilden (fraglich ob das überhaupt noch gewollt wird) und persönlich entscheiden welche Daten man an wen weitergibt.

    Nach meiner Meinung gibt es weit schlimmere Datensammler als Google. Aber wie gesagt das ist meine Meinung die mit der Meinung anderer nicht übereinstimmen muss.


    •   19
      Gelöschter Account vor 7 Monaten Link zum Kommentar

      Von "unserer Possession"??? 😳🤔

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