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Star Wars: Der Widerstand für Android im Test

Update: Die Kopfgeldjäger-Ausrüstung ist erhältlich

Als großer Fan der Sternensaga habe ich mich sehr auf Star Wars: Der Widerstand von Entwickler Kabam gefreut. Im Vorfeld machte das Action-RPG auch einen vielversprechenden Eindruck, das Endergebnis ist jedoch sehr enttäuschend. Enttäuschend vor allem deswegen, weil einfach keine Star-Wars-Atmosphäre aufkommen will. Frisch reingekommen: Ab sofort gibt es die "Bountyhunter Gear" zum Freischalten. 

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Bountyhunter Gear steht bereit

In Star Wars: Der Widerstand für Android habt Ihr ab sofort die Möglichkeit, eine Kopfgeldjäger-Ausrüstung freizuschalten. Dadurch habt Ihr Zugriff auf spezielle Waffen sowie Fähigkeiten. So könnt Ihr beispielsweise den Gegnern mit einem Flammenwerfer ordentlich einheizen. Weitere Extras zeigt dieses Video:

Test zu Star Wars: Der Widerstand

Ein Actionspiel mit Star-Wars-Lizenz

Es fängt so gut an: Die berühmte Musik von John Williams erklingt und die bekannte Star-Wars-Schrift läuft von oben nach unten und informiert mich über die grobe Rahmenhandlung des Mobile-Games. Ich werde also mitbekommen, was passiert zwischen Star Wars Episode VI: Die Rückkehr der Jedi-Ritter und dem neuen Streifen Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht. Klingt cool, ist es aber nicht!

Dass die Geschichte von Star Wars: Der Widerstand nicht richtig in Fahrt kommt, hat zwei Gründe. Zunächst hat man als Spieler nie das Gefühl, an etwas Großem beteiligt zu sein. Es fehlen einfach Informationen über die neue Ordnung beziehungsweise Unordnung im Universum. Dass nach der großen Niederlage des Imperiums noch nicht alles vorbei ist, dürfte jedem Fan von Star Wars klar sein, wirklich anders fühlt sich das Setting aber nicht an. Hier wurde definitiv viel Potenzial verschenkt.

Das Gleiche gilt für die wichtigsten Bezugspersonen des selbsterstellen Charakters, also Eurem Helden, denn “lebendig” wirken die Auftraggeber oder die Schwester des Helden nämlich nicht. Wegen der Story sollte man Star Wars: Der Widerstand also nicht spielen, das Gameplay gleicht diese Schwäche aber auch nicht aus.

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Star-Wars-Stimmung kommt fast nie auf. / © Kabam, ANDROIDPIT

Das spielerische Mittelmaß

Fairerweise muss man sagen, dass der Titel keine spielerische Katastrophe ist. Die Touchsteuerung könnte zwar etwas direkter sein, insgesamt lässt sich der Held aber gut durch die meist sehr linearen Levels dirigieren.

In der Regel geht es bei Star Wars: Der Widerstand darum, irgendeinen Bossgegner auszuschalten, der irgendwas wichtiges hat oder der einfach eine Gefahr darstellt. Auf dem Weg zu ihm ballert man zahlreiche Standard-Gegner um und drückt Schalter, damit sich Tore öffnen. Ist der Einsatz abgeschlossen, geht es zurück zum Stützpunkt oder eine Bar, wo man sich unter anderem mit anderen Gamern unterhalten kann. Mit Ihnen darf der Spieler auch gemeinsam in den Kampf ziehen - ein Koop-Modus für bis zu zwei Mitspieler macht’s möglich.

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Die Action in ganz ordentlich, wirklich Neues wird aber nicht geboten. / © Kabam

Da der Held bei seinen Einsätzen Geld einsammelt, können diese in neue und bessere Waffen sowie Anzüge investiert werden. Mit Echtgeld kann man natürlich auch einiges kaufen, wirklich zwingend ist das aber nicht. Zumindest bei meiner Test-Session konnte ich alle Gegner und Bossgegner auch mit den Standard-Waffen ausschalten. Standard ist auch eigentlich das richtige Wort, um das Gameplay von Star Wars: Der Widerstand zu beschreiben. Alles ist ganz ok, aber nichts sticht wirklich heraus. Das gilt auch für die Präsentation.

Die Grafik geht im Großen und Ganzen zwar Ordnung, ein “Augenöffner” wird hier aber definitiv nicht geboten. Der Sound ist auch eher sparsam. Auf vollvertonte Dialoge hat Kabam übrigens verzichtet, nur kurz melden sich die NPCs bei den Gesprächen mit einem Satz zu Wort, der oft nur wenig mit dem eigentlichen Dialog zu tun hat. Das wirkt teils sehr unpassend. 

Hätte auch irgendein Fantasy-Actionspiel sein können

Mit der Star-Wars-Lizenz lässt sich eigentlich einiges einstellen, vor allem im Videospiel-Bereich. Man denke nur an die geniale RPG-Reihe von BioWare (Knights of the Old Republic), an Star Wars: Jedi Knight, eine gelungene Mischung aus Ego-Shooter und Third-Person-Actionspiel, von Raven Software oder an die Multiplayer-Schlachten des ersten Star Wars: Battlefront (Pandemic Studios). Ein Action-RPG passt im Grunde auch sehr gut zu diesem mannigfaltigen Universum, aber dann sollte es auch wenigstens ein bisschen an die Gegebenheiten der Sternen-Saga angepasst sein. Genau diese Anpassung vorzunehmen, hat Kabam bei Star Wars: Der Widerstand leider versäumt.

Der Titel wirkt so, als hätten die Entwickler einfach ein “Action-RPG-Grundgerüst” programmiert und dann die Star-Wars-Lizenz drübergestülpt. So wirkt es einfach unpassend, wenn erledigte Gegner Geld liegen lassen oder der Held wie bei Diablo dasteht und zig Gegner hintereinander abknallt.

Mit der Lizenz sollte man natürlich nicht dogmatisch umgehen, aber so wie das Spiel von Kabam daherkommt, hätte es auch ein Action-RPG mit Fantasy-Setting sein können.

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Auch ohne den Einsatz von Echtgeld kommt man gut voran. / © Kabam, ANDROIDPIT

Fazit

Wenn ich ein Spiel zocke, das Star Wars im Titel hat, dann will ich auch das volle Star-Wars-Programm. Also eine tolle Geschichte, die mich direkt in die Welt der Sternensaga versetzt. Genau das schafft Star Wars: Der Widerstand, nicht mal ansatzweise. Vor allem die Spielwelt hat so gar nichts Faszinierendes oder Spannendes an sich, was mich dazu bewegen könnte, mehr Zeit mit diesem Titel zu verbringen. Auf der Gameplay-Seite steht zwar insgesamt ganz ordentliche Action, aber auch hier macht sich der Mangel an Star Wars bemerkbar. Anstatt Missionen anzugehen, die direkt ins Star-Wars-Universum passen, mache ich eher das, was von mir in einem Fantasy-RPG erwartet wird.

Fans von Star Wars, die auf eine dichte Geschichte Wert legen, können auf Star Wars: Der Widerstand also getrost verzichten. Wem das Setting egal ist, bekommt hier zumindest einen ordentliches, aber bei weitem kein überragendes Action-RPG vorgesetzt.

  • Getestet mit: Nvidia Shield Tablet
  • Preis: Free2Play mit In-Game-Käufen 
  • Spieler: 1 (Koop-Modus) 
  • Erforderliche Android-Version: 4.0 oder höher
  • Systeme: Android-Tablets, Android-Smartphones
  • Sprache: Deutsche Texte
  • USK: Ab 6 Jahre
Star Wars™: Der Widerstand Install on Google Play

 

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8 Kommentare

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  •   7

    werde es trotzdem zocken, hallo starwars vs. APkritik, wer wird da wohl gewinnen


  • Also, Storys in Spielen ist mir egal, darum kann ich dazu nichts sagen.

    Allerdings finde ich die Steuerung schrecklich. Warum dieses tippen zum Bewegen? Warum nicht einen virtuellen Joystick wie zb bei Dungeon Hunter oder Future Fight? Und die Grafik haut mich auch nicht aus den Socken. Die Figuren sehen lächerlich aus, wie aus einer schlechten Computeranimierten Comicserie. Habe das Spiel wieder deinstalliert.


    • Keine Story in einem RPG?? Na was soll denn dann noch groß bleiben? Das ist doch fast die Hauptsache.


    • Die Story macht größtenteils ein Spiel aus... (außer Cod,...).


      • Ja, für euch vielleicht. Wie gesagt, wegen MIR kann bei Spielen die Story ganz weg bleiben. Wenn ich Geschichten will, schaue ich fern oder lese ein Buch. Aber wenn ich spiele, dann will ich spielen. Ich kann doch super zb Diablo spielen, ohne zu wissen, wieso-weshalb-warum...


  • Ich hab es soeben installiert. Erinnert mich auf den ersten Blick etwas an Knights of the Old Republic. Falls es sich wirklich so spielen sollte, wäre ich begeistert. Ja, ne dichte Story wäre nett, aber ab und zu einfach nur ein heftiger (sinnloser) Kampf - ist auch OK. Möge die Macht mit euch sein!


  • Hab's erst 5min gespielt, daher kann ich das noch nicht beurteilen. Aber mit dem Buch Star Wars Aftermath ist es ähnlich. Es wäre aber auch blöd, wenn die Hintergründe in einem Spiel zu größeren Teilen aufgedeckt wird. Es werden sehr sehr viele kleine Schnipsel sein, wie bspw. Beim Comic Shattered Empire, in dem die vermeintlichen Eltern eines neuen Helden aus Ep7 mitspielen.


  • Verplempert deine Zeit du hast, junger Padawan. Schade das ist.

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