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Opera schützt Euch vor Missbrauch durch Krypto-Mining

Der berühmte Opera-Browser wurde auf Version 50 aktualisiert und bringt eine besondere neue Funktion mit sich. Hiermit wollen die Entwickler die Nutzer vor einem Problem schützen, von dem viele nicht mal wissen. In den letzten Monaten sind immer mehr Webseiten auf die Idee gekommen, die PCs der Besucher zum Mining von Bitcoins zu nutzen.

Was sind Bitcoins?

Bevor wir zum eigentlichen Thema dieses Artikels kommen, möchten wir kurz auf die Grundlagen der Bitcoins eingehen. Was sind überhaupt diese Bitcoins, von denen man seit einiger Zeit gefühlt jeden Tag etwas hört? Bitcoins sind nichts anderes als virtuelle Münzen und gehören zu einer großen Familie von sogenannten Kryptowährungen, zu der auch Ethereum, Dogecoin und Peercoin gehören. Diese digitalen Währungen werden wie herkömmliche Währungen behandelt und unterliegen Inflation, Deflation und allen anderen typischen Problemen des Geldumlaufs.

Natürlich sind Bitcoins nicht physisch anfassbar, desweiteren werden sie auch anders verdient als herkömmliches Geld. Hier möchte ich nicht zu sehr ins Detail gehen, unter anderem weil ich dafür nicht unbedingt die besten Vorraussetzungen habe, aber vereinfacht gesagt wird hier Rechenleistung gegen digitales Geld eingetauscht. Allerdings ist zum Minen von Bitcoin eine beachtliche Rechenleistung nötig.

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Bitcoins entstehen regelrecht aus dem Nichts, ein wahrer Wert steht nicht dahinter. / © Google Immagini

Eine der Besonderheiten von Bitcoins (BTC) ist, dass die maximale Anzahl der kreierbaren Münzen auf 21 Millionen BTC festgelegt ist. Außerdem steigt mit der Entstehung neuer Münzen die Schwierigkeit, aufeinanderfolgende Münzen zu erschaffen. Das bedeutet, dass die Erstellung neuer BTCs immer teurer wird, was die Rechenleistung angeht, und damit auch der Wert aller vorhandenen Bitcoins steigt. Der Wert wird auch durch das Interesse der Menschen beeinflusst. Wie immer im Handel, bestimmt auch hier die Nachfrage den Preis.

Warum wollen alle diese Bitcoins?

Die Antwort ist sehr einfach. Wer würde sich nicht von der Aussicht angezogen fühlen, leichtes Geld zu verdienen? Der Preis für BTCs ist dramatisch gestiegen und die steigende Nachfrage nach BTCs hat diesen rasanten Anstieg nur noch verstärkt.

Im Jahr 2013 berichteten die ersten Magazine und Zeitungen über das neue Bitcoin-Wunder, dessen Wert damals einen Rekord von 1000 US-Dollar erreicht hatte. Ende 2017 lag der Wert eines Bitcoins bei fast 20.000 US-Dollar. Stellt Euch jetzt den Gewinn derjenigen vor, die zu Beginn der Kryptowährungs-Era eine Handvoll Bitcoins gekauft haben. Ein gutes Beispiel ist wohl der Rapper 50 Cent, dessen Album im Jahr 2014 auch per Bitcoins gekauft werden konnte. In dieser Woche hat er zufälligerweise festgestellt, dass die damit verdienten Bitcoins sage und schreibe 8 Millionen US-Dollar Wert sind, vor 4 Jahren war es deutlich weniger.

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Der Wert der Bitcoins hat in letzter Zeit für viele Schlagzeilen gesorgt. / © Bitcoin Magazine

Da die Herausforderung, Bitcoin zu erstellen, exponentiell zugenommen hat, reicht die Rechenleistung klassischer Heim-PCs - so leistungsfähig sie auch sein mögen - nicht mehr aus. Aus diesem Grund haben sich einige Firmen darauf spezialisiert und setzten auf dedizierte Mining-Geräte. Die Hardware wird hierfür speziell für das Mining entwickelt und zusammengestellt.

Es ist nicht alles rosig

Natürlich ist die optimierte Mining-Hardware sowie die Aufstellung kompletter Server-Farmen eine teure Lösung. Unter Berücksichtigung der Anfangsinvestition und des Stromverbrauchs ist die Zeit, die benötigt wird, um damit wirklich Geld zu verdienen, ausgesprochen lang. Warum also nicht die Leistung der PCs anderer nutzen und dafür sorgen, dass sie die Energiekosten tragen?

Genau auf diese Idee sind auch manche Hacker gekommen und haben eine Malware programmiert, die für eine möglichst breite Verbreitung ausgelegt ist und in der Lage ist, die infizierten PCs für die Erstellung von BTC zu nutzen. Aber auch manch ein Webseiten-Betreiber fand die Idee wohl nicht ganz abwegig und implementierte die Scripte in seine Seiten. Besucht nun ein ahnungsloser Nutzer die Seite, wird sein PC zum Minen missbraucht.

Opera sorgt für Abhilfe

Opera hat die Gefahr erkannt und entschieden, etwas dagegen zu tun. In der neuesten Version des Browsers für Windows, MacOS, Linux, Android und iOS hat das Unternehmen ein neues Feature namens No Coin integriert. Die Funktion ist in den Adblocker implementiert und schützt Euch vor den entsprechenden Scripts.

Diese Art des Schutzes verhindert, dass Websites Code ausführen, dessen einziger Zweck darin besteht, die Rechenleistung Ihres PCs zu nutzen. So werdet Ihr vor der Überlastung und den entsprechenden Nachteilen geschützt. Darüber hinaus bietet Opera 50 viele weitere innovative Funktionen, die Ihr alle auf Operas Webseite nachlesen könnt.

Wusstet Ihr schon von diesem Missbrauch durch Webseiten? Habt Ihr schon in eine Kryptowährung investiert?

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