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2 Min Lesezeit 334 Kommentare

Klage gegen WhatsApp-AGB eingereicht

Facebook bzw. WhatsApp haben mit einer AGB-Änderung im Herbst nicht viel Geschick bewiesen: Einige neue Regelungen sollten Nutzerdaten von WhatsApp mit Facebook-Daten abgleichen. Außerdem präzisierte WhatsApp einige Formulierungen derart, dass User hohe Risiken eingehen. Jetzt haben deutsche Datenschützer gegen WhatsApp Klage eingereicht.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat vor dem Berliner Landgericht Klage gegen WhatsApp eingereicht. Damit will der vzbv erreichen, dass WhatsApp umstrittene Neuregelungen in den AGB zurücknimmt. Letztlich geht es den Datenschützern darum, dass Verbraucher die Hoheit über ihre Daten behalten.

Kern des Anstoßes war zunächst, dass WhatsApp Querverbindungen zwischen Messenger-Usern und Facebook-Usern herstellen wollte. Außerdem sollte Facebook Zugriff auf Nutzungsdaten des Messagingdienstes erhalten, angeblich, um die Qualität des Dienstes zu verbessern. 

Als rechtlich problematisch erwiesen sich aber auch einige weitere AGB-Regelungen, die WhatsApp widerspruchslos durchsetzen wollte. Dies betrifft vor allem auch den Zugriff auf das Adressbuch der User: WhatsApp liest ja sämtliche Handynummern aus. Die Neuregelung läuft nun darauf hinaus, dass der User bestätigt, die Genehmigung für die Datenweitergabe zu besitzen. Das aber ist ja meist nicht der Fall: Wer erhält schon eine Handynummer mit der explizit erteilten Erlaubnis, diese an Dritte (in diesem Fall WhatsApp) zu verteilen? Eben. Heikel ist dies, weil durch eine solche Regelung User rechtlichen Risiken ausgesetzt sind.

Die Klage vor dem Landgericht Berlin war nötig geworden, weil WhatsApp (bzw. Facebook) eine zuvor erteilte Unterlassungserklärung nicht unterschrieben hat. Der vzbv möchte außerdem erreichen, dass unzulässig gespeicherte Daten gelöscht werden.

Klaus Müller, Vorstand des vzbv, sagt dazu: "Das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung muss geschützt werden. Das werden die Verbraucherzentralen vor allem in Zeiten von Big Data verteidigen. Jeder Verbraucher muss selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten bestimmen können."

Glaubt Ihr, die Klage hat Aussicht auf Erfolg? Wird WhatsApp klein bei geben? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!

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Top-Kommentare der Community

  • Frauke N. 31.01.2017

    Nochmal für die Kommentatoren die den Beitrag nicht gelesen oder verstanden haben.

    "Dies betrifft vor allem auch den Zugriff auf das Adressbuch der User: WhatsApp liest ja sämtliche Handynummern aus. Die Neuregelung läuft nun darauf hinaus, dass der User bestätigt, die Genehmigung für die Datenweitergabe zu besitzen. Das aber ist ja meist nicht der Fall: Wer erhält schon eine Handynummer mit der explizit erteilten Erlaubnis, diese an Dritte (in diesem Fall WhatsApp) zu verteilen? "

    "Das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung muss geschützt werden. Das werden die Verbraucherzentralen vor allem in Zeiten von Big Data verteidigen. Jeder Verbraucher muss selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten bestimmen können."

    Wie manch einer trotzdem versucht sich sein WA schönzureden ist mir unbegreiflich.

  • Tenten 31.01.2017

    Wenn man deine Beiträge liest, möchte man glauben, du tust das auch. Du gehst in keinster Weise auf das eigentliche Thema ein, sondern machst dich über die lustig, die begriffen haben, worum es geht. Und kommst mit Argumenten, die nur Ausreden sind, um sich seine eigene Bequemlichkeit schönzureden. Das Argument, woanders sei es viel schlimmer und das große Ganze ist noch wesentlich gefährlicher, rechtfertigt nicht, nicht wenigstens mal irgendwo anzufangen. Gar nichts tun ist gefährlich, nicht, nur einen kleinen Schritt zu machen.

  • MajorTom 31.01.2017

    Grundproblem ist, die Leute haben heute keine Ahnung mehr was Freiheit bedeutet.
    Man spürt es nicht und alle nutzen es. Also muss ich mir keine Sorge machen...
    Dazu macht meine Droge Smartphone ohne WA soviel weniger Sinn (Belohnungszentrum). Die Meisten sind schon soweit abhängig, dass sie die Hand vor Augen nicht mehr sehen.
    Nicht viel besser sieht es mit Android im Kontext mit Privatsphäre aus. Android ist entwickelt worden um uns nackt zu machen, und dann zu verkaufen (Prostitution?).
    Harte Worte aber die Wahrheit die auch mich betrifft. Wenn auch nicht ganz so arg wie manch andere in meinem Umfeld. Ich achte seit Jahren was ich digital verewige und wo. WA ist Geschichte für mich, und Facebook-Seelenverkäufer / Instagram hat es nie gegeben bei mir. Und Google hat sich schon lange vom Leitfaden don't be evil verabschiedet.
    Was meine Einstellung zu digitaler Privatsphäre betrifft darf das Netz gerne wissen.
    Die Welt hat eine neue Büchse der Pandora geschaffen (Personenprofile).
    Statt die wichtigen Dinge anzugehen diskutieren wir welches Gerät wir als nächstes kaufen.

    Die Welt hat Edward S. schon lange wieder vergessen. Ja er war ein Verräter, aber er hat seinen Arsch hingehalten für uns.
    Doch verstanden hat es unter dem Strich wohl kaum einer.
    Alles ist wie zuvor.

  • Paul P. 30.01.2017

    Jede Klage gegen solche Großkonzerne, die mit unseren Daten machen, was sie wollen, ist eine Gute Klage :)

334 Kommentare

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  • Wenn ich jetzt die letzten Kommentare lese von heute...
    Es ist Zeitverschwendung Peter zu supporten.
    Ich klinke mich hiermit auch aus. (stiller Mitleser 😎)

    LG
    Major Tom


  •   40
    Gelöschter Account 03.02.2017 Link zum Kommentar

    @APit

    Major Tom und markus e. haben völlig Recht mit Ihrer Aussage, dass dieser "blaue Balken" zum Teilen im Browser gewaltig nervt. Zudem habt ihr doch bereits jedem Eurer Artikel diese Option angehangen. Sollte ja wohl reichen. Wirklich wirklich nervig und macht das bitte wieder rückgängig. Eventuell mal darüber eine Umfrage starten. Immer wieder diese Krakenvereine, die sich einblenden lassen müssen.


    •   24
      Gelöschter Account 04.02.2017 Link zum Kommentar

      bei androidhilfe.de zb. ist dieser balken unten auf jeder seite und nur sichtbar wenn man ganz nach unten scrollt!


      • markus e. Wenn du auf einem Gehweg gehst, wo plötzlich ein langes tiefes Loch ist, dann wartetest und schimpfst so lange bis jemand das Loch zumacht anstatt auf die andere Straßenseite zu wechseln.


      •   24
        Gelöschter Account 05.02.2017 Link zum Kommentar

        nein dann werfe ich peter hinein und werfe noch mehr Dreck hinterher


      • Dazu gehören richtige Männer 😉


  • C. F.
    • Blogger
    03.02.2017 Link zum Kommentar

    Elcomsoft kann jetzt Whatsapp auf Android knacken:

    Mit der Software in der Version 2.0 soll es nach Angaben des Herstellers möglich sein, Chatverläufe zu extrahieren, zu entschlüsseln und zu analysieren. Dies soll sowohl auf gerooteten als auch auf nicht gerooteten Smartphones möglich sein.

    https://www.golem.de/news/forensik-elcomsoft-kann-jetzt-whatsapp-auf-android-knacken-1702-125994.html

    UbIx


    •   40
      Gelöschter Account 03.02.2017 Link zum Kommentar

      @C.F.

      Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte, wie ich bereits auch schon des Öfteren geschrieben habe. Egal welche neuen sicherheitsbedenklichen Dinge auch noch ans Tageslicht kommen, die Schafe machen kurz "mäh" (wenn sie sich überhaupt so was durchlesen) und dann wird trotzdem weiter getippelt. Der Herdentrieb ist halt größer und setzt jedweder Art des Verstandes lahm. Da könntest du auch noch 200 weitere Links posten, völlig sinnlos. Es ist und bleibt ein trauriges Phänomen.


      • Und die Randgruppe hat hier wieder ein gefundenes Fresse zum Thema Datenschutz. Ist auch gut so das es sowas gibt, damit Behörden leichter Beweismaterial sichern können. Und wie schon gesagt, wer sich nichts zu Schulden kommen lässt der braucht auch eine Durchsuchung durch die Behörden nicht fürchten. Das es auch missbräuchlich verwendet werden kann dieses Programm ist klar. Aber da ist man auch für sein Smartphone selbst verantwortlich das es einem nicht irgendwo verschwindet.


      • Randgruppe ? Die einzige Randgruppe hier im Artikel scheinst du zu sein.
        Ich werde es noch ein mal versuchen -

        Gegen einen Beschluss durch einen Richter wegen begründeten Verdacht sagt doch keiner was. Hier gehts um Standardisierte Überwachung und Profilierung der Bevölkerung.
        Der Staat bzw viele Staaten haben die Grundrechte beschnitten mit der üblichen Begründung. Sie greifen deshalb auch nicht bei Facebook und Co ein. Weil sie deren Datenpool nutzen wollen. Und die haben dadurch den Freiraum erhalten uns zu verkaufen nach Strich und Faden.
        Daten die nicht verwertbar sind, kann man nicht vergolden.


      • C. F.
        • Blogger
        04.02.2017 Link zum Kommentar

        Vergiss es. Peter ist hier der Foren-Troll.


      •   24
        Gelöschter Account 04.02.2017 Link zum Kommentar

        M. W. am schlimmsten sind jehne die sowas oder ähnliches schreiben" Egal welche neuen sicherheitsbedenklichen Dinge auch noch ans Tageslicht kommen, die Schafe machen kurz "mäh" und dann WA weiter benutzen!

        MaWe


      •   24
        Gelöschter Account 04.02.2017 Link zum Kommentar

        C.F. hier hat peter aber ausnahmsweise recht" Und die Randgruppe hat hier wieder ein gefundenes Fresse zum Thema Datenschutz. Ist auch gut so das es so was gibt, " es ist gut das es die "randgruppe" gibt!

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