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Facebooks Libra kurz vor EU-Kartelluntersuchung

Facebooks Libra kurz vor EU-Kartelluntersuchung

Berichten zufolge hat die EU-Wettbewerbsbehörde eine Untersuchung von Facebooks Kryptowährung Libra eingeleitet. Die EU hat bereits früher Bedenken geäußert, dass Libra Zahlungen monopolisieren Mitbewerber ausschließen würde.

Bloomberg schreibt, ein Dokument gesehen zu haben, das bestätigt, dass die EU-Kartellbehörden bereits damit begonnen haben, potenziell wettbewerbswidriges Verhalten zu untersuchen. Die Hauptsorge betrifft wohl einen eingeschränkten Wettbewerb, aber auch die Art und Weise, wie Verbraucherdaten verwendet werden. Noch soll sich die Untersuchung in einem frühen Stadium befinden. Sie folgt auf einen Fragebogen, der letzten Monat von EU-Beamten versandt wurde und Bedenken hinsichtlich des Potenzials eines Facebook-Monopols für das vorgeschlagene Zahlungssystem aufdeckte.

Libra wurde im Juni offiziell vorgestellt. In der Libra Association finden sich einige namhafte Unternehmen, wie MasterCard, PayPal, Visa, eBay, Spotify und Uber. Zwar wird Libra als Kryptowährung bezeichnet, funktioniert aber nicht so wie Bitcoin oder andere Blockchain-Produkte.

Die Libra Association wird als unabhängige, gemeinnützige Organisation geführt und soll die digitale Währung überwachen. Sie hat ihren Sitz in Genf. Laut Reuters erwartet der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte bis Ende des Monats weitere Details zu Libra.

Auch das US-Finanzministerium hat sich besorgt über Libra geäußert. Hier fürchtet man, dass die digitale Währung zur Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung eingesetzt werden könnte. Facebook hat versprochen, Libra nicht zu starten, bis die Behörden zufrieden sind.

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Das Libra-Wallet Calibra. / © Calibra/Facebook

Es wird Jahre dauern, bis Ihr alles mit Libra bezahlen könnt

Wie wohl viele Leser, haben wir auch erst einmal die Augenbrauen hochgezogen, als wir zum ersten Mal von Libra gehört haben. Zuckerberg und sein Unternehmen haben sich bis heute nicht vom Cambridge-Analytica-Skandal erholt. Es gibt immer weiter Meldungen über die Datensammelwut des Unternehmens. Das Vertrauen in das Unternehmen, sich um Datenschutz zu kümmern, hat dadurch sicher nicht zugenommen.

Ich denke, dass Facebook noch einen langen, langen Weg vor sich hat, bis es die Regulierungsbehörden sowohl in den USA als auch in Europa davon überzeugen kann, grünes Licht für Libra zu geben. Vor allem die EU-Kommission wird dies nicht einfach so durchgehen lassen. Brüssel hat sowohl Google als auch Apple bereits zu rekordverdächtigen Geldbußen verurteilt und wenig Mitleid mit Tech-Giganten gezeigt, die nicht nach den Regeln spielen.

Kryptowährungen werden allgemein weltweit von Behörden geprüft. Aus dem gleichen Grund, aus denen das US-Finanzministerium besorgt auf Libra blickt. Wenn man dann auch noch Datenschutz in die Liste der bedenklichen Punkte mit aufnimmt, dann ist Facebooks Bezahlsysem wie ein Cocktail aus den schlechten Dingen, die man in den dunklen Ecken des Internets findet.

Was meint Ihr, wann wird man mit Libra bezahlen können? Lasst es uns in den Kommentaren wissen

Quelle: Bloomberg

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