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Kommentar 3 Min Lesezeit 58 Kommentare

100.000 Dollar für ein Jahr ohne Smartphone: Wie wertvoll ist Verzicht?

In den USA bietet Vitaminwater, eine Marke für Fitness-Drinks, einer ausgewählten Person 100.000 Dollar als Preis dafür, ein Jahr lang kein Smartphone anzufassen und stattdessen ein Feature Phone zu benutzen. Starke Aktion, die zum Nachdenken anregt.

Bevor Ihr jetzt alle durchdreht: Um mitzumachen, muss man in den USA leben, das Gewinnspiel dürfte für die meisten von Euch also keine Option sein. Außerdem habe ich keine Ahnung, wie Vitaminwater - und damit Coca-Cola, denn zu dem Konzern gehört die Marke - das überwachen möchte. Wenn es um so viel Geld geht, wäre das ja ziemlich wichtig, denn die menschliche Moral wird meistens schon für viel weniger schwach.

Spannender ist für mich die Frage, die dahinter steht. Hängen wir denn wirklich viel zu oft vor dem Smartphone? Sind wir süchtig nach den Dingern geworden? Verallgemeinern lässt sich diese Frage nicht, klar. Viele Studien zeigen aber, dass die Menschheit tatsächlich auf dem Weg zu einer Form der Smartphone-Sucht zu sein scheint. Das Internet und alle seine Verlockungen immer in der Hosentasche, dazu stets einen Kanal zu Freunden und Familie in der Hand, darauf kann man kaum noch verzichten.

Das Smartphone macht so viel für uns

Einige der Dinge, die ein Smartphone ausmachen, ließen sich auch mit dem Feature Phone abdecken, das Vitaminwater als Ersatz anbietet. Klar, Fotos werden - falls eine Kamera dran ist - furchtbar aussehen, und einen klassischen Internetbrowser gäbe es ebenso wenig wie Social Media oder Messenger. Aber telefonieren und SMS wären kein Problem, und von den Akkulaufzeiten der alten Dinger träumen wir doch alle.

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Auch im Bett gehört das Smartphone für viele Menschen dazu. / © ANDROIDPIT

Wäre es also wirklich so schlimm, auf das Smartphone zu verzichten? Isoliert betrachtet vielleicht nicht, aber es hängt halt viel dran. Womit höre ich ohne Smartphone unterwegs Musik? Wie rufe ich mir ein Taxi? Wie finde ich mich in einer fremden Stadt zurecht? Auf welchem Weg teile ich der Welt mit, was ich gerade gegessen habe? Wie bezahle ich, wenn ich meinen Geldbeutel vergessen habe? Wie steuere ich die Lampen in meinem Haus? Je nachdem, wie intensiv man das Smartphone nutzt, werden einige oder sogar alle diese Dinge zum Problem.

Ich will ehrlich mit Euch sein: Ein Jahr ohne Smartphone, das würde ich nicht schaffen, auch wenn ich meinen Beruf mal außen vor lasse. Ich habe ja schon Schwierigkeiten, das Ding wegzulegen, wenn ich nach Hause komme, und erst wieder anzufassen, wenn die Kinder im Bett sind. Eine Belohnung von 100.000 Dollar könnte aber Motivation genug sein, es mal zu versuchen. Schlimm genug, dass das tatsächlich nötig ist.

Wie lange habt Ihr schon einmal auf Euer Smartphone verzichtet? Und war der Verzicht freiwillig?

Quelle: BGR

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Top-Kommentare der Community

  • Sophia Neun
    • Admin
    • Staff
    vor 1 Monat

    Ich gehe davon aus, dass du meinen Kommentar übersehen hast. Mäßige deinen Ton und bleib freundlich.

  • Sophia Neun
    • Admin
    • Staff
    vor 1 Monat

    @C.F. Dein Kommentar unterstellt deinem Gegenüber Unfähigkeit, das finde ich schon etwas vermessen. Geht das nächste mal sicher auch freundlicher auf einen Dienst Hinzuweisen, den nicht jeder kennt.

  • Tenten vor 1 Monat

    Sehe ich ganz und gar nicht so. Wenn ich die Situation heute mit meiner Schulzeit vergleiche, in der es keine Smartphones und keine Emails gab, sondern höchstens das teure Festnetztelefon, dann kann ich nur feststellen, dass ich heute bei weitem mehr Kommunikation habe als damals. Und damit meine ich nicht geschäftlich, sondern privat, mit lieben und netten Menschen, die ich mag. Das Smartphone bietet nur Möglichkeiten, etwas daraus machen muss jeder selbst.

  • route9 vor 1 Monat

    Das stimmt schon, aber warum sterben dann die Zentren aus, an denen man sich persönlich zum Gespräch trifft. Das geht von der Discothek über die Gasthäuser bishin.....meine Jungs zB hocken den ganzen Tag daheim vor ihrem PC und kommunizieren mit irgendwelchen Communities und imaginären Freunden. Welchen Nutzen hat das für ihr Leben? - Keinen! Wenn ich einen Freund von heute auf morgen nicht mehr treffen kann, weil er zB in einen anderen Kontinent umgezogen ist, dann ist das definitiv ein herber Verlust, auch wenn ich mit ihm online weiter kommunizieren kann. Wenn im Vergleich dazu hier im Forum einer plötzlich nicht mehr schreibt wird das keine Sau interessieren. Hier bist du schneller vergessen als du dir das vorstellen kannst. Ich hoffe du verstehts nun, was ich meinte.

    Die elektronische Kommunikation hat unbestritten ihre Vorteile, aber sie ist eigentlich sehr unpersönlich und oftmals kontraproduktiv. Ich gehöre aber vermutlich auch einer anderen Generation an, als die meisten hier.

58 Kommentare

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  • Interessant wäre ja zu wissen, welche Art von Feature Phone als Ersatz gedacht ist - ganz ohne mobile Anbindung soll die Person ja nicht auskommen, wie im Text steht. Musik wäre für mich noch das Verzichtbarste, aber Google-Dienste oder Vergleichbares, wie die Suche, Maps, Mail sind heutzutage fast unverzichtbar... ansonsten muss man jede Menge Kartenmaterial mitnehmen und/ oder möglichst sein Laptop, um wichtige Mails abzufragen - insbesondere bei beruflicher Nutzung. Facebook und WhatsApp sind Beiwerk - auf so etwas kann man verzichten. Videos auf YouTube ansehen kann ebenfalls auf die Zeit am PC verlegt werden.

    Übersetzungsfunktionen finde ich sehr wichtig und auch die Kamera mit allen verknüpften Funktionen wie Barcode-und normaler Scanner wäre ein Verlust. Eine Kompaktkamera alternativ mit sich zu tragen ist kein Ersatz. Das Bezahlen unterwegs nur noch bar und mit Geldkarte, da man nicht auf PayPal etc. zurückgreifen kann, ist vielleicht sogar vernünftig, da man den Geldverlust sofort spürt. Verbindungsapps durch Fahrplanhefte ersetzen dürfte ebenso mühsam sein wie Fotoalben mit sich zu tragen, wenn man auf Verwandtenbesuch geht.

    Den Kalender benutze ich ständig, Zeitungen und Zeitschriften (auch TV) als Nachrichtenquelle wieder mit sich zu tragen oder zu Hause zu haben würde mich nerven. Geburtstage und andere Anlässe wieder per Notizbuch notieren und erinnern zu müssen ... oh, wie schlimm. Die Entspannungsspielchen zwischendurch dürfen fehlen - vielleicht kommt man wieder mehr direkt in Kontakt zu anderen Menschen anstelle der virtuellen Kontakte. Je nach Nutzung dürfte das Ganze für die Menschen heute zu einem mehr oder weniger großem bis hin zu unlösbarem Problem werden und oft an der Arbeitsstelle bereits scheitern.


  • Die Challenge würde ich durchziehen, aber nur im künstlichen Koma oder einer einsamen Insel. Also gezwungener Maßen. Da man ja umgeben ist von solcher Technologie, wäre 1 Jahr zuviel.
    Ich bin krank nach den Dingern und AndroidPit ist Mitschuld daran😂😂😂 Bin schließlich seit dem 03.10.2003 bei AndroidPit registriert.


  • Ich denke ich würde die Challenge annehmen. Habe mir letztens erst ein kleines Dumbphone angeschafft, vielleicht mache ich demnächst Mal ne Runde "digital detox" :-D


  • 1 Jahr nur mit einem einfachen Telefon, das wäre ne Übung die ich gerne machen würde für die Summe Geld. Früher ging es ohne, heute ginge es auch und es gibt Leute, zumindest kenne ich welche, die ohne Smartphone auskommen und der Computer ist ja nicht verboten. Klar hat sich die Welt verändert und heute ohne Smartphone ist schon was anderers als früher, sagen wir vor 5 Jahren, doch mit SMS und mal wieder richtig anrufen und surfen, nur wenn man Zuhause ist, das geht doch problemlos.....


  • Ich finde diese ewigen Fragen der Handysucht langsam nervig und gar bescheuert. Die Erfindung des Smartphones gehört für mich zur technischen Evolution... genauso wie damals z. B. das Radio.... der Fernseher... Telefon... Ich kann mich noch sehr gut an unseren ersten SW-Fernseher erinnern. Auch damals sprach man von "Fernsehsucht" und ließ den ganzen Tag das Radio laufen, heute sogar noch. Ich bin davon überzeugt das in wenigen Jahren keiner mehr von Handysucht sprechen wird, weil dann was anderes Neues entwickelt wurde und das Handy in den Hintergrund drängen wird. Holographie z. B. Wenn es irgendwann mal so sein sollte das 5G Flächendeckend verfügbar ist werden Endgeräte entwickelt an denen wir jetzt noch gar nicht denken können. So wie einst das Smartphone die Welt verändert hat. Evolution eben. Die Erfindung des Rades war auch Weltverändernd... Heute für Alle normal und selbstverständlich wie das Licht der Fernseher... Radio...Auto... etc. pp.


  • Super, hätte ich keinerlei Probleme mit. Hol ich mir ein Einfachteil, nein, ist noch in der Schublade, Sony K 510, geht auch noch. Telefon und SMS reicht🤗🤗


  • Ich bin mal weg! ;)


  • Ich bin zwar ohne aufgewachsen (87er Jahrgang) aber ich bin ganz ehrlich, ich würde es nicht packen.


  • Ich würde es machen und schaffen! Würde mir dafür ein Nokia 3310 2017 kaufen...

    Für das Geld kann man dann auch eine Wohnung abzahlen oder es gut in WPs anlegen 💶😝

    Bei Bedarf kann man ja für die Arbeit ein XPS 15 dabei haben, um produktiv zu bleiben!

    NilsD


  • Wenn ich in der U-Bahn sitze und mir die Leute dort so ansehe, denke ich mir sollte der Handy-Verzicht vielleicht schon bald für die breite Masse auf Krankenschein kommen und nicht mit Geld, dafür aber mit wertvoller Gesundheit belohnt werden. Skurril, dass gerade Kommunikationsgeräte wie die Handys die bisherige zwischenmenschliche Kommunikation stark negativ beeinträchtigen.


    • Sehe ich ganz und gar nicht so. Wenn ich die Situation heute mit meiner Schulzeit vergleiche, in der es keine Smartphones und keine Emails gab, sondern höchstens das teure Festnetztelefon, dann kann ich nur feststellen, dass ich heute bei weitem mehr Kommunikation habe als damals. Und damit meine ich nicht geschäftlich, sondern privat, mit lieben und netten Menschen, die ich mag. Das Smartphone bietet nur Möglichkeiten, etwas daraus machen muss jeder selbst.


      • Das stimmt schon, aber warum sterben dann die Zentren aus, an denen man sich persönlich zum Gespräch trifft. Das geht von der Discothek über die Gasthäuser bishin.....meine Jungs zB hocken den ganzen Tag daheim vor ihrem PC und kommunizieren mit irgendwelchen Communities und imaginären Freunden. Welchen Nutzen hat das für ihr Leben? - Keinen! Wenn ich einen Freund von heute auf morgen nicht mehr treffen kann, weil er zB in einen anderen Kontinent umgezogen ist, dann ist das definitiv ein herber Verlust, auch wenn ich mit ihm online weiter kommunizieren kann. Wenn im Vergleich dazu hier im Forum einer plötzlich nicht mehr schreibt wird das keine Sau interessieren. Hier bist du schneller vergessen als du dir das vorstellen kannst. Ich hoffe du verstehts nun, was ich meinte.

        Die elektronische Kommunikation hat unbestritten ihre Vorteile, aber sie ist eigentlich sehr unpersönlich und oftmals kontraproduktiv. Ich gehöre aber vermutlich auch einer anderen Generation an, als die meisten hier.


      • Ich denke, du hast wenig Kontakt zu Freunden und Bekannten ausschließlich über Mail, Telefon oder Messenger, denn ich höre heraus, dass du solche Freundschaften als oberflächlich einstufst, während du reale Treffen dicken und dauerhaften Freundschaften gleichsetzt. Das ist aber nicht so. Auch Freundschaften, die man ausschließlich aus der Ferne pflegt, sind dauerhaft und oftmals besser, als oberflächliche Gespräche mit realen Kollegen, Nachbarn oder Verwandten, die man oft nicht einmal leiden kann.
        Die Zentren sterben auch nicht aus, sie verlagern sich lediglich. Die aktuelle Jugend trinkt weniger, viele trinken überhaupt keinen Alkohol mehr, also ist es nachzuvollziehen, dass sich nicht mehr unbedingt in Kneipen und Diskos trifft, sondern vielleicht im Kino, bei anderen Zuhause oder eben nur virtuell.
        Elektronische Kommunikation ist auch nicht unpersönlich, es kommt auf einen selbst an, wie man kommuniziert. Auch ein reales Treffen wird nicht persönlicher, nur weil man sich gegenüber sitzt.


      • Nein das meinte ich so nicht, ist aber auch egal. Du hast den Vorteil der heutigen Kommunikationsmethoden erwähnt und ich den Nachteil. Nicht mehr und nicht weniger.


    • U-Bahn ist ein schönes Beispiel. Früher hat sich jeder hinter der Zeitung versteckt.


  • Für 1 Millionen vielleicht aber nicht für so ein paar Kröten.


  • wie verblödet ist unsere welt mittlerweile? aber so bekommt man halt aufsehen!

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