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Autonomes Fahren: So will Huawei vorne mitmischen

Autonomes Fahren: So will Huawei vorne mitmischen

Im April gab es kurzzeitig Gerüchte darum, dass Huawei ein eigenes Auto auf den Markt bringen wolle. Als globaler Autohersteller wird das Unternehmen erst einmal wohl nicht auftreten. Allerdings will Huawei die Zukunft der Automobilindustrie mitbestimmen.

Der Verkehr wird in Zukunft – wann genau das ist, ist noch unklar – durch selbstfahrende Autos bestimmt. Riesige Datensätze müssen dafür drahtlos übertragen werden. Hier schlägt sich die Brücke zwischen der klassischen Automobilindustrie und jener, die für Netze und Funk-Infrastrukturtechniken verantwortlich sind. Im Endeffekt stecken hier unfassbar viel Geld und entsprechend große Interessen hinter.

Huawei will mit Radartechnik unverzichtbar werden

In einem Twitter-Statement der US-Dependance von Huawei bekräftigt das Unternehmen, dass mit 5G-Technik Radare entwickelt werden, die in Zukunft selbstfahrende Autos über Straßen navigieren sollen. Weitere Details dazu werden nicht genannt, der Ansatz und die Positionierung ist aber erst einmal bemerkenswert.

Sie kommt aus der "Abteilung Attacke", wenn aktuelle Diskussionen zu Rate gezogen werden, ob und wie Huawei denn überhaupt an der Netzausstattung der 5G-Netze mitwirken darf und soll. Klar ist, dass die Entwicklung von selbstfahrenden Autos trotz langer Vorgeschichte immer noch am Anfang steht und es ist ebenso Fakt, dass nicht nur Huawei, sondern auch andere Technologiekonzerne hier längst ihren Hut in den Ring geworfen haben.

Die ganze Entwicklung verspricht Spannung und am Ende sollte der Kuchen groß genug sein, dass mehrere Firmen und Ansätze daran teilhaben. Welcher Teil Huawei zukommt, wird sich zeigen. Huawei wähnt sich laut Tweet mit an der Spitze der Radar-Entwicklung für autonome Fahrzeuge, wie der Passus "leading the way" nahelegt.

Via: MobiFlip Quelle: Huawei

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Top-Kommentare der Community

  • Tenten vor 3 Monaten

    Ganz ehrlich, wenn ich von Sanitätern und Feuerwehrleuten aus dem Bekanntenkreis höre, dass sie bei Einsätzen beleidigt, angegriffen und absichtlich daran gehindert werden, zu helfen, wenn ich lese, dass Unbekannte Steine von Brücken auf Autos werfen oder lese, dass andere nachts Metallteile in Maiskolben auf dem Feld stecken, damit die Tiere daran verenden, dann könnte da ein wenig Gesichtserkennung und gesellschaftliche Ächtung meines Erachtens nicht schaden.

  • Hannes B. vor 3 Monaten

    Ich frage mich immer wieder, wer ermächtigt uns, ständig zu beurteilen was richtig oder falsch ist. Bei Mord und Totschlag liegt das auf der Hand, aber wie kommt der "Westen" nur darauf, dass sein Modell einer Gesellschaft das richtige für alle ist? Mit ständiger Einmischung hat man bereits den Nahen Osten ins Chaos getrieben. Letztendlich ist es Sache jedes Volkes selbst, bei Notwendigkeit Veränderungen herbeizuführen. Und wenn wir China isolieren wollen, weil Falschparker dort kein Flugticket mehr kaufen dürfen, glaube ich nicht dass das auch nur irgendetwas daran ändert. Aber wir dürften uns damit auch selbst keinen Gefallen tun.

  • dieCrisa vor 3 Monaten

    Ja, China hat´s drauf! High-Tech - das und nur das zählt!
    Besonders führend, wenn es um die totale Überwachung der eigenen Bürger geht:

    www.stern.de/digital/technik/china-plant-die-totalueberwachung-mit-600-millionen-kameras-7945414.html

    "Kunden eines Kentucky Fried Chicken Restaurants in Hanzhou können ihre Rechnung mit einem Lächeln begleichen. Der Erkennungsprozess dauert ein bis zwei Sekunden und basiert auf einer 3D-Kamera. Mehr als 400 Millionen Chinesen vertrauen dem Bezahldienst bereits."

    Mit einem Lächeln kommt oben was rein - was dann später hinten wieder raus muss:

    "Die Gesichtserkennungs-Software greift selbst in die kleinsten Dinge des Alltags ein: Um die Papierverschwendung einzudämmen, begrenzen öffentliche Toiletten die Menge an Toilettenpapier pro Person. 60 Zentimeter gibt es pro Gesicht, dann ist Schluss."

    Spitzentechnologie - wollen wir doch alle haben, oder?

    Bei rot über die Ampel, ein paar (un)passende Kommentare in Socialmedia und vieles, vieles mehr - und schon gibt es Reiseverbote, keinen Kredit mehr, eingeschränkte Berufswahl oder Nachteile bei der Partnerwahl. Zu Recht!

    Da gibt es doch echt Menschen, die meinen, nicht alles, was technisch möglich ist, sollte man auch tun. Die haben doch keine Ahnung.

  • Hannes B. vor 3 Monaten

    Da sollten sich doch die Betroffenen drum kümmern. Wieso spielen wir hier nur ständig die Moralwächter? Würde mich mal interessieren, welche Gedanken sich der chinesische Bürger um unsere Lebensverhältnisse macht. Abgesehen davon würde ich mir solche staatliche Erziehung natürlich nicht wünschen aber wir machen doch auch mit viel schlimmeren Gaunern Geschäfte. Ich denke da nur an Saudi-Arabien und ähnliche Brüder.

  • Karl E vor 3 Monaten

    Bei der Diskussion um China und den Menschen dort darf man aus meiner Sicht bitte nicht vergessen, dass es dann doch kulturell und gesellschaftlich erhebliche Unterschiede gibt zu uns, was dann in solchen Umfragen auch zum Tragen kommen könnte.....

22 Kommentare

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  • ANTI China Kommentare in 3,2,1.... shit, schon passiert!

    Fortschritt in Sachen Technologie und China; s. YouTube; die haben es drauf! UND das zählt hier!!


    • Ja, China hat´s drauf! High-Tech - das und nur das zählt!
      Besonders führend, wenn es um die totale Überwachung der eigenen Bürger geht:

      www.stern.de/digital/technik/china-plant-die-totalueberwachung-mit-600-millionen-kameras-7945414.html

      "Kunden eines Kentucky Fried Chicken Restaurants in Hanzhou können ihre Rechnung mit einem Lächeln begleichen. Der Erkennungsprozess dauert ein bis zwei Sekunden und basiert auf einer 3D-Kamera. Mehr als 400 Millionen Chinesen vertrauen dem Bezahldienst bereits."

      Mit einem Lächeln kommt oben was rein - was dann später hinten wieder raus muss:

      "Die Gesichtserkennungs-Software greift selbst in die kleinsten Dinge des Alltags ein: Um die Papierverschwendung einzudämmen, begrenzen öffentliche Toiletten die Menge an Toilettenpapier pro Person. 60 Zentimeter gibt es pro Gesicht, dann ist Schluss."

      Spitzentechnologie - wollen wir doch alle haben, oder?

      Bei rot über die Ampel, ein paar (un)passende Kommentare in Socialmedia und vieles, vieles mehr - und schon gibt es Reiseverbote, keinen Kredit mehr, eingeschränkte Berufswahl oder Nachteile bei der Partnerwahl. Zu Recht!

      Da gibt es doch echt Menschen, die meinen, nicht alles, was technisch möglich ist, sollte man auch tun. Die haben doch keine Ahnung.


      • Da sollten sich doch die Betroffenen drum kümmern. Wieso spielen wir hier nur ständig die Moralwächter? Würde mich mal interessieren, welche Gedanken sich der chinesische Bürger um unsere Lebensverhältnisse macht. Abgesehen davon würde ich mir solche staatliche Erziehung natürlich nicht wünschen aber wir machen doch auch mit viel schlimmeren Gaunern Geschäfte. Ich denke da nur an Saudi-Arabien und ähnliche Brüder.


      • Ganz ehrlich, wenn ich von Sanitätern und Feuerwehrleuten aus dem Bekanntenkreis höre, dass sie bei Einsätzen beleidigt, angegriffen und absichtlich daran gehindert werden, zu helfen, wenn ich lese, dass Unbekannte Steine von Brücken auf Autos werfen oder lese, dass andere nachts Metallteile in Maiskolben auf dem Feld stecken, damit die Tiere daran verenden, dann könnte da ein wenig Gesichtserkennung und gesellschaftliche Ächtung meines Erachtens nicht schaden.


      • Der große Teil der Chinesen findet das wohl prima - Auszug aus einer nicht repräsentativen Umfrage:

        "Unsere Umfrage weist auf ein sehr hohes Maß an Zustimmung hin. 80 Prozent der Befragten befürworten Sozialkreditsysteme, 19 Prozent beurteilen die Sozialkreditsysteme wertneutral (weder missbilligen noch befürworten), während nur 1 Prozent eine starke oder moderate Missbilligung angaben.

        In gewissem Maße könnte die hohe Zustimmung, die wir fanden, die Art der Durchführung einer Umfrage in einem autoritären Umfeld widerspiegeln. Die Hälfte der Befragten gab jedoch eine starke Zustimmung an, was darauf hindeutet, dass die allgemeine öffentliche Unterstützung recht stark ist. Die von uns zusätzlich durchgeführten Interviews haben diese hohe Zustimmung weiter bestätigt. Die große Zahl wertneutraler Befragter (weder zustimmend noch ablehnend) könnte jedoch darauf hindeuten, dass es eine Gruppe von „Zweiflern“ gibt - einer von fünf Chinesen -, die nach wie vor nicht überzeugt und kritischer sind."

        Ob diese oder ähnliche Umfragen ehrliche Antworten ergab, darf leicht bezweifelt werden - denn ein kritisches Verhalten gegenüber der Regierung führt zum Punktabzug. Das erinnert schon sehr an analoge StaSi-Zeiten - hier nur in Perfektion. Der Mensch hat im System zu funktionieren - wehe, wenn nicht.

        Wahrscheinlich macht sich der Chinese um uns keine große Sorgen - hat er doch mit der Art "Schufa für alle Lebensbelangen" schon genug zu tun. Die Moral (= Gesamtheit von ethisch-sittlichen Normen, Grundsätzen, Werten, die das zwischenmenschliche Verhalten einer Gesellschaft regulieren, die von ihr als verbindlich akzeptiert werden) in China wird von oben verordnet. Wenn die da unten das prima finden, ist alles in bester Ordnung. Dummerweise können sie nicht wählen, ob sie dafür oder dagegen sind - sie können sich gar nicht selbst darum kümmern.

        Gauner oder nicht Gauner, Moral oder nicht Moral - das ist nicht immer sonnenklar. Die Mehrheit der Türken findet es richtig, in Syrien Krieg zu führen - offiziell werden dort Terroristen bekämpft. Andere sehen darin einen Verstoß gegen das Völkerrecht. Ist Erdogan also ein Gauner? Mit Putin sieht´s ähnlich aus. Sämtliche Geschäfte mit Russland zu unterbinden, würde uns selbst enorm schaden. Ohne russisches Öl und Gas läuft bei uns nichts mehr rund.

        Ist es moralisch (uns selbst gegenüber) vertretbar, wenn unsere Regierung sämtliche Geschäfte mit unmoralischen Gaunern unterbindet?

        Vielleicht ist es besser, wenn Moral niemanden kümmert? Ex und hopp - ohne Rücksicht auf Verluste. Schließlich ist sich jeder Mensch selbst der nächste.


      • Ich frage mich immer wieder, wer ermächtigt uns, ständig zu beurteilen was richtig oder falsch ist. Bei Mord und Totschlag liegt das auf der Hand, aber wie kommt der "Westen" nur darauf, dass sein Modell einer Gesellschaft das richtige für alle ist? Mit ständiger Einmischung hat man bereits den Nahen Osten ins Chaos getrieben. Letztendlich ist es Sache jedes Volkes selbst, bei Notwendigkeit Veränderungen herbeizuführen. Und wenn wir China isolieren wollen, weil Falschparker dort kein Flugticket mehr kaufen dürfen, glaube ich nicht dass das auch nur irgendetwas daran ändert. Aber wir dürften uns damit auch selbst keinen Gefallen tun.


      • @Tenten
        Man könnte geneigt sein, Deine Meinung zu unterstützen. Der mögliche Erfolg gibt Dir recht. Allerdings ist es nahezu unmöglich, jeden Winkel der Republik zu überwachen - es ist ja scheinbar schon unmöglich, die Funklöcher zu stopfen. Jeden Maiskolben zu überwachen, das ist Utopie.

        Mit einer solchen (unmöglichen) Totalüberwachung wird die Folge bekämpft. Ich finde es besser, wenn die Ursache bekämpft wird. Es ist ja mittlerweile schick, Polizisten oder Feuerwehrleute (öffentlich) zu beleidigen. Sag doch mal im Bekanntenkreis, dass Du steuerehrlich bist und nicht gemogelt hast. "Mensch, bist du ein Trottel" kommt Dir dann entgegen. Unsere Kinder schauen sich (echte) Gewaltvideos an - und finden das cool; die Eltern interessiert´s nicht, kümmern sich nicht. Ausländer raus - wegen unserer, durch diese bedrohte, Sicherheit. Gerne mal wird diese Forderung mit Baseballschlägern bekräftigt und mit Applaus quittiert. "Merkel, du Fotze" - zack, schon wird der Daumen-hoch geklickt, der Rest schweigt, was als Zustimmung gewertet wird.

        Sowas wird nicht nur geduldet - es wird gefördert! Und da ist jeder von uns gefragt: nicht wegschauen, nicht schweigen! WIR sollten dagegen halten! Aber das machen nur wenige.

        Geht diese scheinbar nicht aufzuhaltende Entwicklung so weiter, dann finde auch ich irgendwann einmal chinesische Verhältnisse prima.


      • @Hannes B.
        Tja, wo ist die Grenze? Ist es falsch, sich einzumischen, wenn 30 Meter weiter jemand sexuell belästigt wird? ...wenn Gaffer ihr Video vom Unfall drehen? ...wenn nebenan die Ehefrau verprügelt wird? ...wenn VW beim Diesel betrügt? ...wenn die Menschheit sich selbst vernichtet?
        Oder soll man sich einmischen?

        Ist es falsch, Waffen nach Saudi-Arabien oder die Türkei zu liefern? Ist es falsch, humanitäre Hilfe im Ausland zu leisten? Was geht uns das an? Die sollen erschießen, wen sie wollen - nur uns bitte nicht. Soll doch verhungern, wer will - nur wir nicht.

        Wo ist die Grenze? An der Wohnungstür? An der Staatsgrenze? An der EU-Grenze? An der Grenze der Moral?

        Ist es richtig, wenn China Sanktionen beschließt, nur weil ein Regime-Kritiker in den USA Unterschlupf findet? ...weil die USA Geschäfte mit Taiwan betreibt? Die sollen sich mal schön raushalten - auch wenn sie es noch so moralisch prima finden.

        Sollen die (Nachbarn, Sexualverbrecher, Staaten, Umweltverschmutzer, ...) doch machen, was sie wollen - was geht uns das an?

        Doof nur, wenn wir selbst zum Opfer werden. Dann hilft uns kein Schwein.


      • Generell ist es zunächst grundfalsch, Waffen überhaupt zu produzieren. Diese dann an Verbrecher zu liefern ist ein Verbrechen. Dein Beispiel mit Sanktionen will ich gar nicht erörtern, die USA sind ja die Könige im Verhängen von selbigen und dürfen sich über Retourkutschen nicht wundern. Was Verbrechen angeht, die sich unmittelbar abspielen und du wirst Zeuge derselben ist es natürlich eine Pflicht, dagegen etwas zu unternehmen. Das überträgt sich aber nicht darauf, andere Staaten zu beaufsichtigen, sonst müssten wir mobil machen und mindestens dreißig Kriege führen. Die Anteilnahme der Politik am Schicksal anderer Völker ist im Übrigen auffällig selektiv, sowohl in den USA als auch hierzulande. Es geht doch immer nur darum, wo es etwas zu holen gibt.


      • Bei der Diskussion um China und den Menschen dort darf man aus meiner Sicht bitte nicht vergessen, dass es dann doch kulturell und gesellschaftlich erhebliche Unterschiede gibt zu uns, was dann in solchen Umfragen auch zum Tragen kommen könnte.....


      • In Deutschland und wohl auch den meisten anderen westlichen Staaten gibt es eine gesetzliche Pflicht zur "Nothilfe", die allerdings endet, wenn diese Nothilfe das eigene Leben oder die eigene Gesundheit gefährdet.
        Wenn Du also siehst, daß Dein Nachbar seine Frau grün und blau schlägt, dann kann die Unterlassung, dies der Polizei anzuzeigen, schon eine strafbare unterlassene Hilfeleistung darstellen. Ist der Mann allerdings ein muskelbepackter Zweimetermann, der zudem noch schwer bewaffnet ist, so ist es u.U. selbst bei unmittelbarer Gefahrenlage sinnlos, sich selbst einzumischen, da dies mit einer hohen Wahrscheinlichkeit des eigenen Todes verbunden wäre, ohne daß man der bedrängten Frau dadurch helfen könnte. In dem Fall kann die Alarmierung der Polizei die einzig sinnvolle Form der Einmischung sein. Auch die Nichtanzeige von Straftaten kann selber strafwürdig sein. Innerhalb eines Staates, der einen Rechtsraum darstellt, ist also eigentlich klar geregelt, wann man sich einmischen darf oder sogar muß, und in welcher Form dies geschehen muss (also ohne Zwang zur Selbstgefährdung).

        Zwischen den Staaten ist das viel komplexer, da es im Prinzip kein den staatlichen Rechtssystemen übergeordnetes Rechtssystem gibt, es gibt also keine "Weltregierung". Die Rechtssystem sind oft ebenso wie die "Wertvorstellungen" in einzelnen Regionen der Welt das Ergebnis historischer Entwicklungen. Das westliche Wertesystem ist überwiegend ein Ergebnis von Renaissance und Aufklärung und hat sich schwerpunktmäßig in Frankreich und Deutschland entwickelt.
        Ich teile diese Werte und bin froh, in einer Region zu leben, in der ich davon partizipiere, allerdings halte ich es für gefährlich, ungerechtfertigt und überheblich, dieses Wertesystem als global universell oder gar als grundsätzlich überlegen anzusehen. So soll es im arabischen Raum nicht wenige Menschen geben, die das westliche Wertesystem, u.a. die Gleichberechtigung der Frau, ablehnen und als unmoralisch ansehen.
        Wertesysteme sind multidimensional, sie haben viele Eigenschaften, und keines hat ausschließlich positive oder ausschließlich negative Eigenschaften. Für einen wertfreien "neutralen Beobachter" könnte es schwierig sein, eines als besonders überlegen oder klar hervorstechend zu beurteilen, denn was wären die Maßstäbe, an denen dieses Urteil festzumachen wäre?
        Wie schwierig es ist, neutral zu urteilen, zeigt Dein eigener Kommentar. So verurteilst Du China, weil es Sanktionen gegen Länder verhängt, "weil die USA Geschäfte mit Taiwan machen". Tatsächlich muss jedes Land mit Sanktionen rechnen, das Taiwan nur anerkennt. Aber im Denken der chinesischen Regierung, aber auch in weiten Teilen der chinesischen Bevölkerung ist Taiwan aus historischen, ethnischen und geographischen Gründen ein integraler, nur eben abtrünniger Teil Chinas. Warum ist es also moralisch verwerflich, wenn China dagegen vorgeht, im westlichen Spanien die Abspaltung Katalaniens aber mit allen staatlichen Mitteln bekämpft wird, und dies von den europäischen und nordamerikanischen Staaten als rechtsstaatliche Vorgehensweise gerechtfertigt wird? Im chinesischen Recht, dass ich allerdings nicht kenne, gibt es sicherlich auch Regelungen, die Separatimus und Abspaltungsversuche scharf bestrafen. Ist dasselbe Vorgehen nur deshalb unmoralisch, weil es im einen Fall durch eine Demokratie erfolgt, im anderen nicht?
        Oder ist es richtig, wenn die USA, ein lupenreiner Vertreter westlicher Werte, deutsche Privatfirmen dafür bestrafen (wollen), weil sie eine Erdgaspipeline mit Russland bauen, China aber nur dann zu solchen Maßnahmen greift, wenn es selber unmittelbar davon betroffen ist (was es nach eigener Denkart im Taiwan-Fall ist)?
        Natürlich muß man kriegsführende oder die Menschenrechte mißachtende Staaten nicht mit Waffen beliefern. Das ist aber eine Entscheidung die sich grundsätzlich davon unterscheidet, sich aktiv in einen Konflikt einzumischen und etwa Truppen in das Konfliktgebiet zu schicken.
        Solche Entscheidungen können zwar auch im Einzelfall gerechtfertigt sein,
        sollten aber einem UN-Beschluß unterliegen. Der würde zumindest dokumentieren, dass die Vertreter unterschiedlichster Werte- und Rechtssysteme darin übereinstimmen, dass ein Verhalten sanktionswürdig ist.
        Ansonsten stehe ich der Einmischung in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten skeptisch gegenüber, insbesondere wenn diese Einmischung den Anschein erwecken kann, sie erfolge insbesondere aufgrund einer "moralischen oder Werteüberlegenheit". Damit wurden schon Kriege gerechtfertigt, aber auch der Kolonialismus (wenn auch dessen Haupttriebfedern wirtschaftliche und geostrategische Gründe waren).


      • ...wir verlieren doch langsam aber sicher den Ausgangspunkt:
        "Fortschritt in Sachen Technologie und China; s. YouTube; die haben es drauf! UND das zählt hier!!"

        Fortschritt (und dabei wird manchmal vergessen, dass Fortschritt auch mal Rückschritt sein kann) und Technologie ist per se nichts schlechtes - aber per se auch nicht immer gutes. An meiner ersten Reaktion wollte ich nur klar machen, was Fortschritt bedeuten kann. Damit wollte ich zum Denken anregen, was hier und dort auch gelungen scheint.

        Social Credit System - das finden manche toll, andere nicht so toll. Da geht es nur um Meinungsbildung. Es geht dabei NICHT um die Einmischung in die innere Politik anderer Staaten. Oder glaubt hier wirklich jemand ernsthaft, dass diese Worte jemand in China ließt, geschweige denn sich davon irgendwie betroffen fühlt oder gar beeinflussen lässt?

        Ist es denn eine Sünde, wenn man über den Tellerrand hinaus blickt? Ist es so falsch, wenn man von anderen lernt - wie man es macht oder besser nicht macht?

        Krieg und (schwere) Verbrechen finde ich auch nicht so prickelnd. Mir wäre auch lieber, es gäbe weder Krieg noch Waffen. Nur: wo ist dort die Grenze? Ist ein Küchenmesser eine Waffe? Ist eine Software eine Waffe?

        Es liegt leider in der Natur der Dinge - oder besser gesagt: in der Natur des Menschen, dass er hier und dort Gewalt anwendet. Das gilt für einzelne Menschen, wie für Völker oder Staaten. Und da das so ist, bin ich schon froh, dass wir einem Verteidigungsbündnis angehören - auch oder gerade dann, wenn unsere eigenen Hubschrauber nicht fliegen oder Panzer nicht einsatzfähig sind und Gewehre um die Ecke schießen.

        Andere halten für uns die Köpfe hin. Für jeden von uns. Für die Freiheit und auch unsere Meinungsfreiheit; die wir hier so täglich nutzen. Das ist nicht vom Himmel gefallen - dafür wurde Blut vergossen. Und leider ist es nicht garantiert, dass dies ohne Waffen so bleiben wird. Mir wäre es auch lieber, es ginge ganz ohne Waffen. Aber wir müssen nun mal die Welt so akzeptieren, wie sie ist - ob wir das so wollen oder nicht - was aber nicht gleichzeitig bedeutet, dass wir das nicht ändern können.

        Die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" wurde von Australien, Chile, China, Frankreich, Libanon, Sowjetunion, Großbritannien und den USA erarbeitet und von vielen Staaten nicht nur ratifiziert sondern auch in vielen Verfassungen verschiedener Staaten mit aufgenommen. Diese Rechte gelten für alle gleich - unabhängig von Geschlecht, Nationalität oder Rasse, Glaube, Philosophie oder Religion und vieles mehr - "Wertesysteme sind multidimensional" spielt dabei überhaupt keine Rolle.

        Wird auch nur eines dieser Rechte (das sind einige - da sollte man sich wirklich mal schlau machen) missachtet, so ist es schon legitim, sich einzumischen - wenn nicht sogar Pflicht; und das hat nichts, aber auch gar nicht mit "eigener Denkart" oder einer "moralischen oder Werteüberlegenheit" zu tun. Ansonsten sind sie das Papier nicht wert, auf dem so viele Staaten ihre Unterschrift setzten.

        Ich verurteile nicht China. Nur wird hier immer wieder viel zu oft die Situation in China tot geschwiegen oder verharmlost - auch oft, in dem auf andere gezeigt wird (wird Unrecht zu Recht, nur weil andere Unrecht begehen?!?). Oder man weiß schlicht nichts davon. Damit aber verschließt man die Augen vor der Realität. Nur als ein Beispiel:
        www.humanrights.ch/de/service/laenderinfos/china/

        China ist ein tolles Land, hat eine Bevölkerung, von der auch wir vieles lernen können - auch von Chinesen aus Hong Kong, mit denen ich einen Austausch hatte (dagegen gleichen meine Worte eher einem Kindergeburtstag). Auch finde ich nicht alles toll, was Trump so tut oder lässt. Aber leben wollte ich doch lieber in den USA, Kanada, Frankreich oder Deutschland (die auch allesamt keine weiße Weste haben) - statt in China. Und ihr dürft 3 Mal raten, warum.


      • "da es im Prinzip kein den staatlichen Rechtssystemen übergeordnetes Rechtssystem gibt"
        Dazu gebe ich beispielhaft folgendes zu bedenken:

        www.humanrights.ch/de/internationale-menschenrechte/strafgerichte/strafgerichtshof/
        www.menschenrechtsabkommen.de/der-internationale-gerichtshof-1147/
        www.spiegel.de/thema/internationaler_strafgerichtshof/

        Nach kurzem Studium dieser Quellen - bist Du immer noch Deiner Meinung treu?


  • Dem autonomen Fahren traue ich noch weniger als der chinesischen Regierung.


    • Dem einzigen autonomen Fahrzeug dem ich trauen würde wäre K.I.T.T !


      •   10
        Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        schon wieder ein sinnloser Kommentar von dir, sag mal überlegst du dir vorher was du schreibst oder tippst du jedesmal drauf los hauptsache mal überall seinen senf dazugeben


      • Was ist daran sinnlos? Kitt aus Knight Rider ist ein computergesteuertes Fahrzeug mit eigener künstlicher Intelligenz aus den 80er , was früher bestaunt und anderweitig belächelt wurde. Gucke 30 Jahre später....It‘s real, Baby😎👍.Star Trek ist auch großenteils Realität geworden. Terminator und Robocop sind auch nicht so sehr unrealistisch. Die Menschheit arbeitet sich dahin.Aber wenn du dich eher mit Teletubbies beschäftigst, dann verstehe ich deine Äußerungen.


      • Das trifft aber auch auf deine Antwort zu, denn da sucht man erst recht vergebens nach Substanz.


    • Nun ja, wenn die Kiste wirklich autonom fährt und das einigermaßen ausgereift ist, warum nicht. Ist ja nicht so, dass man den Bio-Piloten auf unseren Straßen trauen könnte. Was mir widerstrebt wären halbgare Lösungen der diversen Zwischenstufen, wo die Karre zwar macht was sie will aber ich ständig zum Eingreifen bereit sein muss.


  • Super, dann weiß die Regierung in Zukunft wer ,wo und wann wohin fährt. Irgendwann werden wir genauso überwacht wie die Chinesen oder die in Korea.

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